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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1936-04-17 · 16 (17.4.1936) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
12 (1936)
Issue
16 (17.4.1936)
Date
1936-04-17
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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17. April 1936 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE ZU LEIPZIG Seite 3 uli Eintritt —.40 bis 1.50 RM. Kassennffr.iing 10.00 Uhr J. S.V. Bar Kochba Leipzig e.V. Box- Knmpf - fibcnä Beste deutscise Stobl-Boxer aus Berlin, uösseMoff and Cnemnüz M Ring Sonntos. den 19. April 20 Uhr in der TurnhaÜe der israelitischen Schule, Gustav - Adolf Straße 7 i Die Geburt eines kräftigen Jungen zeigen hocherfreut an Leipzig, 5.4.36. Dr. Roif Äron u. hraü Ruth geb. L.öwy 5u ber am Sonnabenö, ben 25. April in Oer Gemeinbejvnagoge, ßottfcbebftrafce, ftattfinbenben Barmi3wabfeier unjeres Sohnes Siegfrieb laben wir alle Sreunbe unb Bekannte I)er3lid)jt ein. Ceip3ig Ci, norbftr. ii. Cubwig 3ellner unb §rau. Hali Sandel florltz Weber Berlin Verlobte Leipzig hingen des Trausler nach Kräften auszugestalten und dafür zu sorgen, tlali die vorhandenen Mittel zweckmäßig und gerecht an alle Aus Wanderer verteilt weiden, sind gewiß mit einer großen Verantwortung heiastet, wenn sie diesen Aufgaben gerecht werden wollen. Nachdem der Runderlaß die devisenrechtliehe Grundlage für die weitere Durchführung der Auswanderung und den Aushau des Transfer geschaffen hat und sowohl für das Vorzei^egeld, wie für die Einzahlung auf das Sonderkonto i das Genehmigungsverfahren straffer und klarer gestaltet hat, als es bisher der Fall war, wird es nun au ihnen liegen, durch richtige Beratung der Auswanderungsinteressenten unter diesen über die Einrichtungen des Transfer die erforderlichen Aufklärungen zu schaffen, bei der Aufbringung dos Vor/eigcgeldes tätig mitzuwirken und die Interessen der Einzahler des Sonderkonto i als Treuhänder aller Auswanderer so zu wahren, dali Vorteile und Lasten gleichmäßig verteilt werden. An die Eltern und Führer der schulentlassenen jüdischen Jugend von 1936! Rund 200 jüdische Kinder haben in diesem Jalire wieder die Schule verlassen, und wieder steht vor den Eltern die Frage: Was wird aus unseren Kindern? Um jeder Unruhe vorzubeugen und zugleich eine erste Antwort auf zahlreiche Anfragen zu gehe« werden hier die Grunds«!/« wiederirecehen r»?ch denen das -^ozijl^mt L*£:uf:.v:.srhi!d'i!rir.r;. diesem Jahre-durchiulu^ctt"wird. Von vi» ii iüu Miiuern werden etwa 15Ü die Hilfe des Sozialamtes in Anspruch nehmen. Hiervon können voraussichtlich schon am 13. Mai 1936 rund 100 Kinder der ErstausbiiJüu^ zugeführt werden, und zwar in folgender Weise: I. naushalt88chu 1 e. 20 Mädchen sollen zu einer Häushaltsschule in Leipzig zusammengefaßt und praktisch und theoretisch in allen Zweigen des Haushaltes unter fachkundiger Leitung ausgebildet werden. Der Kursus, für ihn ein geringes Schulgeld erhoben wird, soll bis Ende März 1937 laufen und täglich S Stunden (Montag bis Freitag) umfassen. Mittagessen wird von den Mädchen selbst zubereitet und gemeinsam eingenommen. II. Mittlere n- Hachscharah. Etwa 30 Jungen und Mädchen sollen in der Mittlcrcn-1 lachschal ah auf auswärtigen Lehrgütern untergebracht werden. Der Zuschuß für jedes Kind beträgt monatlich etwa 40—45 RM. Soweit die Eltern — bei Anlegung strenger Mallstäbe — zur Aufbringung nicht in der Lage sind, werden die Zuschüsse je zur Hälfte vom Sozialamt und der Zentralstelle für jüdische Wirtschaftshilfe getragen. Ausbildungsdauer 2 Jahre. Statt Karten Rita Lenczinski AA___ * t- — Itam ">ua nuioiidlll Riesa Schiageter StraBc 16 8. Anril 1936 Ussauun Travessa do cais do dojo 7—7 o z.Zt. Leipzig N22. Ulanenstr. 