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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1935-04-12 · 15/16 (12.4.1935) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
11 (1935)
Issue
15/16 (12.4.1935)
Date
1935-04-12
Page
[Seite] (sequence 9)
Language
German
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12. April 1935 l jEMEIND E B LATT DI R ISkAI LIT IS« Hl N REIH iK)\S( il \\LI\I)] /l LEIPZIG Seite 0 Sonntag, den 21. April abends pünktlich 8.20 Uhr Krystallpalast I. Stock, Blauer Saal Ein Abend bei Willy IC OSCH „, ^ÄÄTÄ*--" , ^«^ÄÄ^ttÄ? _D"u: Pie gfc»«—„Ein gemütlicher Abend" - „Die letzte Chance» - „Der fliegende Holländer" I Kein Oetränkezwane' I mit B,Be '•••■i Martin Kettner. Uoin/. Cinntlier u. a. m. f—-----. 1---—I | Stuhlroihen. | Ehren- und Freikarten aufgehoben! - Karten im Vorverkauf zu Rmk. 1.- zu 1.50 (numeriert) und 2 - (numeriert) bei Kaufhaus Brühl; Rose Neumann Konigigaler.e; M.W.Kaufmann, Brühl; Willner, Nordstraße; Wietepsky, B.ühl 52; Manclis; Zellner's Restaurant; sowie an der Abendkasse, und Vorbestellungen bei Konzertdirektion A. Ehrlich, Tel. 24551. Große VoranzeigeI Sonntag, den 5. Mai________ Frühjahrs-Modenschau mit Jubiläumsfeier Walter Leewens dazu die Berliner Prominenten <»e»amtleittuia:: liiNtnann-Khrllrh A*^^ — DRESDEN PHYSIKALISCH- DIÄTETISCHE HEILANSTALT Modernste Kureinrichtungen. ft Fachärzte. Mäßige Preise. Oolfplat/.. Prospekte. Xacli Palästina: PALESTINE & ORIENT LLOYD Auskünfte und Buchungen nur durch REISE BUREAU ASTOKI A «.m.b.H. Leipzig Cl Hlttcherplatx * Telefon 287 40 Reinen naeh allen Weltteilen — fiugpnMMagen Erholungsreisen Gesellschaftsreisen Konzerte 2. Kultur-Abend. I )ela L i p i n s k a j a ist eine Meisterin der Kleinkunst. Wir kennen sie noch vom russischen Cabaretl (Blauer Vogel) her. Mit allen ihr III Gebote stehenden Mitteln legt sie in der Schauspielkunst ihre Stärke auf das fein Pointierte im Vortrag. Besonders in den 3 Figurinen „Der junge Chassid" „Line Straßenszene" „Jackie Coogan in Wien" führte sie jede Szene außerordentlich charakteristisch durch. Walter Lajtai-Lazarus verband mit mehreren modernen Kompositionen (Salonmusik) die verschiedenartigen Darbietungen der Künstlerin und begleitete sie leicht und charmant in ihren Liedern. Besonders temperamentvoll und rassig verstand sie es, mit ihrer senoren tiefen Stimme die russischen Bauern-, Soldaten- und Volkslieder vorzutragen. Hier gab sie Echtes, Volkstümliches unverfälscht, wild und feurig wieder. tt. Falls das Gottlieb-Trio mit seiner Matinee-Veranstaltung den Versuch machen wollte, für die Zukunft damit „Konzerte für Jugendliche" einzurichten, so kann man diese Bestrebungen aufs herzlichste begrüßen. Nur müßten die Programme dann in anderer Form gehalten werden; /.. B. neben den umrahmenden Trios leichtere Stücke für Klavier, Geige oder Cello und dazu Volkslieder. Neben dem im letzten Kon/ert besprochenen Arensky-Trio, das diesmal noch verinnerlichter gespielt wurde, stand das Klaviertrio c-moll op. I Nr. 3 von Beethoven nicht auf gleicher Höhe. Es fehlte hier im Zusammenspiel noch der letzte Schliff. Die Sängerin Käthe Bruck (Dessau) besitzt einen kleinen fein durchgebildeten Mezzo-Sopran. Wenn auch die Stimme nicht mehr strahlend ist, so sang sie Händel und Beethoven im Stil ganz ausgezeichnet. Ihr intelligenter und vertiefter Vortrag in den Liedern von Schumann und S-hubcrt war so vollendet, daß er uns die kleinen Mängel in der Stimme ganz vergessen ließ. In Frieda Gottlieb fand sie eine feinsinnige