Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 11 (1935)
- Issue
- 48 (29.11.1935)
- Date
- 1935-11-29
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/4876568-5968806-5969568--5714-4882776- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
29. November 1935 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN REI JOIONSGEME'NDE ZU LEIPZIG Seite 5 Die Geburt ihrer Tochter geben bekannt Tanja Urv-Zunser i LKip/in. oen 1H X! 'Vi ui y Statt Karten. Die s. G. w. am Schabbos, 7. 12. 35 in der Ez Chaim | Synagoge stattfindende Barmizwah unseres Sohnes Salo geben wir hiermit bekannt u. bitten Verwandte, Freunde u. Bekannte herzlichst z. Kiddusch nach Lessingstr.9. Dr. med. Dzialowski u. Frau Cilli geh Rosenak Franziska Selinger Milton Simon Verlobte Leipzig, Körnerstraße 26 / New York — Syracuse / U. S. A. gehenden Chaluzim und Chalu/oth /u Borgen. Die Wi/o tut beziigl. der Ausrüstung ihr Möglichstes. Wir freuen uns selbstverständlich über jedes Zeichen jüdischer Hilfsbereitschaft in der heutigen schweren Zeit, glauben aber, daß durch derartige Einzelaktionen und Versendung von Schreiben an Ein/elstellen und Menschen das Gegenteil von dem erreicht wird, was erreicht werden soll. Man stellt Anforderungen an die einzelnen Menschen (es sind immer wieder dieselben) und veranlaßt sie dann, wenn es wirklich einmal darauf ankommt, große zentrale Spenden von ihnen ZU erlangen, auf ihre sonstige Inanspruchnahme durch kleinere Gaben zu verweisen. Mau entwertet außerdem die Tätigkeit der Gemeinden und ihre sozialen und Wohlfahrts-Einrichtungen, wenn man außer an sie auch an andere Einzelpersonen herantritt. Es ist uns oft genug passiert, daß wir Ausreisen und Ausstattungen finanziert haben und hinterher feststellen mußten, daß nebenbei noch wilde Einzelaktionen stattgefunden haben, von denen wir keine Ahnung hatten und die uns veranlaßt hätten, bei der Verausgabung unserer für die Allgemeinheit bestimmten Mittel etwas vorsichtiger zu sein. In allen solchen Fällen ist es zweckmäßig, sich immer nur an die zentralen Stellen zu wenden, die ja dazu da sind, für Abhilfe /u sorgen ..." jüdischer Kulturbund. Aus dem Büro des Jüdischen Kulturbundes geht uns folgendes Schreiben zu: Wir Juden müssen lernen, uns in dem uns gebliebenen Lebens räum zu bewegen. Wir müssen alle Willenskraft darauf konzentrieren, aus dem, was uns blieb, unser Leben würdig zurechtzuzimmern. Dies gilt nicht zuletzt auch für die Veranstaltungen tles Kulturbundes. Ein Ballsaal ist kein schmuckes Theater. Wir stellen uns aber ein Armutszeugnis aus, wenn es uns nicht gelingt, unabhängig vom Raum eine Kulturatmosphäre zu verbreiten. Sind die Qarderoben unzureichend, müssen wir früher kommen. In den Saal mitgebrachte (iarderobenstücke stören die Stimmung. Wir il ü r f e n keinesfalls dadurch, daß wir uns v o r d e n Türen g e r ä u s c h voll b e n e h m e u, v e i h i u d e i n, da ß eine a u f n a h in e b e r e i t e S^t I m mung a u I k o m m t; wir sind zu spät gekommen, nicht die im Saal. Line Wanderbühne kann nicht schwer transportable Kulissen mit sich führen, aber wenn uns mit witzig und intelligent erfundenen Vorsatzstücken eine Wirklichkeit vorgetäuscht werden soll, sind wir hoffent lieh phantasiebegabt genug, uns in eine ai|fnahmebereite Stimmung ZU versetzen. in diesem Sinne zur neuen Veranstaltung! Bevorstehende Veranstaltungen 5. Dezember: Jiid. Kulturbund: Gastspiel d. Hamburger Kulturbund- Theaters: „Die Häuser des Herrn Sartorius" von Shaw. 25.