Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 12 (1936)
- Issue
- 35 (28.8.1936)
- Date
- 1936-08-28
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/4876568-5968812-5978404--6051-4882215- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Seite 4 28. August 1936 Ausgabe der Freikarten für die Gemeindesynagoge und den Zweiggottessdienst. Die Ausgabe der beantragten Freikarten zum Eintritt in die Gerncindesynagoge und den Zweiggottesdienst an den hohen Feiertagen findet, soweit eine Bewilligung erfolgt ist, am Montag, 31. August und Dienstag, 1. September vom!5,3Q Uhr 17 «J!u im Gemeindeamt, Walter-Blümel-Stralk' II),!, statt. Leipzig, den 27. August 1936. Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig. Gottesdienste Gemcindesynagoge. Sabbatgottesdienst. Freitag, 28. August, Abendgebet W Uhr mit Predigt Sonnabend, 29. August, Morgengebet y Uhr, Naehinittagsgebet 1(),15 Uhr, anschließend Lehrvortrag, Abendgebet 19,48 Uhr. Gottesdienst an Werktagen in der IZz-Chaini-Synagoge. Gemeindesynagoge....S.a bha.tgo.Ue*.Ü sattf reiing, " LSepteiii- - her, 7\tVehdgebet 19 (ihr. Sonnabend, 5. September, Morgengebet <J Uhr; Naehinittagsgebet llJ Uhr, anschließend Lchrvortrag; Abendgebet 19,30 Uhr. Gottesdienst an Werktagen in der Lz-Chaim-Synagoge. F.z.-Chaim Synagoge, Otto-Schill-Str. I reitag, 28. August, Abendgebet 1') Uhr. Sonnabend, 29. August, Morgengebet 8, J(l Uhr, Mincha IS Uhr, anschlieher.d 'ichulchan-Aruch-Lrkläruug von Kahb. Dr. (Jchs, Ausgang 19,48 Uhr. Wochentag: Morgengebet 7 Uhr, Abendgebet 19,15 Uhr. Ez. Chaim-Synagoge, (. )llo-Schiil-Stralie. Freitag, 4. September, Abendgebet 19 Uhr. Sonnabend, ö. September, Morgengebet 8,30 Uhr; i&inchagcbci 17,J»; Uhr; Ausgang iy,3U Ühr. Wochentag: Morgens 7 Uhr, abends 19 Uhr. Talmud-Thora-Synagoge, Keilsti. 4. Freitag, 28. August, abends 19 Uhr Sonnabend, 29. August, früh 8,ii> Uhr, Mincha II Uhr, Ausgang 19,18 Uhr. — Wochentags früh 7 Uhr, abends 19 Uhr. Talmud-Thora-Synagoge, Keilstr l. Freitag. 4. September, abends 18,15 Uhr. Sonnabend früh 8,30 Uhr; Mincha 17 Uhr; Ausgang 19/.«» Uhr. Wochentags früh / Uht, ebenda 19 Uhr. Synagoge „Ohel Jakob", Pfaffendorfer Straße 4. Freitag, 28. August, Abendgebet 19 Uhr. Sabbat, 29. August, Morgengebet 8,30 Uhr, Minchagebet 17 Uhr, Abendgebet 19,48 Uhr. Wochentags: Morgengebet 7 Uhr, Abendgebet 19 Uhr. Synagoge „Ohel Jakob". Pfaffendorfer Straße 4. Freitag, 4. September, Abendgebet 19 Uhr. Sabbat, 5. September, Morgengebet 8,30 Uhr; Minchagebet 17 Uhr, Abendgebet 19,31 Uhr. Wochentags: Morgeng. 7 Uhr, Abcndg. 19 Uhr Personenstandsnachrichten Geburt e n : Am b. August 1936 Der-.,!! Riga! und Rosa geb. Lauter, Brandvoiwerkatr, 14, Zwillinge, einen Sohn David und eine Tochter Maria. Am 8. August 1930 Josef Lotrowsky und Lina geb. Kern. Katharinenstr. 19, eine Tochter „Fella Monika". B a r m i z w a : Am Sonnabend, S.September, Heinz Graubart, Sohn des Herrn Georg Grauhart und Frau Elfriede geb. Israel, Moltkestr. b. in der Gemcindesynagoge, Gottschedstr. 3. Am Sonnabend, 5. September, Heinz Rochocz, Sülm des Herrn Kurt Rochocz und Frau Lina geb. Tichauer, Gottschedstr. 19, in der Qemeindesynagoge. Gottschedstr. 