Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 12 (1936)
- Issue
- 32 (7.8.1936)
- Date
- 1936-08-07
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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r. August 1936 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE ZU LEIPZIG Seite 5 llh -ucjrrv Denkt an die jüdischen Handwerker! Adressen vermittelt die Geschäftsstelle: Max Singer.. Uhrmacher. Plaiiensrhp StrnRe 2, Telefon 27327 I Palast-Gaststätte am Dltlridiring f - I »-mraj» ji j««»»»^: «»mmm mm IUII lllg |---- anerkannt gte Huslhcr sor$en Sonnabend, Sonntos und Mittwoch für Stimmens ond Humor hing in die Sprache schaffen. Und darin sehen wir die mangcblichc Forderung, die an jeden hebräischen Anfangsunterricht gestellt werden muß. Um sie zu erfüllen, sollte vielleicht mit dein Lesen des I lebräischen erst dann begonnen werden, wenn eine gewisse Vertrautheit mit dem Klang der Sprache und.ein 4MW&h£ndex~ScJMttt-.: an Worten erworben ist. Auch die überlieferten Gebete, die schon dem kleineu Kinde zu eigen sein sollen, könnten durch Hören gewonnen werden. Wird das Kind mit dem Lesen erst dann befaßt, wenn die Worte nicht mehr unbekannt sind, so werden die Erfolge im Lesen und Verstehen ungleich größer werden als bisher: die Freude am Wiederfinden des Bekannten wird die Anteilnahme und den Liier steigern. Dies sollte auch von Abraham und Levy bei der Bearbeitung des Planes des ersten Schuljahres berücksichtigt werde;;. Ein jüdischer Kalender (Luach) gehört in jedes jüdische Haus. Das jüdische Blindenjahrbuch 5b97, herausgegeben von der Selbsthilfegruppe der jüdischen Blinden in Deutschland, ist soeben er. schienen, Es will durch sein Kalendarium ein jüdischer Kalender! (Luach) sein und durch seinen Inhalt über die Tätigkeit der Selbsthilfegruppe der jüdischen Blinden unterrichten. Es bringt in kürzeren und längeren Aulsätzen Berichte von Blinden über ihre i atigkeit im Hau:;, im Büro und an anderen Steilen.' Einige Autsätze über die Beziehungen zwischen Sehenden und Bünden, über Berufsmöglichkeiteu von Blinden und" ein grundlegender statistischer Aufsatz über die jüdischen Blinden in Deutschland ergänzen diese Sflbstschilderimgen der Blinden. Auch der literarische Teil ist von Blinden bestritten und enthält eine psychologisch sehr interessante Erzählung sowie eine Reihe echt empfundener Gedichte. So bietet das Jahrbuch jedem, der sich für die Sache einer nach Selbsttätigkeit und Selbständigkeit ringenden vom Schicksal scheinbar so hart angefaßten Gruppe unserer Glaubensgenossen interessiert, ein zuteeffendes Bild dieser Menschen. — Das Jahrbuch wird zum Preis von RM. -.'Kl durch die Vertricbsstelle der Selbsthilfegruppe. der jüdischen Blinden, fn Deutschland, Berlin SW68, Schützenstraße 52, versandt. — Um baldige Bestellung wird gebeten. Sport vom Sonntag „SciiiSu" iiaüc das Wort. Die alle noch sehr jungen „mäuiier und Frauen" trugen ihre Meisterschaften aus. Vereinsmeistcrschafteu sind einmal dazu bestimmt, den Stand der Leistungen allen Interessierten vor Augen zu führen. Zum anderen aber dienen sie der Vorbereitung bevorstehender umfassenderer Auswahlkämpfe. So galt es auch hier, die Besten zu ermitteln, um den auswärtigen Gästen am lb. August eine gewappnete Streitmacht entgegenstellen zu können. Daß es an der Zeit war, einmal ein geordnetes, unter kritischer Aufsicht stehendes Training durchzuführen, bewiesen die überall noch sehr unreifen technischen Künste. Es Statte ganz den Anschein, als ob die Hälfte der Teilnehmer den Diskus oder den Speer /um ersten Mal in der Hand hätten. Alle W'urfleistu.igen" waren" entsprechend mäßig. Ausgezeichnet dagegen wieder die Sprünge. Hier ist wirklich etwas zu machen. Ls wäre schade, wenn Hans " Nathan. Kiii? Kvük'......•■.....—!.."...