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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1937-06-11 · 24 (11.6.1937) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
13 (1937)
Issue
24 (11.6.1937)
Date
1937-06-11
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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ll.Jnni 1937 OEME1NDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIQIONSQEMEINDE ZU LEIPZIO Seite 3 Heute! MMOtltd Sonnabend, den 12. Juni Das Teti da Sommers Der größte Bai! des Jahres verbunden mit /. JüdlSÖien nmatew-Zanz-Zcurnier Kartei zu Rmk. 1.— u. 1.50 (reserviert) in den üblichen Vorverkaufsstellen, sowie an der Abendkasse ab 19 Uhr — R.-Karten nicht nötig! Im Varlet£aaal Battenberg, Tauchaer Str. 34. WWMhr' SuuSSmm Leipzigs) I Gastspiel der berühmten R»ri.>-r \züJ^%mk. „ Swing-Ordiester" (l Misten) Barbetrieb! Bühnenschau! Conference! Und andere Überraschungen! Preise für die besten Tanzpaare! Meldungen zum Tournier an die Konzert-Direktion A. Ehrlich, Karlstraße 16, Tel. 24551 Mirjam Atlas Ssbblüer Sörucchai umw ifogOHiiifzky Verlobte Glasgow 22. Siwan 5697 Leipzig Die glückliche Oeburt einer Tochter zeigen hocherfreut an Alfred Schild und Frau Ilse geb. Leiser Ehrensteinstrafie 32 20 Jungen, die Schlosserei 40 Jungen auf. Der Arbeitstag wird mit Sportübungen begonnen, der Vormittag der handwerklichen Arbeit, der Nachmittag dem Unterricht gewidmet sein. Für die Ausbildung sind jeweils 3 Jahre vorgesehen. — Ober dem Eingang zur Werkstätte steht der Name der Schule »Beth Sefer lam'lacha al schem Ludwig Tietz«. So möchten die Juden in Deutschland, die diese Ausbildungsstätte geschaffen haben, dem unvergeßlichen Namen von Ludwig Tietz ein wirksames Denkmal errichten, ein Zeugnis für den sie beherrschenden Zukunftswillen. Der Kulturbund veranstaltet eine Reise nach Palästina. Der Reichsverband der Jüdischen Kulturbünde veranstaltet für Kulturbundmit- Jlieder in der zweiten Hälfte des September eine Informationsreise nach alästina. Der Reiseplan, der vom Palestine und Orient Lloyd in Berlin in Gemeinschaft mit dem Palestine and Egypt Lloyd in Jerusalem auffestellt worden ist, sieht die weitgehende Möglichkeit vor, daß sich die ahrtteilnehmer unter sachkundiger Begleitung und Führung bei einer Htägigen Fahrt durch das Land über alle Einrichtungen und den Zustand des jüdischen Aufbauwerkes unterrichten. Das Palästinaamt Berlin wird vor Beginn der Reise für die Teilnehmer kostenlose Informationsabende veranstalten, die während der Schiffsreise forlgesetzt werden. Eine Äußerung zur Kaschrui-Frage. Die Hörerschaft am Rabbinerseminar zu Berlin erläbt einen Aufruf, in dem zu dem Kaschrut- Problem, das in der letzten Zeit wiederum diskutiert worden ist, Stellung genommen wird. Es wird gesagt, daß diese Diskussion vielfach Anlaß zu Unklarheiten gegeben habe. Die Hörerschaft des Rabbinerseminars als die zukünftige toratreue Rabbinergeneration sehe sich daher veranlaßt, folgendes zu erklären: Die Einheit und Göttlichkeit der schriftlichen und mündlichen Lehre bildet die Grundtage jüdischer Lebens- und Weltanschauung. Die mündliche Lehre .i«t die einzig authentische Interpretation der schriftlichen Toragesetze. Die rabbinische Autorität leitet sich unmittelbar aus der Tora ner (5. Buch Mose 17, 11) Die Einführung einer Rangordnung innerhalb des Toragesetzes bedeutet eine Verlagerung der objektiven Wertverpflichtung des Oesetzes in die subjektive Willenssphäre des Einzelnen. Die Folge einer solchen Haltung ist die UnteVminienmg der Grundlagen unserer "jüdischen Schicksals- und Lebensgemeinschaft. Eine derartige Auffassung entwertet den Sinn der Opfer und Entbehrungen für das jüdische Gesetz in Geschichte und Gegenwart und sanktioniert d e Entstehung eines modernen Karäertums, deren Folgen für die Einheit unserer Gemeinschaft in heutiger Zeit unabsehbar sind. Wir legen feierliche Verwahrung ein gegen den Versuch, den Wert des Kaschrutgesetzes in rabbiniieher Ausprägung zu bagatellisieren, und wissen uns eins mit der gesamten roratreuen Judeiiheit im Bekenntnis der unbedingten Treue zum besetz und der Gefolgschaft unseren