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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1936-12-04 · 49 (4.12.1936) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
12 (1936)
Issue
49 (4.12.1936)
Date
1936-12-04
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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4. Dezember 1936 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE ZU LEIPZIG Seite 3 Für die uns zu unserer Hochzeit erwiesenen Aufmerksamkeiten und Glückwünsche sagen wir unseren herzlichsten Dank. Leipzig, den 4. Dezember 1936. Simon Rirrmiower u. Trau Regina Hotmeisterstraße 6 geb. Rath. I Ganz piöiziich und unerwartet verstarb am 27. Novwnber vax&il Mitarbeiter, de; Ktälatt Hermann Radziwiller. Wir verlieren in ihm einen lieben Arbeitskameraden, dessen Andenken wir stets in Ehren halten werden. Leipzig, den (woaehättsleitung und Pemonal 5. Dezember 1936 der Palast-Gaststätten. Am Dieru,iug verschied nach schwerem, mit\großer Geduld ertragenem Leiden meine innigsigeliebte Mutter Frau Betty Rubinstein, Wwe. geb. Strauß In tiefer Trauer Salo Rubinstein Leipzig, den 2. 12. 3it Schkeuditzer Straße 26 zugleich im Namen Harry Rublnstein Monosramnmickerel Knopflicher Elitz. |W. radnjtStMtt lelprigt. Tawnenbera, Brandvorwerkstr. 18, Tal. 362 71 Juden in Deutschland und all ihren Verzweigungen, wie sie in der Bereitschaft der Juden anderer Länder, die ans Deutsehland zu ihnen gekommenen Brüder und Schwestern zu fördern, sich kundtut, nicht zuletzt die Erkenntnis daü der Palästiiiaaufbau von einem tatkräftigen Zusammenstehen aller Juden bedingt ist, haben das, was Graetz das Politische nennt, wieder gefestigt. Die jüdische Aufgabe wird jedoch erst dann voll erfüllt, wenn diese Geineinschaft nicht nur materiell sich schließt, sondern auch in der bedeutsamsten jüdischen Kulturleistung, seiner Religion, die innere Sicherung des Zusammenschlusses erfährt. C. Zur Chanukkah-Aktion . m *\ fllhonutthoh-Ohtim* f;r Ätrrn-fiQtocoli \ ' Wir biMenum «IM \ Spende für i«rJes entzündete liditt des Keren Hatorah 5697! Zweimal im Jahr wendet sich der seit 13 Jahren segensreich wirkende Keren Hatorah an die jüdische Öffentlichkeit mit der Bitte um Mitarbeit und Hilfe. Der diesjährigen Chanukkah-Aktion des Keren Hatorah kommt eine besondere Bedeutung zu: Die Anforderungen, die unsere Jimgens an den Keren Hatorah stellen, wachsen von Woche zu Woche, i Die Erhaltung der Keren Hatorah-Schnlen erfordert immrr grftfi>r werdende Aufwendungen, denn die Fiten; sind iniiiiCi weniger imstande, Schulgeld zu zahlen. Die drei Keren Hatorah-Heime in Frankfurt a. Main, in denen S5 Jungens vollkommen versorgt werdet», stehen vor einem «chwem* «vmier. der frone M:*+.-.i ...-fvriiurf. vvrV.M "•■ j u;... --ilii .....hri sollen Die vielen *]ungcu Menschen, die vor oder ::a;.:; dei eigentlichen Berufsausbildung sich noch dem Studium der Lehre widmen, sollen erhalten weiden. Die Berichte dieser jungen Menschen über ihre Not sind erschütternd, hier gilt es in größtem Maße zu helfen. Keren Hatorah stellt seine Mittel allen zur Verfügung und leitet daraus auch das Recht ab, sich an alle mit seiner Bitte um tatkräftige Hilfe zu wenden. Zur diesjährigen Chanukkah-Aktion sind nette Leuchter erschienen (siehe Bild), denen wir Eingang in jedes jüdische Haus wünschen. Keren Hatorah bittet, für jedes entzündete Licht eine Spende (von möglichst 5 Pfg.) in die Keren Hatorah-Menorah zu legen. Möge jeder Jude und jede Jüdin sich bewußt werden, daß es eine Ehrenpflicht gegen unsere Jugend ist, Keren Hatorah zu helfen! Durch die Chaiiukkah-Spciule an den Keren Hatorah möge jeder Licht strahlen lassen in die Herzen unserer Jugend und damit Hoffnung und Lebensmut. Leuchter sind anzufordern beim: Landeedtrektormm des Keren Hatorah in Deutschland, Hamburg 13. Heinrich Barth-Str. 21 II. Postscheckkonto: Hamburg 24753. Unsere Gemeinde Kinderbescheukung des Hilfsvereins israelitischer Gewerbetreibender. Wie schon in voriger Nummer angekündigt, werden die Gegenstände, die für die Kiuderbesclienkimg des Hilfsvereins israelitischer Gewerbetreibender bestimmt sind, am SoiNt-tag. dem n Dezeffi her. von n \\ LJhr, im Hause von Zellners Restaurant, Nicolai- EIPZIG ZiONiSTiSCHE VEREINIGUNG Chanukkateler liiiiimodi, den 9. Da. 1936, abds. 2C*° Uhr, im Kulturbundsaal (Baltenberg-Theater) Zaudiaer Str. 32 Lichteranzünden: Oberkantor Wilkomirsky Makkabäerrede: Rabb. Dr Nmsbanm, Berlin Hebräische und Jiddische Lieder: Mascha Ifenjakonsky, Berlin Rezitationen: Fred Wald (Friedwald) Chor der zionistischen Jugend Leipzigs Verlosung einer Mästinareise (gestiftet vom Reisebüro Astoria) Ein Los 25 Pfennig — Fünf Lose 1.