Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 12 (1936)
- Issue
- 12 (20.3.1936)
- Date
- 1936-03-20
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
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Seite 6 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIQI0NS0EME1NDE ZU LEIPZIG 20. März 1936 2ö. Ez-Chaim Synagoge, Otto-Scliill-Str. Freitag, den 20. März, Abendgebet 18,30 Uhr. Sabbat, 21. März, Morgengebet 8 30 Uhr1 Mincha 17 Uhr; Ausgang 19.05 Uhr. 'wochentags: Morgengcbet 7 Uhr: Abendgebet 18,30 Uhr. Ez-Chaim-Synagoge, Otto-Schill-Str. Freitag, 27. März, Abendgebet 18,30 Uhr. Sabbat, 28. März, Morgengebet 8.30 Uhr; Mincha 17 Uhr; Ausgang 19 18 Uhr. Wochentags: Morgengebet 7 Uhr, Abendgebet 18,45 Uhr. Talmud-Thora-Synagoge, Keilstralte 4 Freitag, den 20 März, abends 1S.30 Uhr. Sonnabend früh 8,30 Uhr; Mincha 17 Uhr; Ausgang 19,05 Uhr. Sonntag früh 7,15 Uhr. Wochentags: Früh 7 Uhr. »hends!8,30 Ufir. Talmud-Tnora-Synagoge, Keilstraße 4. Freitag, den 27. März, abends 18,30 Uhr. Sonnabend früh 8,30 Uhr; Mincha 17 Uhr; Ausgang 19,18 Uhr. Sonntag Früh 7ij Uhr. W.-.■■!....;:>£: Morttengcb« < Uhr; Abendgebet 18,30 Uhr. Synagoge „Obel Jakob", Pfaffendorf er Str. i.- Freitag, 2u. März, Abendgebet 18,38 Uiir. Sabbat. 21. März, Morgengcbet 8,30 Uhr; Mincliagebet 17 Uhr; Abendgebet 19,06 Uhr. Wochentags: Morgengebet 7 Uhr, Abendgebet 18,30 Uhr. Synagoge „Obel Jakob", Pfaffendorfer Str. 4. Freitag, 27. März, Abendgebet 1&30 Uhr. Sabbat, 28. Mär/, Morgengebet 8,30 Uhr; Minchagebet 17 Uhr; Abendgebet 10,18 Uhr. Wochentags: Muigciigebet / Uhr, Abendgebet 18,30 Uhr Personenstandsnachrichten Barmizwa: Sonnabend, 21. März 1936 Manfred Konnes, Sohn de« Herrn Rudolf Kornies und Frau Ida geb. Pclzon, Pfattendorferstr. 5, in der Geineindesynagoge. Sonnabend, 28. März 1936 Eli Messing, Sohn des Herrn Philipp Messing und Frau Dina geb. Holler. Mrftckestr. 48, in der Synagoge Uhel jacob, Ptatlendorferstr. Sonnabend, 4. April 1930 Heimo Pruzanski, Sohn des Herrn Felix Pruzanski und Frau Fva geb. Stotzki, Yorkstr. 13, Hinterhaus 2 in der Ez Chajiin-Synagoge. Todesfälle: 14. März 1936 Jonas Hugo Lob, Weidmannstr. 10 Aus dem Gemeindeamt Zuschriften an das Wohlfahrtsamt. Das Wohlfahrtsamt macht darauf aufmerksam, daß Briete, die an bestimmte Personen gerichtet sind, nicht beantwortet werden. *>•£ für d«s» Wohlfahrtsamt bestimmten Briefsachen dürfen nur folgende Anschrift aufweisen: An das Wohlfahrtsamt der israel. Religionsgemeinde zu Leipzig Walter-Blümel-Straße 10 Pessachgruß des Preußischen Landesverbandes. Wie in.den letzten Jahren entbietet der Preußische Landesverband den ihm angeschlossenen Gemeinden auch in diesem Jahre zum Pessachfeste seine herzlichsten Grillte und Wünsche. „Wir haben verschiedentlich auf die besondere Bedeutung der Sederabende hingewiesen und möchten dir? auch in cH?«..... Uiöi-^STi bitten Herren IsAouiuvr;;r<d Lrrirer^'itcbtzeUig-Väi dert;r*est den r.r..^::.^.