Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 11 (1935)
- Issue
- 48 (29.11.1935)
- Date
- 1935-11-29
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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sene 4 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE ZU LEIPZIG 29. November 1935 Dienstag: Mittwoch: Lehrgang 13 19 23 Lehrgang lb 17 (Schule); Fortgeschrittene B (Schule); (Pfaffendorfer Str. 4). (Schule): (Schule); / * /CnU..ln\ . 2Ub (Schule). Donnerstag: Lehrgang 5 (Schule); „ 19 Anfänger B (Schule); 21 (Schule); „ 22a (Schule). Sonnabend: Lehrgang 6 (So/ialamt). Englische Sprachkurse. '■.gen der Verschiedenartigkeit der Vorbildung der Hörer und der groben Zahl der Teilnehmer ist der englische Sprachunterricht in 5 Kurse gegliedert, die samtlich in der Schule üustav-Adolf-Stralie 7 stattfinden. Ls handelt sich um folgende Kurse: Anfänger A: Montags von 19,30 21 Uhr, Anfänger B: Donnerstags von 20,30 22 Uhr, Fortgeschrittene A: Montags von 21—22,30 Uhr, Fortgeschrittene ß: [)icnstags von 20,30 22 Uhr, Fortgeschrittene ( : nur für Hörer mit guten englischen Sprachkenntnissen) Mittwochs von 20,15—21,45 Uhr. I iir den Kurs Fortgeschrittene C sind noch Anmeldungen zulässig. Endgültiger Anmeldeschluß. Da der größte Teil der Lehrgänge entweder bereits begonnen hat oiler in den nächsten Tagen beginnen wird, wird als endgültiger Schlußtag für Hörermeldungen der 10. Dezember 1935 festgesetzt. Für Lehrgang 19 sind aber bereits jetzt nur noch Anmeldungen für den Kurs „Fortgeschrittene C", d. h. für den Kurs, bei dessen 1 ulnehincrn bereits gute englische Sprachkenntnisse vorausgesetzt werden, zulässig. Anfänger des französischen Sprachunterrichtes können das Versäumte unter Anleitung des Herrn Bieberkraul unentgeltlich nachholen. Zur Beachtung für die Teilnehmer an den in der Schule stattfindenden Lehrgängen. Da die Schulleitung die Freundlichkeit hatte, dem Lehrhaus die Schulräume für die Lehrgänge zur Verfügung zu stellen, ist es Pflicht aller unserer Hörer, auf den Charakter der Unteniehtsräuiue als Schulräume Rücksicht zu nehmen. Insbesondere ist im Schulgebäude das R a u c h e n u n Z U I ä SS i g. Außerdem ist es selbstverständlich, daß auf peinlichste Sauberkeit in den Schulräumen geachtet wird, namentlich dal) keinerlei Papierschnitzel u. ä. auf den I ußboden geworfen w erden. Jüdische Winterhilfe Achtung! Lebensmittelausgabe! Die Ausgabe aus der Pfundsammlung findet im Grundstück Brühl 47 statt, und zwar: Montag, den 2. Dezember, nachmittags von 15 -18 Uhr für ilic Gruppen 1 und 2, Dienstag, den 3. Dezember, nachmittags von 15—18 Uhr für die Gruppen 3 bis 10. Zur schnellen Abfertigung ist die Mitnahme von Netzen und Taschen erforderlich. Die Helfer sind angewiesen, diejenigen, die durch Nichtbefolgung der Anordnungen die rasche Abfertigung hindern, erst zuletzt abzufertigen. Nichtabgeholte Sachen weiden nicht aufgehoben, sondern verfallen. Zur Nachahmung empfohlen! Bei einer unserer Bezirksleiterinnen erschien Fräulein R. W., eine junge I )ame von 14 Jahren. Sie brachte einen wundervollen Pullover