Jüdisches Gemeindeblatt und Nachrichtenblatt der Gemeindeverwaltung der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Jüdisches Gemeindeblatt und Nachrichtenblatt der Gemeindeverwaltung der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 13 (1937)
- Issue
- 45 (5.11.1937)
- Date
- 1937-11-05
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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5. November 1937 ' Nr. 45 JODISCHES ÜEMEINDEBLATT LEIPZIG Seite 3 „„ÜIIIIIIIIIIIIIMIIIIlKiiH iiiiiiiiiiiiiiiiiiiilllllli^ $m Auch in diesem jähre veranstaltet der « Hilfsverein Israelitischer Gewerbetreibender e.V. wie in den vergangenen 20 Jahren die €hanukkah-Kiiiderbe§ehenkun^ um mehrere Hundert jüdische Kinder einzukleiden und vor Kälte und Not zu schützen. Hilf mit arme jüdische Kinder bekleiden! Leipzig Cl, Reichsstraße 42-44, Postscheckkonto: Leipzig 52065. Der Vorstand des Hilfsvereins Israelitischer Gewerbetreibender e.V. IUI' Statt Karten HANS rOSKUH TRI! DE PO SIEB geb. Fischer . Vermählte Asch CSR, Masarykstr. 56 Leipzig, Funkenburgstr. 15, II Trauung am 7. November 1937 in Asch seilen Hauspoeten zu erleben, der weih nicht, was überhaupt das Produkt der Ruth-Betreuung ausmacht. „Das gibt's nur einmal!" — Und ihr, bleibt ihm treu, eurem „Ruth"! F. C. Amtliche Bekanntmachungen Gärtnerei des neuen Friedhofs. Es wird darauf hingewiesen, daß Blumen und Qrabschniuck zu handelsüblichen Preisen stets zu haben sind. Bei größerem Grabschmuck empfiehlt es sich, rechtzeitig durch Fernsprecher 53889 Bestellungen zu erteilen. Die Ciräber werden jetzt gegen Frost eingedeckt. Falls hierfür noch nicht die Gebühren entrichtet sind, bitten wir, diese umgehend an die Kasse des neuen israelitischen Friedhofs — Postscheckkonto Leipzig Nr. 4932 - oder an die Kasse des üemeindeaintes, Waltermiimel-Stralk 10 I, werktäglich von '/JO—13 Uhr zu zahlen. Soweit Aufträge zum Eindecken gegen Fro-.t noch nicht erteilt sind, bitten wir, diese schnellstens bei gleichzeitiger Zahlung der Gebühren, deren Hohe sich nach der verlangten Ausführung richtet und über die die Friedhofsverwalturrg Auskunft gibt, aufzugeben. Leipzig, den 15. Oktober 1937. Der Vorstand der israelitischen Religiousgemeinde zu Leipzig. Gottesdienste Gemeindesynagoge. Freitag, 12. 11. 1937, Abendgebet 16.30 Uhr. Sonnabend, 13. IJ., Morgengcbet 9 Ulli, Naclmiiüagsgcbet 16.40 Uhr, anschließend Lehrvortrag, Abendgebet 17.11 Uhr. Synagoge Ez Chaim, Otto-Schill-Straße. Freitag, 12. IL, Abendgebet 16.25 Uhr, anschließend Bibelerklärung von Herrn Rabbiner Dr. Ochs. Sonnabend, 13.11., Morgengcbet 8.30 Uhr, Minchoh 16 Uhr, anschließend Schulchan-Aruch-Erkläriing von Herrn Rabbiner Dr. Ochs, Ausgang 17.11 Uhr, Wochentag: Morgens 7 Uhr, abends 16.30 Uhr. Talmud-Thora-Synagoge, Keilstr. 4. Freitag, 12. IL, abend 16.25 Uhr. Sonnabend früh 8.30 Uhr, Miucha 16 Uhr, Ausgang 17.11 Uhr. W ochentags früh 7.15 Uhr, abends 16.30 Uhr. Synagoge „Ohel Jakob", Pfaffendorfer Str. 4. Freitag, 12.11., Abendg. 16.3(1 Uhr, anschl. Lehrvortrag von Herrn Rabb. RogOSnitzki. Sabbat, 13. IL, Morgeng. 8.30 Uhr, Minchag. 16 Uhr, Abend' gehet 17.11 Uhr. Wochentags: Morgeng. 7, Abendg. 