Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 12 (1936)
- Issue
- 32 (7.8.1936)
- Date
- 1936-08-07
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 4 GEMEIN DEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE ZU LEIPZIG 7. August 193C - | K. 14, TZ Kiichsenleernns am Somitag, den U. Any. [ ■ i Ii I d I ti Betriebe unter Aufsicht des orthodoxen Gemeinde rabbinats. a) Fleischereien: Sally Löh, Ranstädter Steinweg 7, Jacob Schußheim, Plauemche Strafte 3,5. ü; Geiiügeiverkauf: die vorgenannten! lci*chcicieu, Qeflügelgroßhandlung Bernhard Berliner, Oerberstr. 12. Qeflügelgroßhandlung Leo Hendler, QerberstraBe 48/50. Das orthodoxe Gemeinderaobinat übernimmt Verantwortung nur für die Fleischwaren usw., die in den vorgenannten Geschäften verkauf! werden. Für alle anderen in den Verkehr gebrachten Fleischwaren muß die Verantwortung auf das entschiedenste abgelehnt werden. Das Publikum läuft Gefahr, Waren zu erhalten, deren rituelle Zuverlässigkeit in keiner Weise gewährleistet werden kann, c) Milch: J. Bartfeld, Eutrit/scher-Stalte .5,........ Chäim'ZTpseV, Mordstraße 35, Hof (Wohnung: Berliner Str. 18), Otto Rührig (Bestellungen durch 11. Kreutner, Färberstr. 16). Die Aufsicht erstreckt sich nur auf die ausdrücklich als „koscher" gekennzeichneten Waren. Leipzig, den 22. Juli 1936. Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig Gottesdienste Gemeindesynagogc. Sabbatgottesdienst: Freitag, 7. August, Abendgebet l'j Ulir. Sonnabend, 8. August, Morgengebel 0 Uhr, NachtnTttsgsgcbct 20 Uhr, anschließend Lehrvortrag, Abendgebet 20,34 Uhr. Gottesdienst au Werktagen in der L/.-Chaim-Synagogc. Gemeindesynagoge. Sabbatgottesdienst. Freitag, 14. August, Abendgebet 1(J Uhr mit Predigt.__Snnnabend,!5. August; Morgen-' gehet ») Uhr, Nacnmittagsgebet 10,45 Uhr, anschließend Lehrvortrag, Abendgebet 20,19 Uhr. Gottesdienst an Werktagen in der Lz-Chaün-Synagogc. Ez-Chaim-Synagoge, Otto-Schill-Str. Freitag, 7. August, Abendgebet 19 Uhr. Sonnabend« 8. August, Morgengebet 8,30 Uhr, Mincha T8 Uhr, Ausgang 20,34 Uhr. Wochentag: Morgengebel 7 Uhr, Abendgebet Uhr. Ez-Chaim-Synagoge, Otto-Schill-Str. Freitag, 14. August, Abendgebet W Uhr. Sonnabend, 15. August, Morgengebet 8,30 Uhr, Mincha 18 Uhr, Ausgang 20,19 Uhr. Wochentag: Morgcngebet 7 Uhr, Abendgebet 19,15 Uhr. - — Tahnud-Thora-Synagoge, Keilstr. 4. Freitag, 7. August, abends 1(),15 Uhr. Sonnabend früh 8,30 Uhr, Mincha 1/ Uhr, Ausgang 20,34 Uhr. — Wochentags früh 7 Uhr, abends 10,15 Uhr. Talmud-Thora-Synagoge, Keilstr. 4. Freitag, 14 August, abends 19,15 Uhr. Sonnabend, id. August, früh 8,i() Uhr, Mincha U I hr, Ausgang 20,19 Uhr. Wochentags früh 7 Uhr, abends 19,15 Uhr. Synagoge „Ohel Jakob", Pfaffendorfer Straße 4. Freitag, 7. August, Abendg. 19,30 Uhr. Sahbat, 8. August, Morgeng. 8,3t) Uhr; Minehag. 17 Uhr; Abendg. 20,34 Uhr. Wochentags: Morgengebet ' t)hr, Abendgebet ll>,3u Uhr. Synagoge „Ohel Jakob", Pfaffendorfer Straße 4. Freitag, 14. August, Abendgebet 1° Uhr. Sabbat. 