^.. pesondercri ZiiUdn iuiiuii und Bedeutung der'PessachiiagaUah näher zu bnngen; dali das den Kindern gegenüber im Unterricht geschieht, bedarf als selbstverständlich ja keiner Erwähnung. Wir bitten weiter, dafür Sorge »ij tragen, dal] diejenigen, die zwar gewisse Vorkenntnisse haben, denen aber die Fälligkeit, einen Seder zu geben, fehlt, dazu ausgebildet werden. Es soll möglichst kein jüdischer Mensch an diesem Pessach ohne Seder bleiben. Hiervon darf niemand ausgeschlossen sein, 'wo wirt- »ciiafüiche Schwierigkeiten bestehen, bitten wir unsere Gemeinden und die in den Gemeinden bestehenden Organisationen, helfend einzugreifen. Wo in ganz kleinen Gemeinden sich die Feier des Pessachfestes wirklich nicht mehr ermöglichen läßt, wo kein Gottesdienst mehr stattfinden kann, bitten wir dafür bemüht zu sein, daß die dort Wohnenden in die nächsten geeigneten Gemeinden eingeladen werden, sodaß dort die Möglichkeit besteht,, das Fest zu begehen. Darüber hinaus bitten wir, die schon zum letzten Sukkothfest von uns gegebene Anregung der Heranziehung von Kindern aus kleinen Orten zur Sukkothfeier sinngemäß auf das Pessachfest übertragen zu wollen. Unsere Anregung zum Sukkothfeste hatte ein sehr erfreuliches Ergebnis. Hunderte von Kindern und Jugendlichen ist zum ersten Male die Weihe der Sukkoh und des Festslraultes nahegebracht worden. Auch am Pessachfest sollten wir, wenn je, so in dieser Zeit die Gelegenheit benutzen, unseren Kindern von jüdischem Leben erfüllte Jugendeindrücke zu vermitMn. Wir legen deshalb auf die Durchführung der ähnlich wie die Sukkoth-Aktion auszugestaltenden Kinderaktion ganz besonderen Wert und bitten Sie, sich mit den Gemeinden Ihres Bezirks freundlichst lür die Durchführung in Verbindung zn setzen. Wir möchten keine allgemeinen Regeln aufstellen, sind aber selbstverständlich gern bereit, au] Anfragen Rat zu erteilen, wie uns auch ein kleiner Fonds zur Verfügung steht, um in besonders gearteten Fällen kleine Zuschüsse zur Aktion geben zu können. Wir bitten Sie, uns über Ihre Maßnahmen zu berichten, vor allen Dinger uns auch mitzuteilen, welche Erfahrungen Sie im hinzeinen gemacht haben. Wenn wir immer wieder an unsere Gerne nden herantreten mit der Bitte, jede Gelegenheit zu benutzen, jüdische Werte zu pflegen und zu vermitteln, so sind wir uns bewußt, daß bei aller Annerkennung des Guten, das geschieht, und bei aller Dankbarkeit für die Treue, die sich in den Leistungen unserer Gemeindevorstände und der Gemeindemitglieder bewährt, wir trotzdem mit der Erfüllung dieser Aufgaben nie au ein Ende gelangt sein können. Sn bitter, wir, auch dieses Mal alle Kraft und allen Idealismus der Durchführung unserer Anregung zu widmen. Achtung! Wichtige Nachricht des Sozialamtes! Da wir täglich von neuem feststellen können, wie schlecht viele Geschäftsleute über die Fragen der Liquidation orientiert oder beraten sind, haben wir uns entschlossen, an 2 Tagen Beratungsstunden in Leipzig abhalten zu lassen, um Interessenten zu beinien und, Fühlung mit solchen Kreisen zu nehmen, die beim Verkauf von Geschäften hesonderc Ratschläge oder niife brauchen. Die F. W. J. (Gesellschaft zur Förderung -wirtschaftlicher Interessen von in Deutschland wohnhaften oder wohnhaft gewesenen Juden m. b. H.) hat sich bereit erklärt, unser Vorhaben zu unterstützen und ihren Geschäftsführer, Herrn Dr Georg Strauß nach Leipzig zu entsenden, der am Donnerstag, dem 26. und Freitag, dem 27. ds. Mts. im Sozialamt, Humboldtstraße 13, in der Zeit von 10— 12 und 4 — 6 Uhr Sprechstunden für die interessierten Kreise abhalten wird. Nachricht des Sozialamtes. Dem Sozialamt ist eine Nachricht zugegangen, daß eine Nachfrage für junge Leute, die Erfahrung und Ausbildung in der Häute- und rcllbrancne besitzen, für