Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 12 (1936)
- Issue
- 44 (30.10.1936)
- Date
- 1936-10-30
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
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30. Okiuber 1936 GEA'EINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE ZU LEIPZIG Seite 3 OOOOOOvXMOUOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOCOOO^^ | § * 8 Martin Zielke 8 I Oretl Zielke 1 g geb. Neuniann 8 X Leipzig Vermählte Baden-Baden 8 8 8 etrtncmnnmi r^^^-w-M-M-*■u-»/^/^/\^^»/^l■l«^/^^^w^/^^ Unsere liebe Mutter, Schwieger- und Großmutter, Frau Amalie Zainler peb. Askann7vist nach einem Leben voll Arbeit und Oüte im 85. Lebensjahre heute sanft entschlafen. Familie Kragt Zander. Leipzig, 2S. Okt. 1936 Familie Dr. Paul Zander. Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen 1 ■ 1 Statt Karten! Hertel Wlttkowsfey Martin Cohn j Verlobte 1 Leipzig S 3, Kochstr. 72, II, I., 26. Okt 1936. Empf. findet nicht statt. Wir laden unsere Mitglieder zu einer Mitgliederversammlung in das Gemeindeamt, Walter-Blümel-Straße!0, für den 9. November d. J., nachm. 3 Uhr ein. Israelitischer Tagesordnung: Vorsiandsneuwahl. Kindergarten e. V. Am 18. Oktober 1936 starb' unsere Hebe Schwester, Frau Rosalie Fürstenthal, geb. Cohn Die Beerdigung hat bereits in Berlin-WeiBensee stattgefunden. Adolf und Moritz Cohn im Namen der trauernden Hinteibliebenen. gBcd einführte, hatte später Theodor Her/1 aus Ihren Reihen gelöscht, und zwar "ZU einem Zeitpunkte, wo er als Literat scho i Weltruhm gertOli und Iniüatui des Zionistenkongresses war. Den verhreitetsten jüdischen Schriftsteller seiner Zeit, den Führer eines grollen Teiles des jüdischen Volkes! — - — weil er die Mitgliedsgebühr nicht bezahlt hatte! Mit anderen Worten: es genügt nicht rtafl Theodor Her/! sein Wissen, acute i iiiügkciten, sein ganzes Leben, sein ganzes Vermögen seinem Judentum gewidmet hat, er hätte sich erinnern müssen und aus Paris und Wilna, aus London und Konstantinopel, aus Korn und aus Wien, aus Jaffa und Jerusalem, pünktlich vierteljährlich seine Mitgliedsgebühr überweisen! * Dr. Lavoslav Sik erinnert bei dieser Zusammenstellung an jenen bekannten Midrasch, daß wegen eines Hahnes und einer Henne Jeruscholajim, die heilige Stadt, zerstört wurde bzw. daß wegen eines kleinlichen Streites zwischen Kamza und Barkamza das jüdische Volk seine Heimal verloren habe, und gibt dein Wunsche Ausdruck: es möge die Erkenntnis, daß so schwere Folgen von Verbitterung durch kleinliche Streitigkeiten nie zum Segen ausschlagen können, die Menschen bewegen, neidlos die Verdienste bedeutender Juden anzuerkennen tind damit ihre Bereitschaft zum Eintreten für die Gesamtheit zu steigern. Jüdische Schüler und Schülerinnen auf Höheren Schulen Sachsens Von Dr. Hermann Weil, Frankfurt a. M.-Philanthropin. Vor kurzem erschien der „Wegweiser durch das höhere Schulwesen de* Deutschen Reiches" für das vergangene Schuljahr, bearbeitet von der Reichsstelle für Schulwesen Berlin, im Auftrage des Reichs- und Preußischen Ministers für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung. In diesem umfangreichen Nachschlagewerk hat die Reirh««telk i lue Bestandsaufnahme des gesamten höheren Schulwesens de Deutschen Reiches geliefert. Auf rur»H 250 SiiiCü iai: iiüiicic Schulwesen des gesamten Reiches statistisch und tabellarisch zusammengefaßt worden und gibt einen anschaulichen Überblick über Schulen, Lehrer und Schüler. Es ist nun «ehr Interessant, dieses \\;--lr .