Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 13 (1937)
- Issue
- 9 (26.2.1937)
- Date
- 1937-02-26
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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26 Februar 1937 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE ZU LEIPZIO Seite 3 Jrauenarzt Dt. Otto flaut und Jrau Manna geb. CoewenUeln Zeilen hoefod i'rput rti<» 0#H»»?f ---- zwei gesunden Knaben an. Straße des 18. Okiober Nr. 13, am IQ. Februar 1937. Die glückliche Geburt eines kräftigen Jungen zeigen-hocherfreut an Leipzig, 21. Februar 1937 Bernhard Holländer u. Frau Wilhelmshavenerstr. 2 B. Else geb Cohen. Wir zeigen die glückliche Geburt unserer Tochter an. Leipzig, den 22 Februar 1936. - «-»..#.. ~ Bo.kumer Weg 5a MokBMefeldU. IfQU z. Zt. Dittrichring 20. Regina geb. Wesireich. Zu der s. G. w. am Sonnabend, den 6. März 1^37, in der Gemeindesynagope stattfindenden Barmizwah unseres Sohnes Heinz Wolfgang, laden wir nur hierdurch Verwandte. Bekannte und Freunde herzlichst ein. Max üliiHeatblatt u. Frau. Empfang 12 14 Uhr, Nordstr. 50 I. Fanny geb. Schild.! S'att Karten Für die uns zu der Barmizwah unseres Sohnes (■ttnther in so überaus reichem Maße erwiesenen Aufmerksamkeittn sa.>tn wir uns. herzl. Dank. Julius Kanttenherg u. Trau. <«joOOOOOCKXX>OOOOOOCKXXX)0<XX; Abraham Korman liOl» Kormail geb. Meiseis Vermählte im Februar 1937 — z. Z\ auf Reisen Leipzig J Jyfff all den guten Wünschen, thrungen und beschenken, die mir anlässlich des 60jährigen £sg Stehens meiner firma, aus nah und fern zuteil würden, hatte ich viel Freude und ich danke auf diesem Wege allen recht h]erjlich dafür. jftbrciham Jfeymann u. frauJda XeiDjsig Gi, ^rimmaisc/je Str. 29. geb Sess. Dur/*Vi Hac AMohpn Hpt 1 frau Tlora Cahn m hat unsere Gemeinde einen schmerzlichen Verlust erlitten. ■ Die Entschlafene war viele Jahre ehrenamtlich für I unsere Wohlfahrtspflege tätig und später als Fürsorgerin ■ bei unserer Gemeinde angestellt. Mit Hingebung und ■ Eifer hat sie stets ihie dienstlichen Obliegenheiten wahr- ■ genommen und Hilfe zu schaffen sich bemüht, wo es Not 1 zu lindern galt. Wir werden ihr dankbar ein ehrendes ■ Andenken bewarnen. ■ Leipzig, den 19. Februar 1937. 1 Der Vorstand und die Verordneten 1 der israelithditn Rellgtcnsgemeinde zu Leipzig, 1 Nach kurzem, schweren Leiden verschied heute unsere liebe 1 Mutter, Orofisntter and Schwiegermutter, Frau 1 Itosa verw. Hölzer geb. Rosdeutscher 1 im Alter von 62 jähren. In tiefster Trauer j Leipzig und Adolf.Holser u. Frau geb. Holzer 1 New York, den Hanns Ullmann u. Frau geb. Holzer | 20. Febr. 1937. nebst allen Angehörigen. 1 illlMÜilMMIM llillllllllllliillljll! 'on Israel nur soweit besesseil, als sie erfüllt werde. Sie bedeute beistand nicht für das Volk Israel, sondern für die Bedrängten. Israel sei das einzige L-Al.