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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1935-06-14 · 24 (14.6.1935) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
11 (1935)
Issue
24 (14.6.1935)
Date
1935-06-14
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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14. Juni 1935 Seile 3 Der bunte Karren Die jüdische Kleinkunstbühne Ein durchschlagender Erfolg! Letzte Wiederholung des Programms vor der Tournee Sonntag, 16. Juni / 2030 Uhr pktl. im Künstlerhaus Kalten zu 1, 1,50 u. 2 M. im Votverk.: Zellner, Manelis, Wietepsky, Kaufh. Brühl, Kaufmann, Willner, Neumann u. ab 19 Uhr a. d. Abendk. Öffnungszeiten der Schulkasse. Die Scliulkassc, Humboldtstraße lt. itl in der Zeit vom 17. bis mit 21. Juni 1935 nur von Kl 13 Uhr geöffnet. I eipzig, den 12. Juni IQSY Der Vorstand des Israelitischen Scliulvereins Leipzig e. V. Barmiz.u a-Vorbereitung. Zur Barmizwa-Vorbereitung werden seitens der Qemeinde unentgeltlich besondere Lehrginge abgehalten. Für die in der Zeit vom I. Januar 1923 bis 31. Marz \l)2i geborenen Knaben beginnt der I enrgang am I. Juli 1935, Nur wer daran teilgenommen hat, wird;ils Barmizwa in der Qemeindesynagoge zugelassen. Anmeldungen bis 30. Juni 1935 im Gemeindeamt, Waltcr-Blümcl- StraBc lo I. Von der teilnähme können auf Antrau der Eltern solche Knaben befreit weiden, welche bereits ihren Religionsunterricht privat durch einen von der Qemeinde angestellten I.einer erhalten. Auch diese Kindel sind zur angegebenen Zeit zu melden. Leipzig, den 12. Juni 1935. Der Vorstand der israelischen Rcligionsgcmciudc zu Leipzig. Gottesdienste ücniciudcsynagogc. Sabbathgottesdienst: Freitag, U.Juni, Abendgebet l1) Uhr. Sonnabend, 15. Juni, Morgengebet 9 Uhr, Nachniittagsgebcl 20.55 Uhr, Abendgebet 21,27 Uhr. (iottesdienst au Werktagen in der L/.-Chaim-Syuagoge. Gcmcindesynagogc. Sabbatgottesdienst: Freitag, 21. Juni, Abendgebet 19 Uhr. Sonnabend, 22. Juni, Morgengebet 9 Uhr,Nachmittagsgebet 21 Uhr, Abendgebet 21,30 Uhr. (iottesdienst au den Werktagen in der Ez-Chaim-Syiiagogc. Ez-Chaini-Synagoge, Otto-Schill-Str. Freitag, 14. Juni, abends 19 Uhr. Sonnabend, 15. Juni, morgens S,'J(I Uhr; Minchoh 17 Uhr; Ausgang 21,27 Uhr. Wochentag: Morgens 7 Uhr, abends 10 Uhr. Ez-Chaim-Synagoge, Otto-ScMU-Str. I'reitag, 21. Juni, abends 19 Uhr. Sonnabend, 22. Juni, morgens 3,30 Uhr; Minchoh 17 Uhr; Ausgang 21,30 Uhr. Wochentag: Morgens 7 Uhr, abends 19 Uhr. Synagoge „Obel Jakob", Pfaffendorfer Str. 4. I'reitag, 14. Juni, abends I9J0 Uhr. Sonnabend, 15. Juni, früh 8^0 Uhr; Miadu 17 lJlir; Ausgang 21,27 Uhr. Wochentag: Früh 7 Uhr, abends 19,30 Uhr. Synagoge „Obel Jakob", Pfaffendon er Str. 1. Freitag. 21. luni, abends 19,30 Uhr. Sonnabend, 22. Juni, früh 8/10 Uhr; Miuelia 17 Uhr; Ausgang 21,1(1 Uhr. Wochentags: I ruh 7 Uhr, abends 19/10 Uhr. Talmud I hor.i Synagoge, Keilstr. 4. I reitag abend 19 Uhr. Sonnabend ii uli 8/10 Uhr; Miucha 17 Uhr; Ausgang 21,27 Uhr. Sonntag früh 7,15 Uhr. Wochentags: früh 7 Uhr; abends 19/K) Uhr. Personenstandsnachrichten Todesfälle: 31. Mai 1935 Fannj Scharf, Chemnitz. 5. Juni 19)5 Menasche Aussenberg, Mclchiorstralie 15. 8. Juni 1915 Ida Irmgard (iinsburg, Delitzscher Stralte 29. Bevorstehende Veranstaltungen 16. Juni: Der bunte Karren. 