Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 9 (1933)
- Issue
- 29 (21.7.1933)
- Date
- 1933-07-21
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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21. Juli 1933 QEME1NDEBLATT UbR ISRAELI I ISCHEN RLLKilONSOEMKINDL ZI' 1.1. II'ZIO Seite ) IKleine Jinieigen ** ~ I p au/. (7ie/ie 3. Je/te). I Neue Bücher. Unsere Gemeinde. Betrifft Änderung in der Anschrift der Schriftleitung des Gemeindeblattes. In der Zeit vom 19. Juli bis 18. August 1933 sind sämtliche für das uemeiudeblatt bestimmten Zuschriften an Herrn Rabbiner Dr. Goldmann König-Johannstr. 17 (nicht an Herrn Rabbiner Cohn) zu richten. Da wlhrend der genannten Zeit Herr Rabbiner Cohn von Leipzig abwesend sein wird, würden peinliche Verzögerungen eintreten, wenn Zuschriften unter der bisherigen Anschrift erfolgen würden. Auf die Einhaltung des Redaktionsschlusses, Dienstag 10 Uhr, wird noch besonders verwiesen. Sozialamt (Abt. Berufsumschichtung). Die für Montag, den 17.Juli 1933 angesetzte Besprechung mit den Jungakademikern mußte auf Dienstag, eleu 25. Juli, nachm. 18.15 Uhr verschoben werden. Die Besprechung findet im K.J.V.Zimmer des Judischen Jugendheimes, Elsterstr. 7, statt. Sämtliche Referendare, Junganwälte und jungärzte werden gebeten, pünktlich ZU erscheinen. So/.ialamt (Stellenbeschaffung). In zahlreichen Fällen treten an uns Arbeitsuchende und Arbeitgeber mit der Bitte heran, ihnen für die verschiedensten Beschäftigungen Stellen b/w. Arbeitnehmer zu vermitteln. Da leider die von uns schon vor Jahren angestrebte Errichtung eines jüdischen Arbeitsnachweises nicht genehmigt worden ist, empfehlen wir in allen solchen Fällen den Weg des Inserates im (lemeindeblatl zu benutzen, damit Arbeitnehmer und Arbeitgeber den W ejf zueinander finden. Insbesondere sollten alle jüdischen Arbeitgeber ihre Pflicht darin erblicken, auf diese Art die Not in den eigenen Reihen zu mildern. Aus dem Gemeindeamt. Gottesdienste: Gemeindesynagoge- Sabbatgottesdienst! Freitag, 21. Juli, Abendgebet mit Predigt 1°. Uhr (Rabbiner Dr. Ooldmann). Sonnabend, 22. Juli, Morgengebet 9 Uhr, Nachmittagsgebet 2035 Uhr, anschließend Lehrvortrag (Rabbiner Cohn); Abendgebet 21,05 Uhr. Morgengottesdienst an Sonn- und bürgerlichen Feiertagen 7,30 Uhr, werktags 7 Uhr, Abendgottesdienst 19 Uhr. Gemeindesynagoge. Sabbatgottesdienst: Freitag, 28. Juli, Abendgebet 19 Uhr .Sonnabend. 29. Juli, Morgengebet 9 Uhr, Nachmittagsgebet 20,20 Uhr, anschließend Lehrvortrag (Rabbiner Dr.Ooldmann); Abendgebet 2(1,51 Uhr. (i o 11 e s d i e u s t am Tischoh B'aw. Montag, 31. Juli, Abendgebet 20 Uhr; Dienstag, I.August, Morgengebet 7 Uhr, Nachmittagsgebet 13 Uhr. Tischoh B'aw-Ausgang 20.47 Uhr. Morgengottesdiensl werktags 7 Uhr, Abendgottesdienst 19 Uhr. E/ Chaim-Synagogc (Otto Schillstr.) und Talmud Thora-Synagogc (Keilstr.): Freitag, den 21. Juli, Abendgebet 19.15 Uhr. Sabbat: Morgengebet 8.30 Uhr; Miucha 17 Uhr; Ausgang 21.05 LMir. WOchentag: Morgengebet 7 Uhr, Abendgebet 19.30 Uhr. Personenstandsnachrichten. Ba r m i z w a: Sonnabend, 22. Juli 1933 Morit/ Brand, Sohn des Herrn Uscher Brand und seiner Frau Auguste geb. Ascher, Matthäikirchhof 26, in der I / < Ihaim-Synagoge. Todesfälle: 14. Juli 1933 Brendel (Uttel Epstein, Nordstr. 52. 14. Juli 1933 Julius Block. Promenadenstr. 15. 