15. August, Morgengebel 8. 'i() Uhr, Minchagebet 17 Uhr, Abeudgebet 20.10 Uhr. Wochentags: Morgengebet 7 Uhr, Abendgebet 1') Uhr. Personenstandsnachrichten G e hurt e n : Dienfttag, i4 ihm 1936, Samuel Ephraim Weitirauch und Frau llana Lea geb. Wach, Dresdner Stralie 17, einen Sohn „Mnachc". Karm!/wa: Sonnabend, 15. August 1936, Nathan Hirschkorn, Sohn des Herrn Salö Hirschkorn und I ran Jenny geb. Buslik, Christianstraße 13, in der Synagoge Beth Jehuda. Trauung: Sonntag, 2. August 1*)3(>, Fräulein Paula Gelb, Frankfurter Str. 6, mit Herrn Artur Feiner. Todesfälle: 1. August 1936 Mindia Sa!o:non, Uferstraße 14. Bevorstehende Veranstaltungen 8. August: K. A. F.: Qesellschaftsabend: Künstlerhaus, lö. August: Einladungssportfest für mitteldeutsche RJF.-Sportvereine auf dem Schildplatz. 22. August: Qesellschaftsabend anl. 2jähr. Bestehen des Sportverein Schild im Schloßkeller, Dresdner Straße, 23. August: J.S. V. Bar Kochba: Leiehtathl. Jugendmeisterschaften des Deutschen Makkabikreiscs auf dem B. K.-Platzc 23. August: Jubiläumsspiele auf dem Sportplatz Thekla. 27. August: Jüd. Kulturbund: Kammermusikabend des Mendelssahll Trios Leipzig. Nach der Karlsbader Kur Graham - Zwiebam / / Graham - Brot / / Karlsbader - Zwieham | Suimeiriisr . w i , j v \iijt; ^- ~J, nur von 29. August: 30. August: 10. August: 31. August; l. Septbr.: 5. Septbr.: 12. Septbr.: 19. Septbr.: 21. Septbr.: Jo. Septbr.: i amurter Straße 11 . Telefon '2b5 68 K. A. E.: Messeabend. j. S, v. Bar Kochba: Sportfest der jüdischen Jugend Bünde l.eip/igs auf dein B. K.-IMat/e. K. A. F.: Bunter Abend. Reichsbund jüd. Frontsoldaten. Messeabend. Jüd. Kulturbund: Gastspiel des Hamburger Kulturbund Iheatcrs: Tages/rite" der Liebe. Lastntann: Bunter Qesellschaftsabend. Lastmann: Bunter Qesellschaftsabend. Lastmann: Buntei Qesellschaftsabend. Max Osborn, Berlin: Judeitdarstellüd. Kulturbund: Dr. hingen in der Kunst. I astmann: Bunter Qesellschaftsabend. Neue Bücher Thon w'chajim. Line methodische Einführung in das Hebräische. Von M. Abraham (Berlin) und J. B. Levy (Frankfurt .< M.J unter Mitarbeit von Di. H. Borodianskl (Berlin). Erster Teil (vollständige Neubearbeitung von Schaare Zedek I.Teil). Frankfurt a. M. 1936 (M. Lehrberger & Co.). Dan und Gad. Hebräische Fibel von Seew Wolf Neier. Mit Bildern, von Hein/ Wallenherg und--Paul Hanncmaiui: Beriin-Sclioheberg I93Ö (Siegfried Scholem). Der linterrieht im Hebraisehen in den Keligionsschulen sucht schon seit langem neue Wege. Die dürftigen Ergebhisse oder, richtiger, das fast völlige Versagen dieses Unterrichts forderte gebieterisch, daß die .Weihode verbessert wurde. Abraham und Lew gebührt der Ruhm, daß sie unablässig um Neugestaltung des hebräischen Unterrichts bemüht sind. Einen weiteren beachtlichen Schritt vorwärts tun die Verfasser mit diesem neuen Buche. Ihm liegt der aus den Zeitverhältnissen geschöpfte Gedanke zugrunde, „die Schüler unter vorsichtiger, auf