Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 12 (1936)
- Issue
- 50 (11.12.1936)
- Date
- 1936-12-11
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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11. Dezember 1936 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE ZU LEIPZIG Seite 3 ^kWc Sonnabend Chanukkah-Gefellsdiaftsabend 20.30 Mir mit W. llaschke, (William B«ra«r) «sd JAWj Kann im Eingang iieinrichstraUe Sitf»ltlo«Sl£eIICr Konzertdirektton Ffcrü-V: Keine Ausweise nötig Schulfeier der Jüdischen Schulen, Dienstag 15. Dezember Eintrittskarten ausverkauft im Battenberg-Theater, Tauchaer Str. — Einlaß 19.30 Uhr Beginn pünktlich 20 Uhr Keine Abendkasse — Mira Springer Cnrt Rotter Leipzig Verlobte Leipzig KaH straSe 18 12. Dezember 1936 Frankfurter Str. 20 ) Erna Cossen Erich Zielke Leipzig N 22 Verlobte Leipzig N22; Norderneyer Weg 6 b Norden, Ostfrl. Borkumer Weg 4 b Oebe hiermit bekannt, daß ich meine Verlobung mit Hm» Manfred Latter. Hannover, geiöst habe Jenny Weite. Friedet Traube - Felix Hersettlfek Leipzig Verlobte Nach kurzer, schwerer Krankheit; verschied am 7. Dezember, meine innigstgeliebte Schwester, Schwägerin und Tante Fräulein Ij&ura Oppenheim Leipzig, den 7. Dez. 1936 Im Namen der Hinterbliebenen Nordstraße 50 Anna Oppenheim Dez. 36 | zieren, durch künstlerische Wettbewerbe und Sportpflege ausgefüllt. Außerdem waren einige Stunden am Tage der privaten Beschäftigung vorbehalten. Der Lcrumonat wurde von den Teilnehmern selbst als eine sachliche und menschliche Bereicherung empfunden. Sie alle sind sich der Grenzen ihres Wissens und ihrer Erkenntnisniöglichkeit bewußt geworden, sie haben den Standpunkt des „Anderen" kennen und achten gelernt. Wenn der Geist dieser Lernzeit sich in der gesamten jüdischen Jugendbewegung durchsetzen wird, so hat diese Veranstaltung über ihren unmittelbaren Zweck hinaus einen wertvollen Beitrag für die gesamte jüdische Jugendarbeit in Deutschland geleistet. (JTA.) Unser einziges, heißgeliebtes Kind Liselotte wurde von ihrem Leiden erlöst. In tief. Schmerz Bernhard Safer u. Frau Job, geb. Grimm nebst Angeh. Leipzig, 8. Dez. 36. Es wird gebeten von Beileidsbesuchen abzusehen. Unsere Gemeinde Danksagung. Von der Familie des verewigten Gemeinderabbiner Dr. Ephraim Carlcbach geben uns folgende Zeilen m, denen wir gerne Raum geben: „Aus einer Unmenge brieflicher Kundgebungen von Freunden und Schülern haben wir erfahren, wie stark und unvergeßlich ihr Lehrer und Rabbiner, Dr. Ephraim Carlebach, in ihnen weiterlebt und weiterleben wird. Viele menschlich rührende Zeugnisse haben uns bewiesen, daß sein schweres, für das jüdische Leipzig gelebtes l eben des großen Einsatzes wert gewesen ist. Der Gedanke, daß dies Leben sein Ziel, der Thorah Herzen zu erwerben, erreicht hat, hat uns geholfen, uns mit unserer schweren Schickung zu versöhnen. Wir danken deshalb allen, die mit ihren Briefen es uns so zu erleichtern versuchten, die harte Fügung i» tragen. Ramath-Gan, I.Dezember 1936. ICl VJ 1 i £arle.l»H£fi-uSif •acqui ■csiorrnat.? eliiui scliiei Dr. . Gattin vor bald vier Janren übersiedelte, starb infolge Herzschlages im besten Mannesalter von 44 Jahren der in unserer Gemeinde bestens, bekannte Dr. Jacques *\<Jler. Nach Beendigung «eines Studiums vvid-;;;. t< si> h der ri: :: ■ ^iii^enc dt. Journalistik und war auch schon Uülucilig aktiv judisch-politisch tätig. Dem früheren jüdischen Jugendverein, ebenso der Leipziger Zionistischen Ortsgruppe war er durch Wort und Schrift ein eifriger Mitarbeiter. Lange Jahre war er für hiesige Zeitungen beruflich tätig und seine sachlichen Artikel fanden allseitige Beachtung. Auch die ehemalige Leipziger Jüdische