Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 9 (1933)
- Issue
- 10 (10.3.1933)
- Date
- 1933-03-10
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Selto 4 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE ZU LEIPZIG 10. März 1933 Prof. Dr. C i t r o n -Rorlin. der Vorsitzende des deutschen Verbandes zur Förderung der hebräischen Universität in Jerusalem, hielt sodann ein Heferat Uber „Die Aufgabe der Jerusalomor Universität", in dein er die deutschen zionistischen Akademiker zur Mitarbeit an dieser zentralen Aufbau-Aufgabe aufrief. Nach einer an ein Referat von Franz Brüll-Berlin Uber „Zukünftige Kartell-Arbeit" sich anschließenden Debatte wurden die Abstimmungen und Wahlen vorgenommen. Es wurde ein 13gliedriges Präsidium gewählt, an dessen Spitze Herr Dr. Paul Hirsch steht. Bericht des Vereins „Hachnossas Aurchim". Der Vorstand des Vereint (Vorsitzender II. Tager) gibt den Bericht über das abgelaufene Geschäftsjahr. Die für das Jahr 1932 einkassierton Beträge ergeben eine Gesamtsumme von 879,— RM. abzüglich 15% Prov. 131,85 „ 747,15 RM. Verausgabt wurden: 213 Speisekarten ä 1,— RM. 213,—RM. 598 Schlafkarten ä 0,80 „ 478,40 .. 66 „ ä 0.70 .. 46,20 ,. 737,60 RM. + Saldo 9.55 „ 747,15 RM. Es wird ferner bekanntgegeben, daß als Kassierer Herr Albert Rosenthal. Ranstädter Steinweg 5 III b. Knauf (nicht mehr Herr Ernst) tat ig ist. Amtliche Bekanntmachungen. Berichtigung betreffend Festsetzung der (iemeindcanlage 1932. Die Restzahlung ist am 15. März 1933 fällig. (Nicht, wie in der Bekanntmachung der voriger. Woche angegeben war, am 15. März 1932). Leipzig, den 7. März 1933. Der Vorstand der israelitischen Keligionsgemeinde zu Leipzig. Anmeldung von Kindern zum Religionsunterricht in den Schulen. Nach dem Gesetz ist bei der Anmeldung von Kindern den Schulleitern eine Erklärung darüber abzugehen, daß die Kinder am Religionsunterricht teilnehmen sollen. Sollte dies versäumt worden sein, so kann es bei der Einschulung nachgeholt werden. Auf diese Bestimmung seien alle jüdischen Eltern und Erzieher, welche wollen, daß ihre Kinder am israelitischen Religionsunterricht teilnehmen, nachdrücklichst hingewiesen. Es empfiehlt sich, die Erklärung schriftlich in folgender Form zu bewirken: An die Schulleitung der.........schule. Ich erkläre, daß mein Kind........Schüler der .....Klasse, an dem israelitischen Religionsunterricht im Sinne der Reichsvrfa^ung teilnehmen soll. Name........... Stand........... Adresse........... Datum....... Vordrucke zu dieser Anmeldung stehen auf dem Gemeindeamt kostenlos zur Verfügung. Letpsig, den 1. März 1933. Der Vorstand der israelitischen Religionsgemcinde zu Leipzig. Betriebe unter Aufsicht des orthodoxen Gemeindcrabbinat*. II. Nur zu Peesach stehen unter Aufsicht: a) Kolonialwarengoschäfte: R. Berliner. Nordstr. 21. — E. Diamant, Nordstr. 11. — S. Felber, Nordstr. 41 II. — S. Jaffe, Tauchaer Straße 15. — S. Jamschon, Jakobstr. 