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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1935-11-29 · 48 (29.11.1935) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
11 (1935)
Issue
48 (29.11.1935)
Date
1935-11-29
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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29. November!935 Hersonenstandsnachrichten B r m i / w a s: Sonnabend, 7. Dezember 1935, Max Baumöhl. Sohn des Herrn Adolf Baumöhl und seiner Ehefrau Rosa geb. Diamant, Nordstr. 14, in der (iemHndpsvnnfocf sonnSDenu, LsSZCUiucr ISlHOÜ bUiu, ouiiii ut» i icitii Hiiiaiiain Suhl und seiner Ehefrau Chane geb. I ichtenfeld, Markkleeberg, Adoff-Hitler-Str. 68, in der Gemeindesynagoge. Sonnabend, 7. Dezember 1935, Jacob Bek, Sohn des Herrn Chaim Bek und seiner Ehefrau Regina geb. Siegelberg, König-Johann- Straße 16, in der Ohel Jacob-Syrtagoge, Pfaffendorfer Str. I. T r a u u n g: Am Dienstag, 26. November 1935, Fraulein Malka Heller, Pfaffendorfer Straße 22, mit Herrn Erich Paul Diekhoif, Dübener Landstraße I. Todesfälle: 20. November 1*JU5 Rosa Jacohy, Wendenstr. 2. 21. November 1*>Paula Hoffmann, Qottschedstr. 36. Konzerte. Kulturbund-Konzert. Der junge Geiger Ossy Renardy ist ein ganz ausgezeichneter Violüikünstler. Seine besondere geniale Veranlagung hegt hauptsächlich im Technischen. W ie er die schwierigsten Lagen mit seiner gewandten Technik meistert, ist bewundernswert. Dagegen die Reife im Ausdruck und die Vertiefung wird sich mit den Jahren erst einstellen. Heute beherrscht und spielt er vor allem das Violüüstische, wenn später noch das Seelische und das Stilgefühl hinzukommen, dann möchte ich von ihm nochmals die Sonate von Cesar Franck und von Corelli hören! Dali Renardy einen großen und warmen Ton besit/t, bewies er im Pagaiiini-Konzert. Es war phänomenal, wie er in diesem Werk die schweren Doppelgriffe der Terzen, Sexten, der Passagen und Flagelotten mit einer Klarheit und Sicherheit brachte. Die drei kurzen Stücke von Tartini, Cham!« nade und Sarasate spielte er virtuos glanzvoll. Der junge Künstler wurde vom Publikum sehr gefeiert und gei/te nicht mit Zugaben. In Robert Walter Spitz fand Renardy einen musikalischen Begleiter, aber etwas mehr Schwung müßte er sich noch aneignen! tt. Sport vom Sonntag (von unserem ständigen Berichterstatter Deka). Wenn man zu siegessicher in den Kampf geht, kann's leicht schief gehen. Mit dei bekannten Berliner Bescheidenheit bei dem Tip über den eventuellen Spielausgang, trat die 1. Handballelf des „Bar Kochba"-Berlin /um fälligen Punktkampf gegen die gleiche des hiesigen „Bar Kochba" an. Beinahe hätte es eine Sensation gegeben, die Heimischen standen noch nie so nahe vor dem Siege wie am letzten Sonntag, wenn der zu peinliche Schiedsrichter statt des Überfälligen 13 m-Wurfes fast am Schluß nicht Strafwurf gegeben hätte. Die Mannschaft war entschieden besser wie 14 Tage zuvor, nur der Sturm konnte durch einen Spielei besonders oft nicht recht in „Fluß" kommen, und auch der Torwart hatte bei einigen Schüssen nicht gerade das Glück auf seiner Seite. Der Beste der Hiesigen war entschieden Nebenzahl, zumal er auch den hervorragendsten Mann Berlins zu bewachen hatte, und dies tat er so gut, daß sich Spandau nach Schluß des Spieles bei ihm besonders „bedankte". Solche Leute gehören nicht auf das Spielfeld. Der