berufenen rabbinischen Autoritäten gegenüber. Reform-Rabbiner Amerikas für Rückkehr zur Tradition. Die Wiederannäherung des amerikanischen Reformjudentums an die religiöse Überlieferung wwde von dem Vorsitzenden der Zentralkonferenz amerikanischer Reföiiiiiä'obinei (Central Conference ot American Kabbis) anläßlich der Eröffnung der 48. Tagung dieser Körperschaft angekündigt. Ober 200 Rabbiner aus allen Teilen der Vereinigten Staatennehmen an den Beratungen der Konferenz die in Columbus (Ohio) stattfindet, teil. Der Präsident der Central Conference, der Rabbiner der Synagogengen.einde Emanuel in Chicago, Felix A. Levy, gab in seiner Eröffnungsansprache offen zu, daß es dem Reformjudentum nicht geiungen sei, auf die große Masse der Judenheit irgendeine tiefere Wirkung auszuüben. Deshalb sei die Rückkehr zu der traditionellen Religionsübung zu fordern. „Die Tage unserer Reform sind vorüber«, sagte Rabbiner Levy. ™ sab den Anhängern der Reform den Rat, gemeinsam mit den orthogen und konservativen (religiös-liberalen) Juden der Gefahr der Säku- 'ärisieruntr H« 1'jdcHlUUtt entgegenzuwirken. | . Die Central Conference of American Rabbis ist eine der größten und ■ einflußreichsten rabbinischen Körperschaften der Welt. (ITA,) Nach kurzem, aber schwerem Leiden verstarb unsere teure, unvergeßliche, liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter Rh Therese vera. Lelbstein in« Alier von BD Jahren. Leipzig, den 4. Juni 1937. Die trauernden Hinterbliebenen. Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. Julie Kugelmajan Leipzig, Schillerstraße 3, Ruf 24C76 Kleider, Kostüme, Complets, Mäntel u. Blasen Unsere Gemeinde Zur Schtkcl Aktion. In der Nr. 19 vom 7. Mai haben wir den Aufruf der Zionistischen Vereinigung für Deutschland veröffentlicht, in dem auf die besondere Bedeutung der diesjährigen Schekel-Akfion verwiesen wird. Angesichts der unmittelbar bevorstehender, großen politischen Entscheidungen, die von weittragendster Bedeutung für das Schicksal von Erez Israel sei» werden, ist es notwendig, daß die Judenheit der Welt ein einmütiges und überwältigende;» Bekenntnis zur Weiterführung des begonnenen Werkes ablegt. Vor zwei Jahren geiang es in Deutschland zum ersten Male, über 100000 Schekalim SU verkaufen, fürwahr ein großer Erfolg. Er soll in diesem Jahr der großen Entscheidungen noch überboten werden, damit der im August in Zürich stattfindende Kongreß der Zionistischen Organisation und der Jewish Agency den geerbten Willen des jüdischen Volkes in der ganzen Welt hinter sich weiß. In zwei großen Hausaktionen, am 13. und 27. ds. Mts., wird auch die Leipziger Judenheit, die durch so zahlreiche persönliche Bande mit dem neuen Leben in Palästina verknüpft ist, Gelegenheit haben, ihr Bekenntnis zu Erez Israel sichtbar zu dokumentieren. Auch an dieser Stelle sei darum gebeten, daß, wenn an diesen Tagen die ehrenamtlichen Helfer von einem jüdischen Haus ins andere gehen, sie nach jeder Richtung hin untei stützt und als das angesehen werden, was sie sind, Sendboten einer großen jüdischen Sache und Arbeiter an der jüdischen Zukunft. Handelsbank I wria. Die von Herrn R. A. Dr. Conrad Goldschmidt geleitete 4. ordentliche Generalversammlung, die am 1. Juni d. I. stattfand, genehmigte sämtliche Regularien einstimmig Aus dem Reingewinn werden wieder 6% Dividende verteilt und an die Reserve RM. 17000,— überwiesen; auf neue Rechnung werden RM. 1060,— vorgetragen. Die aus dem Aufsichtsrat turnusgemäß ausscheidenden Mitglieder: Herr R. A. Dr. Ludwig Lclü freund, Herr Martin Einschlag, i. Fa. J. Ariowitscli, Herr Kurt Jacoby, i. Fa. Akademische Verlagsges., m. b. H., wurden wieder gewählt. Der Vorsitzende forderte zur Zeichnung weiterer Anteile auf, dem von den anwesenden Genossen zum Teil schon in der Generalversammlung entsprochen wurde. Namens des Vorlandes der Gemeinde übermüteitr der Vorsteher, Herr Carl Ooldschmidt, den Dank ffir die zur wirtschaftlichen Förderung und Erhaltung jüdischer Existenzen erfolgreich geleistete Arbeit der Bank. neue formen, altbewährte Leistung Her renschuhe von JiMi)*üa*f

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