und ein Mützchen, die sie selbst gearbeitet bat. mit der Bitte, diese Sachen als ihren Beitrag zur Jüdischen W interhilfe entgegenzunehmen. Chanukkah-Aktion! Zur Durchführung obiger Aktion benötigen wir hauptsächlich neue Herren- und Damengarderobe, neue Herren- und Damenwäsche, neue Kindergarderobe und -wasche, neue Haushaltwäschc. Die Annahmestelle befindet sich im Wohlfahrtsamt der israelitischen Religionsgemeinde, Walter-Blümel-Str. 10, Erdgeschoß. Um unsere Organisation nicht unnütz zu belasten und uns die Möglichkeit zu geben, die Sachen individuell und praktisch einzuteilen, bitten wir herzlich, uns die Sachen bald zuzusenden. Wir nehmen unseren Gönnern auch gern die Arbeit des Einkaufs ab und erbitten Ablösungsbeiträge auf eines der bekannten Konten der Jüdischen Winterhilfe mit dem Vermerk „betrifft Chanukkah-Aktion". (Postscheckkonto Nr. 20510, Israel. Religionsgemeinde zu Leipzig, Abt.: Winterhilfe.) Unsere Gemeinde. Dr. Frankcnthal 50 Jahre. Am 27. November feierte dei Chefarzt der chirurgischen Abteilung des israelitischen Krankenhauses, Herr Dr. Ludwig Frankenthal, seinen 50. Geburtstag. Wenn wir an dieser Stelle den Tag nicht vorübergehen lassen, ohne Herrn Dr. Frankenthal die herzlichsten Gratulationen und die besten Jüdische Schulen Schulgeld und Heizungsbeitrag für Monat Dezember 1935 sind bis spätestens 6. Dezember 1935 an die Schulkasse zu ...... iv-iitv.ll* L/V.I i iv-iiungsoeitrag muu auch von den Freischülern bezahlt werden. Gegen säumige Schulgeldzahler wird unverzüglich gerichtlich vorgegangen. Außerdem bleiben weitere Maßnahmen vorbehalten. Leipzig, den 26. November 1935 Der Vorstand des Israelitischen Schulvereins Leipzig e. V. Wünsche für seine Zukunft auszusprechen, so vor allem aus dem Grunde, weil das Wohl und Wehe eines erheblichen Teiles unserer de mein dein itglieder aufs Innigste mit seiner Tätigkeit am Krankenhause verbunden ist. Nach langjähriger Ausbildung besonders bei seinem verehrten Lehrer Eugen Fränkel und bei Geheimrat Payr hat er im Jahre 1928 die Leitung der chirurgischen Abteilung am israelitischen Krankenhause übernommen. Mit außerordentlichem Geschick, mit Einsetzung aller seiner Kräfte, mit tiefster Liebe zu den Menschen und besonders ZU seinen Kranken beseelt, hat er seine Tätigkeit am Krankenhause als Vorbild für alle ausgeführt und ist für viele Mitglieder unserer Gemeinde Retter in schwerer Not geworden. Zu dem Kufe, dessen sich das Krankenhaus in Leipzig und außerhalb Leipzigs erfreut, hat er in erheblichem Maße beigetragen. Mögen ihm, der jetzt auf der Höhe seines Lebens steht, noch viele Jahre im Dienste der Kranken beschieden sein. Handarbcitsausstellung des Schwesternbundes. Der Schwesternbund der Leipzig-Loge veranstaltet auch in diesem Jahre wieder seine schon traditionell gewordene Handarbeits-Ausstellung. Um allen Gemeindemitgliedern Gelegenheit zu geben, die Ausstellung zu besuchen, findet sie diesmal in den zentral gelegenen Räumen der „Gesellschaft der Freunde", Humboldtstr. 