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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1935-08-30 · 35 (30.8.1935) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
11 (1935)
Issue
35 (30.8.1935)
Date
1935-08-30
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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Seite 5 Mannschaft »las, was sie in Wirklichkeit zu geben vermochte; mit 10 Mann last während des ranzen Spieles, aber mit eisernem Willen und Zähigkeit wurde mit einem Ergebnis von 3:1 die Teil« nahmeberechtlgung zum Schlußspiel errungen. „Schilde-Frankfurt mußte auf seinem Wege nach hier zuerst den „RjF."-Bonn nieder« zwingen, das er auch sicher mit 4:1 besorgte. Gegen Stuttgart war ein /weiter Gang notwendig gewesen, da es im ersten Treffen, trotz Verlängerung nur zu einem 2:2 reichte. Mit 3:0 sicherte sich dann Frankfurt im Wiederholungsspiel auf des Gegners Platz sein abermaliges Antreten im Endkampf. Und nun folgt natürlich die Frage: „Wer wird es in diesem Jahre schaffen??" ... Beide Vereine sind würdig des Titels eines Keichsmeisters. Der Bessere soll sich die Würde erobern, nach einem hoffentlich harten, spannenden und vor allem fairen Kampfe, der in Bieber, „B. S. (i."-Berlin seinen sicheren Leiter haben wird. Hoffen wir, dall Leipzig der Bessere sein wird! ... Unsere Gemeinde. Frauen-Chevvra Kadischa. Die Chewra Kadischa der Frauen gibt bekannt, dali vom Montag, 2. September 1035, ab im Gemeindeamt, Walter-Blümel-Stralle 10 ptr., in der Zeit von 3 -6 Uhr wieder genäht wird. Um zahlreiches Erscheinen wird dringend gebeten. Schulzahnärztliche Untersuchung. An der Höheren Israelitischen Schule und an der Israelitischen Volksschule fanden im August zahnärztliche Untersuchungen sämtlicher Schüler und Schülerinnen statt. Mehrere Zahnärzte (Zahnärztinnen) hatten sich ehrenamtlich zur Verfügung gestellt, diese wichtige Arbeit zum ersten Male an den hiesigen jüdischen Schulen vorzunehmen. Unter tatkräftiger Unterstützung der Gemeinde und der Schulleitung wurde nach einem vorher aufgestellten Plan jede Klasse systematisch vorgenommen. Tür jedes Kind wurde eine Kartothekkarte angelegt, worin die Erkrankungen der Zähne, des Zahnfleisches und die Unregelmäßigkeiten der Gebisse verzeichnet wurden. Auf (irund dieser Vermerke werden an die Eltern der Kinder Mitteilungen versandt, die auf die Dringlichkeit der Zahnbehandlung hinweisen. Diese Untersuchungen werden von jetzt an in bestimmten Zeitabständen vorgenommen werden, an Hand der Kartothek wird sich /eigen, wie weit die vorhergehenden Untersuchungen und Mitteilungen an die Eltern Erfolg gehabt haben. Die diesmalige Untersuchung hat einen erschreckend hohen Prozentsatz zahnkranker Kinder ergeben, der mit ungefähr 65°o B e h a n d I u n g s b e d ü r f t ig e r nicht zu hoch gegriffen sein dürfte. Nachdem nun (iemeinde, Schule und Zahnärzte das Ihrige getan haben, wird es Sache der pflichtbewußten Eltern sein, die Kinder der notwendigen Behandlung zuzuführen. Dt. E. K. „Liquidation des deutschen Judentums". Am vergangenen Dienstag sprach Dir. (ieorg Kareski im Rahmen einer Kundgebung der Staatszionistischen Organisation in Leipzig über das Thema: „Liquidation des Deutschen Judentums". Kareski wies eingangs auf den vollendeten Prozeß der Assimilation in Deutschland hin. Trotzdem heute der Jude politisch, kulturell und schließlich und hier warnte Kareski vor Illusionen auch wirtschaftlich ausgeschaltet sei, gebe es noch Trotzköpfige mit der Parole: Durchhalten! Viele Maßnahmen, wie Kampf gegen Warenhäuser lt. ä. wären nicht ausschließlich antisemitischer Natur, sondern entsprächen Auffassungen, die wir auch für Erez Israel erstreben. Heute gelte es, eine planmäßige Lösung der Judenfrage herbeizuführen. Die Judenfrage in Deutschland wäre zwar ein Teilkomplex, könnte aber entscheidend für 1<> Millionen Juden sein. Verstärkter Antisemitismus wären die folgen, die verstärkten Zuzug von Juden überall in der Welt bedeuten. Daher Seßhaftmachung im Lande der Väter und der Enkel. Kareski erörterte dann die zur Lösung führenden Wege, die nur eine starke zielbewußte Bewegung übernehmen könne. Probleme der Transferierung, der Beschaffung und Tilgung erforderlicher Kredite fanden lebhafte Beachtung seitens der Zuhörer. L. Bevorstehende Veranstaltungen 31. August: Gesellige Vereinigung: 5. Musik-(Komponisten)abend. 