Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 11 (1935)
- Issue
- 19 (18.5.1935)
- Date
- 1935-05-18
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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10. Mai 1935 Der bunte Karren Das Programm der Zeit — Die jüdische Kleinkunstbühne — origin. Scenen in jiddisch und deutsch. — Grotesken Neue Chansons Tänze — Sketche jüdische Volksweisen Humor und Satire Kunstlerhaus Eigene Texte - Conference - Eigene Kompositionen Sonnte^Lf2.Muah! »'«t: Moderne Ensemblekunst im Kabarett . Regie: Fred Wald (v. Auslandstourn. zurück); Tänzer. Leitung: Käthe Julius (ehem. Oper Hannover); Montag, den 27. Mai Musik. Leitung: Leo Schönbach (ehem. Kapellmstr. Oper Halle); Dekorat.: Eduard Einschlag, Kunstmaler pünktlich 20 Vj Uhr „ * Karten: 2.— Mk., 1.50 u.!.— Mk. an der Abendkasse ab 19 Uhr u. in den üblichen Vorverkaufsstellen Für die meinem Sohne K u rt erwiesenen Aufmerksamkeiten danke ich herzlichst. König-Johann-Str. 17 pt. Frau Eva Goldmann geb. Landau. i Ali die Nachricht bekannt wurde, daß unser geliebter Sohn und Bruder DAVID am 25. März in London uns im Alter von 21 Jahren nach kurzer Krankheit genommen worden ist, empfingen wir zahlreiche Beweise treuen' Mitempfindens. Wir danken hierfür aus ganzem Herzen. Rabb. Dr. Ephraim Carlebach und Familie. Ihre Blumen von Lange o Tauchaer SU . 16 — Tel. 2 87 89 — Lieferung Ins Haus l<> Uhr. Sonnabend, IS. Mai, morgens 8,30 Uhr; Mincha 17 Uhr; Ausgang 20,52 Uhr. Wochentag: Morgen 7 Uhr, abends 19 Uhr. Synagoge „Ohel Jakob", Pfaffendorfer Str. 4. Freitag, 10. Mai, abends 19 Uhr. Sonnabend, II. Mai, früh 8,30 Uhr; Mincha 17 Uhr; Ausgang 20,39 Uhr. Wochentag: Früh 7 Uhr, abends 19,30 Uhr. Synagoge „Ohel Jakob", Pfaffendorfer Str. 4. Freitag, 17. Mai, ihends 19 Uhr. Sonnabend, 18. Mai, früh 8,30 Uhr; Mincha 17 Uhr; Ausgang 20,52 Uhr. Wochentag: Früh 7 Uhr, abends 19,30 Uhr. Personenstandsnachrichten Geburten: 6. April 1935 Friedrich Klugmann und Elisabeth geb. Pfeffer, Norilplat/ 3, einen Sohn „(Hinter". 7. April 1935 Dr. Norbert Urmann und Anna geb. Rumpler, Fiinkcnburgstr. 16. eine Tochter „Ruth". 9. April 1935 Walter Jolowic/ und Thekla geb. Heine, Brandvorwerkstraße 72, eine Tochter „Angelika Marianne". Barinizwas: Am Sonnabend, 18. Mai, Adolf Rigal, Sohn des Herrn Hermann Rigal und Frau Rose geh. Laufer, Brandvorwerkstralie 14 in der Gemeindesynagoge. Am Sonnabend, 18. Mai, Hein/ Mendel, Sohn des Herrn Leopold Mendel und Frau Rosa geb. Hirschfeld, Oschatz, Strehlaer Str. 7, in der Gemeindesynagoge. Todesfälle: 17. April 1935 Heini Kran/, König-Johann-Str. 13. 19. April 1935 Erna Cohn, Einertstraße 9. 21. April 1935 Sophie Geis, Eutritzscher Str. 19. 23. April 1935 Siegmund Schauer, Aucnstr. 14. 25. April 1935 Jakob Rothenstein, Maniettastr. 16. 3. Mai 1935 Feigla Steinberger, Gottschedstraße 15. Aus dem Gemeindeamt. Bist du schon Mitglied des Israelitischen Schulvereins Leipzig e. V.? Wohl jeder Jude Leipzigs wird ein Interesse daran haben, diesem Verein, der das jüdische Schulwerk betreut, anzugehören. Bekenne dich zur Jüdischen Schule und tritt schnellstens dem Israelitischen Schulvcrein Leipzig e. V. bei. Anmeldungen sind zu richten an den Vorstand des Israelitischen Schulvereins Leipzig e. V., Leipzig C 1, Walter-Blümel-Str. 10. Bildungskurse der Gemeinde. Dienstag, 14. Mai, 19,30 Uhr: Kurs Dr. Woskin „Maimonides". Mittwoch, 15. Mai, 17 Uhr: Kurs Dr. Woskin „Siddur". Beide Kurse in der Hebr. Sprachschule, Pfaffendorfer Straße 4. Unfallversicherung für die Schüler und Schülerinnen der Jüdischen Schulen. Eine Anzahl Eltern sind mit der ersten