15. Juli 1933 Henriette Barbag, Bornaischc Str. 202 a. Austritte aus der israelitischen ReUgionsgesellschaft: Ihi lungere Zeil hindurch Anstrittserklärungen nicht veröffentlicht worden s///</, hüben sich dieselben in größerer Zahl angesammelt. W'ir bemerken dies, damit hei unseren Lesern nicht der Gedanke enx eckt wird, daß etwa Austrittsi hlärungen in besonders großem l 'm fange erfolgt seien. Nach geltendem sächsischen Recht bedeutet der Austritt aus der israelitischen ReUgionsgesellschaft den Austritt aus dem Judentum; nach unserer Friedhofsordnung hat der Austritt aus dem Judentum den Verlust des Anrechtes auf Beisetzung und auf eine etwa früher erworbene Grabstelle auf unseren Friedhofen /ur Folge. Henriette Stickel, geb. Lilienthal, Kaufmannsehefrau, geb. 7. Juli 1894, Oetzsch-Markkleeberg, Hauptstr. 84. i tora < lertrud Wally gesch. Zameczkowski geb. Blank, geb. 25. Januar 1<HM), Leipzig, Windmuhlenstr. 17. Nachmann Qorodecki, Kaufmann, geb. 11/24. März 1892, ThomasiusstraBe 1. Margareta Helene Qorodecki verw. Jähnig geb. Zschau, Kaufmannsehefrau, geb. I. Juni 1888, ThomasiusstraBe I. I'eter Nauin (iorodecki, geh. 21. September 1923, Thomasiiissir. 1. Georg Sterilberg, kaufm. Vertreter, geb. 25. September 1901, Pctcrssteinweg 19. Martha Lina Skomorowsky geb. Schmidt, Kaufinannschcfrau, geb. 5. Dezember I8(u, Leipzig, Eisenbahnstr. 5. Kurvt Skomorowsky, geb. 17. Juli 1921, Leipzig, Eisenbahnstr. 5. Jutta Gisela Skomorowsky, geb. 7. September 1924, Leipzig, Eilenbahnstr. 5. Der Scluildispeiis an Sabbaten und jüdischen Feiertagen. Soeben ist eine vom Generalsekretär des Weltverbandes Schomr« Schabbos Dr. Joseph Stern verfaßte Schrift erschienen, die ein« Zusammenstellung sämtlicher in den europäischen Ländern geltenden < iesetze, Verordnungen und Praktiken betreffend die Befreiung jüdischer Kinder vom Unterricht, sow ie von manueller rätigkeM an Saobath- und jüdischen Feiertagen in den staatlichen UnterrTchtsanstaHen enthält. Der Präsident de-. Weltverbandes Seminardozent Dr. Qrünberg «eist in einem Geleitwort nach, »lali der Dispens als solcher :il>s:>lut durchführbar ist und schultechnische Bedenken gegenüber dem fundamentalen Grundsatz der freien Religionsübung nicht ins Gewicht fallen können. Da Stärkung der religiösen Erziehung der Jugend aller Bekenntnisse im eigensten Interesse des Staates liege, könne ein nur teilweises Entgegenkommen der Regierungen und Behörden in der Frage des Schuldispenses jüdischer Schiller an Sabbat und jüdischen Feiertagen oder gar ein Abweisen der jüdischen W unsche keine ernste Begründung haben. Die Veröffentlichung ist durch das Sekretarial des Weitverbandes Schomre Schabbos, Berlin NW-lo, l homasiusstr.7, zu beziehen. Ein neues Heft der Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums Soeben ist ein neues Heft der von der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums in Berlin herausgegebenen Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums erschienen. Das Heft enthält einen Aufsatz des Wiener Rabbiners Max Grunwald über die Einflüsse jüdischen Zauberglaubens auf den Islam und später, zum Teil durch dessen Vermittlung, auf das christliche Mittelalter. Dr. Grunwakj, ein vorzüglicher Kenner der allgemeinen Volkskunde, weist diese Einflüsse an der Hand neuerer Forschungen und einer unveröffentlichten Handschrift nach. Im gleichen Heft setzt Samuel Klein, Professor an der Universität Jerusalem, seine Untersuchungen zur jüdischen Altertumskunde Fort. Bernhard Heller bespricht die Spiegelung des Lebens Jesu in einer jüdischen volksschrif t. Der