Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 12 (1936)
- Issue
- 10 (6.3.1936)
- Date
- 1936-03-06
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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! 6. März 1936 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE ZU LEIPZIG Seite 3 Für die anläßlich unserer Vermahlung uns zugesandten Glückwünsche und Aufmerksamkeiten sprechen wir hierdurch Aller, herzlichsten Dank aus. l!«n»k En<re!l*!*r<!t * n. Frau Lotte geb. Tempel. 1 P Jüdischer Frauenbund 1 | \mm.r Ortsgruppe Leipzig 1 Mittwoch, den 18. MSrz 1036 2030 Uhr I im Jugendheim / Elsterstr. 7 i Vortrag: Fräulein Dr. Hildegard Böhme Jivity Grassi-r Hi*rl"?rl Richteir Leipzig Verlobte Annaberg E. Paula Meth Viktor Kort | Hindenburgstr. 116 Verlobte j Berlin W t5, Emserstraße 42 Sportverein „Schild" Leipzig ■ Die jüdische Frau in Beruf und Haus 1 Gäste herzlich willkommen i , n Sonntag, den 8. Stürz Zum Besten der Jüdischen Winterhilfe Sportliche tirGstiveranstaltuiig 14 Uhr: J. S. 0. Berlin Damen — Schild Damen 15 Uhr: J. S. G. Berlin — Schild Leipzig 1. Handballm. 16 Uhr: „Itus" Würzburg — Schild Leipzig 1. Fußballm. I drei Organisationen: JiVdische Jugendhilfe, Kinderdorf Ben Scheine I und Kinderheim Ahawa werden eingehend dargelegt. In Palästina wo die Arbeit bekanntlich von Miß S/old geleitet wird, wurde bisher 694 Jugendliche untergebracht, die sich aut 21 Siedlungs I (tunkte verteilen. Zum Vorhercitunpslaeer der luirendaliia sind rm f zeit 12(K) Jugendliche gemeldet. Im Februar dieses Jahres beendet land ausgewanderte Gelehrte gestiftet haben. Eines dieser beiden Stipendien wurde nach Beratung mit der Royal Society für drei Jahre dem früher an der Universität Göttingen tätig geweseneu Dr. Walter Heitier gewährt, um es ihm zu ermöglichen, an der Universität Bristol seine Forschungen auf dem Gebiet der theoretischen Physik fortzusetzen. Die Zuteilung des zweiten Stipendiums soll in nächster Zeit erfolgen. Ein drittes Stipendium stiftete der Rat aus seinen allgemeinen Mittein für die nächsten drei Jahre und erteilte es dem früheren Chefarchivar und Direktor der Forschungsabteilung für Kulturgeschichte am Geheimen Staatsarchiv in Potsdam, Dr. Veit Valien« tili, um ihm die Fortsetzung seiner Arbeiten über deutsche Geschichte am Londoner Univeisüy College zu ermöglichen. Drei Jahre zionistische Bewegung in Deutschland. Die Zionistische Vereinigung für Deutschland veröffentlicht einen 250 Seiten starken Bericht, in dem sämtliche Arbeitsgebiete und Einrichtungen des Zionismus in Deutschland in ihrer Entwicklung während der letzten drei Jahre und in ihrem gegenwärtigen Stand eingehend behandelt weiden. Dadurch wächst der umfassende Bericht über seine engere Bestimmung hinaus und wird geradezu zu einem Handbuch d'es Zionismus in Deutschland. Dem Bericht geht als Einleitung eine allgemeine Betrachtung des seit dem 1932 in rrankturt abgehaltenen XXiV. DVicgiertentag verstrichenen Zeitraums voraus. Die tiefgreifenden inneren und äußeren Veränderungen, die in dieser Zeit mit den Juden in Deutschland vor sich gegangen sind, werden hier, in einer den zionistische^ Auffassungen entsprechenden Betrachtungsweise zu einem Gesamtbild zusammengefaßt, das weit über den aktuellen Anlaß hinaus Anspruch darauf erheben kann, in seiner Art als dokumentarische Bekundung von historischer Gültigkeit zu einem entscheidenden Abschnitt jüdischer Geschichte in Deutschland gewertet zu werden. In den darauf rollender. Abschnitten des Berichtes werden die lic/icuuugeii der Z.Vtl'f Mir zionistischen Bewegung juliahalb i tattschiands, zu den jüdischpotitiät heu Organisationen in Deutschland und zu den allgemeinen Institutionen der