Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 11 (1935)
- Issue
- 37 (12.9.1935)
- Date
- 1935-09-12
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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13. September 1935 Seite 3 Für die mir anläßlich meines 70. Geburtstages übermittelten Glückwünsche und Aufmerksamkeiten sage ich Allen nur auf diesem Wege meinen herzlichsten Dank. Dr. med. Adolf Freymann Jacobstraße 9 Für die liebevollen und innigen Glückwünsche zu meinem 70. Geburtstage danke ich allen Verwandten, Freunden und Bekannten aufs herzlichste. _ . Ä m Alma Cerf Leipzig, Gohliser Str. 8 Statt Karten. Helene \eimiaiiu Dr. med. Bela Kun Chemnitz Verlobte Leipzig «# Leipzig H era Chajutin Siegfried Tille* Verlobte Wien Leipzig W 33, Detnmeringstr. 79 Kditli Adler Werner KoNenthal Verlobte Leipzig N 21, Oräfestr. 36 worden sind, spricht aber den Wunsch aus, tlall diese Gegnerschaft sich auf dieses einzige Gebiet beschränken, auf allen anderen aber eine Kooperation mit der Mandatarmacht werde erreicht werden. Dr.Weiznianii hält es für seine Pflicht, daran tu erinnern, dal! es die britische Regierung und das britische Volk waren, die dem jüdischen Volk die Arbeit in Ere^ Israel in ihrer modernen Form ermöglicht haben. Der Zionismus schreite heute aus der Periode der Organisierung und theoretischen Begründung in die Periode der Verwirklichung. Diese Verwirklichung ist langsam, mühsam, schiucr/lich und schwierig. Manches aber wird erleichtert werden können, wenn Einigkeit im zionistischen Lager besteht. Unsere Arbeit, so schließt Dr. Wci/- uiann, hängt vom Frieden in der Welt ab. Das Mittelmeer fange au, auch politische Wellen zu schlagen. Die jüdische Aufbauarbeit in Palästina werde zur Stabilisierung des Friedens gerade in diesem Teil der Welt, so glaube er, beitragen. Hier decken sich die jüdischen Interessen mit denen der Mandatarmacht, und auch diese Tatsache berechtige ZU der Hoffnung, daß die Arbeit des Zionismus in den Kreisen der aufgeklärten öffentlichen Meinung Englands das verdiente Verständnis finden werde. — „Der soeben zu Ende gegangene Kongreß", so würdigt eine der führenden Persönlichkeiten der Bewegung das Ergebnis des Kongresses, „hat versucht, die zionistischen Kräfte zu vereinigen und ZU konsolidieren. Wird sich dieser Versuch, was zu hoffen ist, als gelungen erweisen, dann wird der 19. Zionistenkongreß seine Aufgabe erfüllt haben und eine neue Epoche in der zionistischen Bewegung einleiten." Selbsthilfegruppe der jüdischen Blinden in Deutschland. Geschäftsstelle: Berlin-Charlottenburg, Dahlmannstr. 5. Die Selbsthilfegruppe der jüdischen Blinden in Deutschland hat im ersten Jahre ihres Bestehens durch Einrichtung eines Erholungsheims für Blinde manchem ihrer Schicksalsgefährten geholfen. Sie geht jetzt daran, ein jüdisches Kliudcnjahrhuch (Jüdischer Blindenkalender) herauszugeben. Das Buch enthält außer einem jüdischen und allgemeinen Kalender eine Novelle von Stefan Zweig, eine Reihe belletristischer Stücke über Blinde von Blinden und Sehenden, sowie einen Artikel, der über den Stand der jüdischen Blindenfürsorge unterrichtet. Da/u kommen Aufsät/e über jüdische Blindenanstalten, über die Blinden in der Literatur, die Beschäftigung vor? Blinden in der Industrie und ein kurzer, aber inhaltreicher Aufsatz über Statistik der Blinden. Die Selbsthilfegruppe will mit diesen Jahrbuch Interesse an den Blinden erwecken, und mit dafür sorgen, daß in den Kreisen der Sehenden das Mitleid für die Blinden der fördernden Hilfe weicht. Sie will Dr. rer. pol. Ijco <.<>i<iiini>i-i- Susi <«oldhal»er geb. Barinbaum Danzig Vermählte Königsberg Pr. Trauung am 17. September in Danzig Hopfengasse Nr. 89 Flora Tiniwerj* Kurl Tintner Leipzig, Nordstr. 50 Ve r 1 o b t e Zu Hause Sonntag, den 15. Sept. 1935 Karlsbad Springers«-. IG .ItiNclia l.epski lrora Lepski geb. Stisson Vermählte September 1935 Sptingerstr. 