Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 12 (1936)
- Issue
- 50 (11.12.1936)
- Date
- 1936-12-11
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
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Seite 4 GEME1NDEB1 ATT DER ISRAELITISCHEN RELIQIONSGEMEINDE ZU LEIPZIG 11. Dezember 1936 Jüdische Winterhilfe Postscheckkonto Nr. 20516 Israel. Religionsgemeinde. Abt. Winterhilfe). Nächste I'f u ml Maninil ii n» Sonntag, ÜO. Dezember Glückwunsch-Ablösung. Wir bitten unsere Gemeindemitglieder, bei jeder freudigen Gelegenheit der Jüdischen Winterhilfe zu gedenken. Wir übernehmen es gern, Glückwünsche zu allen Anlässen zu übermitteln und werden die Namen der betr. Spender an dieser Stelle veröffentlichen. Achtung! Aenderung der Ausgabezeiten. Achtung! Nächste Leöensmiüeiausgabe Montag, den 14. Dezember 1936 Gruppe 1 und 5—10: von 1 ,10—' ,1 Uhr, Gruppe 2—4 von 1 ,3—5 Uhr in der Ausgabesteile Brühl 47, Hof. Einlaß frühestens 1 ,10 Uhr und 1 t3 Uhr. Adressenänderungen haben unsere Winterhiifsempfänger unverzüglich der Geschäftsstelle* der Jüdischen Winterhilfe anzuzeigen. Für Schäden, die ihnen aus nicht rechtzeitiger Meldung erwachsen, haften die Säumigen selbst, da Nachlieferungen keinesfalls erfolgen. jungen Menschen selbst haben sich von Anfang au dein Kibbuz, in dem sie leben, als zugehörig empfunden. So haben sie in Zeiten dir Not, in der die Menschen des Kibbuz durch Wachdienst und andere Arbeiten überlastet waren, sich freiwillig erboten, an allen Arbeiten tles Kibbuz praktisch teilzunehmen und ihre geistige Fortbildung zeitwiia«. iuuiaü£u»iciicu. Die Erwachsenen des Kibbuz haben sich zuerst lU.iatrpii rrniVMlirl .1.\ I..,«,., P.nK.......t* ... ... ,, I,.,,, o o ■ » ■---...i-.^.-i^ü UtUlUU.u -;l UällTCU, HdUVI! aber dann in den meisten Fällen dem stürmischen Drängen der Jugend nachgeben müssen. Herr Dr. Freund erwähnte dann insbesondere die erfreuliche Tatsache, daß es gelungen ist, den größten Teil der Jugeiulalijah-Gruppen, die bereits ihre zweijährige Ausbildung vollendet haben, au neuen Siediungspunkteii zusammenzufassen. Den wirklich interessanten Ausführungen des Herrn Dr. Freund blieb der Frfolg des Abends nicht versagt: Eine Reihe von Eltern stellten Einzclfragen an ihn. Es wäre zu wünschen, daß derartige Aufklälungsaheudc früher und ausführlicher bekanntgegeben würden, da ein crmKrr TimI interessierter iYleüschen infolge /ii später ßiji/^nnf. machuug au diesem Vortrag nicht teilhaben konnte. Frauen-Chcwra Kadischa. Die Chewra Kadischa der Frauen gibt bekannt, daß bis auf weiteres nicht genäht wird. Der neue Termin wird rechtzeitig bekanntgegeben werden. Bevorstehende Veranstaltungen Unter dieser Rubrik werden Veranstaltungen von Mitgliedern des Reichsverbandes der Jüdischen Kulturbünde nur mit schriftlicher Zustimmung des Jüdischen Kulturhundes Leipzig veröffentlicht. Alle anderen Veranstaltungen, die in diese Rubrik aufgenommen werden sollen, sind ausschließlich im Gemeindeamt zu melden, auch etwaige Klicktragen sind lediglich dorthin zu richten. 