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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1937-07-09 · 28 (9.7.1937) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
13 (1937)
Issue
28 (9.7.1937)
Date
1937-07-09
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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o. Juli 1937 Seite 3 fii|Ait^"mrAi ■w^ Einweihung; des Klubhauses ^■fffi n 11 L f. * 111 p9"H1MU Sonntag, den 11. Juli 1MV, 15 l!br Fall- und Handbäiigpfoi» ab!■ I hr Beginn der Hanptkämpfe 1515 Uhr Zur & Kenessio Deinen SELA dem Taurohvolk, dledaulo Beinen SELA dem Taurohland, der Agudag Jisroel Deinen SELA als Bekenntnis für O'tt und seine Lehre. Für die uns zur Vermählung erwiesenen Aufmerksamkeiten danken wir hierdurch bestens IHoritx Wf>l»«>r und Frau Krna geb. Schenkel Talmud-Thora-Synagoge, Kcilstr. 4. Freitag, 16. 7., abends 10,15 Uhr. Sonnabend früh S,i(), Mincha 17, Ausgang 21,15 Uhr. — Wochentags früh 7, abends 10,15 Uhr. Synagoge „Ohel Jakob", Pfaffendorfer Str. 4. Freitag, 16. 7., Abendg. 10,15. Sabbat, 17. 7., Morgeng. 8,30, Minchag. 1/, Abendg. 21,15. wochentags: Morgeng. 7, Abendg. 10,15 Uhr. Aus dem Gemeindeamt Lehrgänge zui Ausbildung für jüdische Lehrkräfte für Turnen iiud Sport. Die Presse-Abteilung der Reichsvertretung der Juden in Deutschland teilt mit: Die Schulabteilung der Reichsvertretung hat mit Genehmigung der zuständigen Behörden seit 1035 zwei Lehrgänge zur Ausbildung von jüdischen Turn- und Sportlehrern in Stuttgart durchgeführt. Nunmehr ist durch Erlaß des 1 lernt Reichs- und Preußischen Ministers für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung vom 7. April 105/ (Aktenzeichen Kl 8001 26.2.37. Elb, ElleM) die Anerkennung der Abschlußprüfung des trsten Lehrganges ausgesprochen worden. Die Teilnehmer des I ehrganges erhalten staatliche Zeugnisse, die sie zur Tätigkeit im jüdischen Schulwesen berechtigen. Der Herr Württembergische Kultminister hat im Anschluß an einen Erlali des Herrn Reichs* erziehungsministers vom 5. Mai 1037 (Kl 8004) die Genehmigung zur Abhaltung eines weiteren Lehrganges erteilt. Der Lehrgang hat bereits begonnen. Die Lehrgänge werden mit Unterstützung des Oberrates der Israel. Religionsgemeinschaft Württembergs durch geführt. Personenstandsnachrichten G e hurt e n : 30. April 1037 Chaim Leib Habergrütz und Frau Beda Scheindel geb. Brenner, Nordstraße 24III., eine Tochter ..Rosa". IQ. Juni 1037 Rechtsanwalt Herbert Leopold Strauß und Frau (iisela geb. Ebel, Erfurter Straße S, eine Tochter „Eva". Todesfälle: 21. Juni *'1937 Schund Hirsch Temkin, Auenstraße IS. Bevorstehende Veranstaltungen In. Juli: K.A.E. Tan/abend: Kollektiv l eipziger jüd Musiker. IL Juli: Sportveranstaltung anläßlich der Einweihung des Unterkunftshauses auf dem Schildplatz in Thekla. 11. Juli: Handhallpoknlspie! Mittel Nordwestdeutschland. Fußballmeisterschaftsrunde: B.K.-lein/ig BU 'eiß 1 [ambürg auf dem Sportplatz des J.S. V. Bar Kochba. Schachwettkampf Hamburg Leipzig in Zellners Restaurant. J. B. V. Bar Kochba Sonntag, den 11. Juli 1937 15.30 Unr Vorrunde um die Fussballinelsterscliaft des deutschen Makkabikreises Bar Kochba Leipzig BeB™ Blau Weiß Hambuis 17 Uhr Zwischenrunde um den Handballpokal des deutschen Makkabikreises Mitteldeutschland w„ Nordvestdeutschland Vorher Fuß- und Handballspiele gegen K.K.Halle 10 Uhr Scliachwettkanipf U. Ii. Leipzig gegen Blau-Wciss-Ilainburg Eintritt; Erwachsene 50 Rpf. und Jugend 20 Rpf. 25. Juli: Sportverein ..Schild'": Leichtathletik und Feriensportfest für Vereiuslose >. Aug.: Der Ungarische Handballmeister Vivos Atletkai Club Budapest spielt gegen Bar Kochba-l.eipzig. 14. 15. Aug.: Tennis-Junioren-Meisterschaften des Sportbundes im R.j.F. bei „Rot-Weiß". 23. Aug.: Jiid. Kulturbund: Arien- und Liederabend. Mitwirkende: Paula Salomon-Lindberg, Julius Peissachowitsch. Am Flügel: Erna Klein. 