1. September: Sportverein „Schild" Leipzig: Schlußspiel um die Eußball-Rcichstncisterschaft des R. j. E.-Sportbundes. 5. September: Jüdischer Kulturbund: Tanz-Ensemble des Berliner Kulturbundes. 15. September: Sportfest der jüdischen Schulen. 23. September: Jüd. Kulturbund: Gustav Mahler«Abend.Mitwirkende: Dr. Annelies Landau, Wolfgang Rose, Elitz Lechner. Amtliche Bekanntmachungen Freie Wohnung. Im Gebäude unseres neuen Friedhofs, Delitzscher Landstraße, ist eine Wohnung, bestellend aus 3 Zimmern, einer Küche, Innen Klosett und Bad einschließlich Zentralheizung zum I. September d. J. ZU vermieten. Mietlustige wollen sich schriftlich au die israelitische Religionsgemeinde, Walter-Blümel-Straße 10, wenden. Leipzig, den 20. August 1935. Der Vorstand der hvraeiitschen Religionsgemeinde ZU Leipzig. Kursus über Bedeutung und Feier der hohen Feiertage. Herr Gemeinderabbiner Cohn wird einen Kursus abhalten, in dem Kenntnisse über Bedeutung und Feier der hohen I eiertage vermittelt werden sollen. Die Vorträge finden Donnerstags, erstmalig 5.September, 2()' , Uhr pünktlich bis 2I1 , Uhr im Saale des Sozialamts, Humboldtstr. 13, statt. Zur unentgeltlichen Teilnahme berechtigt sind alle Gemeindemitglieder, die sich bis einschließlich 2. September im Gemeindeamt der israelitischen Religionsgemeinde, Walter-Blümel-Straße 10 1, angemeldet haben. Leipzig, den 26. August 1935, Der Vorstand der israelitscheu Religionsgemeinde zu Leipzig. Gottesdienste Gcmeindesynagogc. Sabbatgottesdienst: Freitag, 30.August, Abendgebet 19 Uhr. Sonnabend, 31. August, Morgengebet 9 Uhr. Nachmittagsgebet 1<),10 Uhr; Abendgebet 19,43 Uhr. Gottesdienst an Werktagen in der Ez-Chaim-Synagoge. Gcmeindesynagogc. Sabbatgottesdienst: Freitag, 6. September, Abendgebet 18,45 Uhr mit Predigt. Sonnabend, 7. September. Morgengebet 9 Uhr, Jugendgottesdienst 15,13 Uhr mit Predigt; Nachmittagsgebet 18,55 Uhr, anschließend Lehrvortrag, Abendgebet 19,26. Gottesdienst au Werktagen in der Ez-Chaim-Svnagoge. Ez-Chaim-Synagoge, Ütto-Schill-Str. Freitag, 30. August, abends 1<) Uhr. Sonnabend, 31. August, morgens 8,30 Uhr; Minchoh 17 Uhr; Ausgang 19,43 Uhr. Wochentag, morgens 7 Uhr, abends 10 Uhr. Synagoge Ez-Chaim, Otto-Schill-Straße. Freitag, 0. September, abends 18,45 Uhr. Sonnabend, 7. September, morgens 8,30 Unr; Minchoh 17 Uhr; Ausgang 19,20 Uhr. Wochentag, morgens 7 Uhr, abends 19 Uhr. Talmud-Thora-Synagoge, Keilstr. 4. Freitag, 30. August, abends 10 Uhr. Sonnabend früh 8,30 Uhr; Mincha 17 Uhr; Ausgang 19,43. Sonntag früh 7,15 Uhr. Wochentags: Früh 7 Uhr, abends 10 Uhr. Talmud-Thora-Synagoge, Keilstr. 4. Freitag, 0. September, abends 18,45 Uhr. Sonnabend früh 8,30 Uhr; Mincha 17 Uhr; Ausgang 19,26. Sonntag früh 7,15 Uhr. Wochentags: Früh 7 Uhr, abends 19 Uhr. Synagoge „Obel Jakob", Pfaffendorfer Str. 4. Freitag, b. September, abends 18,45 Uhr Sonnabend, den 7. September, früh S,30 Uhr; Mincha 17 Uhr; Ausgang 19,26 Uhr. Wochentags: Früh 7 Uhr; Mincha 18,45 Uhr. Neu u. apart ist dieser Hut 0 Qfl Jugdl. u. sehr fesch ist dies. Q 15 mit flotter Schleife garniert U« Haarfilzkappe oh. Schleier U» Xerbst-fdiönheiten in großer Auswahl im 2. Stock L KAUF 4 g HAUS m w L w 1 im m DAS HAUS IN DEM MAN CERN KAUfT

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