3. Am Sonnabend. 5. September, Adolf Grün, Sohn des Herrn Israel Grün und rr«n Sallv?cb WiescL Waltcr-Blümel-Straß« 23, in der Syjiagoge UheJ Jakub, Piati*»Hk*rfe« Stf. 4. T r a.u ungen: Am Sonntag, <>. September, 4 Uhr nachmittags, Fräulein Kita Lenczynski, Riesa, Schlageterstr 19, mit Herr:: Max Abraham, Lissabon, in I eipzig, i:: der Leipzig-Loge, Arildtslraße 1. Neue Bücher Die Heilige Schrift. Neu ins Deutsche übertragen. Dritter Band: Nehlim aharonrm. Die Gottbegeisteten. Frankfurt a. Main. (J. Kauffmann). [Unter Redaktion von Harry Torczyner: Jesch'jahu und Jeheskel von Max Wiener; Jirmejahu, Hoschea, Obadja,. Micha, Nahum, Habakkuk, Zefanja, Secharja von Torczyner; Joel von Seliginaun Pick: Arnos von A\ax Dieneinann; Jona und Haggai von Elias Auerbach: Mal'achi von Elias Auerbach.| Durch das Nebeneinander zweier neuer Übertragungen, der Buber-Rosenzweigschen und der unter der Redaktion von Torczyner als „Berliner Bibel" erscheinenden, werden die Probleme, die mit der Übersetzung unserer heiligen Schriften verknüpft sind, wieder neu aufgerollt. Das wird gerade bei den Büchern dei Propheten in aller Deutlichkeit sichtbar. Soll eine Übertragung versuchen - denn es kann immer nur ein Versuch bleiben , dem Urtext möglichst nahezukommen, Im Rhythmus, Satzbau, Wortwahl? Oder soll sie allein bestrebt sein, den Gedanken und Worten der Alten eine Prägung rein deutscher Spr:;c!;form zu schaffen? Soll in Hörern und Lesern in fedem Satze und jedem Worte der hebräische Ursprung lebendig Jüdische Schulen. Das Schulgeld für den Monat September ist bis zum 5. 9. 1936 an die Schulkasse zu zahlen. Kinder, für die da«. SehnIwIH nicht bezJili utf, weiden von rtpr wetteren Tc!!-^!;...». am ünicrrictit ausgeschlossen. Für den Einzug der Rückstände werden gerichtliche Schritte eingeleitet. Ab I. September 1936 ist die Schulkasse, Humholdtstraße!3, Erdg., täglich nur von 10 bis 13 Uhr geöffnet. Leipzig, den 28. August 193b. Der Vorstand des Israelitischen Schulvereins Leipzig e. V. vernehmbar bleiben oder soll er diesen sprachlichen Ursprung vergessen? Muß der Muh" der Rede so hell und durchsichtig sein, daß alle Schwierigkeiten des Vorstehens auf ein Mindest iiia.fi .hetabgesetatsiiw\_oder_ darfauch -vom-Laienitser gefördert werden, daii er sich um den Inhalt müht? Darf in den zeitlich unterschiedlichen Büchern auch die sprachliche un<! begriffliche Wandlung erkennbar bleiben oder miili die ganze Bibel als eine unzertrennbare Einheit auch einheitlich übersetzt werden? Eragen über Fragen, zu denen dann noch die Entscheidung für diese oder jene Erläuterung, diese oder jene grundlegende Auffassung über Entstehung der Sammlung, Wertung der Persönlichkeit u. v. a. als wesentliche Faktoren hinzutreten. Wir haben erst kürzlich im Anschluß an das im Schocken-Verlag erschienene Buch „Die Schrift und ihre Dei deutschung" auf den großen Nutzen der darin gesammelten, von Franz Rosenzweig s. A. Und Martin Buber veröffentlichten Abhandlungen über die sie leitenden Ühereet7img?grundsätze hingewiesen. Sie kommentieren ihre Verdeutschung, leuchten vielfach in gedankliche und sprachliche Zusammenhänge hinein