11 De/br.: Jüd. Kulturbund: Coliegium musicum unter Mitwirkung von Frau Tanja Ury-Zunser und Frl. Mirjam Zunser. 15. De/br.: Jüdische Schulen: Chanukka-Feier. 31. De/br.: K. A. E.: üeselligkeitsabend. 31. De/br.: S. I.astniann: (iesellschafts- und Unterhaltungsabend. I(>. Januar: Verein poln. Kaufleute und Gewerbetreibender, Leipzig: Kulturiiiul Gesellschaftsabend im C. T. Jüdiseher Kulturbund (Nur f. Mitgl.) Montag, den Ii. Dezember 1936, pktl. 80.15 Wir im Kiilturbundtlieuter — (Qarderobescbluß 20.00 Uhr) Kunzert des Coliegium musicum Leipzig unter Mitwirkung von trau Tanja Ury-Zunser u. r'räuleiu Mirjam Zunser Voranzeige: Dienstag, den 12. Jan. 1937. Gastspiel d. Reiseorchesters d. Jüd. Kulturb. in Deutschi. u. Ltg. v. H. Generalmusikdir. Prof. Julius Prfiwer pctiiueisier Leo Schönbach begleitete mit feinster Einfühlung. Es müßte außerordentlich reizvoll sein, die Sängerin an einem nur jüdischer Musik gewidmeten Abend zu hören - eine Aufgabe für den Kulturbund, wir können froh sein, daß wir Künstler wie Paula SalOmon-Lindberg auch für diese Kunstgattung haben. Den Abschluß des Kon/ertcs bildete das Auftreten von Frl. Ciaire Arnstein, „das Mädel mit dem Schifferklavier". Sie ist uns keine Fremde mehr. Ihre Lieder gefielen sehr — sie leiteten gut zum zweiten Teil des Abends über, an dem jung und alt sich heim Tan/ vergnügte. Bis in die Nacht dauerte das l est bei glänzender Stimmung. Wie wir hören, war der finanzielle Erfolg gut, außerdem war es ein Abend, der so gut organisiert war, daß er jedem Besucher das brachte, was er sich wünschte — ernste, erhebende Kunst, frohe, leichte Lieder oder Ue« •,j\>. •id.cv.. Vrttjjnfifttfvtin ' ......-......i ii"... CfEaHUXl Elativ im oiMiiutuv-im, CICn 20« rCüYöT., ZU einem Vortrag des Leiters der Jüdischen Jugendhilfe Berlin eingeladen. Vor einem leider viel ZU kleinen Kreis von Eltern und Frei iHiltfafi '.r.r.'i c!i I tj^ltv UHU I11IUVI 1 IUUIV111V .1 lU^IIVIIIW-llWIt UV.I L.I11 >t IVIXIIIH^ UV1 Jugendlichen in der Jugendalijah. Da von dem Kreis der Zuhörer vorausgesetzt werden durfte, daß er mit den Zielen der Jugendalijah bekannt war. beschäftigte sich Herr Dr. Freund insbesondere mit den beiden Problemen: Was soll innerhalb der zwei Jahre gelernt werden und was wird nach der Ausbildung? So glücklich Eltern sein können, ihr Kind au der ernsten Arbeit innerhalb des palästinensischen Lebenskreises teilnehmen zu sehen, so hat die Beschäftigung des Jugendlichen während der Ausbildungszeit mit dem Gedanken „was wird aus mir nach den zwei Jahren" doch erzieherische Nachteile, weil dieser Oedanke bei den jungen Menschen unter Umständen alle anderen Ideen absorbiert und oftmals die zurzeit notwendige Initiative lähmt. Herr Dr. Freund sprach dann über seine Erfahrungen während seines eigenen Aufenthaltes