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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1936-09-04 · 36 (4.9.1936) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
12 (1936)
Issue
36 (4.9.1936)
Date
1936-09-04
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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4. September 1936 •_GEMEINDEBLATT DER ISRAELlTiSCHEN RE1.1G1QNSGEMEINDE ZU LEIPZIG Seite 3 Sonntag;, den 13. Sept. 1930 iw ■ 1 auf dem *^ " Ks*** üCocIsIss. 1*1 ivt'j. Düut.iiv.1 Lnuüsiiduc (airaccabahn it) Eintritt: Frwacb«?!l? 0 40 lufendliche 0.10 nur an der Kasse - FEST aller Bündel irPrlnc*il(ot . .,■» ™ I Ii *J l~——• J —-.--=- llH«4lM ln«TMJ<rlr ----... T.cioht»ti»i»«ti< i VSUcerbsö / Handtii: / LaaffitafoiivM Beginn Q Uhr / Endkämpfe 15 Uhr / Abschlußfeier 18 Uhr I Leipzig Barfußgasse 15 Juatgci wuisdi Kam Uemman Verlobte 5. September 1936 New York Dr. Grete Luß Rudolf Berkowitz Verlobte Kaiser-Wilhelm-Str. 23, II Leipzig Mozartstr. 1,1 Dr. A. ADLER u. Frau beehren sich, von der n">K am Sonnabend, den 12. Sept.. 9 Uhr in der Anowitsch-Synagoge Beth-Jehuda, Färberstr. 11 stattfindenden ni2£fi "13 ihres Sohnes SaZomon geziemend Kenntnis zu geben. Empfang ab 111h Uhr Kaiser Maximilianstraße 22 Zu der am 12. Sept. in der Synagoge Ohel Jacob, Pfaffendorferstr. 4 stattfindenden Barmizwah unseres Sohnes Adolf laden wir alle Verwandte und Bekannte ein. Hermann Taub & Frau Kiddusch 12—2 Uhr, Blüchersti. 47, bei Danzig geb. Danzig Pädagogische Arbeitstagung in Berlin. Vom 24. bis 27. August fand in Berlin eine von der Reichsvcrtretung der Juden in Deutschland und dein Preußischen Landesverband jüdischer Gemeinden veranstaltete pädagogische Arbeitstagung im Rahmen der Lehrerfortbildung stau. Die Tagung, die von Dr. Fritz Bamberger geleitet wurde, war von etwa 200 Lehrern Berlins und der näheren Umgebung Berlins besucht. Sie begann an vier Nachmittagen jeweils mit einer Musterlektion, an die sich dann die Einzelbesprechung und die die prinzipiellen Fragen behandelnde Aussprache anschloß. Die Lehrstunden zeigten, wie in den verschiedenen Profanfächern jüdisches behandelt weiden kann, die Besprechung erörterte Umlang und Grenzen' dieser Darstellung des Jüdischen im Allgemeinunterrieht. In diesem Sinne galt die \un Studienassessor Uartner gezeigte Lektion des ersten Tages, an dem Rabbiner Dr. Qalliner als zuständiger Dezernent die Teilnehmer begrüßte, der Palästinakunde (I. gemischte Klasse dei Theodor-Herzl-Schule). Rektor Dr. Stern hielt eine Deutschstunde mit einer von Huber gefaßten chassidischen Legende als Thema (I. Mädchenklasse der Mittelschule der judischen Gemeinde). Fräulein Dr. Littmann gab mit der Oberklasse der Gemeinde neueren Geschichtsunterricht, und Lehrer Johannes Wolf stellte in einer Heimatkunde-Stunde mit einer =>. Klasse der Knaben ..„II.--->httta ,1a,!,'..I.V..'„..,, ),, Alr M n-ff-ti! . "!. Tri. r R„ (TOIKoRVImH ur! .....»~ 'VhOgliCUKCllCfl tut UtC MC liaaJluug jüdischen Brauchs utnl Aberglaubens dar. (JTA.) Die Juden in Jugoslawien. In einem Interview machte der jugoslawische Oberlandesrabbiner Dr. Isaak Alkalay, Mitglied des jugoslawischen Senats, verschiedene Angaben über das Leben der Juden in Jugoslawien. Unter rund 14 Millionen Einwohnern leben in Jugoslawien 70000 bis 72000 Juden, unter ihnen zwei Drittel Aschkenasini (in der Wojwodina, Kroatien und Slovenien, zum mitteleuropäischen Kulturkreis gehörend) und ein Drittel Sephardim im Altserbien. Südserbien, Bosnien, Herzegowina und Dalmatien; in orientalischer Sphäre lebend). Die größte Gemeinde ist Agram mit 12000 Juden, größtenteils Aschkenasim. Dann folgt Belgrad mit 10000 Juden, Subotica mit 8000 und Sarajewo mit 7000 Juden. Des weiteren sprach er über den Landesverband der jugoslawischen