Jüdisches Gemeindeblatt und Nachrichtenblatt der Gemeindeverwaltung der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Jüdisches Gemeindeblatt und Nachrichtenblatt der Gemeindeverwaltung der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 13 (1937)
- Issue
- 34 (20.8.1937)
- Date
- 1937-08-20
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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JÜDISCHES OEMEINDLBLATT LEIPZIG Seite 3 8> * Hocherfreut zeigen wir die glückliche Gehurt unseres Stammhalters an Max Abrahuiu u. Frau Rita Johannesburg-South Africa geb. Lenczynski 59 Rockey Street Observatorv Die glückliche Geburt eines kräftigen Jungens zeigen hocherfreut an Benno Kriachcr und Frau Vera geb. Neumann Leipzig N 22, Platnerstraße 7 | Statt Karten 7n ders. 0. a\ am Sonnabend, d. 2$.Aug. m >icr LzChuim- Synagoge Otto Schiltstr. 4 stattfindenden Barmizwa unseres Sohnes fr/dl beehren wir uns alle Freunde und Bekannte herzlichst einzuladen. Kiddusch im Wochentags-Betravm Erwin Kohn und Frau ' der Ez Chuim-Synagoge. Gabriele geb. Lewin dioldy (woldenherg Hermann Linden Verlobte Leipzig, Uferstr. 17, Empfang; Sonntag, den 22. 8. 37, 15—17 Uhr Hdgar Freymann — ii Ina Frey mann geb. Scharf 17 August 1937 — Vermählte — Tallinn Estland. Tartu mut 12 17 Synagoge Chel Jakob Leipzig Pfaffendorferstraße 4 Die Erneuerung der Plätze für das Jahr (1937 38) 56QS findet von Sonntag, den 22. August, alltäglich abends von 19.30 Uhr ab statt. Es ist uns gelungen, einen hervorragenden Kantor für die hohen Festtage zu gewinnen. gfT VOTSiMd Werbeaktion, die alle jüdischen Kulturbünde im Reich in diesen Tagen ins Werk setzen, zu sein. Erst wenn die Idee des Kulturbundes unzerstörbares Allgemeingut aller Juden in Deutschland geworden ist, dürfen wir sagen, dali wir einen Bund jüdischer Kultur mit eigenem kulturellen (iepräge besitzen. Das muß gelingen, denn die organische Entwicklung (ordert es. Intendant Dr. Kurt Singer. Vorsitzender des Reichsverbandes der Jüdischen Kulturbünde in Deutschland. Die Israelitische Religionsgemeinde zu Leipzig sieht in dem „Jüdischen Kulturbund" eine Einrichtung von hoher Bedeutung für die Pflege des Gemeinschaftsbewubtsein« Uns Jude;; verbindet unendlich viel Gemeinsames: Abstammung, Geschichte, Schicksal. Unsere Zukunftshoffnung ruht auf dem Grunde gleichen Geisteslebens, gleicher Seelenkräfte. Neben den anderen kulturellen Pflegstätten innerhalb der Gemeinde erfüllt der Jüdische Kulturbund die große Aufgabe, ein Sammelpunkt für die Juden zu sein, von dem aus die geistigen und stelischen Bedürfnisse genährt werden. Damit fördert er eine Seite Uü-vres (icincindclchcns, die wir als eine seiner wesentlichsten einschätzen. Die Forderung, daß für diese Bestimmung des Kultur- »uiids das Verständnis immer mehr wächst, können wii nur mit tilem Nachdruck unterstützen. Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig. Samuel llodes. Dem Jüdischen Kulturbund ist die Aufgabe geworden, Mittler iiigemeinen Kulturgutes an die Juden zu sein. Line ganz außerordentliche Vielzahl von Auffassungen dieser Aufgabe ist denkbar, lahlreich und stark voneinander differenziert werden die Wünsche derer sein, die vom Kulturbund als dem Träger der obengezeichneten Rolle Erholung und Belehrung, seelische Entspannung und geistige Anregung, Freude und Bildung erwarten. Die Meisterschaft der Beschränkung ist hier wie überall im Leben die wahre. Diese unter allen Umständen notwendige Beschränkung richtig zu erfassen und wirksam werden zu lassen, das heißt, sie aus jüdischen Gesetzmäßigkeiten und Gegebenheiten sich entwickeln zu lassen, das ist Jas |roße Erfordernis der Zeit, in der wir leben, des Raumes, in dem Wir sind. Daß auch das jüdische Publikum, geleitet von einer unter lolchen Gesichtspunkten