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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1936-10-09 · 41 (9.10.1936) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
12 (1936)
Issue
41 (9.10.1936)
Date
1936-10-09
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE ZU LEIPZIG 9. Oktober I Xeute 2C,3C Uhr & Simdias Tkaurc JesWall mll buntem Jiünuierprcgramm!m fihlftcthn JUUVJJHC 5hstllsf KVUti, Dreidner f/r tmi bis 2 Wir nadits! Zur Tagung des Hecnaiuz gehen uns von der Snifleitung tol- (rende Zeilen /»• Vom in — i? oktohw f<"<!•>+ M^r m Leipzig eise Tagunp" des Deutschen Hechahi/ st.-itt. auf der ciniee wi« tili». I i.k.i-m der Lage und der Aufgaben des Hechaluz besproelien werden. Es gibt nur noch sehr kleine Teile des Deutschen Judentums, für die nicht der Hechaluz ein Begriff geworden ist, mit dem sich der Lebensweg eines großen Teils der jüdischen Jugend in Deutschland verbindet. Als im Jahre 1933 das deutsche Judentum nach dem Umschwung vor eine ganz neue Situation gestellt wurde, erlangte der Hechaluz, der damals nur 51)0 Chawerim und Chaweroi zählte, eine ungeheure Bedeutung. Vor 1933 war der chaluzische Weg nur der Weg von einigen wenigen, die die Kraft hatten, gemäß eigener Erkenntnis, oft gegen den Willen des Elternhauses und gegen die Meinung der jüdischen Öffentlichkeit, den Weg zur Hachscharah und Alijah zu gehen. Die Tatsache, dall die historische Entwicklung dem Gedanken des Hechaluz Recht gegeben hatte, inachte ihn zu einer Massenbewegung. Viele kamen nicht krall eigener Erkenntnis, sondern weil es für sie die Lösung ihrer materiellen Frage bedeutete. Hier mußte die Erziehung einsetzen, um bei jedem einzelnen aus dein ursprünglich materiellen Anlall eine ideeliche Beziehung zur zionistischen Bewegung herzustellen. Aus eigener Kraft verstand es der Hecnaiuz, Tausende von jüdischen Jugendlichen zu organisieren, sie menschlich und kulturell zu erfassen und sie für den Weg nach Palästina geistig und körperlich auszubilden. Viele innere Schwierigkeit;:;; cr.tiwi'ulcii, diu nui Dunk üci nicerschiatfenden i augkeit der verantvvoitlichen Menschen des Hechaluz überwunden wurden. Viele Snifim (Ortsgruppen) und Hachscharahpunkte wurden in Deutschland eingerichtet. In guter Zusammenarbeit mit den jüdischen Gemeinden und den zionistischen Organisationen wurden weiter die jüdische Jugendhilfe (Jugendalijah), die Mittlere!! 1 lachscharah und die Mittleren-Schule aufgebaut, außerdem wurden auch im Ausland Hachscharahzentren eingerichtet. Gerade heute stehen wir hinter der Erledigung der Alijah von vielen Chawerim des deutsehen Hechalu/, die zeigte, uaii die Chawerim und Chaweroth bereit waren, auch in schweren Zeiten den Weg der Verwirklichung zu gehen. Die augenblickliche Situation in Erez. Israel stellt den Hechaluz vor neue Aufgaben und Probleme. Es wird Menschen geben, die nicht die innere Kraft haben, in einem solchen Moment durchzuhalten und die Keilten des Hechaluz werden sich wieder enger schließen. Der Hechaluz wird die Aufgabe