20. Juni: Jüdischer Kulturbund: (iastspiel des Jüdischen Kulturbundes Herlin: ,,Berliner und östlicher Bilderbogen". 21. Juni: Kundgebung zum 15jähr. Bestehen der Ortsgruppe Leipzig des Reichshundes jüd. Frontsoldaten. Neue Bücher Werkleute. Lin Weg jüdischer Jugend. Von Hermann (lerson. Kommissionsverlag Kedcm, Berlin 1935. Diese Schrift ist das Zeugiiis vom Beginn eines Weges, den ein Teil deutsch-jüdischer junger Menschen betreten hat. Dieser Weg führte sie in den Zionismus und nach Palästina. Aber es ist ein Zionistische Vereinigung, Leipzig Nachtvorstellung in der Alberthalle Sonnabend, den 22. Juni 1935, 23 Uhr Wiederholung des großen Palästina-Tonfilms Land der Verheissung Ein Fox Movietone Film der Urim Palestine Film Company Ltd., Jerusalem Der erste große Original-Tonfilm der Zionistischen Organisation, der allein in der Lage ist, einen lebendigen Eindruck der neuen jüdischen Wirklichkeit in Palästina zu vermitteln. Produktionsleitung: Leo H e r r m a n n Generalsekretär des Keren Hajtttod, Jerusalem. Musik: Boris Morros Generalmusikdirektor der Para mount, New York. Regie: Juda Lemann Lieder: Daniel Sambursky Kassenöffnung: 22.45 Uhr. Vorverkauf: Karten zum Preise von RM. 1,— bis 2,— zu erhalten bei Kaufhaus Brühl, Kaufmann, R. Neumann, PreiBmann u. im Zionistischen Büro, Keilstr. 4. Erwerbslose RM. —,50 nur im Zionistischen Büro, KeilstraBe 4 . Aus technischen Oründen wird dringend gebeten, die Karten im Vorverkauf zu lösen. eigener Weg wenn er auch in die Gemeinschaft des Volkes fuhren soll. „Wir waren deutsche Wandervögel. .. nun merkten wir, was (ialut wirklich ist ... konnten Zion verstehen." Dieses durch das trieben der letzten Jahre bewirkte Verständnis verband sich mit der Sehnsucht nach einem sinnvollen Leben. Diese Sehnsucht nach Gemeinschaft und religiöser Bindung, die sich gestaltend und schaffend dem Problem der (irollstadt zugewandt hatte die sich auf der Überzeugung gründete: „Iis gibt keinen Ort der leer ist von Gott", die hier in Deutschland schaffen und wirken wollte, brach zusammen als sich die Unsicherheit der (lolusexistcn/ erwies. Hermann QerSOU schreibt (sinngemäß): Ls ging nicht, dali wir hierblieben. Denn hier können wir nicht verwirklichen, was unsere Sehnsucht ist: „Menschen ZU einem Zusammenleben in Unmittelbarkeit führen, ihr Leben AnschlulS finden lassen an eine überpersönliche Aufgabe" ... „Der Traum und die Hoffnung von einem Lande mit eigener Arbeit", den das neue jüdische Geschlecht gegen diese ganze schlimme Wirklichkeit setzte, hat so in den Seelen der Werkleute starken Widerhall gefunden und bei ihrer Einstellung war es klar, dal! der Entschluß, Zionist ZU werden, gleichbedeutend war mit dem Entschiuli zur Chaluziuth. Trotzdem sind die Werkleute Realisten genug, dal! sie erkennen: „Auch in Palästina besteht die Judenfrage weiter". Und so wollen sie sieb schon vor ihrem Einzug ins Land vorbereiten für „Alles, was kommen mag" und tief hineingehen in „die transportable Heimat des jüdischen Volkes": die lehre. Dr. H. A. JÜDISCHER KULTURBUND 1 Nur für Mitgl. Donnerstag, 20. |unl — Llditblldh. nicht vergessen 1 Gastspiel d. Kulturbund-Theaters Berlin „Berliner und östlither Bilderbogen" ■■■ 8.1S Uhr pttnktlldi im „Weißen Saal des Zoo" Garderobensdiluß 8 Uhr ^™

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