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Jüdisches Gemeindeblatt und Nachrichtenblatt der Gemeindeverwaltung der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1937-11-05 · 45 (5.11.1937) · p. Seite 2

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt und Nachrichtenblatt der Gemeindeverwaltung der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
13 (1937)
Issue
45 (5.11.1937)
Date
1937-11-05
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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Seite 2 JODISCHES GEMEINDEBLATT LEIPZIG 5. November 1937/Nr.45 Repräsentation, sondern vielmehr weil er seit langem mit der bewundernswerten Schwungkraft und Organisationsgabe, die ihn auszeichnet, ihr und der Universität auf dem Skopus überhaupt sich zur Mitarbeit zur Verfügung gestellt hat. Schockens Gesamtwerk setzt sich aus einzelnen Leistungen zu- Mutiuicu, uic, jede Zur sien uesenen, einen ganzen ruenscnen ijeanspruches!ic:i"c::' er hat a\j Kaiifhcrde Waxcutjj«us',Btr'eh zur Wissenschaft gemacht, hat eine bedeutsame Bibliothek zusammengetragen, den Schocken-Verlag geschaffen, hat für den Zionismus, für den KKL, für die Universität gewirkt. — Schocken hat dies alles getan und wird noch viel leisten: ein erfülltes und gesegnetes Leben, ein zum tätigen Leben, nicht zum Jubilieren geschaffener Sechziger. Ein Mann, auf den die Juden stolz sein dürfen . . . Unser Glückwunsch sei Dank. Hans Lamm. Jüdische Zeitschau Preisausschreiben. Blaue Beitragskarte 1938 39. Die Reichsvertretung der Juden in Deutschland, Abteilung Zentralwohlfahrtsstelle, wendet sich auch in diesem Jahr an die jüdischen Künstler mit der Aufforderung zur Teilnahme an einem Preisausschreiben für die Wohlfahrtsmarken des 5. Sammeljahres der „Blauen Beitragskarte". Die „Blaue Beitragskarte" dient der Mittelbeschaffung für Hilfe und Aufbau. Die Mittel finden Verwendung für die Unterstützung der Armen, die Pflege und Gesundheit der Kinder, die Fürsorge für die Alten, die Erhaltung jüdischer Schulen, die f-örderung von Berufsumschichtung und Auswanderung, Rat und Kredithilfe für den jüdischen Kaufmann. Die Sammlung wird in allen Gemeinden Deutschlands im Auftrage der Zentralwohlfahrtsstelle durchgeführt. Die Spenden werden durch Marken in den Werten von RM. 0,25 bis RM. 5,— quittiert. Die Marken des 1. Beitragskartelljahres zeigten die einzelnen Gebiete der sozialen Arbeit, des 2. Beitragskartenjahres die jüdischen Feiertage, des 3. Beitragskartenjahrcs die jüdischen Stämme, des 4. Beitragskartenjahres biblische Gestalten. Wir fordern die jüdischen Künstler auf, für das 5. Jahr Entwürfe für die neuen Marken einzureichen. Nachstehend die Bestimmungen für das Preisausschreiben. 1. Jeder Künstler, der Mitglied des Reichsverbandes der jüdischen Kulturbünde ist, darf sich an diesem Preisausschreiben beteiligen. 2. Für jeden Monat des Jahres ist ein Entwurf einzureichen. 3. Das Jahr der „Blauen Beitragskarte" beginnt mit dem 1. April 1938. 4. Der Entwurf muH Angaben über das vorgesehene Druckverfahren enthalten. 5. |ede Marke muH außer der gewählten Darstellung die Bezcichdes Monats deutlich sichtbar tragen und genügend Raum für den Eindruck vorsehen. 6. Die Marken haben im einzelnen eine GröRe von 30X40 mm. 7. Die Anschrift für alle Einsendungen zu diesem Preisausschreiben lautet: Reichsvertretung der Juden in Deutschland, Abteilung Zentralwohlfahrtsstelle (Blaue Beitragskarte), Charlottenburg, KantstraRc 158. 