16.30 Uhr. Personenstandsnachrichten Trauung: Sonntag, 7. November 19J7, 6 Uhr abends, Fräulein letti Margules, Nürnberger Stralle 22, mit Herrn Leiser Mendel Berliner, Nordstrabe 21, in der Wohnung Walter-Blümcl-Straßc 14 bei Dormann. Todesfälle: W. Oktober 1937 Alexander Hirsch, Lcssingstraße 1. Oktober 1937 Sigmund Vogel, Hindenburgstraße 87. Austritte aus der israelitischen Religiousgcseilschaft. Nach geltendem sächsischen Recht bedeutet der Austritt aus der "*raelitischen Religionsgemeinschaft den Austritt aus dem Judentum, iimiiiiiiiiiiiiiiii um Am 29. Oktober verschied mein geliebter Mann, unser herzensguter Vater und Oroßvater, Herr Sigmund Vogel Subdlrektor der Viktoria-Versicherung im 65. Lebensjahre. Leipzig, den 1. November 1937. Hindenburgstraße 87. Jenny Vogel geb. Sonneborn und Angehörige. nach unserer l riedhofsordnung hat der Austritt aus dem Judentum den Verlust des Anrechts auf Beisetzung und auf eine etwa früher erworbene (iiabstelle auf unseren Friedhöfen zur Folge. Kistenmachersehefrau Mindia Mohs geb. Giiksniann, geboren 2 Juli 1898, Leipzig, Lortzingstraße 10. Kaufin. Angestellter Jacob Dick, geboren 20. Oktober 1904, Leipzig, Bosestraße 6. Aus dem Gemeindeamt Nachricht des Sozialamtes. Der Servier-Kursus, den die I Iaushaltschule des Sozialamtes der israelitischen Religionsgemeinde veranstaltet, beginnt Donnerstag, den 18. November. Einige wenige Anmeldungen dazu werden noch im Sozialamt bis Donnerstag, den 11. November 1937, entgegengenommen. Nachricht des Sozialamtes. Wie in den ictztvcrgangenen Jahren soll auch in diesem Jahre wieder eine Ausstellung von Lehrlingsarbeiten aller Handwerke stattfinden. Alle Lehrlinge und Volontäre, die ein Handwerk erlernen, können sich hieran beteiligen. Die Bedingungen liierfür werden im Sozialamt bekanntgegeben. Die besten Arbeiten werden preisgekrönt. Der Termin der Ausstellung wird noch bekanntgegeben. Neuaufnahmen in der Umschichtungsstelle in Niederschönhausen. Durch die vorzeitige Auswanderung einiger Schüler hat die Umschichtungsstclle der Reichsvertretung in Berlin-Niederschönhausen die Möglichkeit, sofort einige Ausbildungsplätze für Schlosser und Tischler zu besetzen. Es werden Jugendliche über 16 Jahre aufgenommen, die im Internat wohnen und verpflegt werden. Nähere Auskünfte erteilt der Leiter der Umschichtungsstelle Niederschönhausen, L. Kuh, Wartenbergstr. 64. Neue Bücher Alice Landsberg: Neue Stadt bei Tel Aviv. Berlin 1937. Joachim Goldstein Verlag. In einer Zeit, m der Gedanken und Wünsche aller jüdischen Menschen auf Palästina voller Besorgnis gerichtet sind, erweckt ein Palästinaroman besonders starkes Interesse. Bedauerlich ist es dann abter, wenn er künstlerisch und in der Stoffwahl nicht befriedigt. Der Roman von Alice Landsberg „Neue Stadt bei Tel Aviv" ist gewiß von einer guten Absicht getragen. Die Verfasserin will allen denen, die durch Bodenwucher Schädlinge am heiligen jüdischen Werk sind, die den Idealismus ihrer jüdischen Mitmenschen brutal ausnutzen, Kampf ansagen. Sie zeichnet mit krasser Deutlichkeit einen Vertreter dieses Typs, verhaßt bei allen, die mit ihm zu tun haben. Aber die gute Absicht der Verfasserin ist verfehlt, wenn sie nicht über taugliche Mittel verfügt. Ein Roman soll dichterische Umkleidting eines Gedankens sein. Dazu gehört Darstellungskraft und Schönheit der