Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 12 (1936)
- Issue
- 35 (28.8.1936)
- Date
- 1936-08-28
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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28. August 1Q36 ÜEMUNDLBLAIT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE ZU LEIPZIG Seite 5 Freiluft- : J. S. V. Bar Kochba Leipzig E. V. £ i SOniltA0« deii ou. MUKUüi ihjb. ih.SO Ultr » auf dem Bar-Kochba-Platz, Dubciier Landstraße Eintrittspreise ac\ m« i en om : Makkabi-Berlin. Chemnitz. Dresden im Rinn S ■ * » --«# ■ Heute: Schloßkeller Bunter Messeveranstaltungs-Abend mit Tanz| PP ■ VI Spezialgeschäft für alle Mode-Neuheiten: f ^^..^fi^iM"®......------ - -! yll I j ^^mmmmmm^mam^mamammamm l...... 1"| * ei" * feinUrigÜllg " VOM Schrift lind /t>i('lin::iij> I fat W film Ii Spitzen, Bänder, Gürtel, Kleider-Garnituren I Schreibbüro <«rünbauin, Brtthl Ä3, Ruf ISO 30 1 PetCrSStraRG 5 Blumen, Knöpfe, Agraffen, Kurzwaren „Blätter des Jüdischen Frauenbundes für Fram-narMt und Frauenbewegung", herausgegeben vom jüdischen Frauenbund in 1 >cutschland. Die „Blatter des Jüdischen Frauenbundes", eine Zeitung von besonders hohem Niveau und starker Vielseitigkeit der Interessen, sind in ihrer letzten Nummer als Doppelheft erschienen. Sie sind dem Andenken der kürzlich verstorbenen Gründerin des Jüdischen Frauenbundes Hi'rtli.i P»nn^nhejjjj gewidmet, zahlreiche:: Aufsätze:: entsteht ein Lehensbild dieser Kampferiii für so/iale Gerechtigkeit, dieser genialen Weckerin menschlichen Verantwortungsgefühls. In diesei engen Zusammenfassung unerwartet die Vielheit des von ihr Geleisteten: Aufbau der jüdischen Frauenarbeit in Frankfurt a. M., Gründung des Jüdischen Frauenhundes, Schaffung von Neuisenburg, Mutterschutz, Kinderschutz, Bekämpfung des Mädchenhandels, Saminelvornumdschaft, Hilfe für die Agunoth, literarisches Schaffen sind die einzelnen Stichworte dieses großen Lebenswerkes. Jede der vielen Mitarbeiterinnen, die in dieser Denkschrift /u Worte kamen, enthüllt eine Seite ihres so reichen Wesens, sieht sie aus der Perspektive des mit Bertha Pappenheim gemeinsamen Arbeitsgebietes. Aber wie zu Leb/eilen wirkt auch in diesem Heft am stärksten ihr eigenes Wort mit der so charakteristischen Prägnanz der Gedanken und des Ausdrucks. Gestalten wie Bertha Pappenheim sind selten, man könnte sagen einmalig. Jede jüdische Frau sollte daher ein solches Heft, das ein Zeitdokument ist, ein Zeugnis für eine Blütcperiode jüdischer Frauenarbeit in Deutschland, besitzen. Es ist für 1 Mk. und 15 Pfg. Porto durch die Geschäftsstelle des Jüdischen Frauenbundes, Berlin-Charlottenburg, Kantstr. 158, /" bfriehen.!>:;:•*. hin sind aueii Abonnements-Bestellungen auf die Blatter, die im Vierteljahr 91 Pfg. einschließlich Bestellgeld kosten, zu richten. Mehr als je braucht die jüdische Frau in dieser Zeit ein Organ, das nicht nur auf alle ihre Interessen eingeht, sondern darüber hinaus eine Quelle reicher Anregung ist. ec. Max Apt: „Konstruktive Auswanderungspolitik". Berlin 1936. Preis RM. .70. 