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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1936-03-20 · 12 (20.3.1936) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
12 (1936)
Issue
12 (20.3.1936)
Date
1936-03-20
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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93< 20. März 1936 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIOIONSQEME'NDE ZU LEIPZIG Seite 5 P. Rai Mr. 2 38 15 Dienstag, den 24. März, 20.15 Uhr XV. Sonder-Abend -■ — — — — — ■ — ilCUltif uui ilKUHifCt Wir spielen Tanzmusik 1 Palast-Gaststätte am Plltrldirlng, EAe BartuBgasse f~ Mittwoch, d. 25. März, v. 4—7 Uhr Die große Familien-Hinder- Kalfee-Stunde Abends: Stlmmunyjrsmuslk Drunter und Drüber Rat Nr. 9 3815 P. Donnerstag, den 26. März, 20.15 Uhr XVI. Sonder-Abend wir suchen Talente! Ein Abend der namenlosen Künstler Damen und Herren, die ihr Können beweisen wollen, werden gebeten, sich im Büro rechtzeitig zu melden. e Es mag eine Äußerlichkeit sein, ja es mag auf einem Zufall beruhen: F)3S beliebteste VeriltelfMflOTtnffti'J nh< K'nd^-Thcst^r? Killte tast völlig, nämlich der lalsche Bart. Vielmehr spielte jedes Kind nicht auf alt geschminkt, sondern mit seinem eigenen jungen Oesicht. Es kann wohl pesagt werden, daß der Würde und dem heuer des Moses in der völlig in hebräischer Sprache gehaltenen Szene von den Kundschaftern dies nicht im geringsten Abbruch ge- Un hat, ja wenigstens für den Berichterstatter aucn dieses äußerliche Anzeichen der Jugendlichkeit jedes Spielers einen ganz besonderen D«U u—trrttrt Ca* 1^1/ nai. Das ganz entzückende Purimspiel der Kleinsten der Schülerschaft war nicht eine unbeholfene Nachäffung des „Erwachsenen-Theaters", nciit, ci »di ein lebendig gewordenes Bilderbuch mit all seiner Naivität und seiner Farbenpracht und all seiner schönen Kindlichkeit; vie es nun eben Kinder von 6, 7 und S Jahren als iure Liebliiigslektüre betrachten. Es war deutlich das Bestreben erkennbar, nicht einzelne Stars herauszustellen, sondern möglichst vielen Kindern der Schule die Möglichkeit zu geben, am gemeinsamen Fest gemeinsam mitzuwrken. Wenn hier nur einige wenige Glieder des bei aller Buntheit und Verschiedenartigkeit doch einheitlichen Festabends erwähnt sind, so soll dies auf keinen Fall eine Mißachtung oder Minderbewertung der übrigen Vonührungen sein, sei es nun die mit wirklicher Hurtigkeit darstellte fidele Gerichtssitzung, seien es die exakt durchgeführten Tänze und gymnastischen Darbietungen und kunstvollen Turnvorführungen, die als t ine Art Mahnung des Körpers den Schluß der vorangegangenen geistigen I estfolge bildeten. Ebensowenig darf und soll verhehlt werden, daß wahrscheinlich mit genauer kritischer» Sonde dies und jenes verbesserungswürdig gefunden werden kann. Diese kritische Sonde anzulegen, ist Sache der Lehrerschaft und Schülerschaft selbst, die in dieser Feier so viel künstlerische Zucht bewiesen haben, daß ihnen die hohe Gabe der Selbstkritik üureimus zugemutet weiden kann. Für