«Figehnissen gewann, und wenn Rita Hartwich, die in beiden Sprungarten überdurchschnittlich befähigt ist. nicht energisch weiter gefördert würden Die Sportverantwortlichen des „Schild", unter denen Leo $chmulew{tz ohne Zweifel das nötige Organisationstalent besitzt, tragen hier eine grobe Verantwortung! Ergebnisse: 80 in: 1. Hans Nathan 9,') Sek. (Grasbahn!); 200 in: 1. Hans Nathan 27,9 Sek.; Hochsprung: l.Hans Nathan 1,50 m; Weitsprung: 1. Hans Nathan 5,90 m; Kugelstoßen: I. Hans Nathan 11,01 m (3 kg); 400 in: 1. Rudi Michaelis 71 Sek.; S00 in: 1. Max Blaidl 2,iö Min.; Diskuswerfen: I. Rudi Michaelis; Speerwerfen: 1. Adolf I eldmann. trauen: 80 m: 1. Inge Krakauer II, 7 Sek.; Hochsprung: 1. Rita Hartwich 1,3b in, 2. Dina Feldmann 1,31 in; Weitsprung: 1. Rita Hartwich 4,23 m; Kugelstoßen: 1. luge (John 8,11 m; Diskuswerfen: 1. luge Cohn 18,08 in. Interessant ist die Feststellung, daß sämtliche Herrenwettbewerbe von Spielern der ersten Handballmannschaft gewonnen wurden. Das ist richtige IZrgän/ungsarbeit! Einen Sonntag ist nun noch Ruhe. Daun jagt eine Großveranstaltung die andere. Die Sportler sind gerüstet. Sie haben all ihre Freizeit ihrem geliebten Sport gewidmet und wissen um die geheimnisvolle Quelle der Lebensfreude und Kraft. Jeder, der den ^uinuag bei der kämpfenden Jugend verbringt, spurt den unbesiegbaren Puls der jungen Herzen und erntet ihre Früchte mit. Aber nur, wer auch wirklich dabei ist. Wie schwer ist es doch, den Sinn und 'wert dieses haltenden I reibens auf dem grünen Käsen den: ach! so bequemen Vöikciicu der uroßstaut beizubringen: Und überhaupt! Sollte es in diese in Monat noch nötig sein, viele Worte zu machen? Wessen stählern verpacktes Her/, von dem heißen Atem des olympischen Feuers auch jetzt noch nicht aufgetaut ist, der gehört nun wirklich zum „alten Eisen". Die jüdische Jugend ruft! Möge endlich ein gnädiger Wind dies Wort in alle tauben ..Obren •ratfjMi!_____ _ __ Der Reigen der großen "SpaTsomme7vTranstu4tHitgetv_wjrd am 16. August von Schild eröffnet Die besten Leichtathleten JeT" mitteldeutschen Bezirks, aus I>resden, Halle, Jena, Weißenfels, Magdeburg usw. ringen an diesem l äge um die thre, die wertvollen Andenken der Organisationen heimführen zu dürfen. — Und am Sonntag darauf, am 23. August, geht es in beiden „Lagern" mit vollen Segeln in die neue Saison. Die jüdische Jugend ruft! Herausgegeben vom Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig Schriftleitung: Oemeindcrabbiner Gustav Cohn, LeipzigC 1, waitcr-Diuiuci-Sti. 10, Sil. Anzeigen: Verlan Elsa Goldtraund Leipzig C 1, HainstraBe 16, Zimmer 304 Tel. 16772 _ Anzeigenleiter: Ernst Ooldfreund, CichoriusstraBe 2a. Tel. 607 71 "üt üic Äuiiiaiimc von Anzeigen in bestimmten Nummern u.id an bestimmten Plätzen und für telefonisch aufgegebene Anzeigen wird keine Gewähr übernommen. Druck: JordanfitUramberg vorm.Druckerei der Werkgemeinschaft, Leipzig, BrQderstrl9. D. A. II. 36. 3600. Pr. L. Nr. 5. Für den Inhalt der Inserate übernehmen Gemelndevorstared und Schriftleitung ke in e Verantwortung. Vereinsnachrichten. Sportverein „Schild", Leipzig. Geschäftsstelle: KI. Fleischer- BBWfl W*K 8, All. Sportplatz Thekla, Theklaer Straße. Straßen- SrüKT bahnlinie 1, Endstation. |DJjT Am Sonntag, den Ib. August, finden leichtathletische *y Linladungskämple der RjF.-Vereine in Mitteldeutschland statt. \s Am Start die besten mitteldeutschen Leichtathleten. Jüdischer Sportverein Bar Kochba Leipzig e.V. Eigener Sportpark: L.-Eutritzsch, Dübener Landstraße. Turnhalle: Leipzig C I, GiYsiav-Äuüii-Su. 7 Wir benötigen für die Jugendmeisterschaften des Deutschen Makkabikreises vom 21. 23. August 1936 150 Quartiere. Wir bitten jetzt schon unsere Gönner und Freunde, Quartiere in der Geschäftsstelle anzu- Wß Am Sonntag, den 9. 8. 36, finden folgende Spiele auf unserem Platze statt: 1 ,,10 Uhr: I. Fußballmannschaft — II. Fußballmannschaft, 11 Uhr: Schulmannschaft—Makkabi Zwickau. Roma 99 Gesellschaftsreise des D. 33000 7. nach Talästina vom 7-20. Sept. 1936 Sojo 11 ige A n m eIda ng e t/o tdetiich! Bcrdgelder und Candgangsgelder können in Reichsmatk gezahlt werden Die Tout geht von Genua — Jleapel — Malta — fort Said Thalercn — Tleapel wiedet nach Genua I h R b d t o Talestlne < Orient Lloyd, Jlllale teipüQ (verbunden mit der Anzeig.- Verwaltg. d. Gemeindeblattes) Mnstrasse 16! Jelefcn 167 22