Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 13 (1937)
- Issue
- 23 (4.6.1937)
- Date
- 1937-06-04
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/4876568-5968814-5990762--6393-4882518- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
4. Juni 1937 QEME1NDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE ZU LEIPZIG Seite 3 Die glückliche Geburt ihrer Tochter Yvonne zeigen hocherfreut an Erich Schmitz und Frau Muri1»' Psrfs XVI. den *1. Mai 1937. 16. Rue de Civrv i t ( ♦ i Groß-Rohrheim t (Hessen) Hilde Fett/er Max Schönwalter Verlobte 30. Mai 1937 Leipzig N22 f Gohliser Straße 20 f cieonore roalle Dr. Ruöolf Heumann CeüwigCl Verlobte Wotter.Blümel»5tr.8 Bonn a. Rh. 31. (T)ai 1937 Rein Empfang. Ceip3ig n 24 ötannebeinpia^ 6 oooOOOOOOOOOOOOaOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOCX>000JUU JOOOOO Hermann Hilman Anni Hilman geb.Janowitsch Vermählte Leipzig, 30. Mai 1937 Gustav-Adolf-Straße 45 8 danken gleichzeitig herzlichst für erwiesene Aufmerksamkeiten. ooooooooooooooocooooooooooooooooooooo Umzugsversicherung nach Palästina u. Übersee, Reisegepäckversicherung (Police sofort) Durch die 117** l* fll*% A*<Y\r%—*w C I, üottschedstr. 30 Oeneralagentur WOII UlIlUSDerg— Telefon 27210 - I Gottesdienste vom 11. bis n. juni. Gemeindesynagoge. Kreitag, 11. Juni, Abendgebet 19 Uhr mit i'iedigt. Sonnabend, 12. Juni, Morgengebet 9 Uhr, Nachmittagsgebel 20*,55 Uhr, anschließend Lehrvortrag. Abendgebet 21,26 Uhr. (iottesdienst an Werktagen in der Ez-Chaitn-Synagoge. Synagoge Ez Chaim, Otto-Schill-Straße. Freitag, II. luni, Abendgebet 19.15 Uhr Sonnabend, 12. Juni, Morgengebet S,jü Uhr, Minrhoh 17 Uhr, anschließend Schulchan-Aruch-Erklärung von Herrn Uabb. Dr. Ochs. Ausgang 2!,26 Uhr. - Wochentag: Morgens 7 Uhr, abends, 19,15 Uhr. Talmud-Thora-Synagoge, Keilstr. 4. Freitag, 11.6., abend 19.J0 Uhr. Sonnabend früh 8,30, Müicha i7 Uhr, Ausgang 21,26 Uhr. — Wochentags früh 7 Uhr, abends 19,30 Uhr. Synagoge „Ohcl Jakob", Pfaffendorfer Str. 1. Freitag, II. Juni, Ahendg. 19,'iU. Sabbat, 12. Juni, Morgeng. 8,30, Miuchag. 17, , Abcndg. 21,26 Uhr. — Wochentags: Morgeng. 7, Abendg. 19,30 Uhr. Aus dem Gemeindeamt Ergänzende Devisenbestimmungen über Studium und Schulbesuch Im Ausland, (in Anschluß an Jeu Runderiaß Nr. 64,30 vom 12. Mai 1936 sind durch Runderlaß Nr. 72/37 D.St. vom 22. Mai 1937 ergänzende Bestimmungen über das Studium und den Schulbesuch jüdischer Studenten und Schüler im Ausland ergangen. Es war zweifelhaft geworden, ob jüdische Studenten oder Schüler neben der in dem früheren Runderiaß vorgesehenen Verweisung an den Zeiitralausschuß für Hilfe und Aufbau bei der Reichsvertretung und der Möglichkeit von Verrechnungszahlungen auf Grund von Verrechnung- und Reiseabkommen nach ein/einen Ländern aucli die Möglichkeiten einer Veräußerung von Wertpapieren nach den Bestimmungen des früheren Erlasses in Anspruch nehmen können. Der neue Runderlaß bejaht diese Erage. Danach kann Unterhaltsverpflichteten, die ausländische, nicht in Deutschland handelbare Wert- Papiere besitzen, die Genehmigung zur Veräußerung dieser Wert- Papiere im Ausland erteilt und weiterhin genehmigt werden, daß die Uta dem Verkauf dieser Wertpapiere im Ausland anfallenden Devisen bis zum Höehstbetrage von monatlich UM. 200. für den Unterhaltsverpflichteten zur Bestreitung der Kosten eines Studienaufenthaltes im Auslande verwandt werden, wenn 50° „ der anfallenden Devisen an die Reichsbank abgeliefert werden. Ls kann weiterhin genehmigt werden, Lebensversicherungen, die die Unterhaltsverpflichteten in Fremdwährung bei einer ausländischen Gesellschaft im Ausland abgeschlossen haben, verkauft, beliehen oder Verpfändet und die im Ausland anfallenden Devisen entsprechend verwendet werden. Die Bestimmungen des Runderlasses vom 12. Mai 1936 regeln sodann die Einzelheiten dieser Transaktionen und der Verrechnung der Studiengelder mit freiwilligen Unterstützungszahjungen von Ausländern nach dem Inland oder mit Zahlungen von Studiengcldern ausländischer Studierender in Deutschland. Durch ^eii neuen Runderlaß werden diese Verrechnungsmöglichkeiten nur Am 31. Mai 1937 verschied plötzlich nnH vr.e:-.vurtei nuuige Sch1«g2r.?a!!i üiiaci lieber Vater, Großvater, Bruder, Schwiegervater und Onkel Herr Isidor Ifierg; im Alter von 72 Jahren. Leipzig, Hainstr.8 D,° **»«•*■*•■ Hinterbliebenen Leipzig, Zwickau, Berlin, Milano. Prag Schilfskarten — JEisenbalmkarteii Reisekreditbriefe — Pauschal reinen durch Reisebüro, Hainatr. 