haben, gerade heute erneut die Forderung nach der Verwirklichung im Zionismus zu stellen, denn nur wenn die jüdische Jugend bereit sein wird, den chaluzischen Weg zu gehe::, wird L-.cz Israel aufgebaut werden. Die Zukunft des jüdischen Volkes hängt auch im heutigen Moment wieder von der eigenen Kraft ab und an diesem Punkte beginnt die Erziehungsarbeit des Hechaluz. Stärker denn je muß der Hechaluz dem deutschen Judentum sein Ziel: Der judische Arbeiter in Erez Israel!, vor Augen halten. Die Tagung des Hechaluz wird sich mit den erwähnten Fragen beschäftigen. Wir hoffen, ilali nach einer erneuten Überprüfung des Gedankeiiinhalts und innerer Festigung ein erneutes] Impuls für die kommende Arbeit im Hechaluz einsetzen wird. Kurt Ooldmann, U**»it l—i \^ V ' 'erstehende Veranstaltungen lü. Oktober: Künstln haus: Kundgebung des Hechaluz. 12. Oktober: Jüd. Kulturbund: Beatrice Freudenthal-Waghalter. 17. Oktober: Veranstaltung des Schwesternbundes. 5. November: Jüd. Kulturbund: Liederabend Hermann Schey. Ch&uukka Schauturnen des J. S. V. Bar Kochba. o r<r Amtliche Bekanntmachungen. Gemeindeanlage 1936. Zweite Vorauszahlung. Da wir von den Finanzämtern die Unterlagen zur Errechnung der Gemeindeanlage 1936 noch nicht erhalten haben, wird eine zweite Voraus zah lang auf diese Gemeindeanlage erhoben. Die Vorauszahlung beträgt wie die erste, ein Drittel des Gesamtbetrages der Gemeindeanlage r»9 3 5 und ist am 26. Oktober 1936 fällig. In dem den Steuerpflichtigen später zugehenden Veranlagungsbescheid wird der Gesamtbetrag der (jemeindeanlage 1936 mitgeteilt. Die geleisteten Vorauszahlungen werden dann in Anrechnung gebracht. In dem Veranlagungsbescheid wird auch der Fälligkeitstag der Restzahlung bekanntgegeben. Die Vorauszahlungen können werktäglich zwischen 9—1 Uhr bei der Gemeindekasse, Walter-Blümel-Str. 10,1, entrichtet werden. Überweisungen können erfolgen: auf das Postscheckkonto der Gemeinde Leipzig Nr. 50533 und folgende Bankkonten: Stadt- und f» <JU ___Karl«h»HprnSilatonuC.»h ftffffeHfe f.{Utetr. «9 III IM C I U I IS f NordSb. 25. Frankfurter Str. 11. Tel. Nr. M§ M Girobank Leipzig, Commerz- und Privatbank Aktiengesellschaft Filiale Leipzig, Depositenkasse A; Handelsbank Jwria e.U.TO. D.H., Leipzig C 1, Ritterstr. 23—29 (Öliinershof 1), Bankhaus Kroch jr., K. G. a. A., Leipzig (J 1, Goethestr. 2. Leipzig, den 5. Oktober 1936. Der Vorstand der israelitischen Religionsgeineinde zu Leipzig. Unbekannter Absendet. Beim Gemeindeamt ist ein eingeschriebener Brief, aufgegeben am 29. September 1936 bei dem Postamt C 17 mit der Einschreibenummer 859, eingegangen, der ein unbeschriebenes Blatt enthält. Da auf dem Umschlag dieses Briefes ein Absender nicht angegeben war, fordern wir hierdurch den Absender auf, sich unverzüglich im Israelitischen Gemeindeamt, Walter-Blümel-Str. 10,1, /ii melden. Leipzig, den 5. Oktober 1936. Der Vorstand der israelitischen Religionsgeineinde /:i I eipzig. Nachtrag zur Bcstattungs- und Friedhofsordnung. In der Gemeindesitzung vom 28. September 