ältesten Geschichte der Juden in Polen ist eine eingehende Untersuchung von Eisenstein gewidmet. — Die Monatsschrift wird abonniert, indem mau Mitglied der Oesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums in Berlin wird. Der jährliche Mindestbeitrag beträgt RM. 10, und kann auf das Postscheckkonto der Gesellschaft Berlin 7(1 }0 eingezahlt werden. Auf die W ichtigkeit, gerade in der heutigen Zeit, jüdische W issenschaft materiell und ideell zu fördern, ist in den letzten Wochen von maßgebenden jüdischen Stellen wiederholt hingewiesen worden. Vereinsnachrichten. Zionisten Revisionisten Mitglieder treffen sich zum Oneg Schabath am Sonnabend den 22. Juli 1933 nachm. 4.30 Uhr bei B. Sudowicz, Kickerlingsberg 2. Keren Kajemeth Lejisrael (Jüdischer Nationalfonds) Leipzig e V. Keilstr. 4, Tel. 10211, Postscheckkonto 53341. I mi-Wettbewerb der Jugend. Schluß des Wettbewerbes und Abgabe der Imi-Taschen am Montag, den 24. Juli '24 bis 5 Uhr, Siegesverkündung und Verteilung der Preise am Dienstag, den 25. Juli, 5 Uhr im Büro, Keilstr. 4. Herausgegeben vom Vorstand der israelitischen Religtonsgcmcinde m Leipzig. Schriftleitung: Oemcindcrabbiner Oustav Cohn, Leipzig Cl, Walter Bliimcl-Straße 10, III. Anzeigen: Verlag Elsa Ooldfreund, Leipzig O 5, Cichonusstiaße 2a. Druck: Druckerei der Werkgemeinschaft, Leipzig Ct, Brüdcrstr. 19. Anzeigen-Vertretung in Berlin: M. Badasch, Neukölln, Sandcrstr. 24, Tel. F. 2. 1Q25. Anzeigen - Annahmestellen: Der Verlag, Leipzig O 5, Cichoriusstraße 2a,!, Telefon t.0771. M. W. Kaufmann. Leipzig Cl. Brühl 8, Telefon 23004. Zigarrenecke Hanna WlndanWer, Leipzig C I, Bayrische Strafte 48 (Ecke Sophienstraße), Telefon 32930. Rosa Wolff, Hai.« haltartikel, Leipzig C I, König - Johannstraße 2 (Lcke Frankfurter Straße), Telefon 2U508 brich Sachs, Anzeigenbüro, Leipzig Cl, Augustusplatz 7, III (Luropahausi, Telefon 23233. E. Diamant. Lebensmittelgeschäft. Leipzig C. 1, HumholdlstraBe 2h (Eingang Nordstraße) Warenhaus Adler, Leipzig N 22, Mallische Sttaße 127, Telefon 50367, Tahakwaren Einhorn, Leipzig Cl, Katzbachstraße 21 (Lcke Theresienstraße) Telefon 53372. Wir verweisen auf die Finna Wassermann, Keilstr. 2. Diese Qeflügelhandlung, die älteste am Platze, führt nur erstklassige und garantiert frische Ware und ist in ritueller Beziehung unbedingt zuverlässig. Tomaten! Tomaten! Tomaten! In den nächsten Wochen beherrscht die Tomate den Küchenzettel. Diese, für die Ernährung großer Kreise höchst wichtige Frucht, erfreut sich nicht nur roh, ohne alles, sondern auch als Brotbelag mit Zwiebel, Pfeffer und Salz zubereitet, großer Beliebtheit bei Jung und Alt. Die Zubereitung als Salate in verschiedenen Arten, ferner als Einmachefrucht ist jedoch für manche Hausfrauen noch ein Buch mit sieben Siegeln. Ebenso wissen viele nicht, daß „Elb's Essig Essenz" für Tomatensalate, wie für Salate überhaupt, infolge des milden Geschmacks des daraus hergestellten Essigs, besonders geeignet ist. Hausfrauen, welche ihren Küchenzettel bereichern wollen, empfehlen wir, sich die „20 sauren Tomaten-Rezepte" von der Max Elb A.-O. in Dresden-A. 28., senden zu lassen. Dies kostet mir 1 Postkarte an diese Firma sonst weiter nichts, trägt aber sicher dazu bei, daß Ansehen der Hausfrau als Köchin im Kreise ihrer Familie zu erhöhen. Wir machen auf die Fa. Ringelblum, Lohmiihlgasse, aufmerksam, die in altbewährter Qualität Molkerei-Produkte u. 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