den Betrachter der Feier bleibt es bei der Feststellung, die am Eingang dieser Zeilen steht: Ein guter Geist sprach aus der Feier der S C h II 1 Bif! guter (ieint möge die Sehlde auch im alltäglichen Ernst ihres Lebens beseelen! F. G. * Die Schulleitung hat es außerordentlich bedauert, daß wegen Übereilung des Saales die Türen geschlossen werden mußten, und viele Eltern und Freunde der Schule keinen Einlaß mehr fanden. Handelsbank Iwria, Leipzig. Die Leipziger jüdische Genossenschaftsbank ladet lt. Anzeige zu ihrer am?V H Mt? in den Räumen -ier Leipzig-Loge stattfindenden 3. Ordentlichen Generalversammlung ein. Dem Geschäftsbericht des Institutes entnehmen wir, daß die Bank zur I örderung und Erhaltung der jüdischen Existenzen des Leipziger Bezirkes in starkem Maße beigetragen hat. Der Sinn der genossenschaftlichen gegenseitigen Hilfe und gemeinsamen Arbeit habe seine Bestätigung von Neuem erfahren. Das Geschäftsjahr 1935 war ein Jahr intensiver und erfolgreicher Arbeit, trotz des Rückganges des Raucliwaretihandels am 1J1U!!!. A.'!v Sttlll ällS Kunden ::r. vergangenen Jahr :n besonderen: .\la!5c gestiegen seien. Sic stiegen auf RM 1260000. , worin das Vertrauen, das der Bank entgegengebracht wird, zum Ausdruck kommt. Die Liquidität der Bank ist tine besonders gute, da über RM I Million Kasse. Rankgnlrmhen unH andere liquide Anlagen vorhanden sind. Dank vorsichtiger Kreditgewährung konnten Verluste im vorigen Jahre vermieden werden. Das Institut beschäftigt z Zt. 10 Personen. Nach Abschreibungen von rund RM 5 000 — verbleibt ein Reingewinn von RM 18 77b —, der zur Stärkung des Reservelonds und zur Zahlung einer 6% igen Dividende Verwendung finden soll Die Bank ruft noch Abscitsstchcndc zur Mitarbeit auf, in der Erkenntnis, daß es mehr als je gemeinsamer Arbeit zur Erhaltung und Förderung jüdischer Wirtschaftskreise bedarf. Bevorstehende Veranstaltungen 25. Mäiz: Generalversammlung der ,,Iwria". 26. März: lud. Kulturbund: Gastspiel des Jüd. Kulturbund-Theaters Hamburg: „Spiel im Schloß". 31. März: Collegium musicum: Synagogenkonzert. 2. April: Jüd. Kultuibund: Gastspiel Prof. Flesch. 4 19 25 April: Gesellschaftsabend. Ärtril- Yr.mrri <Z.r\\:,\<nr.crrr-C'.i April; Sonderabend. Jüdisches Lehrhaus Leipzig Stundenplan für die Woche vom 22. bis 28. März 1936 Sonntag: 9 Uhr früh Woskin —1- (Heim). - Montag: 18 Uhr Wartenberg 18— (Schule). — 19.30 Uhr Neumar.n -!9 Anfänger A (Schule) — 21 Uhr Neumann -19— Fortgeschrittene A (Schule). — 20 Uhr Bieberkraut - 20a— (Schule). — 20 Uhr Platzer -22a—(Schule).— Dienstag: 20 30 Neumann —19— Fortgeschrittene B (Schule) - 10 "*0 Uhr Wcskiü — Talmud - Ffanenriorierstraric 4. — Mittwoch: 18 Uhr Wartenberg —17— (Schule). — 2015 Uhr Neumann —19— Forigesc'urittene C (Schule).