Halbjahrespramie von 75 Pfennig noch im Rückstände. Diese und die Eltern der jetzt neu eingetretenen Schüler und Schülerinnen werden im eigensten Interesse aufgefordert, die 75 Pfennig umgehend an den Klassenlehrer zu bezahlen, damit bei einem etwaigen Unfall für ausreichenden Schutz ihrer Kinder gesorgt ist. Auch für die Freischüler und Freischülerinnen ist der Betrag zu zahlen. Neue Bücher Setta Cohn-Richter, Mirjams Wundergarten. Ein Buch für jüdische Kinder mit vielen Bildern von Joseph Avrach. Berlin [1935] (Verlag Erwin Löwe). Immer wieder wird von jüdischen Eltern und Erziehern der Mangel an Büchern für das jüdische Kind beklagt. So kommt dieses Kinderbuch zur rechten Stunde. Eine entzückende Geschichte von Kindern, Blumen und Tieren wird hier erzählt, die der hochbegabte junge Maler Joseph Avrach mit vielen Bildern so recht der Vorstellungswelt der Kinder entsprechend illustriert hat. Jüdische Motive sind geschickt in die Erzählung eingewoben. Mirjam mit ihren bunten Abenteuern im Wundergarten wird sich bald die Herzen der jüdischen Kinder erobern. Die „ALIJAH", die bisher in 401KX) Exemplaren verbreitet ist, ist im deutschen Judentum bereits d i c Informationsquelle für Palästinawanderer und Touristen geworden. Die vorliegende Ausgabe, die sorgfältig durchgesehen und um mehrere Artikel vergrößert ist, hat durch die Anfügung einer großen Palästinakarte, die speziell für die „ALIJAH" in deutscher Sprache ausgeführt worden ist, eine nennenswerte Bereicherung erfahren. Die knappe Sachlichkeit der Ausführungen und die übersichtliche Anordnung der einzelnen Artikel ist geeignet, schon nach kurzer Lektüre dem Leser die wichtigsten Wege zur Palästinawanderung aufzuzeigen. Überdies kann das Blatt auch für jeden Nichtauswandercr. der sich über Palästina sachlich informieren will, wertvolle Dienste leisten. Sie wird auch bei Abhaltung von Palästinakursen usw. von Wichtigkeit sein können. — Es ist dem Palästina-Amt gelungen, diese interessante Veröffentlichung trotz des verstärkten Umfangcs von 120 Seiten Großformat, Bildern und einer Palästinakarte zu dem niedrigen Preis von nur 90 Pfg. den weitesten Schichten der jüdischen Bevölkerung zu übergeben. Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums. Heft 1, 1935. Gerade in unseren Tagen, nicht zuletzt im Hinblick auf die allgemeinen Maimonidesfciern, ist die Förderung der Wissenschaft des Judentums und die Beschäftigung mit ihren Ergebnissen unübersehbares Gebot der Stunde. Die Not der Tage hat die bestehendin Einrichtungen, die diesem Zwecke dienen, bis auf eine, die „Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums", zusammenbrechen lassen. Die von dieser Gesellschaft herausgegebene „Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums" ist zurzeit die einzige wissenschaftliche Zeitschrift in Deutschland, die es sich zur Aufgabe macht, breitesten jüdischen Kreisen in Deutschland die Ergebnisse ernster wissenschaftlicher Arbeit in einer Form zu übermitteln, die nicht allein den Forscher, sondern auch den Laien zu fesseln vermag. Auch das letzte Heft der Monatsschrift steht unter diesem Gesichtspunkt. Dem jüdischen Denken seit Hermann Cohen widmet Albert Lewkowitz. eine sehr anregende Studie. Er zeigt, daß die Gleichsetzung des nctikantischen und des jüdischen Gottesbegriffes, die Cohen vollzog, von seinen Nachfolgern aufgegeben wurde, daß einerseits Cassirer jede Religion Jüdischer Kulturbund Nur für Mitgl. / Sonntag 12. Mai / Lichtbildkarten nicht vergessen Alexander Kipnis Liederabend, 8.15 pünktl. im Weißen Saal des Zoo Voranzeige: 28. Hai Kammermnsikabend des Hendelftsohn-Trio«