Judenheit in Deutschland (Reichsvertretung, Zentralausschuß usw.), sowie der durch die 1933 entstandenen großen Aufgaben bedingte organisatorische Neuaufbau und Ausbau geschildert: während früher die einzelnen Ortsgruppen unmittelbar der Zentrale in Berlin unterstellt waren, stützt sich diese Zentrale heute aut zwölf Gruppenverbände. Die Zahl der Ortsgruppen und Arbeitsgemeinschaften hat sich auf 135 Ortsgruppen, 75 Arbeitsgemeinschaften und 100 Stützpunkt«' vermehrt. Die Zahl der mciiselicii, die sich im Laufe der letzten drei Jahre der Bewegung neu angeschlossen haben, wird auf mindestens 25000 gesehätzt. Unter Zugrundelegung der Ergebnisse der Schekelaktion für das Jahr 5b95 kommt der Bericht zu dem Schluß, daß etwa ein Drittel des gesamten Judentums in Deutschland durch die Zahlung des Schekels die Verbundenheit mit der zionistischen Bewegung bekundet hat. Das Buch gewährt in die einzelnen Organe und Arbeitsgebiete des deutsehen Zionismus, unter Verwendung von statistischen Tabellen und sehr anschaulichen Ubersichten, sehr aufschlußreichen Finhlick: das Palästina-Amt der Jewish Agency mit seinen einzelnen Abteilungen, die „Jüdische Rundschau- , die Fonds (Kercn Hajessod und Keren Kajemeth), der Deutsche Makkabi-Krcis, der Verband jüdischer Trauen für Palästinaarbeit und die Jung-WIZO, der Deutsche Landesverband des Hcchaluz, die Zionistische Jugend Deutschlands, werden in eindrucksvollen Schilderungen ihrer Arbeit und ihrer Entwicklung vorgeführt. Abgeschlossen wird der Bericht mit einem Kapitel über die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendalija. Aufbau und Arbeitsweise der in ihr zusammengeschlossenen die erste Gruppe, die zur Jugendalija nach Ain Charod geschickt wurde, ihre zweijährige Ausbildungszeit. Der Bericht stellt fest, daß die Jugendalija, die jährlich tausend Jugendliche nach Palästina überführen will, zu einem wesentlichen Bestandteil der zionistischen Arbeit in Deutschland geworden ist. Wer sich mit Wesen, Wollen und Wirken des Zionismus vertraut machen will, wird diesen Bericht als einen ausgezeichneten Führer verwenden können. Verständigung zwischen Rcichsvertretung und Orthodoxie. Die Reichsvertretung der Juden in Deutschland und die Vertretung der Unabhängigen Jüdischen Orthodoxie Deutschlands teilen mit: Reichsvertretung der Juden in Deutschland und Vertretung der Unabhängigen jüdischen Orthodoxie Deutschlands haben eine Vereinbarung getroffen, auf Grund deren die Vertretung jüdischer allgemeiner Belange gegenüber «len zuständigen Stellen durch die keichsvertretnng erfolgt^ In religiös-kulturellen^ Belangen vertritt die Vertretung der Unabhängigen jüdischen Orthodoxie ihre Interessen, wenn pine Verständigung mit der Reichsvertretung nicht erfolgt, selbständig. Nach innen bleibt die Selbständigkeit der Vertretung der Unabhängigen jüdischen Orthodoxie durch dieses Abkommen unberührt. Eine stetige loyale Fühlungnahme der Reichsvertretung und Vertretung Hai> l ln,u;;„m..,.„ r^-it---1—------r..:i....u~r -rr. vaw vyltuu......u iUvuSCiiWAi IIIUUUMV, ».HIV. » w 4. ».t 11111 v um Vertretern der Vertretung der Unabhängigen jüdischen Orthodoxie an Beratungen über Zuschüssen an Gemeinden und Institutionen der Vertretung der Unabhängigen jüdischen Orthodoxie ist vorgesehen. ■HH^H^^^MM^^MHMHI^BBaHV So billig war§ noch itto! j Ab 1. 4. können Sie schon für — ca. »OO KÜH — von Leipzig nach Haifa und zurück incl. Eisenbahnfahrt reisen Sonderfahrt des M/S „Vulcania" 24flontn am 2. April 1936 zu ebenfalls stark herabgesetzten Preisen in 3f/a Tagen Neapel — Haifa Buchungen durch Palestlue&Orieiit]jloyd Filiale Leipzig einziges Jüd. Reisebüro in Leipzig II:: in st r. 161 - Zimmer304 - Tel. 107 22