Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 11 (1935)
- Issue
- 23 (7.6.1935)
- Date
- 1935-06-07
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/4876568-5968806-5969527--5510-4881273- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
7. Juni 1935 OEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIQIONSOEMEINDE ZU LEIPZIG Seile 5 Der bunte Karren Die jüdische Kleinkunstbühne Ein unbestrittener Erfolg! Letzte Wiederholung des Programms am Sonntag, 16. Juni / Beginn 2030 Uhr pktl. im Künstlerhaus Karten zu 1, 1,50 u. 2 M. im Vorverk.: Zellner, Manelis, Wietepslcy, Kaufh. Brühl, Kaufmann, Willner, Neumann u. ab 19 Uhr a. d. Abcndk. An die Besucher der Gemeindesynagoge. Allgemein bekannt ist, dal! die für den Gottesdienst in unserer Gcmcindesynagoge eingeführten, von Goldschmidt und von Joel bearbeiteten Gebetbücher im Buchhandel vergriffen sind. Viele Gemeiiidcmitglicder werden sicherlich noch im Besitz von mehreren nicht benötigten Stücken dieser Gebetbücher sein. Es würde vielen Synagogenbesuchern, die nicht im Besitz eines Gebetbuches sind, ein grolier Dienst erwiesen werden, wenn ihnen solche Überzähligen Stücke zur Verfügung gestellt würden. Es wird daher gebeten, diese Bücher zur W eitergabe im Gemeindeamt, Walter-Blümcl-Stralle Kl I, abzuliefern. Auf Wunsch werden die Bücher auch nach vorherigem telefonischen Anruf unter Nr. 23002 abgeholt. Leipzig, den 2$. Mai 1935. Der Vorstand der israelischen Religionsgemeinde zu Leipzig. Bevorstehende Veranstaltungen 16. Juni: Der bunte Karren. 24. Juni: Kundgebung zum 15jähr. Bestehen der Ortsgruppe Leipzig des Reichsbundes jüd. Frontsoldaten. Gottesdienste Gemeindcsynagogc. Woc henfest-Qottesdlenst: Ikmnerstag, b. Juni, Abendgebet 1" Uhr. Freitag, 7. Juni, Morgengebet 9 Uhr, ThoraVorlesung 9.45 Uhr, Abendgebet 1() Uhr. Sonnabend, S. Juni: Morgengebet ') Uhr, Thoravorlesung 9,45 Uhr, Predigt 10,15 Uhr, anschließend Seelenfeier; Nachmittagsgottesdienst 20,50 Uhr, anschließend Lehrvortrag; Abendgottesdienst 21,22 Uhr. Es wird darauf hingewiesen, daß die Predigt pünktlich beginnt und daß während der Predigt die Zugänge zu den Plätzen gesperrt sind. Die Herren, die bei den Vormittags-Gottesdiensten aufgerufen weiden wollen, müssen bis >J,Ib Uhr anwesend sein. (lottcsdienst an den Werktagen in der Ez-Chaim-Synagoge. Gemeindesynagoge. Sabbathgottesdienst: Freitag, U.Juni, Abendgebet 10 Uhr. Sonnabend, 15. Juni, Morgengebet 9 Uhr, Nachmittagsgebet 20,55 Uhr. Abendgebet 21,27 Uhr. Gottesdienst an Werktagen in der Ez-Chaim-Synagoge. Ez-Chaim-Synagoge, Otto-Sehill-Str. 4. Donnerstag, d. 0. Juni, SchowuaUI abends 10,30 Uhr. Freitag, 7. Juni, Schowuaus morgens 8,30 Uhr; Predigt 10,30 Uhr; abends 10 Uhr. Sonnabend, 8. Juni: Schowuaus morgens 8,30 Uhr; Seelenfeier 10,30 Uhr; Minchoh 17 Uhr; Ausgang 21,22 Uhr. Wochentag: Morgens 