— RH. Oewinn - Nummer wird noch am Abend bekannt gegeben. Karten (einschl. Programm) 1.— und C.50 RM. - jugendliche und Erwerbslose 0.25 RM.' Vorverkauf: Preismann, Nikolaistraße 51, Bar Kochba, Geschäftsstelle, Brühl 45 und im Büro, Keilstraße 4 (Tel. 1U2U), Anzeigen- Verwaltung Oemeindeblatt, Hainstraße 16 (Telefon 16722). straße 3Q—45, Aufgang B, 1. Obergeschoß rechts, zu besichtigen sein, um unseren üemeindemitgliedern Gelegenheit zu geben, sich von dem Umfang und der Art zu überzeugen, in der auch in diesem Jahre das großzügige Werk der Kinderbeschenkung vorbereitet ist. Der Aufruf, unserem verewigten Gemeinderabbiner Dr. Ephraim Carlebach s. A. ein bleibendes, unvergängliches Üenkmal in Gestalt eines EPHRAIM-CARLEBACH-HAINES der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig zu setzen, hat erfreulicherweise in allen Kreisen unserer Gemeinde starken Anklang gefunden. Die Sammlung hat inzwischen eingesetzt und wir sind auch bereits mit seinen Freunden in Erez Israel wegen Beteiligung an der Pflanzung dieses Haines in Verbindung getreten, Es steht hiernach zu hoffen, daß diese Ehrung zugleich ein "schönes Zeichen brüderlicher Verbundenheit zwischen der Heimatgemeinde des Verstorbenen und der schon stattlichen Zahl seiner Anhänger im Lande der Väter werden wird. * Wir werden im Gemeindeblatt fortlaufend die Namen der Spender veröffentlichen und rufen nochmals alle Mitglieder der Gemeinde auf, sich an dieser Sammlung zu beteiligen. Von diesem Werk darf sich niemand ausschließen, denn wir alle schulden dem Verstorbenen Dank für Rat und Hüte, für Trust und Stärkung, für Belehrung und Erhebung, uns allen ist ein treuer Freund genommen worden. Gebe jeder nach seinen Kräften! Nachricht des Sozialamtes betreffend Berufswettkampf. Aus technischen Gründen muß die Ausstellung der für den Berufswettkanipf hergestellten Gegenstände verlegt werden. Die Frist zur Ablieferung der Gegenstände wird hiermit bis zum 15. Dezember IQ3f) verlängert. Die Ausstellung selbst findet vom ie. bis 20 Dezember 1936 statt uikI ist zu den folgenden 7<-iren geöffnet: am Freitag, den 18. Dezember 193b von Ii —15 Uhr .im Sonnabend, den!°. Dezember 1936 von Ii lj Uiu und von 16—18 Uhr, am Sonntag, der. 29. D. her 1536 vuii IC—15 Ulir xr°, -im ü< '!.-nibcf --uiamgaäaaix, i iuuiboiütstr. 13 die P:ä mitrrung de: besten Arbeiten statt. Mitteilungen des C. V.-S y n d i k a t s. Wandergewerbescheine. Im Sächsischen Verwaltungsblatt Teil I ist veröffentlicht worden: Wer ein Wandergewerbe betreiben will, muß nach der Anordnung des Reichswirtschaftsministers vom 18. September igj4 (Keichsan/eiger Nr. 219 vom 19. September 1934, S. 3), von bestimmten Ausnahmen abgesehen, Mitglied der Wirtschaftsgruppe Ambulantes Gewerbe in der Reichsgruppe Handel sein. Die hartnäckige Weigerung, dieser gesetzlich vorgeschriebenen Pflicht zu genügen, kann die Ablehnung des Gesuches um Erteilung des Wandergewerbescheines oder die Rücknahme des Scheines wegen Unzuverlässigkeit im Sinne von § 57 b Ziffer 2 der tiewerbeordnung zur Folge haben (vgl. die Verordnung an die Kreishauptleute vom 30. November 1935, I ra WG. 224a, betreffend Lrteilung von Wander« gewerbesch einen). Bei Aufnahme der Wandergewerbeseheiuanträge haben daher die Gemeindebehörden von denjenigen Personen, die das Wandergewerbe bereits ausüben, den Nachweis zu fordern, dall sie ihrer Meldepflicht bei der Wirtschaftsgruppe genügt haben. Personen, die zurzeit der Antragstellting ein Wandergewerbe noch nicht betreiben, ist der beschleunigte Beitritt anheimzugeben. Bestreitet ein Antragsteller die Verpflichtung zur Mitgliedschaft, z. B. weil die auf das ambulante Gewerbe entfallende Tätigkeit zu gering sei oder weil er ausschließlich zu einer anderen Wirtsrh iftsgruppe oder /um Reichsnährstand yehnre( cn sind die Giüiide unü die voigtiegien Nachweise über anderweite Mitgliedschaft in dem Antragsvordruck zu verzeichnen.

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