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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1936-10-30 · 44 (30.10.1936) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
12 (1936)
Issue
44 (30.10.1936)
Date
1936-10-30
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 OEME1NDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE ZU LEIPZIG 30. Oktober 1936 rechtigten höheren Schulen Sachsens, d. s. 0,8 v. H., die jüdischen Frontkämpferkinder, über die keine besondere Zählung vorliegt, miteingerechnet. Für die aufgeführten judiselicn Schiiier und Schülerinnen der berechtigten öffentlichen und privaten höheren Schulen läßt sich eine genaue Angabe über die An/ahl der Knaben und Mädchen machen Die höhere Israelitische Schule in Leipzig hatte im vergangenen acnuijanr, wie bereits oben vermerkt. 400 Schüler und Schülerinnen. Und /war i\i Knaben und 188 Mädchen. Tabelle 2. 1. Knabenanstalten a) öffentliche Schulen 17ö b) Private Schulen 238 öffentliche und private Knabenanstalten 414 2. M ädchenanstalten: a) Öffentliche Schulen ■ — b) Private Schulen Öffentliche und private Mädchenanstalten — 3. Z u s a m m e n f a s s u n g Knaben- und Midcheflanstalten: a) öffentliche Schulen 176 b) Private Schulen 238 Berechtigte höhere Schulen insgesamt 414 Knaben Mädchen Summe 12 193 205 128 128 140 193 333 188 431 619 128 128 31() 431 747 Unsere Gemeinde Redaktionsschluß ist unverSndert allwöchentlich Dienstag vormittag 10 Uhr. Die Schriftleitung macht erneut darauf aufmerksam. Für die Veröffentlichung von NarhrirMen, die erst später eingehen, kann die Schriftleitung in keinem Falle eine Gewähr übernehmen. Jüdische Kulturbund Leipzig teilt uns im Auftrage des Rcichsverbandes der Jüdischen Kulturbünde in Deutschland mit, daii zu sämtlichen Veranstaltungen nur diejenigen Mitglieder Einlaß finden können, die ihre Mitgliedskarte vorweisen. Die Kulturbundleitung muß in Zukunft laut behördlicher Anordnung den Eintritt /um Saal verweigern, wenn der Besucher nicht im Besitz seiner Kulturbundkarte ist. selbst wenn bekannt ist, daß er Mitglied des Kulturbundes ist. Übertretungen dieser Vorschrift könnten für den ganzen Kultur- Hilfsvercin und Sprachkurse. Von der hiesigen Beratungsstelle des Hilfsvereins der Juden in Deutschland wird darauf hingewiesen, ilalt nur solche Auswanderer auf Zuschüsse seitens des Hilfsvereins rechnen können, die die Sprache des betr. Landes genügend beherrschen. Es kann deshalb nur dringend empfohlen werden, die vom Ldnhaus veranstalteten Sprachkurse zu besuchen. Frauert-Chewra Kadischa. Die Chcwra Kadischa der Frauen gibt ....... J~f» »« ..„f., , . im 5 n -,! o I o ~. ♦ U - - - I».-. llHiloSa I i -------1.HHM ...u...w£a IUI ~ " ............ , ii u in Ulli U I S II dU C I part., in der Zeit von 3—6 Uhr wieder genäht wird. Um zahlreiches Erscheinen wird dringend gebeten. Amtliche Bekanntmachungen. Warnung! Wir haben besondere Veranlassung, wiederholt darauf hinzuweisen, daß für die Betreuung und Beförderung von jüdischen Durchwanderern, die nach Leipzig kommen, von unserer Wanderkasse Mittel zur Verfügung stehen. Wenn eine Betreuung oder Weiterbeförderung nach den von der Hauptstelle für jüdische Wandcrfürsorge bekanntgegebenen Richtlinien notwendig erscheinen, tritt unsere Wanderkasse ein. Solche Durchwanderer benötigen keine Hilfe von privater Seite. In den letzten Wochen ist es verschiedentlich vorgekommen, dal! Durchwanderer bei Familien oder in Firmen wegen Unterstützung vorgesprochen haben. Ein Teil dieser Durch wandeier war vorher bei uns und wurde berechtigterweise abgelehnt oder mit einem kleinen Betrag unterstützt. Wir halten es nicht für angängig, daß diese Durchwanderer von Privaten unterstützt werden, wenn nicht vorher durch eine telefonische Rückfrage in unserem Büro bestätigt wird, daß sie unterstiit/imgs\v..riijg sind. In diesem Zusammenhang verweisen wir auf den Durchwanderer Abraham Jakob Eckstein, der unter Angabe von verschiedenen Gründen bei mehreren Familien und Finnen vorgesprochen hat und sicherlich auch in reichlichem Malle unterstützt worden ist. Wir warn e n vor Eckstein, weil wir ihn nicht für unterstützungswürdig halten. Leipzig, den 26. Oktober 1936. Wohlfahrtsamt der israelitischen Rcligionsgcmeinde zu Leipzig. Jüdischer Kulturbund (Nur für Mitglieder) Soaneraiasj. den S. Nov. 1936 pfcll. 20.1R Uhr Im Kulturbundfneater (Baftenberfrtheater) Cl, Tauchaer Straße 32, GarderobeschluÖ 20 Uhr Liederabend 2ä£Ääfä! ernTxiein Eintiitt f. Miigl.des Kulturbundes frei i. Mitgl. d.Staatsop. f. Inhab. v. R.-Karten RM. 1.30 einschl. Abgaben bund von weittragenden i olgen sein. Wir bitten also unsere Mitglieder dringend, dies zu beachten. Zum Tode von Frau Amalie Zander. Edle Naturen handeln und denken oft aus ihrem Herzensinstinkt heraus nach der uralten Weisheit unseres jüdischen Schrifttums; Den alten jüdischen (irundsat/, dall man einem Menschen nie sein ganzes Lob sagen soll, hat die Seniorin der Leipzigei jüdischen Wohlfahrtsarbeit, die von allen, die sie kannten, so hoch verehrte Frau Amalie Zander, stets für sieh in Anwendung gebracht. Oft und immer wieder haben sieh den Menschen, die mit ihr zusammenarbeiteten, Worte der Bewunderung und des Dankes auf die Lippe:: gedrängt, aber in ihrer echten, lief wurzelnden Bescheidenheit hat sie stets jedes sie rühmende Wort /iiiuckgcwicscii. ihrer schlichten An lag jede kleine iueua>cliliclic Eitcrkri. fern =.-. fern, dr.fi sie ir. ihrem letzten, ausdrücklich ausgesmm'hTiiVn jimiiv-ii bestimmt hat, daß ihr kern Nachruf gewidmet werde. Bei .in :...;.»* ftr rt .!••.:!'. "de: geraohntuden, verklärenden Macht des Todes, um Ihre Persönlichkeit und ihre Leistung voll zu würdigen. Beides, Persönlichkeit wie Leistung, sind jederzeit in ihrer vollen Redmlunu1 >'!-'!•""'"' worden Sie stand m't Ihrer A r u •> Ii iiit V ■ > V » »*.»