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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1936-03-20 · 12 (20.3.1936) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
12 (1936)
Issue
12 (20.3.1936)
Date
1936-03-20
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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20. März 1936 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELlOIONSÖFM FlNnF 711 LE«1»"^ ' ' ■ i i - ■ 1 , ■ 71; -i - i; r ,- . r . " i7" — C»;*. * •-"-«v ■_• —___ Jüdischer Kulturbund Donnersta«, den »fi. Iä« 20.15 L h? imKuituFbandtheater nachgeholte FehruarVeranstaltung (Nur f. Mitgl.) (Battenbergtheater Tauchaer S^ratkne 3») — Garderobeschluß 20 Ubr Gastspiel des Hamburger Kaltarbandtheaters: *4pf<*1 Im KrhloRi von Jlolnsr mit Max Ehrlieh al* Oa«t I Voranzeige: Ä. April 193G. «astspiel ' Prof. Fiessh als Särzvcrs&sUUu»« ■ Allen Freunden und Bekannten die Mitteilung, daß heute ein gesunder Junge angekommen ist. Leipzig S 3, Stwnstr. 66 Rndnlf Rrmtianon n. Frau [ 15. März 1936 Bella geb. Weißmann Leipzig Anna Kosenbaum f~ fö-.t._. Verlobte Zwickau iine erfreuliche Steigerung im Geschäftsjahr 1935 hervor. Es konnten gute Kurerfolge festgestellt werden, jedoch wurde mit Bedauern aut' den schlechten Gesundheitszustand der besonders von den verschiedenen Gemeinden entsandten Kindel hingewiesen, i-tisuuaiuiangel inachte sich erst am Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres bemerkbar, jedoch wurden die /.um Teil übertriebenen Gehaltsfordcrungin der jungen Kräfte in keinem Lall berücksichtigt. Anschaffungen und Renovierungen im Heim sind in größerem Umfange gemacht worden; erwähnt wurde die Anschaffung des Röntgenapparates. Die Erörterungen ergaben im übrigen u. a. folgende Beschlüsse: Künftige Durchführung von Reihendurchleuchtung bei allen Neuaufnahmen unter Umlage der entstehenden Kosten auf Litern und Fntsendestt'llen - Weitere I )iirrlifi'ilirnii<r <lt>r nirfl^henden FÜr- ......- ■•- o ......—.. rt _.. _.. — . ... sorge - im Interesse einer Kontrollmöglichkeit über die Kurcrfolge — in alljährlichen Abständen. Aufnahme von Jungen über 14 Jahre nur als Ausnahme in ein/einen gesundheitlich besonders dringenden Fallen. Lrhohung des l'flegegeldes in den 3 Sommermonaten — von Mitte Juni bis Mitte September um RM. (1.50 pro Tag und Kind. Mit Ausscheiden der bisherigen Kuratoriumsvorsit/endeu, Frau Bettina Brenner, übernimmt die Bundesvoi sitzend.. I ran Ottilie Schoenewald, auch den Vorsitz im Kuratorium des Heims. Trauerfeier für Ludwig Holländer. Der Verband Berlin des K. C, der die alten Herren des ehemaligen Studentenverbaudes des K. (.. (Kartellkonvent) umfaßt, veranstaltete für den verstorbenen Viirsit/i'mlt'ii des tresrhäftsf ührenden AnssrhiKm1« de« K (' \)r I iir? . i .Iii viim^ii v | C3 ..... I.. — ., I_ 1 . i_ .1 .1 «.'ig Holländer, eine Trauerfeier. Die zentralen jüdischen Körperschaften hatten Vertreter entsandt. So waren vom Vorstand der Berliner Jüdischen Gemeinde Rechtsauwalt Dr. Alfred Klee und Moritz Rosenthal erschienen, vom Preußischen Landesverband Kammergericlitsrat i., R. Leo Wulff und Rechtsanwalt 1 leim ich Stern. Der C.-V. war durch Dr. Alfred Hirschberg, seinem geschäftsführenden Syndikus, vertreten, der Reichsbund jüdischer Irontsoldaten durch Hauptschriftleiter Dr. Hans Wollenberg. Justi/rat Eugen Strauß-Augsburg hielt die Oederikrede auf Ludwig Holländer, in der er insbesondere die Bedeutung des Verstorbenen für die jüdische studentische Bewegung und das Wirken i Ludwig Holländers in seiner München«! Zeit innerhalb des K. C. würdigte. Außerdem sprachen I ritz üoldschmidt und Dr. Hermann Berlak. i üe Trauerfeier, die von Cello- (Gustav Zeelander) und Orgelspiel (Ludwig Altmann) umrahmt war, hinterließ einen tiefen Fmdruck. ■ - ' i - j --. - <J| A.) Unsere Gemeinde. . in. n.ku.v. fiusuiicus v>uii»ui^iioi tut nauuiuti ui. mi icuatli in nci Synagoge Keilstraße Der Freitag-Abend-Gottesdienst des Schabbos Irnmah gestaltete sich zu einer Feier, deren Atmosphäre gesättigt war mit menschlichen und jüdischen Gefühlen von selten anzutreffender Eindringlichkeit und Stärke. War doch die Synagoge Keüstraße durch 35 Jahre hindurch der alleinige Schauplatz gewesen, auf dem des scheidenden DaKKI_____w:.i..