15. — Josef Koher, Ranst. Steinweg 14. — T. Krämer. Ran .tädier Steinweg 49. — E. Miodownik. Nordweg 14. — Josef Bur, KeJatr. 2. — F. T. Krämer, Ruustädter Steinweg 39. — h Miodownik. .Nonl-tr. l'.t. — 8. Ringeibium, Nordstr. 24. — — A. Tomarkin, Gustav-Adolf-Str. 38. — 15. Wetzer, Jakobstr. 15. — L. Berggrün. Nordstr. 1. — B. L. Mäkler. Berliner Str. 3. — B. Rosen, Gerberstr. 60. h) Selterwasser eigener Fabrikation und Wein in Originalabzug der Firma Hugo Bondi. Mainz bei A. Weigler, Wittenberger Str. 19, Fernspr. 581 15. c) Das Großhandelslebensmittelgeschäft von J. Tempel, Bluchert>traße 11; im Einzelhandel sind dort Waren nicht erhältlich. Leipzig, den 30. Januar 1933. Der Vorstand der israelitischen Keligionsgemeinde cu Leipzig. Aus dem Gemeindeamt. Gottesdienste. Gemeindesynagoge: Sabbatgottesdienst: Freitag, 10. März, Abendgebet 18.15 Uhr, mit Predigt (Rabbiner Dr. Goldmann); Sonnabend, 11. März, Morgengebet 9 Uhr, Nachmittagsgebet 18.20 Uhr, anschließend Lehrvortrag (Rabbiner Dr. Goldmann); Abendgebet 18.50 Uhr Gottesdienst aro Puriro: Sonnabend, 11. März, Abendgebet 18.50 Uhr, Sonntag, 12. März, Morgengebet 8 Uhr. Morgengotteädieust Werktage 7.30 Uhr, Abendgottesdienst 18.50 Uhr. Gemeindesynagoge. Sabbatgottesdienst: Freitag, 17. März 1933: Abendgebet 18.30 mit Predigt (Rabbiner Cohn); Sonnabend, 18. März 1933: Morgengebot 9 Uhr, Jugendgottesdienst 15.15 Uhr mit Predigt (Rabbiner Dr. Goldmann); Nachmittagsgobet 18.30 Uhr, anschließend Lehrvortrag (Rabbiner Cohn); Abendgebet 19.01 Uhr. Morgengottesdienst an Sonn- und bürgerlichen Feiertagen 8 Uhr, werktags 7.30 Uhr, Abendgottesdienst 18.30 Uhr. Ez-Chaim Synagoge (Otto-Schill-Straße) und Talmud-Thora-Synagogc (Keilstraße): Freitag, den 10. März: Abendgebet 18.15 Uhr; Sabbat: Morgengebet 8.30 Uhr; Mincha 17.00 Uhr; Ausgang 18.50 Uhr; anschließend Mcgilla Vorlesung. Wochentag: Morgengebet 7.00 Uhr; Abendgebet 18.30 Uhr. Pur im und Volkstrauertag. In diesem Jahre fällt das Purim-Fest mit dem allgemeinen Volkstrauertag zusammen. Es bedarf wohl keines Hinweises, daß, mit Rücksicht auf den Ernst dos Tages, Purim-Veranstaltungen auf einen späteren Tag verlegt werden. Lustbarkeiten öffentlicher Art sind ja ohnedies gesetzlich verboten. Personenstandsnachrichten. Geburten. 17. Februar 1933: Erich Sachs und Gerda Flora geb. Bloch, Seinecker Straße 3, einen Sohn „Hans Joachim". 18. Februar 1933: Simche Weber und Regina geb. Friedmann, Humboldtstraße 16, einen Sohn „Manfred Rolf. 22. Februar 1933: Josef Thieberg und Ciwie geb. Margoschcs, Berliner Straße 24, einen Sohn. 22. Februar 1933: Moses Meister und Hertha geb. Meyer, Windmühlenstraße 90, einen Sohn „Siegbert". 23. Februar 1933: Salonion Lopate und Pauline geb. Tempel, Michaelisstraße 3. einen Sohn „Karl Siegfried". 23. Februar 1933: Werner Goldatein und Edith geb. Lauchheimer, Herloftsohnstraße 13, einen Sohn „Hclmuth Arlur". Trauungen: Am Freitag, 17. März 1933, 2 Uhr nachm., Fräulein Jutta Sieradzki, BlUchcrstraßc 18. mit Herrn Bernhard Glück aus Berlin, in Leipzig, in der Tiktiner Synagoge, RichardWagner-Straße. Am Sonntag, 19. März 1933, V>\ Uhr mittags, Fräulein Lina Bühler aus Nördlingen i. B., mit Herrn Carl Blümlein, Leipzig, Marienstraße 7. 