in Palästina, seine Unterhaltung mit den Jugendlichen und deren Führern, Möglichkeiten der Erfassung innerhalb der Gemeinschaft, Vorteile der Jugendalijah gegenüber der Ausbildung in der Mittleren-Hachscharah in Deutschland, Hineinwachsen des Jugendlichen in die zukünftige l.cbensatmosphare, rempo der Hebraisierung und die I elstnng des Jugendalijah- Kiudcs für den jüdischen Jischuw bzw. für den Kibbuz, in dem es lebt, überhaupt. Diese Leistung wird durchaus nicht gering geschätzt in allen Kibbu/iui, in denen Jugendliche in die Gemeinschaft aufgenommen wurden. Es wird ihnen das Recht kon/ediert, in erster Linie ihre Ausbildung /u vervollständigen, ihr jüdisch-geistiges Wissen zu vervollkommnen, die hebräische Sprache zu erlernen und u&tuoei hinaus für ihre berufliche Ausbildung zu sorgen. Aber auch die Amtliche Bekanntmachungen. Aufsicht zu Pessach. Kolouialw arengeschäfte, die zu Pessach 1936 nicht unter Aufsicht des Gemeinderabbinats gestanden haben, aber zu Pessach 1937 Aufsicht wünschen, werden aufgefordert, sich bis zum 22. Januar 1937 beim israelitischen Gemeindeamt zu melden. Spatere Anmeldungen werden keinesfalls mehr berücksichtigt, üb und unter welchen Bedingungen die Aufsicht erteilt wird, wird dem Antragsteller bekanntgegeben. Nur diejenigen Firmen werden in das Verzeichnis der zu Pessach unter Aufsicht stehenden Geschäfte, das am 12. Februar 1937 in unserem Gemeindeblatt bekanntgegeben wird, neu aufgenommen, die bis zum 22. Januai 1937 einen entsprechenden ..Antnur gestellt haben und denen y.nfer Rnrtjv" dir HM»»H > Leipzig, den S. Dezember 1936. Der Vorstand ler '.sraeü! zu I einzig. Gottesdienste fipmpinHpsvnartnrtp --------------j —B - » Sabbat- und Chanukkahgottesdienst: Freitag, II. Dezember, Abendgebet 16,15 Uhr mit Predigt. Sonnabend. 12. Dezember, Morgengehet 9 Uhr, Jugendgottesdienst (anschließend Nachmittagsgebet) 16 Uhr mit Predigt; Abendgebet 16,53 Uhr. Gottesdienst an Werrftatren in der Fz-Chaim-Svimcmgre .1 0 -i » - """" ./""o-ft ' Gemeindesynagoge. Sabbatgottesdienst: Freitag, IS. Dezember, Abendgebet 16,15 Uhr. Sonnabend, 19. Dezember, Morgengebet 9 Uhr, NacbiniUagsgebet 16,25 Uhr, anschließend Lehrvortrag, Abendgebet 16,55 Uhr. Gottesdienst au Werktagen in der E/-(maiin-Svnagoge. Ez-Chaim-Synagoge, Otto-Schill-Straße. Freitag, IL Dezember, Abendgebet 16,15 Uhr, anschließend Schi ilterklärung von Rabbiner Dr. Ochs. Sonnabend, 12. Dezember, Morgengebet 8,30 Uhr. Min choh 16 Uhr, anschließend Schülchan-Aruch-Eiklärimg von Rabbiner Dr. Ochs. Ausgang 16.53 Uhr. Wochentags: Morgeng. 7 Uhr, Abendg. 16,30 Uhr. Ez-Chaim-Synagogc, Otto-Schill-Straße. Freitag, IS. Dezember Abendgebet 16,15 Uhr, anschließend Schrifb/rklärung von Rabbiner Dr. Ochs. Sonnabend, 19. Dezember, Morgengebet 8,30 Uhr, Miuchoh 16 Uhr, anschließend Schulchan-Aruch-ErRlärung von Rabbiner Dl'. Ociw, Anfang 10,55 Uiir. Wochentag: Morgens 7 Uhr, abends 16,30 Uhr.