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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1937-02-19 · 8 (19.2.1937) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
13 (1937)
Issue
8 (19.2.1937)
Date
1937-02-19
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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Il9 Februar 1937 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE ZU LEIPZIO Seite 3 Jüdischer Frauenbund Ortsgruppe Leipzig r.iü ZI*,»'»,,,. «>»jxrss: :?37. 2C«Vir Leiter-' />«/. «imftes im Jugendheim, üsletsU. 7 Frau Cilly Neuhaus SSSSU^^ Frau Dora Ury " _ tinärMe von einer Jrauenbundsiagung in heutiger Zeit «(Frauenu. Kinderauswanderung, Schulu Erziehungsfragen, aktuelle Fragen der Fürsorge usw ) Gäste, auch Herren u. Jugendl. willkommen Annliese Unser kleines Mädel ist angekommen Dr. Walter Leopold und Kran Hilde Leipzig, Tauchaer Straße 4 a, 14 II. 37. geb. Blümlein ii ie irt itcn "81 etl II -I i. ä * =! ndl Kv en | ie- :k iie| inj Zu der am 27. Februar in der Bet Jehuda Synagoge, Färber- 1 straBe 11, stattfindenden Barmizwah unseres Sohnes Harri 'aden | wir hierdurch alle Bekannte ein. S. Brück und Frau. Empfang 12 bis 2 Uhr. Auenstraße 18, pt. Berta Lindau er n-3 Osias tioldberg Verlobte 1 Leipzig Adar 5697 Zwickau L! Wettinet Str. 14 Kon Ii Kai/ Salomon Sprei Verlobte 14. Februar 1937 Leipzig Nordstraße 49. Am 17. Febr. verschied sanft, nach kurzem Krankenlager, unser geliebter Vater u. Schwager, Großvater, Schwiegervater u. Onkel Philipp Zülzer im 80. Lebensjahre. Leipzig,!>ao Paulo, Tel Aviv, Berlin. Die Beisetmng finde: am Sonntag, den 21. Februar, mittags 12.15 Uhr, auf dem neuen israei. Friedhof statt. Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. Im Namen der Hinterbliebenen Max und Felix Zttlxer, Frau Sara ltosenberg. Unser treusorgender, lieber Gatte, Vater und Schwiegersohn JterrJteinridi Mepner ist nach langer, schwerer Krankheit erlöst worden. Paris London, tl 2.37 **» Leipzig, cdyur u. Cctty Mepner. tine besondere, nur an Purim gekannte Feierfreude stellt das topfen dar, das ja auch bei uns zuweilen noch bei der Nennung von tl.nnans Namen erklingt; Schudt beschreibt dies folgendermaßen: und wann im Lesen des Hamaus Namen genenuet wird hachen jung und ait ein groß Geräusch, stempeln mit den Füßen Ichlagen auch wol mit Steinen oder hölzernen Klöppel und Hämmern, sehen auf! Rlöhl und Bänrke ' Anno 171t, llir — ■ ••-! i'jieü soitc u CrCitu ricti der Schul-Klöpper zuvor aus / daß uflBiv Jugend nicht mehr ais zweymal soite klopften sie kehrten sich JicBher nichts daran / und klopften viermahl, und zwar jedesmal last 3 Kl Unsere geliebte Mutter Frau ■ iora t aäait geb. Michael ist nach langem, schweren Leiden sanft entschlafen. Leipzig, Lyon, Königsberg Xic*0f ^*nn 1« F. J.riM7 Kvie Lewin 18. Februar 1937. Rabbiner Dr. Lewin Die Beerdigung findet Sonntag, den 21. Februar, Mittag» 1 Uhr auf dem alten jüdischen Friedhof statt. He ich in Alto rtbt noch stets den Mut und das Vertrauen verliehen haben, freudig und erhobenen Hauptes ihrer Zukunft entprff*»it;»tise,hcn. ti«i cv-o Utende Wm nit solchem Lernien da 15 es kaum zu ein »ine halbe vlfrtheil Stund int. ^schreiben Zu einem Aufsatz, über den Frohsinn an Purim im deutschen 'netto des Mittelalters gehört an sich zweifellos auch noch eine Berachuing übe'- die „Ssudu" jenes Tages, denn diese festliche Mahl- |*H i^t uns ja besonders vergeschrieben und ich kann zur Beruhi- [<Mtg aller Leser versichern, daß sich unsere Vorfahren allerorts und lets der Bedeutung dieses Gebots bewußt wafrtl. Aber anderer- Bits fühlt sich der Verfasser auf kulinarischem Gebiet weit mehr in ler hes t* harg. kstatruktiver als produktiver Hinsieht kompetent und schließlich würde ubfch eine Besehreibung der Purimtafel den Kähmen unserer Bein', tachtuhg räumlich sprengen müssen, denn jede Landsmannschaft so m Reich hat eine Unmenge hochkünstlerischer Spezialitäten für ms* Men Jom-Tow, die zu verspeisen zweifellos weit vergnügsamer feilnc1 ersprießlicher ist ais hier in langer Reihe zu verzeichnen. Wir wünschen unseren Lesern, daß sie Purim mit jenem Frohsinn be- "d der Unvuzagtheit begehen, die der Feier dieses Jom-Tows noch en< 11 die Zeiten hindurch ihr Gepräge gegeben, und die den Juden Mischloach Manoth. Ein herber heller Vorfrühlinestag ist uns von dunklen Liiuuerungetl überschattet, tin Tanith geht mit langen Stunden durch diesen Tag und lastet mit jahrtausendalten, nie vergessenen Ängsten, die sich uns erneuern, wie sie sieh den Vätern erneuten, mit jedem 13. Adar. Lin I anith schließt Türen zu und krampft die Herzen zusammen, wie einst in Susa sich Herzen in Furcht vor dem kommenden Tag verschlossen und Türen bang verriegelt wurden. Noch einmal und immer wieder leide:; wir mit den Brüdern das drohende Verhängnis, und wie sie neigt ganz. Israel in schmcrzensschwcrer Umkehr das Haupt zu Boden, mit Fasten und Weinen---Esthers Fasten und Mordcchais, Esttiers Sichbereiten für den Bittgang zum König „Tanith Esther" geht durch Israels Häuser und Herzen Da sinkt die Sonne. Und mit der Dämmerung reißt durch die Stille des Fasttags der leise Jubel, wandelt sich Hoffnung in Gewißheit, ein Sichbereiten in strahlende Bereitschaft. Der Tanith sinkt mit der Sonne hinab, und mit dem Abend kommt der Tag der Lose, kommt Purim, das Fest des Lachens, das Fest des freundschaftlichen Mahls, das lest der beglückten Kindel — das Fest des „Mischloach Monaus". Wie einst die Befreiten von Susa heißen auch wir den 14. Adar willkommen. Wir sind Mit-F.rlöste. Mit-Bestätigte — Kinder des Bundes, Kinder des glichen Schicksals; die gleiche Unentrinnbarkeit belastet uns - aber die gleiche Gewißheit beflügelt uns auch. Und während wir durch die abendlichen Straßen zu den Bet-

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