Kampf au sich war äußerst aufregend: Leipzig ging gleich in Führung, Berlin glich aus, und so ging es abwechselnd bis zu ():(), wobei jedoch drei Spieler den Schluß nicht mitmachen konnten, da sie vorher nach draußen beordert wurden. Ober das Fußballspiel kann man sieh kurz fassen, da es völlig einseitig zu Berlins Gunsten verlief. Leipzig kann froh sein, daß die Gäste bei ihrer Überlegenheit so schwach im Schuß waren, denn sonst hätte es ein Debacfe werden können, dieses 0:4 klingt bestimmt noch sehr schmeichelhaft. L>. fehlen den Hiesigen augenblicklich einige Spieler wie Sieradsky und Kühl, die sich bis zur letzten Minute aufopferten und durchhielten, mit dieser nicht gerade sehr jungen Mannschaft, die am Sonntag allerdings ohne ihre treibende Kraft im Sturm antreten mußte, wird slcfl auch in Zukunft nicht viel erreichen lassen. Die Jugend des „B. K." durfte auswärts Sport treiben, hatte aber spielerisch wenig Erfolg, denn von den zwei Knaben- Hand- und vier Fußballmannschaften, die gegen „Bar Kochba" in Berlin antraten, ragte als einzige bei fünf Mißerfolgen die II. Knaben-Handballelf mit einem l:t)-Sieg hervor. „Schild" suchte ebenso sein Glück im auswärtigen Gefilde beim „Sdlild" in Dresden, und hierbei teilte mau sich in Sieg unnd Niederlage. Die beiden wichtigsten Kämpfe (1. Handballu. II. Fuß- 2 leere Zimmer, Bad, I.-W.-Kl. sof. prsw. z. vermieten. Lessingstr. 23, II, links. 193b Suche per sofort oder 1. i, Tüchtiges/Wädchen m. Kochkenntn. f. nichtrit. Hsh. ges. Fischer, Kantstr. 2, T. 36224. IMod, Leihbücherei! Sämtl. Neuerhcheinung. O. Willner, Nordstr. 29. Sonnabds. geschl. Wer teilt ohuuiitf od. gibt 2 große, leere Zimmer m. Küchenben. p. 1. 1. 36 ab? Preisoff. unter E. G. 276 an die Anz.-Verw., Hainstr. 16. CllfhD 'urme,n 5jähr.TöchterjUwilw chen gymnast. Turnunterricht einzeln oder Zirkel. Offerte unter E. G. 278 an die Anz.-Verwaltung, Hainstraße 16. ball marmsdiaft gegen die dortigen I. (iarnituren) gewannen die Hiesigen mit 8:3 und 5:2, während die Knaben und die Damen das Negative mit nach Hause nehmen mußten, den ersteren sei jedoch zugute gehalten, daß man ihnen eine vollständige Jugendmannschaft, also eine körperlich weit überlegene, entgegenstellte. Am nächsten ^cüfitng srv.'srtc; der „Scuilu' einen MMut-mim Berliner Verein zu Fuß- und Handballspielen. „B S.Q.33" kommt mit seinen i. Mannschauen zum Freundschaftstreffen, die deshalb besonderes Interesse verdienen, weil seine Fußballer erst vor einiger Zeit gegen die am Sonntag hier weilenden „Bar Kochhaner" 3:1 und 0:1 spielten und die Handballmannscihaften fast die vollständige frühere Reichsmeistermannsqhaft des ,J. T. S. C, 03" repräsentiert. Die Jüdische Schachmeisterschaft von Deutschland, die vom 25.— 29. Dezember in Leipzig ausgetragen wird, verspricht das bedeutendste jüdische Schachereignis zu werden, das jemals stattgefunden hat, da die etwa 15 Teilnehmer sämtlich der ersten Klasse angehören. Drei davon sind „Deutscher Meister", fünt weitere sind Landesmeister. - In der Meisterschaft von Leipzig sind die Vorkämpfe beendet, in der nächsten Woche beginnen die Endrunden. i H<;ün^Kene!i^öni^ors^ Schriftleitung: Oemeinderabbiner Gustav Cohn, Leipzig C 1, Walter-Blümel-Str. 10, IM. Anzeigen: Verlag Elsa Goldfreund, Leipzig LI, Hainstraße 16, Zimmer 304. Tel. 167 22. Anzeigen eiter: Ernst Ooldfreund, Cichoriusstraße 2 a. Tel. 60771 ur die Aufnahme von Anzeigen in bestimmten Nummern und an bestimmten Plätzen u. für telef. aufgegebene Anzeigenwird keine Gewähr übernommen. D. A. III. 35. 