Begleiterin am Flügel. tt- Sport vom Sonntag. Deka (von unserem ständigen Berichterstatter). Auf dein hiesigen „Schild"-Platze wurde am Sonntag die Landesmeisterschaft im Fußball entschieden. Im fälligen Rückspiel gegen Dresden hat sich die I. Fußballelf des „Schild"-Lcip/ig die Meisterschaft geholt. Dresden mag vielleicht mit einem winzigen Fünkchen Hoffnung auf den Meistertitel hier angetreten sein, mußte Lebende fische—feefische 'n altbekannter Güte von BERWEGER leipziger Jischhalle i Mchsstrabe 34 Jelefon 24424 für die Feiertage Bestellungen rechtzeitig erbeten. Internationale Spedition Leipzig C 1 Brühl 61 Telefon 242 07 Spezialität: Palästina Transporte aber gar bald alle Hoffnungen begraben. Mit 8:0 holte Meli Leipzig die letzten beiden Punkte, so daß das Pluskonto an Toren auf 15 in I Spielen gestiegen ist, schalle um den kleinen Schönheitsfehler eines einzigen Gegentores! Anfänglich sah es gar nicht nach einem hohen Siege aus, besonders der Rechtsaußen konnte nicht in Schwung kommen, und Dresden zeigte sich zunächst als iußerst stark in der Abwehr. Leipzig erzielte Ecken, aber keine Tore, bis endlich nach schöner Kombination des Inncustunucs das erste fällt. Dresden konnte fast bis zum Lude der I. Halbzeit das Spiel offen halten, denn niemand von Leipzig wagte einen Torschuß, Reinhard allein machte eine Ausnahme. I >a der Sturm vorerst keine Tore ZU erzielen vermochte, mußte es der Mittelläufer ihm vormachen, aus ca. 10 Metern schießt Weiser ein herrliches unhaltbares Tor. Damit steigt nun das Stimmungsbarometer der Hiesigen. Nach Halbzeit zeigte die Elf auch ein völlig verändertes Bild zu ihren Gunsten, die Außen werden besser, Valentin sogar sehr gut, so daß Dresden noch b Tore hinnehmen muß. Fast hatte sogar Karger durch Kopfball noch ein weiteres Tor erzielt, aber der linke Verteidiger rettete auf der Torlinie, wie dieser Spieler überhaupt als der beste Mann seiner Elf angesehen werden kann. Leipzigs Stärke war seine Läuferreihe, die Hintermannschaft hatte bei dem harmlosen Sturm des Gegners kaum eine gefährliche Situation zu Überwinden, für den Sturm sprechen die S Tore, vor allem die () in der zweiten Hälfte. Das Erfreulichste an diesem Kampfe war die Fairness und die Ruhe beider Mannschaften, so daß dem tadellosen Schiedsrichter Pomper vom hiesigen „Bar Kochba" das Amt sehr erleichtert wurde. Die W ichtigkeit dieses Treffens zeigte sich in der Anwesenheit des Landessportführers im „R. j. F ", des Herrn Dr. Wicnskowitz, Dresden, und des Herrn Beck, des Sportdc/ei Heilten im Hauptvorstand des „R. i. F.", die auch nach Schluß den Sieger beglückwünschten. Leider war das zwischen der I. Herrenelf und der Sportgruppe im „R. j. F."-Magdcburg vorher ausgetragen* Handballspiel von Seiten Magdeburgs nicht von dem Sportgeist beseelt, wie es erforderlich und notwendig gewesen wäre. Es ist höchst unsportlich, ein Spiel abbrechen zu wollen, weil ein Spieler des Feldes verwiesen werden soll. Leipzig gewann auch dieses Spiel hoch mit 8:2 Toren, hätte aber noch höher siegen müssen, wenn die 2. Halbzeit in der Spielauffassung der ersten ebenbürtig gewesen wäre. Mit welcher Freude war doch die hiesige Elf zu Beginn bei der Sache, im Nu waren o Tore ei zielt, daß einem um die Gäste bange werden konnte, aber die zweite Hälfte enttäuschte uns dafür. Wohl verteidigte Magdeburg mit allen Mitteln, aber warum wird dann immer wieder versucht, in der Mitte durchzukommen! Mit Ach und Krach konnten noch

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