Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 12 (1936)
- Issue
- 29 (17.7.1936)
- Date
- 1936-07-17
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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17. Juli 1936 Seite 3 Max Jacobson Jenny Jacobson geb. Flörsheim i /. jun mir» I eirmo Rpplhnvpncfr Ol II r 000000000000000000000000006000000000000000000000000000000000000000 o o |efty Nadel reich ]ulius Aisensdiarf König Johsnnstr. 13 Verlobte Arndtstr. 29 ooooooooo Leipzig Sari?!:irk;:s Alfred Noafeldt Verlobte Berlin Für die uns beim Hinscheiden unseres lieben IM Kit\ SM»III M> II Vi i ii erwiesene innige Teilnahme bitten wir Sie unseren herzlichsten Dank entgegenzunehmen. Mntiil Mayer Leipzig, im Juli 1936. Margot Herenliaiit baubereitschaft konkrete Oestalt zu geben und durch stärksten Einsatz von Menschen und nationalen Mitteln das l ortschreifrn des Werkes sichers Uuu tu beschleunigen, wenn der Kenn Hajessod in Deutschland in diesen Wochen an alle seine l reunde und Mitarbeiter mit der Aufforderung zu einem zusätzlichen Opfer von einem. Viertel ihrer diesjährigen Zeichnung herangetreten ist, so gab er mit Recht diesem Appell die Parole „Für Einwanderung und Aufbau". Unsere Stärke im Lande, die Größe der Einwanderung in den nächsten, entscheidenden Jahren hängt von uns ah. Haben wir die Kraft zu noch stärkerer Arbeit als bisher, so wird allen Angriffen /um 1 rot/ unsere gerechte Sache ihrer Vollendung entgegengehen. K. A. Unsere Gemeinde Habonim noar chaluzi. Am Sonntag, 12. Juli, veranstaltete die Leipziger Agudah des Habonim noar chaluzi auf dem Bar Kochba- Puitz einen Jörn Haagudah. Ans Magdeburg, Oera uml Chemnitz waren hier/u zahlreiche Qäste erschienen, schon in den frühen 4l8H5§K^ I Am 8 Juli verschied meine heißgeliebte Schwester, meine j 3 teure Mutter ■ i Frau Dr. Henriette Große | geb. Schachne Die Beerdigung fand im engsten Kreise statt. Clara Schachne Erna Sauer-Langenstraßen geb. Oroße im Namen aller Verwandten. Am H.Juli starb nach schwerem Leiden die Leiterin unseres Kinderhorts Fräulein Elsfleth Calin Nach jahtelanger, ehrenamtl. Tätigkeit hat sie seit 1912 die Leitung unseres Kinderhorts übernommen und noch bis in die Tage ihrer schween Erkrankung mit aufopfernder Pflichterfüllung gewirkt. Den Kindern wai sie liebevolle Führerin, den Eiiern verständnisvolle Beraterin. Ihr Name wird in Hort und Anstalt UniFAmopr^ iMrael. Wohltätigkeit «verein zu Leipzig. I Morgenstunden begann ein eifriges Leben. Alle Gruppen hatten sich besondere Lagerplatze aufgebaut. Der ganze Tag wurde mit Sportspielen, Laufkonkurrenzen und bündischen Wettbewerben verbracht. Besonders hervorzuheben war der lustige Zirkus, in dem alle Gruppen kleine Theaterstücke uml ähnliches darboten. Trotz der (irölit der Teiluehmer/ahl diese betrug ungefähr 2r)\) herrschte mustergültige Disziplin. I ür die vielen Jungs und Mädels war die Zusammenkunft ein unmittelbares Erlebnis, welches ihnen in langer Erinnerung bleiben wird. Am Abend vereinigten sich noch einmal alle zu einem Ahschicdsneschef, der die Chawerim und Chaweroth vom Spiel des Tages wieder zurück zu den Aufgaben des Bundes führte. Mit einem unbedingten Bekenntnis /um Einsatz für den Bund und zur Verwirklichung di r chaluzischen Idee seliloii der i ag. Fräuiein Elsbeth Cahn ist am 14. Juli nach schwerem Leiden gestorben. Der I sr ae Iitis c h e Woh 11ä11gkeits v er ei n und '■.esoiidiis dv.i Kin der hört trauern um »ihren Verlust. Jahrzehnte lang hat sie erst ehrenamtlich, dann als Leiterin im Hort gearbeitet und war mit ihm und den ihr anvertrauten Kindern in Liebe verwachsen. Aiiiiier und Vater, die selbst als Kinder untei ihm Leitung im Hori gelernt und gespielt hatten, brachten wieder Ihre Kinder, um sie ihrer liebevollen Aufsicht anzuvertrauen. Unter Leipzigs Jugend war sie bekannt und geliebt. Mit sozialem Verständnis ging sie auch auf die Sorgen der Litern ein; suchte Not zu lindem, wo sie konnte. Noch in den Tagen ihrer schweren Lrkrankung raffte sie Bich zusammen, um bei den Kindern zu sein, ihnen /u helfen und bei ihnen etwas ihre eigenen Schmerzen zu vergessen. Ihrem Lehen wurde jetzt ein Ziel gesetzt. Dankbar werden aber Leipzigs Kinder ihrer gedenken, und der Name „L I s b e t h (Jahn" wird noch lauge bei den Familien unserer Gemeinde lebendig sein. Jüdisches Lohrhaus Leipzig Verlängerung der hebräischen Sprachkurse. FS ist mm endgültig ermöglicht worden, daß die hebräischen Sprachkurse noch i! m 5 VC'o c h c n v c r lä h g e r I w e r d e n. i hc I eilnahuie an diesen Kursen ist jedoch nur möglich, wenn die I lörer bis /um 24. Juli 1936 einen Aufschlag von 3 KM. ZU dem bereits gezahlten Hörergeld hinzuzahlen. Für Angehörige der Jugehdbünde ermäßigt sieh dieser Zuschlag auf KM. 1,50. - Diejenigen, die wegen Arbeitslosigkeit die Mindestgebühr von I KM. entrichtet haben, brauchen keinen Zuschlag zu zahlen. Für die Verlängerung werden n e u e II ö r e r k a r t e n ausgegeben, die alsbald nach erfolgter Zuschlagszahlung durch die Post ubersandt werden. Die von dem Zuschlag befreiten Hörer können ihre Zuschlagskartell in der Zeil vom Montag, 20. Juli, bis Freitag, 2i. JuH, im Gemeindeamt, Walter-Blümel-Str. 10,1 Steuerabteilung abholen. Die T e 11 n a h m e B D d e n v e r läng e r t e n Kurs e u d e s h c b r ä i s c h e u S p r a c h u nterrichtet ist n ur n o C h gegen Vorzeigung der neuen Hörer karte m ö g 11C h. Amtliche Bekanntmachungen Anmeldung von Sterbefällen nach üienstschluli des Uemeindeamtes. Wenn das Gemeindeamt geschlossen hat, sind Sterbefälle unter Nr. 170 31 (Bestattungsordner Braude) und wenn dieser nicht zu erreichen ist, unter Nr. 21382 (Bestattuns/shilfe Pw-trkowski) cd er unter .\r. oiSSV (Neuer Friedhof) zu meiden. Leipzig, den 4. Juni 1936. Der Vorstand der israelitischen Keligionsgemeinde zu Leipzig.