«>> hl IkUiltli »# «'«Vftw&ia »_ ft -w utUil * * i » * l *_* — » im Mittelpunkt all der Organisationen, in denen sie tätig war, aber liebte es nie, ihre Person in den Mittelpunkt ZU stellen. Sie hat auch hier wiederum im altjüdisehen Sinne nur und ausschließlich um der Sache willen gearbeitet. Der Ist. Wohltätigkeitsvercin mit seinen verschiedenen Einrichtungen (Kinderhort, Dürreiibeiger Erholungsheim [Alfons-Iacobson-Heim], Altersheim, Speiseanstalt), der Jüd. Frauenbund Ortsgruppe Leipzig, der Schwesternbund der I eipzig-Loge und vor allem und in erster Linie der Israelitische Frauein erein danken ihrer beispielgebenden Pflichttreue so viel echte Werte, die mehr und nachhaltiger von ihrem Wesen sprechen, als Worte es vermögen. Sie hat sich in ihrer Arbeit und in den Herzen aller derer, mit denen und für die sie gearbeitet hat, ein dauerndes Denkmal f4i>etzt. Der Felix-Gnldmann-Gedächtnisbund hat auch in diesem Jahre des verewigten Rabbiner Dr. Felix (ioldmaun an seinem Jahr/citstage durch eine Sonderspende gedacht. Während im vergangenen Jahre dies in der Form von Verteilung von hebräischen Büchern an Schüler und Schülerinnen ihr Jüdischen Schulen geschah, kommt in diesem Jahre die Jahr/eitsspeude in Qestalt barer Beihilfen an die Erzieher bedürftiger Knaben und Mädchen, vorzugsweise Waisen¬ oder Halbwaisenkinder, gemäß den von der Leitung der Jüdischen Schulen gemachten Vorschlägen, zur Verteilung. Änderung der Gebührenordnung. * In der (iemeindesitzung vom 13. Oktober 1936 ist eine Änderung der Gebührenordnung beschlossen worden. Die abgeänderte Gebuiiieiiordnung liegt m der Zeit vom 26. Oktober bis mit 6. November werktäglich in unserem Gemeindeamt, Walter-Blümel-Str. 10,1, von 9 — 1 Uhr zur Einsichtnahme aus. Leipzig, den 19. Oktober 1936. Der Vorstand Gärtnerei des neuen Friedhofs. Es wird darauf hingewiesen, dall Blumen und (irabschnuick zu handelsüblichen Preisen stets zu haben sind, bei gröberem Urahschmuck empfiehlt es sich, rechtzeitig durch Fernsprecher 5jt;3»> Bestellungen /ü eilcucu« Di» Gräbel werden jetzt gegen Frost eingedeckt. >. :'.'.'■•■ hjcrfüj noch nicht die Gebühren entrichtet sind, bitten wir, diese umgehend *>* Min |t n<<o>> rt.to •<•**•••(** •-»*•«> i-tl<*«.> nU 1—.»• » — La p — — - . utk uiv txuw'jl uvj iivuvii t.it uviiii.it,ticit ■ t iCUlluiil - I UAintMi i\i\iint>* Leipzig Nr. 1932 ZU zahlen. Soweit Auftrage /um Eindecken gegen Frost noch nicht erteilt sind, bitten wir, diese schnellstens bei gleichartiger Zahlung der Ocbühren, deieu Höhe sich nach, der verlangten Ausführung richtet und über die die Friedhofsverwaltung Auskunft gibt, aufzugeben. Leipzig, den 26. Oktober 1936. Der Vorstand der israelitischen Religionsgenieinde zu Leipzig. Gottesdienste Gemeindesyiiagoge. Sabbatgottesdienst: Freitag, 30. Oktober 1936, Abendgebet 17 Uhr. Sonnabend, 31. Oktober, Morgengebet 9 Uhr. Nachmittagsgebet 17 Uhr, anschließend Lehrvortrag, Abendgebet 17,31 Uhr. Gottesdienst all Werktagen in der Ez-Chaiin-Synagoge. Gemeindesynagoge. Sabbatgottesdienst: Freitag, 6. November 1036, Abendgebet 16' , Uhr mit Predigt. Sonnabend, 7. Novcm bei, Morgengebet 9 Uhr, Nachmittagsgebet 16,50 Uhr, anschließend Lehrvortrag, Abendgebet 17,20 Uhr. Gottesdienst an Werktagen in der Ez-Chaiiu-Syuagoge. Ez-Cha!m-Synagoge, Otto-Schill-Straße, Freitag, 30. Oktober, Abendgebet 16,45 Uhr, anschließend SchrifterklärUnJ von Rabbiner Dr. Ochs. Sonnabend. 31. Oktober, Morgengebet 8,30 Uhr, Minchohgebet 16,15 Uhr, anschließend Schulehan- Aruch-Erklärung von Rabb. Dr. Odis. Ausgang 17,31 Uhr.

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