Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 12 (1936)
- Issue
- 29 (17.7.1936)
- Date
- 1936-07-17
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 4 17. Juli 1936 Täglich frisches gepflegtes £entfctmef 9 Südfruchte-Nüsse - wmbost- Delibatess Betriebe unter Aufsicht des orthodoxen Gcmeinderabbinats. a) Fleischereien: Sally Lob, Ranstädter Steinweg 7, Jacob Schußheim, Rlauensche Straße 3/5. b) Oeflü gelverkauf: die vorgenannten Fleischereien, Geflügeluroßhandlung Leo Hendler, Gerberstraße 48 50. Geflügelfiandlung Regine Wassermann, Warter-Blümel-StraBe 1 (. c) Milch: J. Bartfeld, Eutritzscher Stralie 5, Chaim Zipser, Nordstralle 35, Mof (Wohiumg: Berliner Str. 18), Otto Röhrig (Bestellungen durch H. Kreutner, Farberttr. 16). Die Aufsicht erstreckt sich nur auf die ausdrücklich als „koscher" gekennzeichneten Waren. d) Butter: J. Bartfeld, Eutrit/scher Stroit« 5, vertreibt Butter unter Aufsicht unseres Gcmciudcrubbinats. Nähere Auskunft erteilt der Aufseher H. Segall, Berliner Str. 24. CIi. Zipser, Norustraiie 35, Mol (Wohnung: Berliner Str. 18) vertreibt ebenfalls Butter unter Aufsicht unseres Oemeülderobbinats, auf deren Rapier folgendes aufgedruckt ist: „Amtliche Kontrolle des Milchwirtschaftsverbandes Kontrollstelle Kempten i. Allgäu, Mitglied-Nr. B IST". e) Backwaren: Saiomon Lotrowski, Berliner Stralie 13, Selig Scheinowitz, Gerberstraße 40 und Keilstrabe Q, Schmeidler, Nordstraße 25, Frankfurter Stralie II. 1) Speisehäuser: Chmelnitzky, Reichsstralie 22, Manelis, Nikolaistraüe 36. Die von den beiden Vorgenannten ausgeführten Festlichkeiten stehen auch aulierhalb ihrer Speisehäuser unter der rituellen Aufsieht unseres Gemeinderabbinats. Leipzig, den 8. Juni 1936. Der Vorstand der israelitischen Religionsgenieiude zu Leipzig. Gottesdienste Gemeinde? vnagege. Sabbatgottesdienst. Freitag, 17, |uii, Abendgebet 19'Uhr. Sonnabend, 18. Juli, Morgengebet 9 Uhr, Nachmittagsgebet 20,40 Uhr, Abendgebet 21,13 Uhr. Gottesdienst an Werktagen in der Fz-Chaim-Svnagogc. Gemeindesynagoge. Sa bbatgottesclienst. Freitag, 24. Juli, Abendgebet 19 Uhr. Sonnabend, 25. Juli, Morgengebet 9 Uhr, Nachmittagsgebet 20,30 Uhr, Abendgebet 21,01 Uhr. Gottesdienst an Werktagen in der E/-Chaim- Synagoge. Gemeindesynagoge. Gottesdienst am Tisch'oh b'aw. Montag, 27. Juli, Abendgebet 20,30 Uhr; Dienstag, 28. Juli, Morgengebet 7 Uhr; Nachmittagsgebet 13 Uhr, Tisch'oh b'aw Ausgang 20,54 Uhr. Gottesdienst au Werktagen in der Ez-Chaim-SynagOge. L/.-Ciiahn-Synagoge, Otto-Schill-Str. Freitag, 17. lull, Abendgebet 19 Uhr. Sonnabend, 18. Juli, Morgengebet 8,30 Uhr, Mincha 18 Uhr, anschließend Schulchan Aroch-Erklärung von Rabb. Dr. Ochs, Ausgang 21,13 Uhr. Wochentag: Morgengebet 7 Uhr, Abendgebet 19,15 Uhr. Ez-Chaim-Synagoge, Otto-Schill-Str. Freitag, 24. Juli, Abendgebet 19 Uhr. Sonnabend, 25. Juli, Morgengebet 8,30 Uhr, Minchagebet 18 Uhr, anschließend Schulchan Aruch Erklärung von Rabb. Dr. Ochs, Ausgang 21,01 Uhr. Wochentag: Morgengebet 7 Uhr, Abendgebet 19,15 Uhr. Talmud-Thora-Synagoge. Keilstr. 4. Freitag, 17. Juli, abends 19,30 Uhr. Sonnabend, 48. Juli, früh 8,30 Uhr, Mincha 17 Uhr, Ausgang 21,13 Uhr. — Wochentags früh 7 Uhr, abends 19,30 Uhr. Talmud-Tliora-Synagoge, Keilstr. 4. Freitag, 24. Juli, abends 19,30 Uhr. Sonnabend, 25. Juli, früh 8,30 Uhr, Mincha 17 Uhr, Ausgang 21,01 Uhr. — Wochentags früh i Uhr, abends 19,30 Uhr. Synagoge „Ohcl Jakob", Pfaifendorfer Stralie 4. Freitag, 17. Juli, Abendgebet 19,30 Uhr. Sabbat, 18. Juli, Morgengebet 8,30 Uhr, Minchagebet 17 Uhr, Abendgebet 21,12 Uhr. Wochentags: Morgengebet 7 Uhr, Abendgebet 19,30 Uhr. Synagoge „Obel Jakob", Rfaffcndorfer Stralie 4. Freitag, 24. Juli, Abendgebet 19.30 Uhr. Sabbat. 25, Juli, Morgengebet 8,30 Uhr, Minchagebet 17 Uhr, Abendgebet 21,01 Uhr. Wochentags: Morgengebet 1 Uhr, Abendgebet 19,30 Uhr. EfsziSBS jüdisches Mm>Ahw!«<>H;L>*.!-! CthltloifllflV Karlsbader Zw iehark - Eiernudeln tagt, f risdi. O III III C I II I C I Nordstr. 