29. Aug.: Leichtathletikmeistersehaften des Deutschen Makkabikreises für Junioren und Jugendliche. Neue Bücher Simon Oubnow: Weltgeschichte des jüdischen Volkes. Kurzgefaßte Ausgabe in drei Banden. Lrster Band: Die orientalische Periode in der (ieschichte des jüdischen Volkes. Von der Entstehung des Volkes Israel bis zum Verfall der inorgcnländischen Hegemonie- Zentren. In Verbindung mit dem Verfasser bearbeitet von Dr. A. Steinberg. Berlin [1937] (Jüdischer Verlag). Das neuzeitliche Standardwerk der jüdischen Geschichte wird von dem rührigen Jüdischen Verlag in dankenswerter Weise durch die kürzere Ausgabe einem Kreise von Lesen: zugänglich gemacht, denen die große zehn bändige Ausgabe wegen ihres Umfanges wie auch wegen der Kosten vorenthalten bleiben mußte. Dr. A. Steinberg, der verdienstvolle Obersetzer der großen Ausgabe, wie kein anderer berufen, die Bearbeitung durchzuführen, hat die gewiß schwere Aufgabe in ausgezeichneter Weise gelöst. Als Interpret des hervorragenden Geschichtsschreibers Dübnow hat er es verstanden, diese Kürzung so vorzunehmen, daß die charakteristischen Vorzüge tles großen Werkes gewahrt bleiben: der architektonische Aufbau der Geschichtskonzeption ist in aller Treue festgehalten; Anlage und Aufbau, Stoffverteilung und Stoffgliederung, vor allem die Flerausarbeitung der inneren historischen Zusammenhänge4 sind mit ganzer Liebe nachgebildet, so daß das I ebenswerk Dubuuws in dieser gckßrzten Darstellung in der vollen Größe seiner Urfassung wiedergegeben ist. Mit bewundernswertem Geschick ist selbst der plastischlebendige Stil beibehalten, der dieser Darstellung der jüdischen Geschichte eine so schnelle und so umfassende Verbreitung gesichert hat. Viele Einzelheiten, vor allem aber der große wissenschaftliche Apparat mußten, um das zu erreichen, preisgegeben werden. Doch tut das keineswegs dem Werke Abbruch: nichts Wesentliches, keine wichtige Begebenheit, keine Persönlichkeit von Format, keines der beachtlichen Zeugnisse geistigen Schaffen« ist aus geschaltet worden. So ist eine Darstellung entstanden, die sich vielleicht noch konzentrierter, noch sachlicher zeigt als die große Ausgabe und die zahlreichen Verehrer der Dubnowschen Weltgeschichte um eine große Anzahl neuer Freunde vermehren wird. AulIi diese werden gerne zu der großen Ausgabe greifen, um die neugewonnenen Kenntnisse zu vertiefen. Die neue Ausgabe wird willkommenen Anlaß bieten, erneut die Systematik Dubnows zu betrachten, die den Ablauf der jüdischen (ieschichte um die wechselnden Hegemoniezentren gruppiert. Solche Betrachtung soll beim Erscheinen der weiteren Bande vorgenommen werden. Der vorliegende erste Band rechtfertigt die Freude über die Ausführung des Planes der Kürzung, zumal auch äußerlich das Buch in jeder Hinsicht anspricht. G. C. Artur Klippin: Dreißig Jahre Aufbau in Palästina. Reden und Schriften. Berlin 1037 (Schocken-Verlag). im Jahr 1007 ging ein junger Kaufmann und Gelehrter nach Palästina, um dort im Auftrag der Zionistischen Organisation das Kolonisationswerk ins Leben zu rufen, das nach vielen Jahren unfruchtbaren Wartens den Beginn des praktischen Zionismus bedeuten sollte. Heute, dreißig Jahre nach dem ersten Beginn, legt der Schocken-Verlag die gesammelten Rede l und Aufsätze kuppius zum Palästinaaufbau der Öffentlichkeit vor. Es gibt keine bessere Einführung in die Palästinakunde als diese. Wenn man jemals sagen konnte, daß das Werk den Mann adelt, der es getan hat, so hier. Uber diese nüchternen, kristallklaren Wirtschaftsberichte, in denen kein Wort zu viel steht, über die Auseinandersetzungen mit englischen Untersuchungskommissionen und mit Kritikern aus dem eigenen Lager ist der ganze Zauber erobernder Romantik aufgegossen. Der erste Aufsatz aus dem Jahr 1907 spricht von Palästina vor Beginn der Zionistischen Kolonisation, er ist ein Memorandum, das mit vorausschauendem Blick den Plan künftiger dichter Besiedlung mitten in Wüsteneien hinein projektiert. In dem letzten Aufsatz, der

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