1, statt. Ist auch der Rahmen etwas kleiner als in den vergangenen Jahren, so ist doch für eine reiche Auswahl gesorgt, und jeder kann dort hübsche, praktische und preiswerte Geschenke für Chanukka finden. Nachmittags ist immer für ein gemütliches Beisammensein bei Kaffee und Tee gegesorgt. Die Ausstellung dauert vom 3.-7. Dezember; sie ist am Dienstag, Mittwoch, Donnerstag der kommenden Woche von 10— I und von 4 7 Uhr geöffnet, am Freitag nur während der Vormittagsstunden, und Sonnabend ab 5 Uhr. Wir rechnen, dal! alle Mitglieder der Gemeinde unsere Arbeit durch regen Zuspruch fördern. Dringende Bitte an die Mitglieder und Freunde des Isr. Kindergartens (l eibnizstr. it)). Gerne geben wir nachstehender Bitte Raum. Chanukkah steht vor der T ü r e! Noch wichtiger als in den vergangenen Jahren ist diesmal für unsere Kinder die Ver sorgung mit warmen Wintersachen. Helfen Sie uns wieder mit Geld und Sachspenden, die dringende Not zu lindern! Fast 00 hilfsbedürftige Kinder warten darauf. Wir bitten höflichst Sachspenden an: Frau Rosa Felsenstein, Montbestrabe 31, Erdgeschoß, zu senden. Es sind aber auch alle anderen Vorstandsmitglieder zur Annahmt gern bereit. Postscheckkonto Nr. bbyuJ Leipzig. Frna Braunsberg, Helene Felsenstein, Lisel Felsenstein, Liese Goldschmidt, Betty Held, Margot Hepner, Trudi Kaufmann, Marta Mab, Lea Nathansen, Rosa Schick, Felicia Wahlburg. Der bunte Karren. Von der Leitung der Jüdischen Kleinkunst« bühne „Der bunte Karren" wird uns geschrieben: Das Unternehmet! beginnt seine Spielzeit im kommenden Monat. Die mehrmonatliche unfreiwillige — Pause wurde dazu verwendet, um ein neues Programm aufzubauen, das au Mannigfaltigkeit und an Qualität zur Zeit schwerlich zu überbieten sein dürfte. Die eigene Linie, die dein „Bunten Karren" schon früher bestätigt worden ist, wird jetzt mit noch gröberer Zielbewußtheit durchgeführt. Jüdisches Leben der Vergangenheit und Gegenwart findet seinen Ausdruck in Szenen, Bildern, Grotesken, Chansons usw., deren Gestaltung in den bewährten Händen des Rc^issörs Fred Wald liegt. Neue Kompositionen, Texte, Dekorationen und Kostüme geben dem Ganzen die besondere und eigene Note, die man sowohl aktuell wie künstlerisch wertvoll nennen darf. Jüdischer Frauenbund, Ortsgruppe Leipzig. Die Hausfrauenberatungsstunde findet jeden Montag und Donnerstag von 4—5 Uhr im Sozialamt, Humboldtstr. 13, Erdgeschoß, statt. Telefonische Anfragen sind zwecklos. Österreichische Kriegserinnerungsmedaille. Wir werden gebeten, auch an dieser Stelle darauf hinzuweisen, dal! das Bundesministerim" für Landesverteidigung in Wien ehemaligen Kriegsteilnehmern in der k. u. k. österreichisch-ungarischen Armee die österreichische Kriegserinnerungsmedaille gegen geringe Gebühren verleiht, und dali die p.:,. en- ,'i :,,,.„ V,.,l,.;i„,,,,r in W..,MM.a,.,..,, \ .... 1.....»"+ IfOStefl" rrist rur niese veneimuiK in ivurzc SDiAuiia ni&ncrc /\us»Kunn •»..... los gegen I reikouvert durch J Rosenstock, Mannheim, Luisenring 60| Mitglied des B. J. F. Österreichs. Aus einem Briefe des Sozialamts: „...Wir halten es selbstverständlich für unsere Aufgab«', auch für die Ausstattung der zur AlijaR