13 Seiten. (Philo-V^rlag); Das Schlagwort von den „verschlossenen Kontinenten" (.hobt jede objektive Prüfung des Wanderungsproblems zu unterbinden. In einer Zeit, in der die Judenheit der Welt mit besonderer Sorge nach Palästina sieht, darf daher die vorliegende Broschüre als ein be soliderer Beitrag zur Frage der jüdischen DhcT£Ccköh>uii>atitM*' gc-- vv-bfTet werden? "Apt tritt mit erwäg entwerten Gründen der Aul lassung entgegen, daß" die 'Möglichkeit jüdischer Massensiedlung außerhalb Palästinas unmöglich sei. Auf Grund der historischen Entwicklung des jüdischen Siedlungsgedankens kommt er zu dem Schluß, daH nur eine Verwirklichung dt .,ii. rael Zangwill geforderten, „Tcrri.orialismus" eine wirkliche Erleichterung der Judennot in der Welt werde bringen können. Systematisch .ordert er: Zentrale jüdische K 010 n i S a 110 u s 1 u s t a n z , Prüfung der von dieser Instanz empfohlenen Projekte durch Fachmännische Expeditionen, wirtschaftliche Fundierung durch Schaffung einer A g r a r b a n k , deren Aufbau und Funktionen genau um- ■ D. ROSEN Nachf. LieferunTfrei Haus - - Telefon 23768 ««■■»■*■•■ «• Rud. Goldstein m^^^bm^^wb^^^^^^mmb Zweigstellen: Alexanderstr. 14 Lcke Kolonadenstr. - Turnerstr 29 Ecke Windwühlenstr. rissen werden. Max Apt verlangt eine neue Territorialbewegung, der /war das Zionsideal fehlen würde, für die aber die Aufgabe, Hunderttausenden eine neue Fxistenz zu schaffen, ein nicht minder leuchtendes Ideal sein würde. Wie ein Aufruf zur Tat wirken diese Gedanken, die auf knapp 40 Seiten klar und ohne Umsehweife vorgetragen werden. Unser Ludwig Holländer. Herausgegeben vom Qeschäftsführcndcn Ausschuli des K. C. Berlin 1936 (Philo Verlag). Als Ludwig Holländer vor etwa einem halben Jahre in ilie Ewigkeit gerufen war, fanf die einmütige Schätzung, deren er sich erfreut hatte, einen machtvollen Ausdruck. Seine Verehrer, denen er kein Vergessener ist, werden dankbar ZU diesen (iedenkblättern greifen, die ihnen das Bild dieses führenden Geistes, dieses ehrlieh um das YX ahre ringenden Menschen, dieses ebenso nachdenklichen wie tatkräftigen Juden wieder in aller Lebendigkeit in das Bewußtsein stellt. Stand auch Ludwig Holländer mitten im Kampfe des Taijes, so doch immer von der höheren Warte aus, die auf das Ganze schaut. Das verlieh seiner Persönlichkeit ehrfurchtgebietende Größe, Sie tritt in den hier gesammelten Reden und Nachrufen, nicht zu- ], Übersicht Uber seine Arbeiten und Aufsätze wieder deutlich vor den Leser. „Jüdische Auswanderung". Der Hilfsverein der Juden in Deutschland e.V. teilt mit: Das bereits für einen früheren Zeitpunkt angekündigte Korrespondenzblatt „Jüdische Auswanderung" erscheint nunmehr im September d. J. noch vor den jüdischen I eiertagen und ist von der Auslieferungsstelle in Berlin SWbS, Schützenstr. 52, zu beziehen. Das Heft behandelt ausführlich sämtliche südamerikanische Länder und bringt außerdem einige Aufsätze allgemeinen Inhalts. Bevorstehende Veranstaltungen .29% ApjntfJ; J.a>Jm»tin.:. "Wnf»?rGesollscfaaftsabc»d mit buntem Küust- U r Urogramm. "3o! August:~K. A. F.: Bunter Abend. 31. August: Reichsbund jüd. Frontsoldaten ortsjn Leipzig: Messcabend am Messe-Montag. Näheres s. Inserat, i. Septbr.: jüd. Kulturbund: Gastspiel des Hamburger Kulturbund" Theaters: Tageszeiten der Liebe. 12. Septbr.: Flternaussprache-Abcnd des Habonim. Ii. Septbr.: Sportfest des Jüdischen Jugendrings Leipzig. 21. Septbr.: Jüd. Kulturbund: Dr. Max Osborn, Berlin: Judeudarstcllungen in der Kuusl. HANDELSBANK IWRIA e.G.m.b.H. Ritterstraße 23/29 Telefon 15831 Ausführung aller Bankgeschäfte