Zeitung, unser GemeindebTatt und das Mitti>ünn.gsb!att des 1 üiisverein Israel. Gcwerbelreib,, konnten häufig Aufsätze von ihm veröffentlichen. In Erez. Israel schuf sich der Heimgegangene rasch einen neuen Wirkungskreis und seine mit starkem wirtschaftlichen Können geschriebenen Artikel, vor allem in der Jüd. Rundschau, ebenso in den Palästina-Nachrichten, trugen viel zum Verständnis des Aufbauwerkes bei. Sein frühes Hinscheiden erfüllt den großen Kreis seiner hiesigen Freunde mit liefer Trauer und bleibt das Andenken an diesen selbstlosen, bescheidenen, aufrechten Juden bei allen, welche ihn kannten, in ehrendem Andenken. D. Kinderbeschenkung des Hiifsvereins israel. Gewerbetreibender e.V. Vom H4Hsverein Israel. Gewerbetreibender e.V. Leipzig C 1, Brühl 46/48, Tel. IS 430, wird uns berichtet: Sonntag, den 6. Dezember, hatten zahlreiche Mitglieder unserer Gemeinde Gelegenheit, den schönen Ausstellungsraum für die Kinderbeschenkung in Leipzig, Nikolaistr. 49/45, zu besichtigen und sich davon zu überzeugen, daß der Hilfsverein seiner Tradition getreu auch dieses Jahr alles nur Erdenkliche getan hat, um zum Chanukkahfest bedürftige Kinder i.inserer Gemeinde mit Anzügen, Kleidern, Mäntel und Schuhwerk zu beschenken. Da die Zahl der unbedingt zu berücksichtigenden Gesuche in diesem Jahre viel größer ist als in der. früheren Jahren, bittet der liilfsverein alle seine Mitglieder, Freunde und Gönner nochmals herzlichst, das edle Werk durch Sach- und Geldspenden zu unterstützen. Wohltätigkeitskonzert des Israelitischen Kindergartens. Das nun schon traditionelle Wohltätigkeitskonzert des Israelitischen Kindergartens fand am Montag, den 7. 12., im „Kunstlerhaus" statt. Wie geschätzt die Arbeit des Kindergartens ist und wie gut die Zusammenstellung des Programms war, zeigte der überaus starke Besuch - es war überfüllt. Das Konzert eröffnete die Sonate für Violine und Klavier Nr. 4 D-Dur von Händel. Frau Tanja Ury und Fräulein Miriam Zunser spielten meisterhaft, sowohl technisch einwandfrei als auch dem musikalischen Gehajt in letzter Weise gerecht werdend. Dann sang Frau Paula Salomon (Lindberg) drei Lieder. Während sie im ersten Lied („Arietto" von Pergolesc) die heitere und glückliche Luft dieses Liedes vor uns zauberte, gestaltete sie das „Sei stille im Herrn" (Mendelssohn) mit der Inbrunst eines gläubigen Herzens. Das „Hafleluja" (Mozart) war wirklieh ein Lobgesang auf die Herrlichkeit Gottes. Im zweiten Teil spielte Frau Ury Chopin, und zwar Etüde, Nocturno und Walzer — ein reiner Genuß, sicher jeden Zuhörer beglückend, auch den nicht musikalischen. Mau kann sich schlechthin nicht vorstellen, daß Chopin besser wiedergegeben werden kann, so zart und tief empfunden, so rein gespielt erklang die Musik, jüdische Linier folgte!:. ' 8 ' ..... ri«*H 2*«^^Äntr^*iät^:ssS'^'':"S8'' ♦ *'Wwunuerhswcrt ist, in welchem - .riTi!' oic Künstlerin " Züiizr.x zur L><.<.;<_ des jüdischen Liedes ge. runden hat — vorbildlich für alle jüdischen Kunstschaffenden. Mit welcher Innigkeit sang sie „Sabbat-AiiAgsng". „Jcrnscholaiim"; — sinken mit Mtuidlen". . - ilielein mct.it-.", wie-bösshvfiugt efctyatfi vor das i.t-Li.tiatixr Liebeslied „Sdiosehanah". Die ganze Lust und das ganze Leid des jüdischen Herzens schwangen in ihrem Gesang mit, in dem sie wirklieh ein Stück jüdischen Lebens gestaltete. Ka- Die nächste Ausgabe des fiemcindeblntte* erscheint als Doppeliilimmer 51-59 am 19. Dezember 1936. Anzeigenschluß wie immer, mittwochs. Am 26. Dezember erscheint das (»emeindeblatt infolge der Feiertage nicht. Die Ar. 1 des Jahres 1937 wird bereits am 30. Dezember 1HBO zum Versand kommen. Redaktions- und AnzeigetiMchiuU am Montag, den '£H. Dezember