34 Plötzlich und unerwartet entriß uns in der Nacht vom I zum 2. September 1935 in Basel (Schweiz) während einer Erholungsreise ein unerbittlicher Tod unsere heißgeliebte, unvergeßliche, meine treusorgende, über alles geliebte und unersetzliche Mutter, meine geliebte Schwester, unsere herzensgute Oroßmutti, meine liebe Schwiegermutter, unsere Schwägerin und Tante, Frau Emma verw. Perls geb. Lewy im 75. Lebensjahre. Dies zeigt in tiefster Trauer und größtem Schmerze zugl. im Namen aller Hinterbliebenen an Rechtsanwalt Kurt Perls, Stadtrechtsrat i. R. Leipzig Cl, Guslav-Adolf-Straße 27, den 6. September 1935. aber vor allen Dingen durch den Verkauf des Jahrbuchs das nur Mk. 0.90 kostet, Mittel beschaffen, um ihren Schicksalsgefährten weiterzuhelfen. Das Jahrbuch, das hoffentlich eine sehr weite Verbreitung findet, ist zu beziehen durch die jüdischen Buchhandlungen und Herrn Eugen Krohn, Berlin-Wilmersdorf, Badensche Stralic 21, der auch alle bezüglichen Anfragen beantwortet. Jüdische Fragen vor dem Völkerbund. Auf der Tagung des Völkerbundsrates standen auch einige Fragen von jüdischem Interesse zur Debatte. Der Rat nahm den Bericht der Ständigen Mandatskommission über ihre Tagung vom Juni d. J. zur Kenntnis. Bei dieser Tagung beschäftigte sich die Kommission u. a. mit dem Jahresbericht der Mandatarmacht für Palästina und mit der Prüfung einer Reihe jüdischer und arabischer Petitionen. Von den der Ratstagung vorliegenden Petitionen ist ferner eine zu erwähnen, die von jüdischen Verbänden in Danzig vorgelegt wurde. Die Prüfung dieser und anderer Petitionen wurde im Mai vertagt, um einem Juristenkomitee Gelegenheit zu geben, ein Rechtsgutachten für den Rat /u erstatten. Dieses Gutachten liegt dem Rat bereits vor, wurde jedoch noch nicht veröffentlicht. Voraussichtlich werden die darin behandelten Petitionen vom Völkerbundsrat erst in der /weiten Hälfte des September —- der Rat tagt nicht nur vor, sondern auch während und nach der Völkerlnmdsversanimlung erledigt werden. In der Völkerbundsversammlung, deren Tagung am 9. September begann, wurde der Vorschlag der norwegischen Regierung betreffend Schaffung eines zentralen, dem Völkerbund eingegliederten Auswandererschut/amtes geprüft. Außerdem findet, wie alljährlich, in der sechsten (politischen) Kommission der Versammlung eine Aussprache über das Funktionieren des Mandatssystems und über den Schutz der Minderheiten statt. Am 5. September trat in Genf die Konferenz der studentischen Vereinigungen der Völkerbundsfreunde zusammen. Auf der Tagesordnung steht u. a. das Aufnahmegesuch der Völkerbunds- Vereinigung palästinensischer Studenten. (JTA.) Gründungskongreß der Neuen Zionistischen Organisation. Am Abend des 7. September wurde im Großen Saal des Wiener Konzerthauses der Gründungskongreß der Neuen Zionistischen Organisation in Anwesenheit von 310 Delegierten und mehreren tausend (iästen feierlich eröffnet. Der Präsident der provisorischen Exekutive der Neuen Zionistischen Organisation, Wladimir Jabotinsky, dem die Versammlung bei seinem Erscheinen auf der Tribüne lebhafte Ovationen darbrachte, eröffnete nach Fanfarenklingen den Kongreß in hebräischer Sprache und hieß die Delegationen der verschiedenen Länder, jede in ihrer Sprache, willkommen. Er bat sodann den Alterspräsidenten, den amerikanischen Zionisten und früheren englischen Privatsekretär Theodor Herzls, Jacob de Haas, den Vorsitz zu übernehmen. Nach einer englischen Ansprache des Alterspräsidenten wurde der Kongreß von Vertretern der österreichischen Rc- Jüdiscber Kulturbund Montag, 33. Sept. Im Weißen ZOO, pktl. 20.15 Uhr OardrrobeschluB 20 Uhr Nur für Mitglieder Llehtblldkarten nicht vergessen! Güstau Mahler-Abend Mitwirkende: Dr. Anneliese Landau, Wolf «ans Rose und Fritz Lechner Voranzeige: Donnerstag, den 24. Oktober 1935 In Vorbereitung: Der 14lährlge Geigenspieler Oasy Renardy Vortragsabend lenny Schaff er und Otto Bernstein und Lustspiel : : Spiel Im Schloß von Molnar