7 Uhr, abends 10 Uhr. Ez-Chaim-Synagoge, Otto-Sehill-Str. Freitag, 11. Juni, abends 19 Uhr. Sonnabend, 15. Juni, morgens 8,30 Uhr; Minchoh 17 Uhr; Ausgang 21,27 Uhr. Wochentag: Morgens 7 Uhr, abends 19 Uhr. Synagoge „Obel Jakob", Pfaffendorfer Str. 4. Freitag, 14. Juni, abends 19 Uhr. Sonnabend, 15. Juni, früh 8,30 Uhr; Mincha 17 Uhr; Ausgang 21,27 Uhr. Wochentag: Früh 7 Uhr, abends 19,30 Uhr. Talmud-Thora-Svnagoge, Keilstr. 7. Juni, abends 19 Uhr, Sonnabend früh 8,30 Uhr; Mincha 17 Uhr; Ausgang 21,22 Uhr. Sonntag früh 7,15 Uhr. — Wochentags: früh 7 Uhr; abends 19,30 Uhr. Personenstandsnachrichten Geburten: 18. Mai 1935 Fciwel Gothclf und Hertha geb. Oelsner, Georgstr. 28 ptr. 1., einen Sohn ,,Wolfgang". 20. Mai 1935 Chaim Leib Goldfinger und Frau Esther geb. Zimer, Keilstr. 18 pt. 1., eine Tochter „Bella". Sonntag, 9. Juni 1935 Mädchenkonfirmation: Hildegard Cohn, Tochter des Herrn Bruno Cohn und Frau Martha geb. Hey mann, Gohliser Str. 17; Bertha Ingeborg Cohn, Tochter des Herrn Dr. Ludwig Cohn und Frau Charlotte geb. Seelenfreund, Markkleeberg, Hauptstr. 68; Eva Margarete Eisenstädt, Tochter des Herrn Wilhelm Eisenstädt und Frau Gertrud geb. Richter, Eisenacher Str. 711; Margot Ilse Kamerling, Tochter des Herrn Bernhard Kamerling und Frau Irma geb. Tausig, Funkenburgstr. 16 Mir.; Roscruth Messerschmidt, Tochter des Herrn Paul Messerschmidt und Frau Theresia geb. Birner, Koehlerstr. 4 III; Charlotte Moskowicz, Tochter des Flerrn Salomon Moskowicz und Frau Else geb. weinwurzel, Elisabethstr. 37; Helga Kiess, Tochter des Herrn Hermann Kiess und hau Lisa geb. Groß, Menkestraße 25. Rosa Schija, Tochter des Herrn Jonas Schija und Frau Gittla geb. Koschanska, Schnorrstraße 20 1. Ilse Margot Urbach, Tochter des Herrn Sally Urbach und Trau Qustl geb. Kalmann, Auenstr. 25. Austritte aus der israelitischen Religionsgesellschaft: Nach geltendem sächsischem Recht bedeutet der Austritt aus der israelitischen Religionsgesellschaft ihn Austritt aus dem Judentum, nach unserer Friedhofsordnung hat der Austritt aus dem Judentum den Verlust des Anrechts auf Beisetzung und auf eine etwa früher erworbene Grabstelle auf unseren Friednoten zur Folge. Ehefrau Minna Ottilie Kalmanowicz geb. Holzel, geb. II. Juni 1898, Leipzig-Mockau, Überlauter Stralle 161, Aus dem Gemeindeamt. Die blaue Beitragskarte. Ein Jahr ist vergangen, seit der ZentralausschuB der deutschen Juden für Hilfe und Aufbau und die Zentralwohlfahrtssteile der deutschen Juden gemeinsam mit den jüdisch* n Gemeinden Deutschlands die blaue Beitragskarte für Hille und \uibau eingefühlt haben, lausende von freiwilligen Helfern haben in aufopfernder Weise mitgearbeitet und es so ermöglicht, dal! jeder Pfennig ungeschmälert s(iner Bestimmung zugeführt werden konnte. Allen denen, die durch Spenden oder Mitarbeit ihre Verbundenheil mit unserem Werk