Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 12 (1936)
- Issue
- 41 (9.10.1936)
- Date
- 1936-10-09
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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9. Oktober 1936 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE ZU LEIPZIG Seite 3 Sonnabend, den 10. Oktober 1936, abends 20.30 Uhr im Künstlerhaus, Nikischplatz Kniidgebnng des HfCha'.Bi' ■ Iii Kampf um den ^iiiiiiwinti« es sprechen: Baruch Eisenstadt, Abraham Tarschisch, En Charod, Dr. Oeorg Josephthal, sämtlich Berlin W15, Meineckestraße 10 _Die Veranstaltung wird von Choren umrahmt. Eintritt Erwachsene - .30, Jugendliche —10 RM. Zu der s. O. w. am Sonnabend, den 17. Oktober stattfindenden miju *~ij unseres Sohnes Egon in der EzChaim-Synagoge, Otto-Schill-Str., laden wir hietmit Freunde und Bekannte herzlich ein. Funkenburgstraße 7A, Salomon Flnn Empfang von 12 bis 2 Uhr. und Frau. Leipzig Loflehen Mlchlewitsdi Rudolf Udto Verlobte 3.10.36 Es hat den Ewigen gefallen, meine innigstgeliebte Frau, unsere treusorgende, unvergeßliche Mutter.Oroßmutler, Schwester, Schwätzerin und ^rhwipgArmiiH;^ Frau Rosa Schächter geb. Schönmann im 54. Lebensjahr zu sich zu rufen. Sie entschlief für uns viel zu früh, plötzlich und unerwartet an Herzschlag. Nathan Schichter, Isl Schlchlcr u. Frau, New-Yotk, Jakob Schichter u. Frau, Paris, Adi Schichter u. Frau, Krakau Heini Schichter, Leni Schächter, Max Schönmann u. Frau Gisela Schmerler. Leipzig C 1, den 17. Tischri 5697 3. Oktober 1936 Funkenburgstraße 17, ptr. stücke, Ofaii usw.'-' in dem halben Jahrhundert, das seitdem verflossen ist, haben sich die Zahlen bedeutend erhöht, die unbekannten Dichtungen; die aus der QeJÜM zu Kairo zutage gefördert wurden, zählen allein nach Tausenden. Für alles, was sich auf Stoff und Stil und die Arten des Pijut bezieht, sowie auf seine Kunstform und Sprache und endlich auf das noch vielfach problematische Gebiet der Verfasser und ihrer Lebejttgeachichtc, das einen Zeitraum von mehreren Jahrhunderten umfaßt (bis ca. 13. Jahrhundert) sei auf folgende gründliche und erschöpfende Arbeiten! verwiesen: M. Sachs, Religiöse Poesie der Juden in Spanien; Landshut, Amude Haaboda; W. Heidenheini, Einleitung zum Machsoi; Zunz, Synagogale Poesie und Litcratuigeschieht«, der synagogalen Poesie; I. Elbogen, Der jüdische Gottesdienst in seiner geschichtlichen Entwicklung. Die üblichen Bezeichnungen der einzelneu Pijutstücke erklären sich aus dein Namen des Gebetes, dem sie sich jeweils anschließen. Die in Schemone Esre eingefügten I eile heißen kerauwaus (was als Bezeichnung für „Vorbeter" gilt, so in Levit. raba c. 3 und 19 und Jer. Ber. I, 1 oder für „Darbringer" der Gebete, in Jer. Ber. IV, 4 nach Bes. Joseph § 68 jedoch richtig kerauwaz heißen muß, als Zusammenstellung der Anfangsbuchstaben des Psalm* verses: kaul rino wischuo beoholc zadikim); seder, die von der „Ordnung", der Bedeutung des Tages handeln, ßiluk der „letzte", in der Regel zur Keduscha führende Abschnitt. Die Ausdrücke geula (goal jisroel), jozer, ofan. keduscha, sulaß (eu elo. sulossecho) stammen aus den entsprechenden Teilen des Schacharis-Gcbctes, Pijutim zu Maariw heißen maarowos. Die I'ijutim der jeweils ersten Feiertage stammen zumeist vom bedeutendsten Pijutimdichter, R. Eleasai u. Jakub Kalii, über dessen Lebcnsdatcn sichere Anhaltspunkte fehlen, aber dessen palästinensische Herkunft deshalb angenommen wird, weil von ihm lediglich Pijutim zu den ersten Feiertagen vorliegen. Die bekanntesten Verfasser der übrigen Am 3. ©etobor Derjcbieb in S£onjtan3, u>o cc t>on jcbtDerem Seibon' überralchenbe ^ejjerung gefunben r>atto, bi» in bic Icfjfc Sfunbc uiieriiiübiicb jebaffenb unb erfüllt t>on jror;cm 3ut>crficbflict>cn (Stauben an gan3 3urü<fgeu>onnene l3\rb«if&- Praft, mein inniggeliebfer Qliann. unjer ber3en&cwfcr S>ater, 6obn, (ßroßbafer unb trüber, ber 3^ecrtf?.annv.!f am CDberlanbesgcrkhf Bresben %WW Sr. jnr. $mti Srtit im CAIfcr t>on 63 3a'>cen. 6ein reich gejegnetc» £eben toar erfüllt t>on aufonfernber £iebe unb ^ürjorge jur bie beuten unb Jür leine Wreunb?, mit allen $cijecn jeincs S)or3cn6 fyinq er an jeinem ©eruf nnb an jeiner tfijjenjcbafflid/en Arbeit. 3m Tlamen aller Hinterbliebenen Otoje »reit geb. (Eifttein ^re&ben-OBlajetr/ifr. 'PrellerJtrafSe 14 Het» NJorP unb £eip3ig, am 6. ©Bfober 1936 Für die Anteilnahme an dem schweren Verlust, der uns dusch das Hinscheiden unseres teuren Entschlafenen Herrn Jaques Fischer betroffen hat, sprechen wir unseren tief empfundenen Dank aus. Lucy n. Wally ii rubel Hartha u. Jacob Herzog II;iiins ii. Ilse Fischer Leipzig im Okt. 1936 Dr. FrAix u. Lisa Trubel Pijutim sind R. Jose ben Jose, R. Jannai, R. Josua und R. Pinchas, der Gaon R. Saadja ben Joseph, R. Salomo b. [ehuda Hababli, R. Mosche und R. Meschuliam b. Kalonymos, R. Simon b. Isaak I). Alimi, u Oerschon b. Jehuda, R. Isaak b. Jehuda ihn Q&jiat, R. Joseph ben Isaak ihn Abitur, R. Schimon b. Jizchak, R. Jekutiel b. Mosche, Salomon ihn Gabirol, Mose u. Abraham ibn Lsra, Jehuda Halevi usw. . . . Die Übersetzung und Erläuterung der Pijutim finden sich ii a. in den Maehsorausgaben von Sachs, Heidenheim und Baniberger, sowie in den Pijutimausgaben von S. Baer und H. Arnheim, ferner I. Breuer für die hohen Feiertage. Es sei ferner auf die hebräischen Kommentare verwiesen. Unsere Gemeinde Redaktionsschluß ist unverändert allwöchentlich Dienstag vormittag 10 Uhr. Die Schriftlcitung macht erneut darauf aufmerksam. Für dir- VcrnffiMitKchnng von Nachrichten, die erst später eingehen, kann die Schriftleitung in keinem Falle eine Gewähr übernehmen. Nachricht des Sozialamtes. Das Bct h-Chaluz, Dübener Landstr. 1, benötigt Petroleumlampen. Angebote bzw. Spenden an das Sozialamt erbeten. Jüdischer Kulturbund (Nur für Mitglieder) Montag, den 13. Okt. 1936, pktl. 20.15 Uhr im nuiiui uuuüiiicaici ^üaiic»uCrÄ*<> CUlCrf C 1, Tauchaer Straße 32, Oaidcrobeschluß 20 Uhr Abschieds - Tournee Beatrice f reudenf hal - Waghalter vor Ihrer llh«»r«i*»#lii!n» na* Anscrika Kleine bunte Lieder aus der groBen Welt