3949 Druck: Druckerei der Werkgemeinschaft, Leipzig Cl, Brüderstr. 19. Pr. L. Nr. 5. Für den Inhalt der Inserate übernehmen Gemeindevorstand und Schriftleitung keine Verantwortung. Vereinsnachrichten. Jüdisch-Nationale Jugend Herzlia. Sonnabend, den 30, November, abends 20 Uhr, Oneg Schabbat im Heim, Langestraße 8. Gäste, jugendliche und Erwachsene willkommen. Agudas Jisroel, Ortsgruppe Leipzig. Sonnabend, 30. November, 201 , Uhr, spricht im Beth Hamidrasch der Synagoge Beth Jehuda, Färberstr. 11 pt., Herr S. Steinberg, Leipzig C 1, I eibnizstr. 4, über „Das religiöse Leben in Ercz Israel" für Damen und Herren. Verein Poln. Kauflcute und Gewerbetreibender e. V. Leipzig. Am 14. Dezember 1935, 20 Uhr, veranstalten wir einen GeselTschaftsabend im weißen Saal des Zoo (Vorträge, Konzert, Ballett und Tanz). Der Vorverkauf der Eintrittskarten findet nur in unserer Geschäftsstelle Ritterstraße 44/48 statt. Der Eintrittspreis beträgt Mk. 1. . Mit Rücksicht auf das große Interesse für diesen Gesellsehaf tsabend, empfiehlt es sich, die Eintrittskarten im Vorverkauf zu sichern, da an der Abendkasse kein Kartenverkauf stattfindet. Verein jüdischer Händler und Reisender, Leipzig. Unsere Geschäftsstelle befindet sich bei Herrn Rudolf Wolf, Leipzig C 1, Richard Wagner-Straße 8; Telefon 16349. Anfragen sind nach dort schriftlich oder mündlich zu richten. Geschäftszeit täglich von 13- 14 Uhr. Sonntags von 11-12 Uhr Reichsstr. 14 II. _ iverein „Schild", Leipzig. Geschäftsstelle: Leipzig Cl.Markl KPORTI Nr. 8, Aufgang A III. Sportplatz: Thekla, Theklaer Straße, L>ii, Endstelle der Linie 1. iRlrJ Kegel ii: Interessenten für die Gründung einer neuen Y / Keglergruppe bitten wir um Meldung an die Geschäftsstelle. Programm für Sonntag, den 1. Dezember: Iii Uhr: Knaben-Fußballer Schulmannschaft; 11 Ulli : II. Herren-Ilandballniannschaft Schulinannschaft; 12 Uhr. Damen-Handballmannschatt Schuhuauuschaft; 11 Uhr: II. Fußballmannschaft Firmenmannschaft. Jüdischer Sportverein Bar Kochba e.V. Leipzig. Am d. Dezem* her 1935, abends pünktlich 9 Uhr, veranstalten wir unseren I. Oneg Schabbath im Saal des Jüdischen Ju ^^\-^F gendheinis, Elsterstr. 7. Wir bitten alle Mitglieder, pünkl ^^mmmJk. '<■ " zu erscheinen. (Die Hiren werden um 9 Uhr geschlössen.) Gäste herzlich willkommen. Achtung! G e r ät e t u r n e r! Wir beabsichtigen wieder eine Gcräteturnriege zu eröffnen. Meldungen erbitten wir umgehend an unsere Geschäftsstelle, damit bei genügender Beteiligung ein besonderer Ubungsabend angesetzt werden kann. Am Sonntag, den 1.12.35, findet um 14,30 Uhr auf dem Bai Kochba Platz ein Handballspiel zwischen der 1. Mannschaft di~ Box-Club „Maccabi", Berlin und Bar Kochba, Leipzig statt. T i s c Ii t e n n i s - A b t e i I u n g. Am Sonntag, den 1.1 Kvcmbci 1035, vormittag von 10 1 Uhr findet erstmalig das Jugendtrainiiie. statt. Die bezahlte Mitgliedskarte, sowie ein Extrabeitrag von 10 Pf sind mitzubringen. 2 gr., sonn. Parh.-Z«- (Doppelschlatu. Speisezimmer) m. Bad u. Küchenben. ev. a. leer sof. z. verm. Funkenburgstr.4,Ill,r. Out möhl. ZIMMER- Funkenburgstraße sofort zu vermieten. Offerten u. E. 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