8. Die Entwürfe sind mit einem Kennwort zu versehen, der Name und die Adresse des Einsenders sind mit dem Kennwort zusammen in einem besonderen verschlossenen Briefumschlag einzureichen. 9. Letzter Termin für die Einsendungen ist der 10. Dezember 1937. 10. Fs sind drei Preise von RM. 300, - , 200- und 100 — ausgesetzt. 11. Die Prüfung der Entwürfe und die Entscheidung über die Zuteilung der Preise erfolgt unter AusschluH des Rechtsweges durch die Ueichsvertrctung der Juden in Deutschland, Abteilung Zentrahvohlfahrtsstelle, in Gemeinschaft nach ihrem Ermessen mit den hinzugezogenen künstlerischen Sachverständigen und Persönlichkeiten aus den jüdischen Organisationen. 12. Die preisgekrönten Entwürfe bleiben Eigentum der Zentralwohlfahrtsstelle dei Juden in Deutschland, die damit das Recht der Vervielfältigung erwirbt. 13. Die Preisträger werden bis zum 31. Dezember ds. Js. von der Zentralwohlfahrtsstelle durch Brief benachrichtigt. Ausbau der Tiberiasquellen als Heilbäder. Nach Zeituugsmeldungen aus Jerusalem ist mit dein Ausbau der Tiberiasquellen nach den Plänen des Direktors der Marienbader Badehäuser, Ing. Doberauer, begonnen worden. Ir.g. Doberauer ist im vergangenen Jahre von der Mandatsregierung nach Tiberias berufen worden, um die Pläne für eine Auswertung der Tiberiasquellen zur Heilung rheumatischer Erkrankungen zu entwerfen. Zu einer solchen Auswertung hat die Tiberias Hot Springs Ltd., die das im staatlichen Besitz befindliche Quellengebiet auf vierzig Jahre gepachtet hat, ein Anfangskapital von 40000 Pfund bereitgestellt. Nach den Plänen von Ing. Doberauer, die vorn High Commissioner genehmigt worden sind, ist der Bau von zwei großen, mit allein badetechnischen Konifort und modernen hydrotherapeutischen Behelfen ausgestatteten Badehäusern vorgesehen. Das eine Badehaus wird durch eine grolle Wandelhalle mit einem ebenfalls neu erbauten Grollhotel verbunden werden. Neben der Badekur wird zur Heilung von Stoffwechselkrankheiten auch eine Trinkkur betrieben werden. Steuergesuche Es besteht Veranlassung, darauf hinzuweisen, daß Eingaben, die die Gemeindeanlaire betreffen mit Riu-Wrht auf die starke Beladung der Steuerabteiiung und im Interesse möglichst beschleunigter Erledigung nicht mündlich, sondern schriftlich eingereicht werden. Den Gesuchen müssen die notwendigen Belege in Urschrift beigefügt sein (Gehaltsbescheinigungen, Finanzamtsbescheide u. ä.). Die Rücksprachen in der Steuerabteilung ohne besondere Vorladung verhindern nur die beschleunigte Behandlung der Angelegenheit und sind deshalb zwecklos. Leipzig, den 3. November 1937 Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig. Unsere Gemeinde Kinderbeschenkung des Hilfsvereins israelitischer Gewerbetreibender. Auch in diesem Jahre wendet sich der Hilfsverein israelitischer Qewerbetreibender an seine Freunde und Gönner mit der Bitte um Spenden, die an dieser Steile aufs wärmste befürwortet wird. Seit etwa zwanzig Jahren hat der Hilfsverein alljährlich, zuletzt fast 500 Kinder von Kopf bis Füll mit neuen Sachen, Wäsche, Kleidern, Schuhen usw. ausgerüstet. Für die nahende Winterszeit haben sich schon jetzt, obwohl eine Aufforderung zur Meldung noch nicht ergangen war, so viele Eltern mit der Bitte um Berücksichtigung ihrer Kinder an den Verein gewandt, daß mit einer weit größeren Inanspruchnahme als in den letzten Jahren gerechnet werden muß. Da die Zahl früherer Freunde und