jüdischen, Gemeinden, der mit Ausnahme weniger der Trennungsorthodoxie angehörender Gemeinden alte Gemeinden umfaßt. Der Verband hat in innerjüdischen Dingen vollständige Autonomie. An der Spitze der religiösen Funktionäre steht der vom König ernannte Obeiiandesrabbiner. Sein Rang entspricht dem des Erzbischofs, des Patriarchen und des mohammedanischen Reisul-Ulema. Über die wirtschaftliche Lage machte der Obeiiandesrabbiner folgende Mitteilungen: „Unsere wirtschaftliche Lage hält sich auf dmdischnirrlichem Niveau. Vielleicht ist es unser Glück, daß wir, von einigen Ausnahmen in Agram abgesehen, keine Großkapitalisten und Großindustriellen haben. Der sogenannte gesunde Mittelstand konnte sich hier noch teilweise erhalten, wenn auch die Armut drückender geworden ist und unsere Wohlfahrt viel zu tun bekommt." (JTA.) Statt Karten! Bella tinhern im Weih geben hierdurch ihre Vermählung bekannt Trauung: Wien IX, Nussdorfer Straße 43, am 13. September 1936 Leipzig Mamburg Max Abraliam Rita Abraham geb. Lenczinski Vermählte Lisboa-Cruz Qucbrada Rua Sacadura Cabral 32 z. Zt. : Leipzig N22 Ulanenstraße 24 Trauung: Sonntag, 6. Sept., nachm. 4 Uhr in Leipzig-Loge, Arndtstr. 1 Für die anläRlirh unserer Silberhochzeit dsrgcbrschtcr. Glückwünsche und Aufmerksamkeiten danken wir allen hierdurch. Leipzig, Michaelisstr. 3. S. Tempe! UP.d FRU1. S Der Sf iiirioFAnrrnn w'ru< aD September in den Parterre Räumen \ ] Isr. AlllUKlXUf IISII einen Privat- Kindergarten einrichten.; » Anmeldungen Leibnizstr. 30, II bei der Jugendleiterin Fräul. Siegel; Bevorstehende Veranstaltungen 12. Septbr.: Fltemaussprachc-Abend des Habonim. 13. Septbr.: Sportfest des Jüdischen Jugendrings Leipzig. M; n«f orn, Berlin: judendarstel 21. Septbr.: jud. Kulturbund: Dr hingen in der Kunst. 12. Oktober: Jüd. Kulturbund: Beatric.e Freudenthal-Waghalter. 22. Oktober: jüd. Kulturbund; Gastspiel des Hamburger Kulturbund- Theaters: Dame Kobold. 5. November: Jüd. Kulturbund: Liederabend Hermann Schey. Amtliche Bekanntmachungen. Anmeldung schulpflichtig werdender Kinder. Die Kinder, welche zu Beginn des neuen Schuljahres (1937/38) schulpflichtig werden (geboren in der Zeit vom I. Juli 1930 bis 30. Juni 193!) sind am 7., 8. und 9. September im Geschäftszimmer, Gustav-Adolf-Str. 7, anzumelden. Bei der Anmeldung sind Geburts- und Impfschein vorzulegen. Leipzig, uii! 24. S. 1036. Di- Rrh»»1lelttmg: t Mr «.Y'.- r»hAitii^i wrLIU. ■-»». *. . ii\vui<ciiiiv.i. Mädchenkonfirmation. Iiei genügender Beteiligung findet im April 1937 die Mädchenkonfirmation statt. Die Vorbereitung beginnt Anfang Oktober, Lehrgang und Konfirmation sind unentgeltlich. Zur Teilnahme berechtigt sind alle Mädchen, die am 1. April 1937 das 15. Lebensjahr vollendet haben werden, jüngere nur, wenn sie die Schule verlassen, um ins Leben zu treten. Schriftliche oder mündliche Anmeldung bis 28. September d. J. bei Herrn (iemeiiulerabbiner Cohn, Walter - Blüinel - Straße 10,111 (Sprechstunde Mo., Di., Do. '/,« -Va12 Uhr), Fernsprecher 29G4!. Lcizig, den 28. August 1930. Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig. Aufrcchtcrhaltung der Ordnung anläßlich der Feiertagsgottesdienste. In dankenswerter Weise hat sich auch in diesem Jahre der Reichsbund jüdischer Frontsoldaten für den Ordnungsdienst in den Synagogen an den hohen f-eiertagen zur Verfügung gestellt. Es wird deshalb von allen GemeindemitglieHorn erwartet, daß sie den Anweisungen der durch A'u/.eidieii ei kenntlichen Ordner unbedingt Folge leisten. Insbesondere bitten wir, ermahnend auf die Kinder hinzuwirken, jeden unnötigen Aufenthalt vor den Gotteshäusern zu unterlassen und sowohl im Verhalten als auch in der Kleidung jede Auffälligkeit zu vermeiden und die gebotene Zurückhaltung zu üben.

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