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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1935-08-16 · 33 (16.8.1935) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
11 (1935)
Issue
33 (16.8.1935)
Date
1935-08-16
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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16. August 1935 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN REl IGIONSGEMEINDE ZU LEIPZIG) Seite 3 ]ÄX J. S.V. Bar Kochba Sportplatz Dübener Landstraße, Aulos parken auf der Straiie nach Düben Sonntag, den 18. August Leichtathletik-Meisterschaften des Makkabi-Kreises in Deutschland 16 Uhr; Ansprache Dr. Joachim Prinz vorwmpfe io uhr Die besten jüdischen Sportler am Start Endkämpfe u uhr _Eintrittspreise: Silzplatz 2-Mk. Stehplatz 1.- Mk. Jugendliche und Erwerbslose 0.40 Mk. 2030 uhr Abendfeier in der Gemeinde - Synagoge, Gottschedstr. Unkostenbeitrag 1.— Mk. Für Inhaber von Eintrittskarten zu den Meisterschaften 0.50 Mk. Rabbiner Dr. Prinz spricht über: „Jugend-Erbauer d. Zukunft Hebräische Chöre des J. P. B Makkabi-Hazair 4< Jüdische Zeitschau Namensänderung des Hilfsvereins. Wie der bisherige Hilfsverein der Deutschen Juden mitteilt, lautet sein Name von nun an: „Hilfsverein der Juden in Deutschland e.V." Dr. Leo Deutschender gestorben. Im 47. Lebensjahre starb in Wien der bekannte Aguda-Führer Dr. Leo Deutschländer, der pädagogische Leiler des Beth Jakob Mädchenschulwerks der Aguda und Organisator des Keren Hathora. Dr. Deutschender, der am 21. Juli 1880 in Berlin geboren war, hat, nachdem er nach der Knessio Gedaulo in Wien das pädagogische Referat im geschäftsführenden Ausschul? der Agudas Jisrocl übernommen hatte, im Dienste des Agudaschulwerks zahlreiche der Propaganda und Organisatiousarheit gewidmete Reisen unternommen, die ihn durch die meisten Länder Mittel- und Osteuropas führten und ihn zu einer volkstümlichen Erscheinung im jüdischen Leben machten. In den Jahren 1919-1922 war Dr. Deutschländer Referent für das jüdische Unterrichtswesen im litauischen Unterrichtsministerium bzw. im Jüdischen Nationalrat. Sein früher Hingang wird weit über die agudistischen Kreise hinaus tief bedauert. (JTA). Ehrung eines deutsch-jüdischen Gelehrten. Die Beilage „Kulturpolitik und Unterhaltung" des „Völkischen Beobachters" Nr. 222 (Münchener Ausgabe) meldet: „Wie der Reichsminister für Erziehung, Unterrieht und Volksbildung durch einen Erlalt mitteilt, wurde der cntpflichtctc Ordinarius für Geographie an der Universität Bonn, Geheimer Regierungsrat Prof. Dr. Dr. h. c. Alfred Philippson, von der Geographischen Gesellschaft in Belgrad durch die Verleihung der Jovan-Gvijic- Medaille für wissenschaftliche Verdienste, namentlich im Hinblick auf die Geographie des Königreiches Jugoslawien, ausgezeichnet. Geheimrat Philippson steht im 72. Lebensjahr und ist seit zwei Jahren Inhaber der Goldenen Richthofen-Medaille der Deutschen Gesellschaft für Erdkunde." Prof. Philippson ist durch verschiedene Werke zur Erdkunde des Rheins, Kleiuasiens und Griechenlands u. a. weltbekannt geworden. Philippson* Vater war der Magdeburger Rabbiner Dr. Ludwig Philippson, der I8J7 die Allgemeine Zeitung des Judentums begründete und in den Jahren 1811 1851 eine damals sehr verbreitete Bibelübersetzung herausgab. (JTA.) Die Bialystokcr Große Synagoge in Einsturzgefahr. Bei der I hirchführung von Kaualisationsarocitcu in Bialystok sind in den Wänden der dortigen Grollen Synagoge tiefe Risse entstanden. Line Baukommission hat festgestellt, dall für die Synagoge Einsturzgefahr bestellt. Ihre Räumung wurde angeordnet. Bei der jüdischen Bevölkerung hat die Nachricht von der Gefährdung der historischen Synagoge einen tiefen Eindruck gemacht. (JTA.) Eine Wanderbühne des Rcichsverbandes der Jüdischen Kulturbünde Der Reichsverband der Jüdischen Kulturbünde in Deutschland: (Vorsitzender: Intendant Dr. Kurt Singer wird in Gemeinschaft mit der Kiinstlerhilfe der Jüdischen Gemeinde Berlin (.Leitung Dr. I lermann Schildberger) vom Herbst an ein Ensemble von Schauspielern und Sängern zusammenstellen, das als Wanderbühne des Reichsverbandes die Kulturbünde im Reich bespielen soll. Künstler, die in den festen Ensembles Berlin und Köln bisher nicht untergebracht werden konnten, sollen die Möglichkeit zu einer schauspielerischen und musikalischen Weiterbildung, sowie zum Auftreten bei Gastspielen im Reich erhalten. Gedacht ist dabei nicht an Menschen, die erst jetzt beginnen wollen, den Schauspielerberuf zu ergreifen, sondern an den schauspielerischen und gesanglichen Nachwuchs, der bereits 1933 die Bühnenlaufbahn begonnen hatte, und an bewährte Kräfte, für die bisher kein Platz in den festen Ensembles geschaffen werden konnte. Zu dem Stab der Lehrkräfte und künstlerischen Vorstände des Unternehmens gehören außer den oben Genannten: Hans liinrich (Regie , Eritz Wisten, Jenny Schaffer v schauspielerische und Sprachbildung), Kurt Baumann, Nikolai Eliaschoff (Regie), Kapellmeister Dr. Strelitzer, Kapelhmister Ernst Ewald Gebert (musikalische Einstudierung). (JTA.) Dienstag, den 560. August 1935 Kundgebung» Einlas» abends 20 Uhr Dir. Kareski Berlin, spricht Uber l>ie Liquidation tles deutschen Judentums In der Turnhalle der Höher. Israelitisch. Schule, Leipzig, Wustav-Adolf-Ntrasse 7. Eintritt: Erwachsene 0,50 RH. Jugendliche, Erwerbslose 0,Ä5 RH. (Uallerle) 1. Anerkenntnis* der bestehenden Situation durch die deutschen Juden. — Bereitwilligkeit sr.ur Auswanderung. 8. Auswanderung und deutsche Behörden. 3. Hitwirkung des Völkerbundes? 4. Flnanaierungssnogllehkelten. Staatszlonistische Organisation, Ortsgruppe Iieipzig

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