24 LONDON RUTH SYGMAND HEINRICH LESER VE Hl. OUTE 31. MÄRZ 1936 LEIPZIG Georg Lutz Ury Genia Ury geb. iVilkomirsky Vermählte! fipzis Ports Gege., Rheuma Bad PlStVan Pension, At \. Uder, Kurtaxe In eWlBfl ■ ■ ■»»Jf IBiB Wochenpai , chale f. RM 56,-, Reisescheck durch sof. Anmeldung beim PIstjr'.n-BOro, Berlin W IS, Fasanenatr. 61, Blodt AI III. Vor lehre. > Etwa 50 Jungen und Mädchen, die eine Eignung für einen bestimmten Beruf noch nicht erkennen lassen, sollen zu einer beruflichen Vorlehre (9. Schuljahr) zusammengefaßt werden, die einer Vertiefung des auf der Schule erworbenen Wissens, zugleich aber auch einer zwanglosen Überleitung - je nach Eignung und Neigung in die landwirtschaftlichen oder handwerklichen Hernie dienen soll. Etwa 20 Jungen und Mädchen sollen auf einem von der Gemeinde zur Verfügung gestellten Gelände gärtnerisch und landwirtschaftlich vorgebildet, je i5 Jungen in die Elemente der Schlossern und Tischlerei m gemeinsamen Kursen in Leipzig eingeführt weiden. Ein Wechsel des Berufes im Laufe der Ausbildung bleibt vorbehalten. Neben dem beruflichen Unterricht geht die geistige Aus- und Fortbildung einher. Sie wird als Pflichtfächer Hebräisch, Palästiuakiiiide, jüdische Geschichte und Literatur, Naturwissenschaften, ferner für die Teilnehmer am Oärtnerkurs gärtnerische und landwirtschaftliche Theorie, für die Teilnehmer an den handwerklichen Kursen konstruktives und herufskundliches Zeichnen umfassen. Als Wahlfach wird Englisch vorgesehen und bei ausreichender Beteiligung auch Spanisch. Die pädagogische Betreuung steht überall im Vorderirrumt i }u- At»ehiw««"«»*»<»?t sof! etwa 1 Jahr umfassen. Zut Deckunft; ~.^;._v;V-SJ..!woiv..i »im ein nmtüger Beitrag Irhobert.?\i7ei> Nähere wird im Einvernehmen mit der Schule, den jüdischen Frauenvereinen, den Vertretern des jüdischen Handwerks und den Jugendbünden geregelt und bekanntgegeben werden. Es bleiben mithin noch etwa 50 Kinder übrig. Ein kleiner Teil davon ist bereits untergebracht. Einige weitere Kinder sollen in die bereits laufenden Kurse des Sozialamtes überführt werden. Bei einem weiteren Teil wird die Unterbringung in Einzellehrstellen sowie Jcscliiwah-Ausbildung in Frage kommen. Der Rest der Kinder wird im Laufe des Jahres in freiwerdende Stellen der obenerwähnten drei Vorhaben überführt werden, aus denen voraussichtlieh eine ganze Anzahl infolge Auswanderung mit den Eltern oder im Wege der Jugend-Alijah ausscheiden wird. An alle in f rage kommenden Stellen ergeht die Bitte, dem Sozialamt in einer demnächst stattfindenden umfassenden Besprechung Wünsche und Anregungen ZU Unterbreiten, au die Führer der Jugendbünde das Ersuchen, ihre Vorschläge für die Auswahl der Jugendlichen schon jetzt zusammenzustellen, damit keine unnötigen Verzögerungen eintreten und die Gefahr einer Verwahrlosung jüdischer Jugend vermieden wird. Leipzig, im April 1930. Das Sozialamt der Israelitischen Religionsgemeinde. 1 1 •Jüdischer Kulturbund (nur f. Mitglieder) 2cr.r.cr;lsg, 23. April, pünkil. 20« Uhr im Jiuiiuröunaineaier (Battenbergtheater) Tauchaer Str. 32 - Garderobeschluß 20 Uhr Gastspiel des Hamburger Kulturbundtheathers ( „gPUUIi IM SCELXOSS" von Molnar mit Max Ehrlich als Gast LI

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