Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 13 (1937)
- Issue
- 9 (26.2.1937)
- Date
- 1937-02-26
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 4 26. Februar 4937 | Reservieren Sie sich 8 t____■----J OOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOO zr\ I \i 1 * <JKJ Jahre \ k nnniunyiiu^ I den! 13. Mänmi Xllfsverein Jsr.Gewerbetreibender e.V. Festveranstaltung unter Mitwirkung namhafter Künstler | Der Reinertrag l I ist für die Bekleidung armer Kinder bestimmt | OOOOOOOOOOOOQ€X)OOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOCCX)OOOOOCCOOO gung der zuständigen Devisensteile und Freigabe der zuständigen Reichsbaukstelle ZU überweisen. Die Genehmigung zur Überweisung wird von den Devisenstellen bis zum Höchstbetrage'von RM. 200. pro Studierenden, pro Monat, umgerechnet in die ausländische Währung zum jeweiligen amtlichen Berliner Mittelkurs, erteilt. Nach England wäre demgemäß z. Zt. eine monatliche Uberweisungsmöglichkeit von £ lG.fc.J pro Kopf gegeben. Da gegen diese Art Uberweisungen nach dem Auslande Zahlungen in Deutschland zum Registermark-Kurse geleistet werden müssen, deren Kurs im Vergleich zum amtlichen Berliner Mittelkurs ca. 100 O/o höher ist, so haben die Qeldüberweiser für Studiengeld usw. nicht den Inlandskurs, beispielsweise UM. 12.——X 1.—.—, sondern den Auslandskurs für Registermark: RM. 26.— — £ 1.—.—, mehr oder weniger, je nachdem der jeweilige Kurs für Registermark am Tage des Eingangs des Zahlungsauftrages im Auslaut! ist, zu zahlen. Auch die Differenzzahlung wird von der Devisenstelle genehmigt. Eine Warnung des Hilfsvereins. Der Hilfsverein der juden in Deutschland gibt folgendes bekannt: In letzter Zeit häuten sich die Fälle, in denen Personen, die angeben, kurz vor der Auswanderung zu stehen und vom Hilfsverein nicht ausreichend unterstützt zu werden, sich an Privatpersonen wenden, um die angeblich zur Auswanderung fehlende Summe zu erbitten. Es ist festgestellt worden, daß diese Angaben häufig keineswegs den Tatsachen entsprechen und daß die betreffenden Personen oft gar nicht die Absicht haben, auszuwandern. Der HilfsvcTcin bittet daher aiie diejenigen, an die man mit derartigen Gesuchen unter Berufung auf den Hilfsverein herantritt, keinerlei Unterstützung zu gewähren, ohne sich vorher beim Hilfsverein von der Richtigkeit der Angaben vergewissert zu haben. Gottesdienst in der Gemeindesynagoge, Gottschedstraße. Da die Gemeinde wegen ihrer Finanzlage nicht imstande ist, einen besoldeten Synagogenchor zu halten, aber Wert darauf legt, ihren Synagogenbesuchern einen weihevollen Gottesdienst zu bieten, bittet sie musikiiebende Damen und Herren, sich als ehrenamtliche Chormitglieder zu melden. Interessenten wollen sich bitte an Herrn Chorleiter Licht, Haidenhergstraße 22 {Tc!. Nr. 3031«) wenden. „f)?r t»..:.:- Karren sünacr«;«-««' Im Kulturbund i heater v^r anataltel „Der bunte Karren" am Dienstag, dem 2. März, einen Sonderabend, wobei uns bewahrte Ensemble durch eine Reihe namhafter auswärtiger Kräfte ergänzt wild. Gemeinsam mit den Gatten wird eine für Fein/ig nette Spielfolge dargeboten werden. Dci allgemein beliebte Fred Wald (F r i e d w a 1 d) zeigt erstmalig u.a. eine neue jiddische Cliaraktertype. Die namhafte Wiener Diseuse Bella Erdoes erscheint mit einem Programm, das in Wien und anderen Großstädten des Auslandes großen trfolg hatte. Auch das neue Repertoire von Santo Sonini (Sonnabend) darf mit Spannung erwartet werden. Aus dem weiteren Programm darf als besonders bemerkenswert hervorgehoben werden, daß zwei bekannte Pianisten Original-Jazz-Kompositionen an zWfi Flügeln zu Gehör bringen. Generalversammlung der Agudas Jisroel-Jugcndgruppe. Am Mauzoe Schabhos Mischpotim, dem G. 2.37, fand die diesjährige Generalversammlung der hiesigen Agudas Jisroel-Jugcndgruppe statt. Die Beteiligung fast sämtlicher Mitglieder, wie Vertreter der Mädi henorganisation, legte Zeugnis ab von dem regen Interesse und der Tätigkeit innerhalb der Organisation. Zunächst erstattete Herr Simon Spiegel Bericht über die im vergangenen Jahre geleistete Arbeit. Es wurden verschiedene Aktionen durchgeführt, so Keren- I lathora, — Keren-Hajischuw — und Hilfsaktionen für die Opfer Üer Ercz-Jisroel-Unruhen. Ferner die C h a n u k k a - Aktion des Kereu-Hathora. Für zwei Chaweritn wurden Zertifikate erlangt. Stärker als früher zeigte sich der enge Zusammenschluß der