Afrika besteht. Meldungen sind an das Sozialamt zu richten Jüdisch-gesetzestreuer Verband. Wir geben hierdurch bekannt, daß die M i k we während der Sommermonate ab 22. März nicht Sonnabend, sondern Sonntag geöffnet ist. Härtebeihilfen für die von der Zinsermäßigung betroffenen Inhaber öffentlicher Anleihen. Die Reichsvertretung der Juden in Deutschland teilt mit: Im Nachgang zu unserem Rundschreiben Nr. 60 vom 17. Februar d. J. weisen wir darauf hin, daß der Antrag auf Gewährung einer Härtebeihilfe bis spätestens zum 31. März 1936 gestellt werden kann, wenn die Antragsfrist wegen Krankheit, wegen Abwesenheit auf einer Auslandsreise oder wegen verspäteter Unternchtung über die Antragsfrist versäumt worden ist. Der Antrag muß innerhalb der oben angegebenen Frist beim Bezirks- Füisorgeverband eingegangen sein. Er soll x»eh als rechtzeitig emgeffSBgtft gcltcii, wenn er irrtümlich statt bei dem Bezirksfürsorgeverband bei dem Wohlfahrtsamt der Gemeindebehörde oder dem Gemeindevorsteher eingegangen ist. Anträge, die nach dem 31. März 1936 eingehen, können für die HärtebeihiTfe für das Jahr 1936 nicht mehr berücksichtigt werden. Wir empfehlen daher nochmals, möglichst umgehend die Ihnen bekannten für eine Härtebeihilfe in Betracht kommenden Personen von dieser Regelung id sie auf die rechtzeitige Antragstellung hinzuweisen. peil Schi eine Jud 0,20 noc und ur.c Ho Br „C A f Bu F e um tTS ii Ml in I zu verständigen JtUf -in Jerusalem) Neue Bücher Monatsschrift: 80. Jahrgang, Heft 1. Sokrates in der jüdischen Literatur. Es mag paradox klingen, daß die Gestalt des griechischen Weisen, der «ich im Leben und Sterben seiner attischen Heimat aui's Iii-f«te verbtirttWi föhtt*. rweh hn (nrtwfttiXi) ihn."?~:crcl..»;s-.-f.riimfi;-t'_ [tat, .Und •doch .;• r Frühe** Herii|ter"l£»bbitfcr Di. ücigiiiann•' in einem sehr interessanten Aufsatz der Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums erweist. Von Philo über die jüdischen Philosophen Hes Mittelalters füiirt bis aut Mendelssohn eine Kette von Zeugnissen; sie alle werden der Weisheit und der Charakterstärke des Sokrates voll gerecht, heben aber vielfach hervor, daß das jüdische Frömmigkeitsidea! über die Anforderungen der rationalen griechischen Ethik noch hinausgeht. Das soeben erschienene Heft!. mit welchem die Monatsschrift in ihren 80. Jahrgang eintritt, ist dem Wiener Gelehrten Samuel Kraul! gewidmet und enthält daher mehrere Arbeiten zur Ueschichte der Juden in Österreich. Aber die Forschungen Gaslers und Hellers zur jüdischen Sagenkunde werden sieher ebenfalls weitere Leserkreise interessieren. Man abonniert die „Monatsschrift" indem man Mitglied der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums in Berlin wird und den jährlichen Mindestbeitrag von Mk. 10,— an die Gesellschaft (Postscheckkonto: Berlin Nr. 7030) sendet. Von der jüdischen Erwachsenenbildung. Die Mittelstelle für jüdische Erwachsenenbildung in Frankfurt a. Mai::. Fuchshohl 67, hat einen Rundbrief veröffentlicht. In ihm gibt Prof. Martin Pnber ciru» Hinwpi« über die Errichtung und Durchführung von Bibi lkursen. Dr Ernst Simon gibt eine Stoffeiuteilung und einen Plan für einen jüdischen (icscluchtskurs iu dreißig Abenden, Dr. Erich Rotenblüth einen Plan über das Thema der Rückführung Israels durch Esra und Ncchemia und über den jüdischen Krieg und Rabbi Joachaium