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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1933-03-30 · 13 (30.3.1933) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
9 (1933)
Issue
13 (30.3.1933)
Date
1933-03-30
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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Selto 4 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE ZU LEIPZIG 30. März 193! c) in der Südschule am Donnerstag, 20. April 1933, 17 Uhr, im Schulgebäude der Goethesehulo am Schlctterplatz; d) in der West schul e am Freitag, 21. April 1933, 15 Uhr, im Sehulgebtiude der 47. Volksschule, Elisabeth-Allee 24—26. Dir angegebenen Zeiten sind pünktlich einzuhalten. Eine Aufnahme von Schillern und Schii lorin non findet auch an Sonntag, 9. April 1933, vormittags 11—12 Uhr, im Gemeindeamt, Lölirstr. 10 1, statt. Hei der Anmeldung von neu eintretenden Schillern ist in jedem Falle der Geburtssehein (Stammbuch) mitzubringen. Die Schüler und Schülerinnen des F o r t b i 1 d D n g s u n t o r richte versammeln sich am Mittwoch, 19. April 1933, 17 Uhr, pünktlich im israelitischen Gemeindeamt, Löhrstr. 10 III. Der Plan der Religionssehule ist darauf berechnet, daß der Religionsunterricht mit dem 7. Lebensjahr beginnt. Es werden aber aueh (»jährige Kinder aufgenommen, welche biblische Geschichte lernen und durch Anschauungsunterricht (Bilder aus dem jüdischen Leben) für die eigentliche Religionssehule vorbereitet werden. Leipzig, den 23. März 1933. Der Direktor: Kabbincr Dr. Goldmann. Beginn des Unterrichts in der Religionssehule II. Der Religionsunterricht für das neue Schuljahr beginnt am Donnerstag, 20. April 1933. 15.30 Uhr, im Gebäude der Höheren isrcalitischen Schule, Gustav-Adolf-Straße 7. Dio Schüler und Schülerinnen des Fortbildungsuntcrrichts versammeln sich Montag, 24. April 1933, 15.30 Uhr, im Gebäude der Höheren israelitischen Schule, Gustav-Adolf-Straße 7. Neuanmeldungen können zu den angegebenen Zeiten noch entgegengenommen werden. In jedem Falle ist der Geburtsschein (Stammbuch) mitzubringen. Leipzig, den 23. April 1933. Der Direktor: Rabbiner Dr. Carlebach. Barmizwa- Vorbereitung. Zur Barmizwa-Vorbereitung werden seitens der Gemeinde unentgeltlich besondere Lehrgänge abgehalten. Für die in der Zeit vom 1. Oktober 1920 bis 31. Dezember 1920 geborenen Knaben beginnt der Lehrgang am 1. April 1933. Nur wer daran teilgenommen hat, wird als Barmizwa in der Gemeindesynagoge zugelassen. Anmeldungen bis 31. März 1933 im Gemeindeamt, Löhrstraße 101. Von der Teilnahme können auf Antrag der Eltern solche Knaben befreit werden, welche bereits ihren Religionsunterricht privat durch einen von der Gemeinde angestellten Lehrer erhalten. Auch diese Kinder sind zur angegebenen Zeit zu melden. Leipzig, den 7. März 1933. Der Vorstand der israelitischen Keligionsgemeinde zu Leipzig. Im Anschluß an den Unterricht in unserer Religionssehule II ist ein Barmizwa-Vorbereitungsunterricht eingerichtet worden. In diesem Unterricht sollen vor allem das Erlernen der Tonzeichen (Neginoth) für die Thora- und Prophetenvorlesung geübt und die praktisch-religiösen Vorschriften (T'fillin, Zizzith usw.) behandelt werden. Der nächste Lehrgang beginnt Montag, 24. April d. J., 15X Uhr, im Gebäude der Höheren israelitischen Schule, Gustav-Adolf-Straße 7, und ist für Knaben bestimmt, die in der Zeit von Anfang Oktober d. J. bis Ende März n. J. Barmizwa werden; die Teilnahme daran ist kostenlos. Anmeldungen werden schon jetzt im Schulgebäude der Höheren israelitischen Schule, Gustav-Adolf-Straße 7, von 16 bis 17 Uhr entgegengenommen. Leipzig, den 7. März 1933. Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig. Betriebe unter Aufsicht des orthodoxen Gemeinderabbinata. II. Nur zu Pessacb stehen unter Aufsicht: a) Kolonialwarengeschäfte: R. Berliner, Nordstr. 21. — E. Diamant, Nordstr. IL — S. Felber, Nordstr. 41 II. — S. Jaffe, Tauchaer Straße 15. — S. Jamschon, Jakobstr. 15. — Josef Kober, Ranst. Steinweg 14. — T. Krämer, Ranstädter Steinweg 49. •— E. Miodownik, Nordweg 14. — Josef Beer, Keilstr. 2. — F. R. Katzmann, Pfaffcndorfer- Straße 11. — F. T. Krämer, Ranstädter Steinweg 39. — Lazar Marcus, Ranstädter Steinweg 33. — E. Miodownik, Nordstraße 49. — Clara Riesel, Funkenburgstraße 6. — S. Ringelblum, Nordstraße 24. — A. Tomarkin, Gustav-Adolf-Straße 38. — B. Wetzer, Jakobstraße 15. — L. Berggrün, Nordstraße 1. — B. L. Mäkler, Berliner Straße 3. — B. Rosen, Gerberstraße 60. b) Selterswasser eigener Fabrikation und Wein in Originalabzug der Firma Hugo ßondi, Mainz bei A. Weigler, Wittenberger Str. 19, Fernspr. 58115. c) Das Großhandelslebensmittelgeschäft von J. Tempel, BlUcher- - tmße 11; im Einzelhandel sind dort Waren nicht erhältlich. Leipzig, den 30. Januar 1933. Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig. Aus dem Gemeindeamt. (Jottesdienste: («emeindesynagoge. Sahbatgottesdienst: Freitag, 31. Marz. Abendgebet 18.45 Uhr mit Predigt (Rabbiner Cohn); Sonnabend, 1. April, Morgengebet 9 Uhr, Nachmittagsgebet 18.55 Uhr, anschließend Lehrvortrag (Rabbiner Cohn); Abendgebet 19.25 Uhr. Morgengottesdienst an Sonn- und bürgerlichen 7.30 Ubr, werktags 7.00 Uhr, Abendgottosdienst 18.45 Uhr Gemeindesynagoge. Sabbivtgottosdionst: Freitag, den 7. April, Abendgebet 19 Uhr mit Predigt (Rabbiner Dr. Goldmann); Sonnabend, 8. April, Morgengobct 9 Uhr, Nachmittagsgebet 19.05 Uhr, anschließend Lehrvortrag (Rabbiner Dr. Goldmann); Abendgebet 19.37 Uhr. — Morgengottesdienst an Sonn- und bürgerlichen Feiertagen 7.30 Uhr, werktags 7 Uhr, Abendgottesdienst 19 Uhr. Ez-Chaim-Sj nagoge (Otto-Schill-Str.) und Talmud-Thora-Svnagoge (Keilstr.): Freitag, den 31. März: Abendgebet 18.45 Uhr; Sabbat: Mor gengebet 8.30 Ubr; Mincha 17.00 Uhr; Ausgang 19.25 Uhr. - Wochentage: Morgengebet 7.00 Uhr; Abendgebet 18.45 Uhr. Personenstandsnachrichten. Geburten: 7. März 1933: Fritz Goldmann und Auguste geb. Katzenstein, Pfaf fendorferstr. 12, einen Sohn „Werner". B a r m i l w as: Sonnabend, 1. April 1933, Julius Lopate, Sohn des Herrn Moses Lopale und Frau Sara geb. Lopate, Böttchergäßchen 9, in der Ez-Chain.