bekundet haben, gilt der Dank des deutschen Judentums. Ungeheuer groll sind die Aufgaben, die dein deutschen Judentum gestellt weiden. Menschen aller Altersklassen, aller Berufsgrupp.cn und aller sozialen Schichten muH geholfen werden. Menschen, die in tiefer Armut leben, nilili notwendigste Milte der Gemeinschaft zuteil werden. Die Gesundheit unserer Kinder, die I loffnung unserer Zukunft, uiiill geschützt und gepflegt werden. Alte Menschen müssen ihren Lebensabend in Ruhe und I rieden beschließen können. Jüdische Schulen müssen für unsere Kinder bereit stehen, um ihr großes Lrziehungswerk im Dienste des Judentums zu leisten. Der jüdische Kaufmann, der mit Anstrengung aller Kräfte um seine Existenz ringt, muß Hilfe durch Rat und Kredit erhalten. Die Wanderung nach Palästina und den alliieren Ländern muß allen denen ermöglicht werden, die sich draußen ein neues Leben aufbauen wollen. Die Berufsumschichtung muH erhalten bleiben und weitergeführt werden. Die Zukunft unserer Jugend hängt von ihrer gediegenen Ausbildung ab. Nur durch Anstrengung aller Kräfte des deutschen Judentums können diese Aufgaben gelöst werden. Die blaue Beitragskarte gibt mit ihren monatlichen Beiträgen von 0,25 bis 5. - RM. jedem die Möglichkeit der Beteiligung. Wir erwarten keinen leicht entbehrlichen Beitrag, sondern wir verlangen im Namen des deutschen Judentums spürbare Opfer, die allein wirkliche Verbundenheit mit einer Idee bezeugen. Kein Jude in Deutschland dar! in Zukunft ohne die blaue Beitragskarte für Hilfe und Aufbau sein! * * * Die Wohlfahrtsarbeit unserer Religionsgemeinde wird durch die blaue Beitragskarte in segensreichster Weise gefördert, zumal sich an ihr jedes ein/eine Gemeindemitglied auch mit kleinen Monatsheiträgen beteiligen kann. Eine neue Werbung für die „blaue Beittragskarte für Hilfe und Aufbau" wird in den nächsten Tagen durch Beauftragte des Wohlfahrtsamtes der israelitischen Religionsgemeinde durchgeführt werden. Fs seien auch an dieser Stelle alle Gemcindemitglicdcr auf die großen und schönen Aufgaben hingewiesen, deren Erfüllung durch die Zeichnung eines monatlichen Beitrags verwirklicht werden müssen. Unmittelbare Meldungen werden an das Wohlfahrtsamt der israelitischen Religionsgemeinde,Walter-Blümel-Str. lüpt. Tel. 21382, erbeten. Höhere Israelitische Schule (Ephraim-Carlebach-Schule). Die Unterrichtsstunden sind im Sommerhalbjahr: Vormittags Nachmittags: 1. Std. 7<>o- 750 Uhr 1. Std. 330-4's Uhr 2. „ 7"- 8« „ 2. „ 42o_5os u 3. „ 8*0- 9*<> „ 3 „ 5'» -5» „ 4. „ 9«_10<° „ 4 „ 6«»-ö«» „ 5. 10*5—1130 6. „ II«-12'o „ 7. „ 12"- 12« „ Zionlst. Vereinigung, Leipzig VORANZEIGE Nach zahlreichen Anfragen weisen wir schon jetzt daraufhin, daß eine des großen Palästina- Tonfilms im Laufe des Monat Juni stattfindet. Näheres wird noch bekanntgegeben. Qiederholung SS „Land der Verheißung"