1«, Telefon 1072« auf solche Eällc beschränkt, in denen der Antragsteller durch unmittelbare Beziehungen zu einem Ausländer zur Durchführung der Verrechnung in der Lage ist. Warnung vor Touristen-Auswanderung nach Australien. Der Hilfsverein der Juden in Deutschland gibt folgendes bekannt: Seit einiger Zeit macht sich in der Öffentlichkeit, besonders auch in verhältnismäßig begüterten Kreisen, ein gesteigertes Interesse für die Auswanderung nach Australien geltend. Zweifellos sind auch in Australien gewisse Möglichkeiten für Personen mit einigem Kapital vorhanden, zumal wenn sie ausreichende Kenntnisse der englischen Sprache und bestimmte Branchekenntnisse besitzen. Es muß aber auf das dringendste davor gewarnt werden, ohne vorherige Erlangung einer endgültigen Einwanderungserlauhni« als Tourist nach Australien zu reisen und von dort aus die Erlangung der dauernden Aufenthaltserlaubnis zu betreiben. Dieser Weg wird selten zum Ziel führen, in der Mehrzahl der Fälle aber dem Betreffenden nur erhebliche Verluste an Zeit und Geld verursachen. Wer nach Australien auswandern will, wende sich zunächst an die zuständige Organisation, d. h. den Hilfsverein, der in der Lage ist, eingehende Informationen zu erteilen und gegebenenfalls die E-inwanderungsgesuche unter Mithilfe ausländischer jüdischer Organisationen an die australische Regierung gelangen zu lassen. Neue Bücher Adolf Reifenberg: Denkmäler der jüdischen Antike. [Mit einer Eintührg. v. L.A.Mayer] Berlin 193/. Schocken-BÖcherei Nr. 75—76. Eür die Klärung der oft angeschnittenen Erage, ob es eine jüdische Kunst gibt, würde nichts so wertvollen Aufschluß geben, wie die positiv«- oder negative Feststellung aus der jüdischen Antike heraus. Leider ist das Material außerordentlich spärlich. Um so freudiger ist das Erscheinen dieses ausgezeichneten Buches zu begrüßen, da in ihm eine gewisse Übersicht über die vorhandenen Denkmäler der Kunstbetätigung der jüdischen Antike geboten w%d. Das zum Teil an wenig zugänglichen Stellen verstreute Material ist hier vereinigt und durch die Wiedergabe einer Reihe wertvoller Stücke, die hier zum ersteil Maie erfolgt, erweitert. So vviid die Möglichkeit gegeben, Zusammenhänge deutlich zu machen und die jüdische Eigenart dieses Kunstschaffens festzustellen. Die Einordnung der einzelnen Stücke wird durch die den Reproduktionen gegenübergestellten Angaben über Zeit, Ort und den Rahmen der ursprünglichen Bestimmung erleichtert. Ein ausgezeichneter Kenner, Adolf Reifenberg, gibt in seinem trefflichen Text eine Einführung in die Fragen, auf die das hier gebotene Bildmaterial hinlenkt. Auf knappem Raum wird Wesentliches gesagt: da» Ergebnis der Prüfung ist die Festigung der Oberzeugung, daß es im jüdischen Altertum eine ausgesprochen jüdische Kunstbetätiirung gegeben hat, wenn auch die Beeinflussung durch die Umweltkultur nicht zu bestreiten ist. Der Professor Hr. L. A. Mayei der Universität Jerusalem gibt dieser Meinung in einem kurzen Vorwort Ausdruck; in der Zeit der Richter und der Könige „finden wir, vor allem auf israelitischem Gebiet, Baudenkmäler und kunstgewerbliche Gegenstände von einem ausgesprochenen Charakter, der die Bezeichnung Jüdische' Kunst vollkommen rechtfertigt." Es ist zu wünschen, daß diese wertvolle, auch in ihrer Ausstattung hervorragende Publikation den Weg zu einer vollständigen Sammlung und vor allein einer weiter ausholenden kunstgeschichtlichen Prüfung freimacht. O. C. Ganz ridittg wird das neue Kleid durch Schuhe von Jfor&tpuau