28. Februar 1933: 28. Februar 1933: 28. Februar 1933: 2. März 1933: 3. März 3. Marz 3. Marz 4. März 4. März 1933: 1933: 1933: 1933: 1933: Todesfälle: Chaje Lifschitz, Humboldtstraße 13. Paula Ciznra Flaster, Humboldtstraßo 26. Mordchai Max Hermann. Tauchaer Str. 9. Moses Wach, Waldstr. 41. Mendel Leßmann, Lcibnizstr. 7. Rachel Rauchwerk, Bayerische Str. 12. Jakob Schiermann, Tauchacr Str. 58. Leib Berl Kastner, Löhrstr. 13. Abraham Gaidclmann, Ranstädtcr Steinweg 9. Neue Bücher. Martin Buher. Die ehassidisrheu Bücher. Berlin, S. Schocken Verlag. Nie hat ein Jude, dem eine innere Bereitscltaft starke jüdische GefUhle eingängig machte, chassidische Geschichten auf sich wirken lassen, ohne von ihnen mitgerissen zu werden. Es ruht in ihnen die Kraft, aus dem Alltag in eine reinere geistig-bewegto Sphäre zu erheben. Die ersten großen Vortreter dieser den ganzen Juden ergreifenden Erfüllthcit haben oft in einem kurzen Wort, einem lobendigen Gleichnis, einer symbolischen Handlung unendlich viel gegeben, so daß man durch sie immer aufgerüttelt wird, einen Blick in weite Fernen tut oder eine Klarheit über menschliches Erleben gewinnt, die beruhigt und beglückt. Martin Buher hat es verstanden, diesen Überlieferungen eine ebenso schlichte wie ergreifende Form zu geben, und damit die Aufmerksamkeit auf diese wunderbaren Schätze zu lenken. Der vorliegende Band bringt alles, was Buber „vom Ertrag der vielen Jahre . . Dienstes, all der Entdeckungen, Muhen, Abenteuer, Vorsuche, Kampfe, Wandlungen dauern lassen möchte". Bringt es in einem auch ästhetisch ausgezeichneten Äußeren, nachdem die ersten Aus gaben z. T. (Der große Maggid und seine Nachfolge, Mein Wog zum Chassidismus) in recht unzulänglicher Ausstattung erscheinen mußten. Und bringt manche bereichernde Erweiterung an neuen seither geschriebenen Geschichten. So darf diese Sammlung, wertvoll schon als Vereinigung der zusammengehörigen Bücher, (sie enthält: „Die Geschichten des Rabbi Nachman", „Die Legende des Baalschein", „Der grofte Maggid und seine Nachfolge", „Das verborgene Licht", „Mein Wog zum Chassidismus" und in einem Anhange Worterklärungen, Anmerkungen und eine „Abfolge der Zaddikim")., auch wegen ihrer äußeren Erscheinung dankbar begrüßt werden: sie wird die alten Freunde dieser Bücher neu ergreifen und um zahlreiche neue Verehrer vermehren. gc. Guttmann, Prof. Dr. Julius, Die Philosophie des Judentums. (Kafkascho Geschichte der Philosophie, Bd. 3) 412 Seiten mit einem Bildnis des Maimonides. Verlag von Ernst Reinhardt in München. Preis broschiert 7,50 RM., Leinen 9,50 RM. fmSXSSSSSBXSt^M *i ____. jDlvnBÜ.. VN riW»»*I*K*lT »UlawW 4m *tm w*4 4m MmHei , _____IfmutaA^ara Tikaadimfrt «tffllinnfM. «MrCTS»! «SJ^SX^£^ Alfrttmin (jurgefn Kaufen Sie bei unseren Inserenten!