praktischen Grundsätzen beruhender Leitung des Lehrers zu heialügen, das Hebräische im .Bereich, des RelH .tjiöscn, insbesondere des Kultus, zu erfassen, wie auch als Sprache des modernen Schrifttums, sowie des Alltags und des Umgangs zu verstehen und zu gebrauchen". Um dieses Ziel zu erreicheil, schwebt den Verfassern ein Aufbauplan vor, nach dem der Unterrieht in den zwei ersten Schuljahren vorwiegend auditiv, in Form sprachlicher Vorübungen betrieben wird. Die Fibel winde daneben die Fähigkeit zum Lesen der Druckschrift vermitteln. Das vorliegende Buch ist für das dritte Schuljahr bestimmt, soll eine gewiss" Gewandtheit inj Sprechen, Einprägung und Übung im Qebrauch der Wörter erreichen, sowie eine Geläufigkeit im Lesen der hebräischen Schreibschrift erwerben lassen. Die Neubearbeitung des früheren Lehrbuches Schaare zedek nach diesen Grundsätzen ist aufs wärmste ZU begrüßen. Sie ist in den 28 Übungen mit pädagogischein Geschick, gestützt auf die reichen unterrichtlicheu Erfahrungen durchgeführt, und es steht bei ihrer Benutzung eine wertvolle Belebung und Ausweitung der Fortschritte im dritten Schuljahre außer Zweifel Wir möchten jedoch nicht unausgesprochen lassen, daß nach Abschluß des dritten Schuljahres ein noch größeres Maß an Geläufigkeit im Sprechen des Hebraisehen erreichen <>in muß. Mancherlei Ltnterrlchtsstpff dieses dritten Schuljahres müßte den Schülern schon m den beiden vorangegangenen Jahren vertraut geworden sein; es hätte deshalb nach den gleichen Absichten auch die Umgestaltung der Fibel erfolgen sollen: die Anleitung zum Sprechen muh auch in ihl im Vordergründe stehen. Von solcher Absicht ist die Fibel von Neier getragen. Durchaus am Platze ist der Vergleich mit dem An - fangsunterrjeht in der Sprache der Umgebung: das Kind, das in die deutsche Grundschule eintritt, lernt das Lesen des Deutschiii erst, nachdem ihm die Worte bekannt sind, nicht mehr wie fremde Begriffe begegnen. So auch soll bei Benutzung dieser Fibel verfahren werden. List wenn die Schiller einen Teil der Fibel bereits sprechend verarbeitet haben, soll sie selber hin/ugenoinmen weiden. In einer „sich allmählich entwickelnden ,Lingeschichte' ist der Stoff der Fibel aufgebaut". Oute Bilder illustrieren diese Erlebnisse von Dan und Gad; sie sind ungemein anziehend und werden gewiß das Interesse der Schiller hei v orrufen. So werden durch die Fibel schon etwa 2(H) Wörter, wichtige grammatische Gesetze eingeprägt. Der Wollschal/ ist im Anfang dem die Schüler umgebenden Alltag entnommen, geht dann auf die jüdischen Feste über, deren Feier in schlichten Sätzen nahegebracht wird, die Gebete aber und ihre besonderen Worte bleiben zunächst unberücksichtigt, wenn auch eine ganze Reihe vou Segenssprüchen aufgenommen, sind. Das mag aus methodischen Lrwägungen geschehen sein, üb TS«als Mangel bezeichnet werden muß, mühte erst eine praktische Erprobung des die Fibel \oi allem die i.miuhi ' I ehrgauus ergeben. Jedenfalls