Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 12 (1936)
- Issue
- 32 (7.8.1936)
- Date
- 1936-08-07
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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7. August 1936 Seite 3 Heute! Sonnabend, den 8. August, 20.30 Uhr Künstler Ii aus . Groser Mseficfis Abend mit Tonzl Gastspiel: Bruno IL Mi Iii Bendix-Berlin! Kapelle: Belsatzki! Eintrittspreis: Mk. |.— Reservierte Plätze Mk. 1.50 Kartenverkauf an alle Mitglieder der jüdischen Gemeinschaft! ■■«-■■■■««■■ii li'HO Annemarie ITcko geb. Schulihcim Vermählte Leipzig, 2. August 36. z. Zt. auf Reisen. Leipzig Arthur Feiner Paula Feiner, geb. Gelb grüßen als Vermählte August 1936. OOOOOOOOOOOOCWOOOOOOOOOOOObOOOpOOpooOQnnrinnnn~^ o Berichtigung: o Tel. Aviv oooooooooooooooooooooc Judith Metzger H\ei fuhmann Veriobte n"3 Leipzig, Ritterstr. 17 Die am 15. 8. 36 in der Synagoge Beth Jehuda stattfindende Barmizwahfeier unseres Sohnes Nathan zeigen hiermit ergebenst an. Salo Ilirsdiltorn u. Frau Jenny geb. Buslik Kiddusch 12—2 Christianstraße 13 RlnmAn9 —■ VOSS Lürz^C Taudiaer Str. 16 — Telefon 287 89 — Liderungins Hau» Frage „Sephardisch oder Aschkenasisch im Religionsunterricht". Am Nachmittage erstattete Dr. Franz Meyer, Berlin, ein umfassendes Referat über die Tätigkeit der Reichsvertretung. Jüdische Zeitschau Knessio mechino eröffnet. In Marienbad wurde die Knessio mechino, der vorbereitende .Weltkongreß der Agudas Jisroe!, eröffnet, über 100 Delegierte aus insgesamt II Ländern und außerordentlich zahlreiche Gaste waren anwesend, als der frühere Sejmdeputierte Oberrabbiner Aron Lewin die Tagung mit einer Ansprache einleitete, Tu der er in eindrucksvoller Weise der Opfer gedachte, die das jüdische Volk im Verlaufe der gegenwartigen Unruhen in Palästina gebracht hat. Seine Ansprache gipfelte in einein Bekenntnis /u dem jüdischen Palästina. Palästina bleibt ein Judenland, so hob er hervor, aber die Knessio mechino ruft die Judenhejt der well auf. --den-Weg -/.ur ThorT^niircfcTnfinttCTr: BVstmtferW XinuTüTITaüT die Versammlung machten Begrüßungsansprachen, die die chassidischen üroßrabbinej1 von Gora-Kalvarias. Sochaczow, Satfagora und Moszic/ hielten. Der Präsident der Weltorganisation Agudas Jisroel, Jacob Rosenheim, referierte über die Lage der Judenheit in der Welt. In seinen Darlegungen bezeichnete er es als die Aufgabe des Judentums, die Souveränität Gottes inmitten einer gottverlassenen und kriegsbedrohten Welt ZU proklamieren Er nahm auch /um bevorstehenden Jüdischen.Weltkongreß in (i nf Stellung, den er, wie es bereits von ihm und den Instanzen der Agudas Jisroel geschehen ist, ablehnte. Als Grund für diese ablehnende Haltung bezeichnete Präsident Rosenheim die I atsache, daß der Kongreß geeignet sei, sich als eine gefährliche Farce /u erweisen. Der Kongreß sei überflüssig, stattdessen befürwortet Präsident Rosenhehn eine Zusammenarbeit der bereits bestehenden jüdischen zentralen Institutionen. In bezug;;:!t nie Pnifistinaeinw.intierti tU .,. -Sl« iiiiifijnih tuv v.»:t! :••!!!•-!!! Orthodoxie müsse die Falästiuaeinwartderung beeinflussen. Die Versammlung sandte Huldigungstelogramme an den Altpräsidenten der tschechoslowakischen Republik, Masaryk, und an den Präsidenten der Republik, Benesch. (JTA.) Unsere Gemeinde Zum Tode der Frau Elsa Markise. Herr Bainet Licht, der Leiter des Chors der Qemeindesynagoge, sendet uns anläßlich des einen weiten Kreis von Freunden und Bekannten der Familie tief erschütternden Verscheidcns von Else Markise folgende Zeilen: „Tief erschüttert erfuhr ich erst jetzt nach meiner Rückkehr, da Ii •Jüdische Schulen. Im Monat August 1936 erfolgt keine besondere Mahnung in Bezug auf Srhulgcldrückstände, vielmehr wird unmittelbar nach Schulbeginn das gerichtliche Beitreibungsverfahren durchgeführt. Leipzig, den 7. August 1930 r»__ir____i-.. j * VII aiauu der Israel. Religionsgemeinde zu Leipzig täglich trinken! Bad Vilbeler natürl, Mineral - Tafelwasser gesund bekömmlich erfrischend Alleinvertrieb: GOLDSCHMIDT & KOPPEL LEIPZIG N21 - Delitzscher Straße 7F - FERNRUF 52106 Else Markise durch einen jähen Tod dahingerafft wurde. Zwölf Jahre lang sang sie unter meiner Leitung im Synagogenchor und ich hatte in diesen Jahren Gelegenheit, sie als Mensch und Sängerin näher kennen und schätzen zu lernen. Mit ihr verlieren wir im Chor eine außerordentliche Kraft, die schwer zu ergeben sein wird. Durch ihre volle, schöne Stimme und ihre holte Musikalität hatte sie es so weit gebracht, dal! sie unter Gustav Brecher an der Leipziger Oper einige Zeit (bis 1933) in kleineren Partien erfolgreich beschäftigt war. Else Markise trat schon mit dem 14. Lebensjahr in den Synagogenchor ein und wurde durch ihren Fleiß dem Chor sicherste Stütze, zumal sie mit dem Gottesdienst vollkommen vertraut war iiire SOÜStischc Betätigung im Chor hat ihr viel Freude und Ansporn zu künstlerischer Ausübung gegeben. Mit der Familie, dem (iatten und den Kindern trauern wir vom Chor um eine liebe Kollegin, der wir ein bleibendes, treues Gedenken bewahren werden". Mitteilung iles C. V. Syndikats. Auf dem Jahrmarkt in Neugers- Dorf bei dem bisher die jüdischen Händler nicht zugelassen waren, konnte nach Verhandlung mit den zuständigen Stellen, die Zulassung erreicht werden. Amtliche Bekanntmachungen. Erlöschen einer Aufsicht. Die (leflügelhandlung Regina Wassermann, Walter-Blüinel-Str. 14, ist aus der Aufsicht des Rahhiuats ausgeschieden. Leipzig, den i. August IQ36. Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig. DTe~NachJrage zu den billigen Svnderfahrien natii Talästina ist groß. Nächste Abfahrten am: 12., 19., 26. Mgust und 2. September Iah rpreise: /. Klasse .... 250.— RM. Tour. 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