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Jüdisches Gemeindeblatt und Nachrichtenblatt der Gemeindeverwaltung der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1938-01-07 · 1 (7.1.1938) · p. Seite 3

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt und Nachrichtenblatt der Gemeindeverwaltung der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
14 (1938)
Issue
1 (7.1.1938)
Date
1938-01-07
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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7. Januar 1938 / Nr. 1 pß> in n JÜDISCHES OEMEINDEBLATT LEIPZIG 1*^0 5*3 S ^dLg^fi-^ Seite 3 ^% T)r. Olga Ttuxbaum J{ans frank Bamberg Verlobte Istanbul Hainstr. 20 Leipzig P. K. 1420 27. Dezember 1937 Die bisherige Leistung birgt aber zugleich in sich die zwingende Verpflichtung, das lebenswichtige Hilfs- und Aufbauwerk der Juden in Deutschland zu erhalten und zu festigen. Für diesen Gedanken wirbt der folgende Aufruf: An die Juden in Deutschland! In dem nunmehr beginnenden Kalenderjahr 1938 kann der ZentralaUSschuB für Hilfe und Aufbau bei der Reichs Vertretung der Juden in Deutschland auf eine Tätigkeit von fünf Jahren zurückblicken. In dieser Zeit hat er sich auf den fünf Hauptgebieten seines Wirkens: Wanderung — Berufsausbildung und -Umschichtung Schulwesen — Wirtschaftshilfe — Wohlfahrtspflege zu der zentralen Planstelle entwickelt, die als öffentliche Hand aus der wirtschaftlichen und sozialen Hilfsarbeit für die Juden in Deutsch« land nicht mehr wegzudenken ist. Der Auflösungsprozeß der Judenheit in Deutschland setzt sich fort. Etwa ein Drittel des früheren Bestandes der jüdischen Bevölkerung hat Deutschland bereits verlassen, viele stehen vor ihrer Auswanderung, viele weitere müssen folgen. Die Notwendigkeit, diesen Vorgang zielbewußt durch zweckmäßige Berti fs a u s b i 1 d ifu g und durch geeignete Wa n il e r u ngs platt ung in geordnete Bahnen zu lenken und durch planmäßige Aufbauarbeit den Weg in die Zukunft zu ebnen, besteht weiter. In gleichem Umfange verbleibt die Verpflichtung, der Not des Tages zu begegnen und für die Zurückbleibenden zu sorgen. So ist es nötig, daß die Juden in Deutschland ihr großes konstruktives Werk ferner erhalten und festigen. Mit der. gleichen Entschlossenheit und dem gleichen Selbstvertrauen, mit dem alle hellenden und aufbauenden Kräfte in den verflossenen Jahren das Werk geschaffen und getragen haben, muß die Lösung der verbliebenen Aufgaben in Angriff genommen werden. Die Arbeit hierfür soll im Jahre 193$ unter der Parole „Fünf Jahre Hilfe und Aufbau" fortgeführt werden. Diese Parole soll verpflichtend mahnen, die Energien wachzuhalten, sich keiner unberechtigten Vcrzwc'iflimgsstimmung hinzugeben und nicht über den persönlichen Sorgen die Sorge für das Schicksal der Gemeinschaft zu vergessen. Erneut rufen wir die Juden in allen □ em e i nd en und in allen Gruppen auf, sich dessen bewußt zu bleiben, was diese ihre Gemeinschaft von ihnen fordern darf und weiter fordern muß. Was uns „Hilfe und Aufbau" in fünf Jahren war, muß jüdisches Verantwortungsbewußtsein und jüdischer Opfersinn aufrechterhalten und ausbaue n. Fünf Jahre Hilfe und Aufbau! — Helft weiter! Berlin, Ende Dezember 1937. Reichsvertretung der Juden in Deutschland. Unsere geliebte Mutter, Schwieger- und Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Anna Möbel mann geb. Ardei ist am 31. Dezember 1937 im 66. Lebensjahre von schwerem Leiden erlöst worden. Wir haben unsere teure Heimgegangene bereits bestattet. Leipzig, Wien, Krieh Sobclniann New York. im Namen aller Hinterbliebenen. Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. Plötzlich und unerwartet verschied am 4, Januar mein innigst geliebter Mann, Vater,Sohn und Bruder, unser Schwager und Onkel Herr Alax Low im Alter von 47 Jahren. , ■ unsagbarem Scnmerz Itekkn Low geb. Gänger und Sohn Herbert im Namen aller Hinterbliebenen Eintritt frei. efflas wird aus meinem Glinde? Gemeinsamer Elternabend der Jüdischen Schulen und des Sozialamtes der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig am Mittwoch, den 12. Januar 1938, 2030 Uhr im Saale desjüd. Jugendheimes, Ludendorffstr.7 (Elsterstraße) Es spricht ctrau JSuoio JEavy-SZcßal Berlin-Charlot'enburg, Kantstraße 158. Volksschule. Sozialamt. . Höhere Israel. Schule. Israel. | Hüclier jeder Irt iiaeh dem Ausland j durch 91. W . Kaufmann, Brühl 30/34 | Vortragsplan des Jüdischen Lehrhauses für die Zeit vom Januar bis April 1938. Vortragsreihe C: Jüdische Kunst. Lröffnungsvortrag von Dr. Julius Bab-Berlin: Der Widerhall der Bibel in der europäischen Dichtung. (Dienstag, den 15. März 1938, 20.15 Uhr, im Kulturbundsaal). :i) Dr. Sally Rabinawitz und Frau Rabinowitz: Moderne jüdische Musik (2 Abende) (Dienstag, den 22. und 2«. März, 20.15 Uhr, im Felix-Goldmann-Heim, Ludendorffstr. 7); b) Syndikus Kurt Sabatzky: Der jüdische Schauspieler (D enstag, den 5. April 1938, 20.15 Uhr); c) Dr. I). Kuritzkes: Die Juden in der modernen bildenden Kunst (Dienstag, den 12. April 1933, 20.15 Uhr). Die Vorträge b und c finden im Saaie des Sozialamts, Humboldtstraße 13, statt. Vortragsreihe A: Der Peel Bericht und Erez. Israel. Eröff nuiigs Vortrag von Dr. Robert We 11 s c Ii - Berlin: Der Peel-Bericht (Dienstag, den 11. Januar 1938, 20,15 Uhr im Kulturbundsaal). a) Gemeinderabbiner Gustav Cohn: Erez Israel in entscheidenden Moni enten der Geschichte. (Dienstag, den 18. Januar 1938, 20.15 Uhr), b) Dr. Jacob Braude: Die geistige Umwelt Palästinas (Dienstag, den 25. Januar 1938, 20.15 Uhr); c) Stud.-Ass. Dr. Joel: Die Geographie Palästinas (Dienstag, den 1. Februar 1938, 20.15 Uhr); Gemeinderabbiner Dr. David Ochs: Erziehung und religiöses Leben in Palästina. (Mitte Februar, genaue 7eit wird noch bekanntgegeben). Di.! Vorträge a—d finden im Saale des Sozialamts, Huniboldtstr. 13, statt. Vortragsreihe B: Fortschritte der Naturwissenschaft und Technik in de" tatzten fünfzig Jahren. EroD'nungsvortrag von Prof. Dr. Kisch-Köln; Das Verhältnis lea Judentums zur Na^ur. (Dienstag, den 15. Februar 1938, 20.11 Ul r, im Kulturbundsaal). \) D F';tz Warte: 3crg: Phys 22. Februar 1938, 20.15 Uhr); b) Dr. Fritz Luft: Die moderne list'ie Chemie (Dienstag, den 1 e) Dr. Eduard Blumberg: Biologie den 8, Mär/ 1938, 20.15 Uhr). Die Vorträ, e a v finden im Saale des Sozialamts, Huniboldtstr. 13, statt k und Technik (Dienstag, den Chemie und physika März 1938, 20.15 und Medizin Uhr); (I )ienstag, T ei In a h m e beding u n gen: Die EröffnungsVorträge sind zugleich Veranstaltungen des Jüdischen Kulturbundes Leipzig. Zutritt zu den ErÖtfnungsvorträgen haben die Kulturbundinitgliedcr gegen Vorzeigung des KultUTbundausweises und die Hörer des Judischen Lehrhauses gegen Vorzeigung der Hörerkarte. Hörer, die bis 11. Januar mittags das Hörergeld entrichtet haben, sind berechtigt, an dem Eröffnungsabend teilzunehmen; sie können die Hörerkarte am Abend im Kulturbundtheater entgegennehmen. Anmeldefrist für die Vortragsreihe A: bis einschließlich Dienstag, den 11. Januar; für die Vortragsreihe B: bis ein- BchlieBhch Dienstag, den 8. Februar; für die Vortragsreihe C: bis einschließlich Dienstag, den 8. März. — Die Anmeldungen sind l>e r I> i v ii s t i\;»• ja e hört dem •! ii d i «<• Ii e n 14*- Ii r Iiaus!

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