—2Q. Dezember: 1. Jüdischer Schachkongreß und Meisterturnier. Änderung von Fernsprec Ii Anschlüssen. Vom 1. November ds. Js. an sind die Dienststellen in unserer Gemeinde unter folgenden Rufnummern zu erreichen: Allgemeine Verwaltung.....23f>02 (wie bisher) Wohlfahrtsamt........ 21382 (wie bisher) Sozialamt.......... 12938 (wie bisher) Gemeindesynagoge (Inspektor Braude) 23602 ab 19 Uhr 17034 Oberkantor Lampe! benutzt . . . .12938 Bestattungsgehilfe Pietrkowski benutzt nach Dienstschluß . . . .17034 Neue Nr. des Verw. Dir. Katzenstein bei Tage 236 02 nach Dienstschluß 213 82 (Die frühere Nummer 206 40 ist in Wegfall gekommen) Gemeindeverwaltung nach Dienstschluß: Anmeldung von Sterbefällen . . .17034 53889 für sonstige dringliche Fälle 213 82 225 21 Wir haben uns sehr gefreut und danken herzlichst für die um ütüäßlich i'LiLK^ BürnuMWah erwiesenen A ufmerksamkeiten. Albeti und Betty Meld Gestern abend verschied unsere geliebte Schwester und Schwägerin, gute Tante und treueste Freundin. Frau Ernestine Adler «eb. Hlrschberg im bt). Lebensjahre. L.-Schleußig,Oeserstr.35. Die trauernden Hinterbliebenen 27. Nov. 1935. Beerdigung: Sonntag, 12 »A a.d. alten isr. Friedhof. Amtliche Bekanntmachungen Unfallmeldungen der Schüler. Es ist dringend erforderlich, daß jeder in der Schule vorkommende Unfall eines Schülers der Schulleitung sofort gemeldet wird, damit die notwendigen Anträge auf Schadensdeckung durch die Unfallversicherung unverzüglich gestellt werden können. Sollte ein Schüler zugleich einer Krankenversicherung angehören, so muH der Unfall sofort auch der Krankenversicherung angezeigt werden. Die Versäumnis dieser Anmeldungen hat d e n Verlust des Versicherungsanspruches zur Folge. Leipzig, den 25. Nov. 1935. Der Vorstand des jiid. Schulvereins Leipzig e.V. Gottesdienste üemeindesynagoge. Sabbatgottesdienst: Freitag, 29. November, Abendgebet 10,15 Uhr mit Predigt. Sonnabend, 30. November, Morgengebet 9 Uhr, Nachmittagsgebet 16,25 Uhr, anschließend Lehrvortrag. Abendgebet l(>,5b Uhr. (iottesdienst an Werktagen in der Ez-Chaim-Synagoge. Gemeindesynagoge. Sabbatgottesdienst. Freitag, ö. Dezember, Abendgebet l(),15 Uhr. Sonnabend, 7. Dezember, Morgengebet 9 Uhr; Jugendgottesdienst 15,15 Uhr mit Predigt; Nachmittagsgebet 16,20 Uhr, anschließend Lehrvortrag, Abendgebet 10.53 Uhr. (iottesdienst an Werktagen in der Ez-Chaim-Synagoge. Ez-Chaim-Synagogc, Otto-Schill-Straße. Freitag, 29. November, Abendgebet 16,15 Uhr. Sabbat, 30. Novbr., Morgengebet 8.30 Uhr; Mincha 16 Uhr; Ausgang lb,5b Uhr. Wochentag: Morgengebet 7,30 Uhr; Abendgebet 16,30 Uhr. Ez-Chaim-Synagoge, Otto-Schill-Straße. Freitag, den (). Dezember, Abendgebet 10,15 Uhr. Sabbath, den 7. Dezember, Morgengebet 8,30 Uhr; Mincha 10 Uhr; Ausgang 16,53 Uhr. Wochentag: Morgengebet 7,30 Uhr; Abendgebet 10,30 Uhr. Talmud-Tnora-Synagoge, Keilstr. 4. Freitag, 29. Novbr., abends 10,15 Uhr. Sonnabend früh 8,30 Uhr; Mincha 10 Uhr; Ausgang 10,50 Uhr. Sonntag früh 7,30 Uhr. Wochentags: Früh 7,15 Uhr, abends 10,15 Uhr. Synagoge „Ohe! Jakob", Pfaffendorfer Str. 4. Freitag, 29. November, Abendgebet 4,15 Uhr. Samstag, 30.November, Morgengebet 8,30 Uhr; Mincha 3,45 Uhr; Abendgebet 4,50 Uhr. 1 ftcicft .Sita 55 @affo2iti;u$e in handwerklicher, nach Maß-Tarif la entlohnter Schneider-Arbeit. Die neuen in- und ausländischen Herbst und Winterstoffe sind eingetroffen. 145- 165- 185 ,-*2 I--MMitM 0 ----- ^dttiüevcjtfi <&Jr)erra /Z___j.«.