Gönner aus den allgemein bekannten Gründen zusammengeschmolzen ist, bedarf das Werk nicht nur der tatkräftigen Hilfe derer, die ihm schon seit jeher in Treue zur Seite gestanden haben, sondern auch der opferwilligen Bereitschaft neuer Freunde, die der Kinderbeschenkung des Hilfsvereins noch ferngeblieben waren: wer irgend noch in der glücklichen Lage ist, sollte sich dem so bedeutsamen Werk nicht entziehen. Der Hilfsverein bittet um reichliche Gaben. Besonders erwünscht sind ihm Spenden an Geld; doch werden auch Stoffe oder Schuhe oder neue Sachen jeder Art dankbar entgegengenommen. — Die Geschäftsstelle des Hilfsvereins, Reichsstr. 42 44, ist täglich von 10 Uhr vormittags bis 4 Uhr nachmittags geöffnet. Postscheckkonto Nr. 52065. Auf telefonischen Anruf (18430) geschieht auch Abholung. Anmeldungen von Eltern oder Erziehungspflichtigen werden jetzt entgegengenommen. Die auszufüllenden Antragsvordrucke sind in der Geschäftsstelle des Hilfsvereins zu entnehmen. Jüdische Einzclhandelsgeschäfte und Weihnachtsgeschäft! In bezug auf die Dekoration zum Weihnachtsgeschäft sind Anordnungen ergangen, die speziell auch für die jüdischen Firmen Bedeutung haben. Die Inhaber von Einzelhandelsgeschäften können die genauen Bestimmungen durch die Geschäftsstelle des Jüdischen Centraivereins, Landesverband Mitteldeutschland, Humboldtstr. 4, part., Fernsprecher 12038, erfahren. Teenachmittag des Frauenvereins „Ruth" wäre ein verfehlter Begriff Volksfest! Echte Feststimmung mit dem herzlichen Interesse einer nur allzu verständlich großen Zahl von Freunden und Gönnern. Wenn die Kasse an Ort und Stelle viele Einlaßbegehrcnde nach Hause schicken mußte, da der mustergültig organisierte Kartenvorverkauf alles restlos verschluckt hatte, so ist das zwar für den einzelnen Betroffenen bedauerlich, denn er kam um den Genuß einer delikaten Stunde, aber den Frauenverein „Ruth" darf es mit edlem Stolz und freudiger Genugtuung erfüllen, daß seine nunmehr Tradition gewordenen Nachmittage in der Gemeinde diese warme — aber auch metallisch klingende Resonanz gefunden haben. Letzteres bleibt ja doch die Moral der Geschichte. Und der segensreiche Inhalt, für den alljährlich nach außenhin in so buntem Rahmen geworben wird, für den andererseits von den „bekannten Unsichtbaren" Tag für Tag in grenzenlos rührender Hingabe Liebe und Wohltai geübt wird, ist so heilig, daß ein Strahl davon den scheinbaren Trubel tr?f, Diktat und Rechtfertigung darüber aussprechend, >n den Nöten unserer Zeit Feste zu feiern. — Frau Dr. Ochs begrüßte die Erschienenen mit herzlichen Worten. Die Darbietungen vor der Rampe lagen fast ausschließlich in Händen unserer Kinder. Herr Paul Niederl and führte seine trefflichen Muudliarmonikancr vor, die beiden Töchter des Tan/meisters Markise boten eine künstlerisch reife Nummer mit Tanz, Gesang und Klavier. Ein Singspiel und Reigen von Mozart gestaltete Frau Babette Carlebach mit ihren kleinen, süßen Schülerinnen, Fräulein Sidi Bienenstock brachte in bewährter Form ihre Chansons. Ja, und wem es nicht vergönnt war, die jugendlichsten Schnorrer vom Format einer Edith Hepner und Renate Kleeblatt mit ihrem Dialog aus der berufenen Feder des rutli- Wer seinen Gemeindebeitrag von 3 RM. nodi nicht gezahlt hat, hole dies schleunigst nattt Die Oemeindekasse, Waller-Blümel-Stiaße 10, ist geöffnet von 9.30 bis 13 Uhr. Postscheckkonto Leip?ig 50533

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