^lV 11/ i| Im i i h I! Ii: Volk, welches vom ersten AugenWfcfc wie ais religiöse Gemeinschat! ins * r 1 rriwwteHgr ■^LmImüs^t- Marschroute den Weg durch die Geschichte begonnen habe und das heute nur als Idealbild, nicht in Wirklichkeit existiere. Um der Volkwerdung willen sei die soziale Gesetzgebung der Thora geschaffen, da krasse soziale Unterschiede die Menschheit auseinanderrissea, jene Sozialgesetzgebung, die keine soziale Ordnung schaffe, sondern einen Ausgleich. Als zur Prophetenzeit Israel in die Völkcrgcschichtc eingetreten sei, habe es Weltpolitik. 7«. ir.-:!-..--» »:.•«•!—rirchf, ..:..;;.;;. dis Warnung dei Propheten, die Israel an seine Aufgabe erinnert bätto. mi gowtitf-äie - 's^rcr-: tfu^wpmtxenr; i n d"Ctrr' er «in/ige Volk, das nach seinem Verhalten zu der Marschroute geessen worden sei. C> nahe die I hora, die es übernommen habe, freilich nicht erfüllt. Der Erwähtungsgedanke und die Tradition von TO Erwählung könnten nach aller historischen Erfahrung keine n&ntasieprodukte sein, hier walte ein Kern von Wirklichkeit, |"0ge sich auch im Verlaufe der Jahrhunderte und Jahrtausende eine tthfillende Schah' um den Kern gelegt haben. Die Erwahiung sei kein Besitz, sie bestehe nur, soweit sie er- Bllt werde, sie sei Erfüllung ohne Sicherheit, der Sicherheitsanspruch che sie unwirksam, wie dies alles Jeretnia in seiner Tempelrede so großartiger Weise ausgeführt habe. Der Auftrag Israels be- «ehe in der Verwirklichung des Schöpfungsgedankens, das Ziel der *höpfung aber sei nicht der einzelne, sondern das Miteinandersein, das Miteinandeileben, das Werden einer wirklichen Menschengemeinschaft Lin Mensch dürfe nicht Mittel und Zweck für einen anderen "n, die Menschen müßten vielmehr in Verbundenheit von Wesen . Wesen leben. In diesem Sinne sei Israel die Aufgabe der olkwerdung gestellt worden, des Erwachsene zur Vfoikhaftigkeit, ,"n den anderen Völkern im Volksein voranzugehen, bis aus den olkern das Menschenvoik, die Menschheit entstünde, deren Einheit- ■chkeit einst wie die Bibel berichtet, zersprengt worden sei und die ihnen wahre Volkhaftigkeit vorlebe. Wenn die Völker erst in sich in wahrhaft menschlicher Gemeinschaft lebten, so würden sie auch untereinander in solcher < lemeinschaft leben. Wenn Israel, wider alle Regeln der Geschichte, heute noch existiere, so könne dies nur den Sinn haben, daß Israel verpflichtet sei, dem noch unerfüllten Aultrag, dem ungewirkten Werke sich hinzugeben. Wir ständen jetzt in einer Stunde der Möglichkeiten, die Wahrheit zu bewähren. Wir könnten ein Volk im Sinne des göttlichen Auftrages werden. Was nun die beiden eingangs erwähnten Extreme des Glaubens an die Ausc-rwihltheit Israels anlange, so sei zu sagen, daß es keine Erwähluug gebe, die wir als etwa^ Leichtes empfinden' könnten, aber es gebe eine Erwählung, die wir erkennen könnten, als das immer wieder neue Aufsichnehmen des Joches des Königtums Gottes. Die Schicksalsfrage sei: Wolle Israel das Joch des Königtums Gottes als Anbeginn, des MenschenVolkes auf sich nehmen? Unsere Gemeinde Devisenbeträge für Ausbildungszwecke. Wie uns die Handelsbank „Iwria" mitteilt, ist es durch Vermittlung der „Amexco" möglich, Devisonbetiäge für Studien-, Schui- und andere Ausbildungszwecke ,(letztere nur für Volontäre) nach Amerika, Belgien, England, I rankreich, Holland, Norwegen und Schweden, mit Genehnu-