25, Frankfurter Str. 11, Tal. Mr. 255 58 PerSOnenfitanH.Qn»rhrirMon Geburten: 26. Juni, Georg Marcus und Frau Gerda Johanna geb. Barueh. Leipzig N 22, Springerstraße 2t, eine loehter „Vera Erna". 27. Juni, Dr. Ferdinand Oppenheimer und Frau Frieda Karla geb. Eppenstein, Leipzig C 1, Wettiner Stralie 15a, .einen Sohn „Jochanan". Todesfall: S. Juli, Henriette Grosse, Carolinenstralie 13. Bevorstehende Veranstaltungen 30. Juli: Jüd. Kulturbund- Ein Biedermeier-Abend um Meyerbeer. 8. August: K. A. i .: üeseiischartsabvml. " ' 27. August: Jüd. Kulturbund: Kannnerinusikabencl des Mendelssohn- Trios Leipzig. 30. August: K. A. E.: Messeabend. 31. August: K. A. E.: Bunter Abend. 1. Septbr.: Jüd. Kulturbund: Gastspiel des Hamburger Kulturbund- Theaters: Tageszeiten der Liebe. Aus dem Gemeindeamt Nachricht des Sozialamtes. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, clali Auswanderer deutscher Staatsangehörigkeit im wehrpflichtigen Alter che Verpflichtung haben, vor der Auswanderung bei dem zustandigen Bezirkskoinmando ihre Beurlaubung vom Heeresdienst zu beantragen. Neue Bücher Emil Bernhard Cohn: Die jüdische Geschichte. Lin Gang durch Jahrtausende. Berlin 193() (Jüdische Buchvcrcinigung, zugleich im Verlag Erwin Löwe). Verschiedene Schriften, die Emil Bernhard Colin in den letzten Jahren veröffentlicht hat, ein Leitfaden für Iwrith, jüdische Kindcrkalcnclcr, das jüdische ABC — zeigen, clali er weiß, für welche Art Bücher heute die Leserschaft empfänglich ist. Solchem Verständnis verdankt auch das vorliegende Buch seine Entstehung, das (ähnlich wie die „Jüdische Geschichte" von Joachim Prinz) den Versuch unternimmt, die jüdische Geschichte seit ihrem Beginn bis in unsere Tage hinein in gedrängter Kürze zu skizzieren. Der wahre Historiker sieht in der Geschichte mehr als Tatsachen und Zahlen; weif), daH es gilt, „Linienführung und Gesetzmäßigkeit jener wirkenden Kräfte innerhalb des geschichtlichen Lebensstromes autzudecken und damit das Volk nicht nur in seinen örtlichen und zeitlichen Erlebnissen, sondern auch in seinem Charakter und unter dem Leitstern seiner Ideal*" darzusteSeB. Diese Autgabe \i\ knappen Umrissen zu losen, ist für den jüdischen Historiker doppelt schwer; in der jüdischen Geschichte können die kulturellen, die geistigen und religiösen Entwicklungen, weit weniger als entsprechend in der Geschichte anderer Völker, von dem Erleben der Juden getrennt werden: es müßte letzten Endes die Darstellung der jüdischen Geschichte äußeren Ablauf, soziologische Verhältnisse, religiöse und allgemeingeistige Gestaltungen wahrend mehrerer Jahrtausende in dm verschiedensten Ländern unifassen und zwischen all dem die inneren Beziehungen zum jüdischen Menschen, zum jüdischen Ideale und zu den jeweiligen äußeren Bedingungen jüdischen Daseins aufzeigen. Diese für eine Obersicht über che jüdische Geschichte zu erhebende Forderung ist in dem Büchlein von Lmii Bernhard Cohn nicht ganz erfüllt. Der Verfasser hat seine Aufgabe voll erkannt, ist auch durchaus zielbewußt an sie herangetreten. Aber manche Lücken sind entstanden, weil nicht immer der Historiker allein bestimmen durfte, weil vielfach der Rabbiner der ihm naheliegenden Verlockung nicht widerstehen konnte, Gestalten und Ideen von religiöser Bedeutung breiteren Raum zu gewähren, auf dessen Kosten dann anderes entbehrt werden muß. Wir hätten gewünscht, in der Darstellung / B, etwas mehr über die Verteilung dei Juden über die Erde zu finden, über ihren Beitrag zur allgemeinen Kultur u. a. Gleichwohl darf nicht verkannt werden Höhl. Zimmer clali dieser „Gang durch i. g. Hs. p. 1. 8. z. verm. Gottschedstr.17,1,1. 11 — 16, 1Q-2U. Gutelnscrlcht.Sclilafzl. zu vermieten. Nordstr. 58, pt. Sehr gut möbliertes ZlürlüÜjER 1 Min. vom Rosenthal, sehr ruh. Lage, Bad, Tel., an öeruistätige Dame oder Herrn preiswert zu vermieten. Lortzingstraße 14,1,1. Mg^hift1 Lei!««. riuiiusiuiiHHMiiftKM. Fiissee nomsaum nersmne nnoptiocner Katharinenstr.Ki, 11,1. sehr gut möbl. Zimmer, Bad u. 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