1936 ist ein Nachtrag zur BestattungS- und Fricdhofsordnimg beschlossen worden Her in der Zeit vom 5. bis 16. Oktober 1930 zur Einsichtnahme an der Kasse des israelitischen Gemeindeamtes, Walter-Blümel-Straße 10 1, ausliegt. Leipzig, den 29. September 1936. Der Vorstand der israelitischen Religionsgeineinde zu Leipzig. Gottesdienste Gemeindesynagoge. Sabbatgottesdienst: Freitag, 9. Oktober. Abendgebet 17*/« Uhr. Sonnabend, 10. Oktober, Morgengebet 9 Uhr. Nachmittagsgebet 17,10 Uhr, anschließend Lehrvortrag; Abendgebet 18,12 Uhr. Gottesdienst an Werktagen in der Ez-Chaim-Synagoge. Gemeindesynagoge. Sabbatgottesdienst. Freitag, 16. Oktober, Abendgebet 17',4 Uhr. Sonnabend, 17. Oktober, Morgengebet 9 Uhr, Nachtnittagsgebet 17,25 Uhr, anschlieliend Lehrvortrag; Abendgebet 17,57 Uhr. Gottesdienst an Werktagen in der Ez Chaim-Synagogc. E/.-Cliaini-Synagoge, Otto - Schill - Straße. Freitag, 9. Oktober, Abendgehet 17.25 Uhr Sonnabend, 10. Oktober, Morgengehet 8,30 Uhr, Minchoh 10,30 Uhr, anschlieliend Schtilclian-Aruclierklärung von Rabb. Dr. Ochs, Ausgang 18,12 Uhr. Wochentag: Morgens 7 Uhr, abends 17,45 Uhr. Ez-Cha!m-Synagoge, Otto-Schill-Stralle. Freitag, 16. Oktober, Abendgebet 17,10 Uhr, nach dem Beten Vorleinen von Rabbiner Dr. Ochs. Sonnabend, 17. Oktober, Morgengebet 8,30 Uhr, Minchoh 16,30 Uhr, anschlieliend Schulchan-Aiuchei klärung von Rabb. Dr. Ochs, Ausgang 17,57 Uhr. Talmud-Thora-Synagoge, Keilstr. 4. Freitag, 9. Oktober, abends l/,25 Uhr. Sonnabend früh 8,30 Uhr. Mincha 10 Uhr. Ausgang 18,12 Ulir. — Wochentags früh 7 Uhr, abends D.30 Uhr. ™^Tl«äüsgegeBe!^un^Vorsü[n^^eM^ SrhrifHelt'tTlff ■ Opnipiurferahhinfr Qttstsv Cohn ' et|—*~ *_ WAller-ßlümel-Str. i". Ul. Anzeigen: Vertag Elsa Goldfreund Leipzig Ci. üainstraße Ii, iimmerjiH lel. lri/w An/eigenlciter: Ernst Uoltlfreund, Cklioriusstraöe 2 a. Tel. 6Ü7 7I für die Aufnahme von Anzeigen in bestimmten Nummern und an bestimmten Plätzen uim iür ieieioniscii mitgegebene Anzeigen wird keine Gewähr übernommen. Druck: Jordan ütOramberg vorm. Druckerei der Werkgemeinschaft, Leipzig, BrQderstr.19 D. A. III. 36. 3567. Pr. L. Nr. 5. Für den Inhalt der Inserate fibernehmen Gemelndevorstand und Schriftleitung keine Verantwortung. Vereinsnachrichten. Frauenverein „Ruth". Es wird darauf hingewiesen, daß die Geschäftsstelle sich bei Frau Dr. üerda Ochs, Fregestr. 30, I, befindet Frauenverein Ruth. Die für Dienstag angesetzte Mütterberatung fällt aus, da die Schule au diesem Tage nicht geheizt ist. Die ersh Mütterberatung findet daher erst am Mittwoch, 14. Ok (ober, 16 Uhr, in der Schule statt. Agudas Jisroel Jugendgruppe. Wie bisher, findet jeden Schabbos nach mittag* 16 Uhr ein Chofez-Chajim Schuir unter Leitung Sr. Ebrw. Herrn Rabbiner Rogosnitzky im Aguda-Heim, Färberst. 6, statt. Ferner findet jeden Sonntag früh von 9—10 Uhr und Montag uikI Mittwoch 20,30—21.30 Uhr . in Qeasoro-Schiur Kcsowsus unter Lvi- Sonntag, 11. Okt.: üntopf-Sammlung. Spendet reidilidil

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