---20 Uhr Bieberkraut -20 b- (Schule). — Donnerstag: 20 30 Uhr Neumann —19— Anfänger B (Schule). — 20 Uhr Dipl. Kfm. Kohr -21- (Schule). - 20 Uhr Platzer -22a- (Schule). — Amtliche Bekanntmachungen. Jüdische Schulen zu Leipzig. In der Zeit von Mittwüdi, den 25. März bis einschließlich Sonntag, deu 29. März 1936, findet eine Ausstellung von Schülerarbeiten aus dem Unterricht in Zeichnen und Nadelarbeit, sowie aus dem Werkunterricht statt, zu der wir Eltern und Freunde unserer Schule ergebenst einladen. Besichtigungszeit: 11—13 u. 16-18 Uhr. Leipzig, den 18. März 1936. Die Schulleitung. Mädchen- Konfirmation. Am Sonniag, den 29. März 1936, 11 Uhr vormittags, findet in der üenieindesynagog••, Gottschedstraße 3, durch Gemeinderabbiner Cohn die Mädchen-Konfirmation statt. — An die Einsegnung wird die feierliche Entlassung der ins Leben tretenden Schüler und Schv'erinnen der Religionsschüle 1 angeschlossen. — Bei der musikalischen Ausgestaltung der Feier wirken Synagogen-Chor (unter Leitung von Herrn Barnet Licht), Orgel (Herr Kapellmeister Simon) und Herr Oberkantor Lampcl mit. Hierzu werden alle Gemeindemitglieder, insbesondere die Eltern unserer v*f.V%lilo»" llwH Wr>hi'i In»-.».»...», i.......i: AU * „...„..i- ..... AliUlQ Ui.U wviiMiviiiiiil.ll QU «.llv.1131 V.lll£v,iaUv.ll. LeiDzi?. den 18. März lO tfi Der Vorstand der israel. Religionsgemeinde zu I eipzig. Der Direktor der Religionsschule I Betriebe unter Aufsicht des orthodoxen Gemeinderabbinats. Zu Pessach stehen unter Aufsicht: a) Kolonialwarengeschäfte: Josef Beer, Keilstr. 2; L. Berggrün, Nordbuauc 1; R. Beniner, Nordstraße 2i; K. Bienenstock, Wettiner Str. 13; E. Diamant, Humboldtstraße 26; B. Dzialoszynski, Hainstr. 21, Durchgang, Laden 5 (früher Witwe S. Jaffe); S. Felber, Nordstraße 41; M. Forschirm, Waiier-Blümel-Straße 13,11; J. Gaidelmann, Ranst. Steinweg 9, II; F. Grünberg, Gerberstr. 60; S Jamschon, Jakobstraße 15; R Katzmann, Humboldtsiraße 12a; Josef Kober, Hindenburgstraße 60,1; Ch. Krämer, Ranst. Steinweg 31; E Miodownik, Nordstr. 49; A. Tomarkin, Fregestr. 23.1; B Wetzer, . jetcovSir* i?-. * - u) KaffeS uild Tee: W. Siciu, Liliciiäiidüc 27. iL. AiärCUS, Käiistädter Steinweg 33; nur Wein: G. Katz, Thomasiusstraße 13. c) Selterswasser eigener Fabrikation und Wein in Originalfüllungen Hoi- Pi^mo yn U,,r.,u..r.t D„.i:~ * \v/„:~l— wen — I-------Ci. in U w ( . t . ■ LA ... uviiitiuiu-UVIllll, ' vv VI^IW, IVIUVIIUVI^WI v'll. 19. d) Das Großhandelsgeschäft von J.Tempel, Blücherstraße 6—8; im Einzelverkauf sind dort Waren nicht erhältlich. Leipzig, den 17. Februar 1936. Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig. Gottesdienste Gemeindesynagoge. Sabbatgottesdienst: Freitag, 20. März, Abendgebet 18,30 Uhr mit Predigt, Morgengebet 9 Uhr, Nachmittagsgebet '8,35, anschließend Lehrvortrag, Abendgebet 19,05 Uhr. Gottesdienst an Werktagen in der Ez-Chaim-Synagoge. Gemeindesynagoge. Sabbatgottesdienst: Freitag, 27. März, Abendgebet 18 30 Uhr, Sonnabend, Morgengebet 9 Uhr, Nachmittagsgebet 18,45, anschließend Lehrvortrag, Abendgebet 19,18 Uhr. Gottesdienst an Werktagen in der Fz-Chaim-Synagoge. Sonnabend, 4. April 1936 im Varietesaal des Battenberg der j yr Gesellschaftsabend des Bar-Kochba I

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