-,;„.,...! -Uo., t?v .t.......t; » v.'cr!' rmmsi >.....; jtrtiü nen uih.iyuuuh.1 aus »tur«r fr/igi'ii'i''"1 Aufsatz M*U*n die Angaben über mrü0.."!! bUiütciiutien auf höheren Schulen Sachsens gebracht werden. (Die Veröffentlichung der Tabellen für das gesamte Reich wird in anderem Zusammenhang stattfinden.) Wir haben zunächst zu unterscheiden zwischen höhereu Schulen im engeren Sinne, dazu gehören die berechtigten höheren Schulen, Alle Arien von Versicherungen (mich Privat - Kranken - K.asfien) durch die General Agentur Wolf »inunuerg C 1, Qottschedstraße 30 — Telefon 27210 Juden 31441 darunter 188 sowohl die öffentlichen als auch die privaten, und den höheren Schulen im weiteren Sinne, d. s. die nicht-berechtigten höheren Schulen, die wie in Preußen, jedoch im üegensatz zu Süddeutschland, in Sachsen nicht zu den höheren Schulen, die der Wegweiser erfaßt, gerechnet werden. Tabelle I. 1. Berechtigte höhere Schulen: 1. öffentliche höhere Schulen ü) öffentliche höhere Lehranstalten für die männliche Jugend: Oes amtzahl der Schüler und Schülerinnen: b) Öffentliche höhere Lehranstalten für die weibliche Jugend Gesamtzahl 2. Private höhere S r h n! e n : n) Knabenschulen! Gesamtzahl der Schüler und Schülerinnen: b) Mädchenschulen: Gesatntzahl Summe von a) und b) Summe der Ergebnisse 1. und 2.: f. öffentliche höhere Schulen 2. Private höhere Schulen Berechtigte höhere Schulen: Diese Gesamtsumme ist jedoch nicht oju da zu den berechtigten höheren Srlutl.-n « : "crSHfflfinfTfiit'* "JWf Ate noM-re Craelitischc Schule in Leipzig zahlt 8502 i) 128 1583 ii 431 220 ii _ 1803 ii 431 39Q43 ii 316 1803 ii 431 41746 ii 747 weiteres verwendbar, 4*c«»*tc< Aia t, „ _____1.41 _i - ""'. ~l~ ***v ww 1 kWIlUKtk . ijotitenj K^hntor Infolgedessen sind die 400 jüdischen Schüler und Schülerinnen der Höheren israelitischen Schule in Leipzig von der Gesamtzahl der jüdischen Schfuer imA Scrrnlrr?-- ~\~ ah7ös»-t7'fnJ -.»: wir.trrhaltcn •■üijttf zzkiuUS'&Ui \:m H7 jüdischen beimier« üiid Schuletinaoa •!:f htjjidt: chen btivclnigicu höheren Schulen Sachsens. Die Gesamtzahl aller Schüler und Schülerinnen auf nichtjüdisehen berechtigten höheren Schulen Sachsens (d. s. alle mit Ausnahme der jüdischen Schule in Leipzig) betragt 4174b minus 400 41346. Es waren somit 347 jüdische Schüler und Schülerinnen unter 41 340 Schülern und Schülerinnen insgesamt auf nichtjüdischen be- Konzertdirektion A. Ehrlich Wegen des großen Erfolges auf vielseitigen Wunsch und letztes Gastspiel vor ihrer Auslandsreise 20.15 Uhr 2. Gastspie! Kulturbund- ¥ o A ITDPMED Theater 1^^™ (Battenberg) Tauchaer Str. mit neuem Programm/Am Flügel Werner Seelig-Baas Zutritt nur mit Kulturbund- oder R-Ausweis mit Bild. Zur Vermeidung von Andrang wird gebeten, die R.-Karten mögl. vorher irr. Kulturbundbüro n besorgen. Karten zu RM. 1.- bis 3.- im Vorverkauf bei Zellner, Manelis, Preismann, Goldfreund, Willner, Klein u. a. d. Abendk. ■