und geben damit dankenswerte Anregung zur Vertiefung in den BibcltexL Gerade bei diesem dritten Bande der „Berliner Bibel" wird in uns der Wunsch lebendig, dal', auch deren Übersetzer sich in ähnlicher Weise über ihre Arbeit äußern. Bei den mehr geschichtlichen Schriften der beiden ersten Teile kam ihre Absieht, liie i bersetzung flüssig und leicht verständlich zu gestalten, voll zur Geltung: die Bücher der Propheten, ohnedies auch unendlich viel reicher au l'bersetzungsschw icrigkcitcu, erfordern vorwiegend eine wuchtiger« Sprache, wenn die Wirkung gespürt werden soll, die sie eiusi auf die Hörer ausübten. Hier mehr als bei den anderen Büchern null! das Wortgefüge die gewichtige Gedankentiefe treffen, muß der Leser und der Hörer nachdenklich gemacht werden: das sind nicht Sätze, die von leicht sichtbarem Geschehen und Erleben des Tages berichten, sondern das Innerste von Geist und Seele aufwühlen wollen und deshalb zum Aufhorchen zwingen müssen. Doch auch die textlichen Schwierigkeiten, auf die jede Erklärung stölit, erfordern ein Aufmerken. Der Bibelkundige kennt diese Stellen und ihre verschiedenen Deutungen, weiß auch, auf welche Untrewöhnlichkelt '<•>. Wort oder Salzbau zu achten ist. Darum sucht er solche Stücke, gespannt, zu sehen, ob der Bearbeiter eine der alten Erklärungen gewählt oder eine neue gefunden hat. Dein Laien wird das Lesen einer Übersetzung nähergebracht, das Verständnis erleichtert, wenn sich ihm Gelegenheit bietet, einen Blick in die Werkstatt des Übersetzers zu tun. Auch der Sachkenner wird, vor allem da. wo ganz neue Versuche der Deutung vorliegen, Darlegung der Erwägungen begrüßen, die zu der nun getroffenen Entscheidung geführt haben. Dadurch würde die Freude au der Übersetzung noch eine Steigerung erfahren. Die von den Übersetzern innegehaltene Linie ist sicherlich geeignet, den weiten Kreis derer, die sich der Bibel nähern wollen, schnell einen Kontakt zu ihr gewinnen r\i lasse::. Ohne den Viisnih, in der Verdeutschung den Charaktci Hebräischen nachzuahmen, schwingt dei.-Klang dw»*tirtÄ)fte8 mit. "Und wiederum ohnt am jedefl i•.!?. ntir ins'DeutScue ifbeTtragen zu wollen, ist ein edles Deutsch gewählt, im Oefüge leicht dahinfließend, das Wort, auch da, wo alter Ausdruck verwendet, Neues geprägt ist. nie gekünstelt, sondern immer leicht eingängig. Sc verdient auch dieser dritte Teil des Übertragungswerkes den Dank aller. Und weckt den Wunsch, daß der vierte und letzte recht bald nachfolgen werde, damit das Ganze dann wirksam seine Aufgabe erfüllt: der Bibel von neuem Eingang in Geist und Gemüt deutschsprechender Juden zu schaffen. (i.C. Zweiggottesdienst an den hohen Feiertagen. Die Gemeinde richtet in diesem Jahre den Zweiggottesdienst für Neujahr und Vcr.söhnuiigslag, der im vorigen Jahre in der Turnhalle der Höheren israelitischen Schule stattgefunden hat, im Battenberg-Theater, Tauchaer Straße 32—34 (Kulturbund-Theater) ein. Die Vermietung der Plätze erfolgt werktäglich von <J bis 13 Uhr im Gemeindeamt, Walter-Blümel-Straße 40.1. Preise der Plätze von RM. 1.50 bis 5.—. Leipzig, den 24. August 1936. Der Vorstand Her;?rae!:t:schcii Rciigiunsgemelmde zu Leipzig.