- Synagoge. Sonnabend, 8. April 1933, Gustav Alexander, Sohn des Herrn Karl Alexander und Frau Jenny geb. Zumraer, Nordstraße 33, in der Gemeindosynagoge. Neue Büch?". Dr. med. Jacob Levy: Die mm." -t in jüdischer Schau. Frankfurt a. Main 1932 (Hcrmon-\>r;.i' Ne'man: Geburtenregelung und Judeiuuuk. Leipzig 1933 (Verlag Gustav Engel). Seitdem der Geburtenrückgang bei den Juden in Deutschland die Frago nach dem Fortbestande des deutschen Judentums in den Kreis der Erörterungen gertickt hat, wird dem Problem rege Aufmerksamkeit zugewandt. Nicht nur vom bevölkerungspolitischen Gesichtspunkt aus: sehr ernsthafte Juden würden gar kein Unglück darin sehen, wenn die Zahl der in Deutschland lebenden Juden auf diosem natilr liehen Woge verringert würde. Mehr und mehr ist das religiöse Mo ment in den Vordergrund gerückt. Dr. Jacob Levy weist schon In der Titelgcbung darauf hin, daß es sich für den einzelnen Juden, wenigstens, soweit er mit den religiösen Forderungen Ernst macht, um eino seelische Not handelt, aus der er den Ausweg sucht. Er legt dann aber dar, in welcher Weise durch die strenge Beachtung der überlieferten Religionsgesetze Schwierigkeiten hinweggeräumt weiden und folgert deshalb: Nicht Lockerung, sondern Straffung der sittengosetzlichen Bande, wie sio in den überlieferten Vorschriften des Judentums ihren Ausdruck gefunden haben, schützen Seele und Körper vor dem Untergange in der Not. Von ähnlichom Leitgedanken gebt auch Ne'man an die Frago heran. Ne'man ist uns aus seinen früheren Schriften als oin von religiöser Durchdrungenheit mutig an dio jüdischen Probleme herantretender Kämpfer bekannt. Ohne sirh auf oine bestimmte religiöso Richtung festzulegen, aus keinem anderen Wunsche heraus als dem, der jüdischen Zukunft zu dienen, spricht er aus, was ihn hewegt, und richtet seine Vorwürfe nach allen Richtungen, wo er dio Probleme nicht aufrichtig und ernsthaft genug angefaßt glaubt. So zieht er nun die Frage der Geburtenregelung in den Kreis soincr Betrachtung. Auch er weist auf dt seelisch-religiöse Seite der Not hin, kommt jedoch zu dem Ergebnis, daß die bisher befürworteten Lttsungsvcrsuche teils unzulänglich sind, teils dem Geiste der religiösen Satzungen widersprechen. Er empfiehlt deshalb einen „Kelch der Entsinnlichung", ein System von Mitteln, um die geschlechtliche Sinnlichkeit zu dämpfen. Als eines dieser Mittel nennt er das Fasten, wobei er sich u. a. auf S. R. Hirsch und den Arzi Dr. G. Rieuliu stützt Levy und No'nian fordern übereinstimmend Stärkung der Kraft, sich selbst zu beherrschen, wie das die jüdischen Sittengo&etzc in ihrer Gesamtheit zum Ziele haben; möchten Übereinstimmend ebenso warnen vor zu weitgehender Einschränkung der Geburtenzahl, wie sie sich vor den Tatsachen dos Leben? nicht verschließen. Beide Schriften sind als dankenswerte und anregende Beiträge zur I/ösung der ungemein schwierigen Frago aufs wärmste zu begrüßen. vn. Sender der ganzen Welt alle sauber getrennt — in vollendeter Klangschönheit bringt der Schaub-Superhet mit Kurzwellenbereich von 16—70 m und Wellenbereich 200-2000 m.7Kreiee- SBendf ilter- Qerluechblende (creck kiHer).Verstärk, euch der Kurzwellen Ober eile Rohren. Von RM. 189,— o. Röhren en. Europe- Serie(4 Röhren — 3Kreieo)von RM.146,— o. Röhren en. Verl. Sie Werbeblatt. 6. L. CHA U B l\6.Schaub A»intü«|M.iibH Charlottenburg Fcier,8*en | VorfOhrung u.Verkauf, Elektro-Moosdort, Reichsstr. 39 (Durchg.) 1

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