Chawerim in gemeinsamem Beten, Lernen und Feiern. An den hohen I eiertagen wurde in den Heiinräumen gebetet, am Laubhüttenfest gemeinsam mit dem Esra eine Feier abgehalten. Das obligate Schowuaus-NachtrLernen wie die wöchentlich regelmäßigen Schit: rini legen Zeugnis ah von der Lernwilligkeit aller Mitglieder. I wurden Gemarah&chiuriiu, ein Cholez-Chajim-Schlnr unter der I luug des i ierrn KaliG. Kogosnitzky, ferner zwei Arbeitsgemeinschaften über jüd. Geschichte unter Leitung des Herrn Rabbiner Dr. Ochs und über „Menauras Hamoaur" unter Leitung des Herrn Studienrat Sohn abgehalten. Mit Vorträgen des Flenn Profcssur Dr. Levi und Rabbiner Dr. A. Merzbach-Darmstadl konnte die Jugendgruppe in die Öffentlichkeit treten. Zusammenfassend kann man wohl von einer regen Tätigkeitsentfaltung im letzten Jahr; sprechen, ts folgte der Kassenbericht der A. J. J. G., wie auch der der Keren- Hajischuw-Kassc. Weiter erstattete Herr Biberfeld Bericht über die Tätigkeit für den Kereu Hathora im Jahre I93G. Es wurden verschiedene Aktionen wie auch Überweisungen an das Landesdirektorium vorgenommen. Die Wahl ergab folgende Neu hesetzung des Vorstandes: Vorsitzeuder Simon Spiegel, ferner Biberfeld, Ilse Loinger (für Esra), die Chawerim: Flam, Borgenicht Schwarzmann und Beller. / Amtliche Bekanntmachungen Warnung! Wir möchten hiermit dringend davor warnen, Herrn Bernhard Weinstein, geb. 14. G. S9, zu unterstützen. Leipzig, den 17. Februar 1937. Wohlfahrtsamt der israelitischen Religionsgeiiieinde zu Leipzig. Unterstützung an Durchwanderer! Wir stellen immer wieder fest, daß jüdische Durchwandcrci von privaten Personen oder Familien in Leipzig unterstützt werden Wir möchten darauf aufmerksam machen, daß für die Betreuung und ev. Beförderung von Durchwanderern bei der jüdischen Gemeinde eine Wanderkasse besteht, die für diesen Zweck Mittel von anderen sächsischen Gemeinden erhält. Wir halten es deshalb für unbedingt notwendig, daß die privaten Unterstützungen an Durchwanderer möglichst eingestellt werden, da sonst die gesamte Organisation der Durchwandererfürsorge gefährdet wird. Wir bitten, unseren Hinweis zu beachten und in 7weifelsfällei! vor Gewährung einer Unterstützung bei unserem Wohlfahrtsamt Rückfrage zu halten. Leipzig, den 22. Februar 1937. Wohlfahrtsamt r11.ici"»oliticf.Knn Oolinrio.1<*nrorr*,*'"d** 7!!! ein7!C I...m.11„..v....I .....^ . w... ......t.v*v ..W .....|J/,I£. Verschickung von erholungsbedürftigen Kindern! Anmeldungen werden entgegengenommen am: Donnerstag, den I.März 1037, zwischen '/„U —1 Uhr, 'Montag, den 8. März 1937, zwischen V/Öl 1—1 Uhr im Gemeindeamt, Waltei-Blümei-Straße iu, H.Stock. Die Antragsteller müssen uns genaue Angaben über die Schule und Klasse des anzumeldenden Kindes machen können. Empfänger von städtischer Unterstützung müssen bei der Anmeldung Stempelkarte bzw. Fürsorgeausweis vorlegen, da sonst die Anmeldungen nicht entgegengenommen werden. Wir machen ausdrücklich darauf aufmerksam, daß die Anmeldungen nur an diesen beiden Tagen entgegengenommen und Aufnahmen in keinem Falle gesiaüet werden. Da wir nur eine beschränkte Zahl von Kindern verschicken können, behalten wir uns deren Auswahl vor. Durch die Anmeldung wird also keinerlei Anspruch erworben. Rmdrr.. <i»\r*« . .F?*prr! •■• sluti', »iii.' Veriiiiegk05ten votier Höhe ZU bezahlen, können durch uns nicht verschickt werden. Wir sind aber bereit, die Adressen von Aufnahmcstellen anzugeben, damit die V'erhantiiungcn mit den nennen vor. de:; LKc» solchei Kinder direkt geführt werden. Leipzig, den 23. Februar iyji. Wohlfahrtsamt der israelitischen Religionsgcmeinde Das Dfirrenberg-Komitee. zu Leipzig. Schließungszeiten für unsere Friedhöfe. Unsere Friedhöfe werden im Monat März für den öffentlichen Verkehr zu folgenden Zeiten geschlossen: Von Sonntag bis einschl. Donner »la« um ö Uhr nachmittags, am Freitag, 5. März, um 5 Uhr nachmittags, am Freitag, 12. März, um 5l/i Hhr nachmittags, am Freitag, 19. März, und 2G. März, um 5'/., Uhr nachmittags. Leipzig, den 22. Februar 1937. Der Vorstand der israelitischen Religionsgcmeinde zu Leipzig. Betriebe unter Aufsicht des orthodoxen Gemeinderabbinats. I. G a. n z j ä h r i g e A u f s i c h t: a) Fleischereien: . t Sally Löb, Ranstädter Steinweg 7 Jacob Schußheim, Plauensche Straße,3/5. b) Geflügelverkauf: die vorgenannten Fleischereien. c) Backwaren: Salomen Lotrowski, Berliner Straße 13,