„ ... ...,„„..„.. Ct„At ..."„u ,Cu,-„;„u„. i... Anr-h •- ---— IVilUUlllCl 3 vv uiv^ji in nii,iui.i utuul oiv.il «WMrfiwlU. , IIU1 olx.lt MWV.II III IIIIV.111 schlichten würdigen Räume das Geheimnis des geistlichen Führers voll-?inzclncn Indi- ,i,» V.I u Uo zogen, wie er gemeinschaftsbildend wl vidiialitäten eine Gemeinde schaffte. Ein Vierteljahrhundert Leipziger jüdischer Geschichte rollte das Vorstandsmitglied Herr Adolf G oldwasser in seiner Abseliiedsiede auf, einer Rede, die meisterhaft war in der knappen Zusammenfassung des Wesentlichen und Bleibenden, und tief ergreifend iti ihrer menschlichen i laliuug. Hier sprach der treue Diener seines Herrn, der zu ihm sich gesellt hatte, als erster Baiboss in der kleinen Schüler- Synagoge, aus der das heutige Gotteshaus erwuchs, welches die Tradition der Orthodoxie Leipzigs, die alte Brodyer Schul, aufnahm und ihr einen würdigen Rahmen bot. Darum konnte keiner besser als er in diesem Rückblick das historisch Bedeutsame der Stunde gegenwärtig machen und über den Abschiedsschmerz die Pflicht stellen, ein schwer erworbenes Erbe zu hüten und XU pflegen. Auch die Predigt des scheidender. Rabbiners war ein großer Rückblick Und eine Bilanz, und voll Stolz verweilte er bei jenen Tagen, da das heute zu ungeahnter Bedeutung gelangte jüdische Schulwerk Gestalt gewinn und da von dieser Kanzel sein ehrwürdiger Vater, der Lübecker Raw s. A., für das große Werk warb. i;.: nnrf Annemarie Jdiutöieim "ü HfMmfiim Iffbf) ...■■:■>■■:;. uuh -:>h ■>o.'» »w*tii?*u?u,'^.TT~ Verlobte zu Hause: Waldstraße 80 — Sonntag, den 5. April. 11 bis 1 I.Ihr i ■!•» •»■II If AMnloL «.!»--- - . ■ Heinz Jacob.y! T.—Iii- C_l. =____ . Wfc*!!ka. UV.IIV*..um Hohenlohestraße 6 /I -.I — \ I.LI|JJ :~\ 6/ Travessa do Caes do Tojo 7 Zwischen dem Rabbiner und seiner Gemeinde, die dicht gedrängt das Haus bis auf den Vorplatz erfüllte, schwang ein Fluidum innigsten Gefühls und Zticinanderneigens; dieselbe Stimmung beherrschte auch de.i vorangegangenen Gottesdienst, in den Oberkantor Schneider die ganze Inbrunst seineswundervollen Chasonus ergoß. So wurde die Abschiedsfeier zu einem Erlebnis von stärkster Intensität, das nnrh lange Im Oedärhinie H«- Teilnehmer haften wird. Jüdischer Kulturbund. Von der Leitung des Jüd. Kulturbundes geht uns folgende Mitteilung zu: Da uns durch Ermietung des Battenberg-Theaters mehr Plätze, wie bisher zur Verfügung stehen, sind wir in der Lage, noch eine Anzahl voll zahlende Mitglieder aufzunehmen. Für P.-Karten müssen wir das bisherige System der Voranmeldung beibehalten. Unsere nächste Veranstaltung (für Februar): Spiel im Schloß von Molnar, findet am Donnerstag, den 26. März 1936 statt, sodaß neu hinzutretende Mitglieder bei Bezahlung des Februar-Beitrages schon diese Veranstaltung besuchen können. Synagoge nkonzert. Das für Dienstag, den 3'. März 1936 angesetzte Synagogenkonzert des Collegium musicum muß verschoben werden. Es findet am Montag, den 30. März, statt. Kinder spielen sich selbst. Die Schulfeier der Jüdischen Schulen zu Leipzig vom 17. März 1936. Ein guter Geist ist das erste und wichtigste Erfordernis für eine gute Schule. Ein guter Geist wird jeder Schule über alle Schwierigkeiten in schulischer und in stofflicher Hinsicht hinweghelfen. Ein guter Geist ist der einzige zuverlässige Kirf, der die (ieniHnschaft aller Schüler und aller Lehrer zusammenschließt zu gedeihlicher Schularbeit. Ein guter Geist spricht aus dem Ganzen und den Einzelheiten der Feier unserer jüdischen Schulen. Dieser Oesamteindruck sei vorweg genommen. 9fac*i ft(Ct5S (äciffo^Uijüge in handwerklicher, nach Maß-Tarif la entlohnter Schneider-Arbeit. Die neuen Frühjahrsstoffe sind eingetroffen. 145,- 165, 185, cimbevgtn^i5er^

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