geführten Kulturarbeit, solche jüdische Beschränkung als richtig empfinden lerne, das kann die groß; n deherische Wirkung einer Kultui buiidarheit sein, die für ihre Arbeit ilii ewigen unantastbaren Richtlinien jüdischen I nns als verbindlich '»erkennt und den jüdischen Menschen zu ihrem Feile diese Richtlinien achten und beachten lehrt. Rabb. Dr. Ochs. Der Reichs Hund jüdischer Frontsoldaten hat seit •einer Gründung im |ahre 1919 seinen jüdischen Charakter betont "nd sich in den Dienst der Interessen aller in Deutschland lebenden Juden gestellt. Er hat daher auch volles Verständnis dafür, daß es s?it dem Umbrüche noch in ganz anderer Weise wie vorher Pflicht »Her jüdischen Kreise ist, jüdisches Wissen und jüdische Kultur ZU pflegen und ZU verbreiten. Dieser Aufgabe dient in erster Linie der zur rechten Zeit gegründete Judische Kulturbund, der es in hingehender, von Jahr zu Jahr erfolgreicherer Arbeit verstanden hat, einen großen Kreis von Mitgliedern zu erwerben und ihnen nicht nur Stunden der Erbauung und Belehrung zu verschaffen, sondern zugleich auch zahliugeu judischen Künstlern die Existenz und die Berufsarbeit zu erhalten. Diese edlen Bestrebungen des Kulturbundes zu fördern, ist Pflicht jedes einzelnen in Deutschland lebenden Juden, soweit er dazu nur irgend in der Lage ist. Er tut damit ein gutes Werk und verschafft sich selbst für wenig Geld hohe künstlerische Genüsse. Deshalb werde jeder, der es noch nicht ist, Mitglied des Jüdischen Kultur- ReivlisÖURQ jüd. Frontsoldaten, Uiisgi. Leipzig. Dr. R. Cohn. Den „Jüdischen Kulturbund" begrüße ich als Einrichtung dafür, daß wir Juden in der heutigen Zeit durch ihn teilhaben können an den Schöpfungen der literarischen und musikalischen Kunst. Nicht nur läßt er uns die Werke alter, bekannter Meister genießen, sondern vor allem ist er für uns auch Vermittler bisher unbekannter jüdischer Kunst, wofür wir ganz besonders dankbar sein müssen. Und neben dein Kunstgenuß ist der besondere Zweck hoch einzuschätzen, daß durch den Bund das heute so schwere Los des jüdischen Künstlers erleichtert wird. Aus diesem Grunde ist es Pflicht eines jeden von uns, gleichgültig, welcher iunerjüdischeu Richtung er angehört, die Bestrebungen des Kulturbundes nach besten Kräften zu unterstützen. Dr. A. Stein, Vorsitzender des Jüd. Centralvcreins, Ortsgr. Leipzig. Als derjenige, der s. Zt. den Leipziger jüdischen Kulturbund ins Leben gerufen hat, wünsche ich dem Unternehmen, möglichst viele neue Mitglieder zu werben, vielen Erfolg. Der Jüdische Kulturbund kann nur dann seinen kulturellen und sozialen Pflichten nachkommen, wenn er von dem Willen der jüdischen Gesamtheit getragen ist, durch Beitritt und Anteilnahme mitzuhelfen. Wer nicht mit hilft, hemmt den jüdischen Kulturwillen und schadet den schw er um ihr Dasein ringenden jüdischen Künstlern. Leipzig, am 17. August .1937. Rechtsanwalt Dr. Conrad Goldschmidt. Werbe-Yeraiistaltung des Jüdischen Kulturbundes Leipzig e.V. (Mitglied des Reichsverb. d. Jüd. Kulturbünde in Deutschland) Donnerstag, den 26. August im Kulturbundtheater (Battenberg) Tauch. Str. 32,20.15 Uhr pk'.l. (Garderobeschi. 20 Uhr) Nur für Niehtmitglieder des Kulturbundes „Wir werben... // 55 Mitwirkende: Paula Salomen -Undherg (Lieder und Arien) Erna Klein.......(Am Flügel) Max Koninsk.v.....(Rezitationen) I>r. Arthur Eloesser . . . (Vortrag: „Ist Kultur heute LuxusY") Das Leipziger I Hella Chitrik . (Klavier) Mendelssohn ' Leo Schwarz (Violine) Trio Paul Blumenfeid (Violincello) Trio A.- muH von Tschaikowsky Eintritt 50 PI. einschl. Oarderobe, Programm u. Abgaben Zutritt für all«- Mitglieder d. JüdiMchen <«<>nieiiis< liaii ohne „R.-Karte" unter den Bedingungen die unter der Rubrik „Unsere Gemeinde" in der heutigen Nummer bekanntgegben sind