Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 11 (1935)
- Issue
- 51/52 (19.12.1935)
- Date
- 1935-12-19
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
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19 Dezember 1935 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE ZU LEIPZIG Seite 3 Sonnt««, den 22. Dez.. «bd«. 8 Uhr ri»HlllVl™.F«.W Am* R-r \C.~.^T.\,~ \ in der raiasr-üa st statte am Dittridiring tcke Baifufjgasse Lichteranzünden — Jugendchöre — Festansprache — Geigensoli Eintritt 1.— Mk. Danach: Gesell. Beisammensein unter Mlfwlrkun« erster Künstler Eingef.Oiste willkommen Ifus, München, spielt Weihnachten hier! Auftreten von Mitgliedern des „Bunten Karren" Vom 25.- 29. Dezember Schachturnier des Bar Kochba im Felix Ooldmannheim Dr. med. Bela Kun Helene Kun geb. Neumann Vermählte Trauung am 22. Dezember 1935 12 30 Uhr — Synagoge Chemnitz Sally Paryslak Berti Paryslak geb. Michlewitsch Leipzig, Liviastr. 2 Vermählte im Dezember 1935 Günter Schußhelm Irene Schußheim geb. Schapiro Vermählte z. Zt. auf Reisen Marie fakubowltsch loachlm Wallach Leipzig, Lortzingstr. 6 Verlobte Ranstädter Steinweg 13 Anni Jano witsch Hermann Hilman Leipzig, 29. Dez. 35. Verlobte Qustav Adolfstr. 45 Fritz Kupfer Hora Kupfer geb. Vogel Vermählte Leipzig, Kurzestraße 5 Trauung am 25. Dez., 15"2 Uhr, Synagoge Pfaffendorfer Straße Für die liebevolle Anteilnahme beim Hinscheiden unserer lieber., unvergeßlichen Entschlafenen Frau Emma Zellner sagen wir hierdurch unseren tiefgefühltesten Dank. Wilhelm Zellner und Kinder zugleich im Namen aller Hinterbliebenen. Leipzig, im Dezember 1935 O Blumen? — Nur von Lance £x Taumaer Str. 16 — Telefon 28789 — Lieferung Ins Haus des Vorbeterpultes in den osteuropäischen Gemeinden, in der Bukowina, in Polen und der Ukraine. Die Lebensbaumdarstellungen der slawischen Volkskunst werden nicht ohne Einfluß auf die Spielarten des siebenarmigen Leuchters geblieben sein, die hier entstanden." Wahrend der siebenarmige Leuchter seit der Zerstörung des Tempels nur Symbol geblieben ist, — religiöse Scheu hat die Verwendung eines siebenarmigen Leuchters selbst im Qotteshause vermieden, weil man darin eine unzulässige Nachahmung des Leuchters im jüdischen Heiligtum erblickte -, hat die Menorah des Chanukkafestes, die ihrem Zwecke entsprechend für acht Lichter eingerichtet sein muß, die ganze liebevolle Gestaltung religiöser Innigkeit gefunden. Bemerkenswert ist, daß bei Ausgrabungen in Jerusalem eine aus römischer Zeit stammende Öllampe gefunden wurde, die in ihrer Grundform dem alten eindochtigen öllampchen entsprechend, die Öffnungen für acht Dochte zeigt und damit Beweis für das Alter der Chanukka-Lampe ist. Doch läßt dieses Beispiel noch nicht die Anlehnung an die Tempel-Menorah erkennen. Begreiflich: Iis mußte ein gewisser zeitlicher und damit auch innerer Abstand von dem lebendigen Eindruck des Tempels gewonnen werden, ehe auch nur eine sinnfällige Beziehung zu einem heiligen Tempelgerät als zulässig empfunden werden durfte. Es sind daher wohl auch nicht die ältesten Formen der Menorah des Chanukkafestes, die sie als Schaft mit je vier nach beiden Seiten strebenden Armen für die acht Lichter zeigen. Auch später, als sie gebräuchlich geworden war, wurde diese Form vorzugsweise für die Synagogen verwendet. Wenn sie in neuerer Zeit auch und vielleicht in erster Reihe, im Chanukka- Leuchtcr auch des Hauses am häufigsten begegnet, so steht doch daneben auch jene wohl ältere Form, bei der die zur Verwendung von Öl bestimmten Lämpchen vor einer Rückwand angebracht sind. Auch diese Rückwand weist die abwechslungsreichsten Umrißformen wie ausgestaltenden Motive auf. Wer diese Mannigfaltigkeit der Menorah des Chanukkafestes mit richtigen Augen sehen gelernt hat, wird daran die echte religiöse Liebe erkennen, mit der, wie auch die anderen im religiösen Kult verwendeten Gegenstände, auch der Chanukka-Leuchter bedacht worden ist, und wird den Wunsch hegen, auch in unseren Tagen anstelle des vielfach begegnenden Kitsches wieder die kunstvoll — das braucht keinesfalls mit kostbar verwechselt zu werden — gestaltete Menorah zu setzen. Bevorstehende Veranstaltungen Chanukkafeier: veranstaltet vom Reichsbund jüdischer Frontsoldaten, Ortsgruppe Leipzig, Sportver. „Schild" Leipzig und „Bund deutsch-jüdischer Jugend". Ausstellung der Arbeiten des Chanukkawettbewcrbs. Preisverteilung des Chanukkawettbewerbs. 1. Jüdischer Schachkongreß und Meisterturnier. 21. Dezember 23.-28. Dczbr. 28. Dezember 25.-29. Dezbr. LETZTE MÖGLICHKEIT PALÄSTINAREISE FÜR RM. I.¬ PALÄSTINA LOTT E R I E FÜR PALÄST INABODENKAUF m LOSKAUF BEI DER HAUSAKTION AM 29. 12. ZIEHUNG AM 5.1. 36. KEREN KAJEMETH LEJ ISRAEL - KEILSTRASSE NR. 4