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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1935-03-29 · 13 (29.3.1935) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
11 (1935)
Issue
13 (29.3.1935)
Date
1935-03-29
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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2ft März 1935 OEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE ZU LEIPZIG Seite 3 ZUR FEIER DER/Gesellschafts-Abend T des Bar Kochba MAKKABIAH onnabend, den 6. April 1935, 20 Uhr, Im Krystallpalast Blauer Saal und Nebensäle Eintritt: 1.50 incl. Steuer Vorverkauf: Kaufhaus Brühl — Kaufmann _ _ f, Mitgi. irm. nur i. d. Geschäftsstelle^ Erstklassige Tanz k a p e 11 e—B u f f e t s Heute! Sonnabend, 30 März, 20.30 Uhr im m Blauen Saal, Krystallpalast William 061*1161 Versäumen Sie nicht Den lustigsten Abend dieser Saison : 2 Stunden Lathen nm laufenden Bund! Monlca Herrnteld u. das große Programm jüd. Künstler Eintrittskarten zu RM. 2.—, 1.50 und 1.— an der Abendkasse Statt Karten Bremen, Qeorgstraße 44 Mmr Markus Cohen Dr. hur. Fritz Trubel Verlobte März 1935 Leipzig! Richterstraße 2 | Max Weltz Rosel Weltz «eb. Goldenberg Leipzig Vermählte Ufersir. 17 Es hat dem Allmächtigen gefallen, unser geliebtes Irmchen so jung, 22 Jahre alt, durch einen unerwarteten jähen Tod zu sich zu nehmen. Wir haben sie in stiller Feier zur letzten Ruhe geleitet. Leipzig, den 27. März 1935 Rabbiner tiustav Cohn und Frau Hans und Hilde Colin Jerusalem 15.3.35 Kainer Lajot« tÄrosskopf Frni tirosskopf geb. Riess Vermählte Statt Karten Ihre am 17.März in Berlin stattgefundene Trauung geben hierd. bekannt Leipzig ürnold Sperling Thomasiusstraße 23 HiUll SpetllüQ geh- Kluger Stau Karten: Zu der s. Q. w. am Sonnabend d. 6. April d. J. in der Ez Chaim Synagoge stattfindenden Barmizwah meines Sohnes Hanfred und zu dem darauffolgendem Kiddusch lade ich hiermit alle Freunde und Bekannte herzlichst ein. Lola verw. Silberlust Funkenburgstraße 10. II links ty. Ihre Blumen von Lance £x Tauchaer Str. 16 — Tel. 3 87 89 — Uelernne; In« Hau« gehört, der als Kaufmann im Rheinland seit langen Jahren in seinem stillen Kreise für Juden und Judentum wirkt; wir durften ihm sogar in das kraftvolle Antlitz mit den tiefen Augen sehen, in dem Lachen W gut seine Stätte fand wie Weinen und wir sind immer von neuem dankbar für die* Buch. Denn dies Buch ist - trotz aller Schwachen, die ihm anhaften mögen und offensichtlich auch anhaften wohl das erste Much von allen den zahlreichen Neuerscheinungeil dieser Monate, das aus der Fülle einer jüdischen Welt geschöpft ist und dabei gleichzeitig von einem Manne geschrieben wurde, der mitten im Lehen dieser Tage steht und das strenge Wort im glühenden Herzen erfaßte, das sie uns zu sagen haben. * Gerson Sterns Buch ist eigentlich nichts andres als eine judische I amilienchronik. Es umfaßt die Geschichte zweier Generationen; der erste Teil erzählt von dein „Ehrbaren Kaufmann" It/ig neu 1 lieser, der von den Würdenträgern des kleinen Weserstädtchens aufgefordert wiid, sich bei ihnen niederzulassen — nicht weil sie ihn schätzen, sondern weil sie alle die Abgaben und Kontributionen, /.i welchen der Jude dieser Zeit verpflichtet war, gut zur Füllung ihres Städtsäckels brauchen können. Nicht ohne behaglichen Humor wird die Sitzung der Ratsherren wiedergegeben: Stadtrat Soetevricnd und Stadtmedikus Posse, scharfgezeichnete Profile kleinstädtischer Originale aus dem 18. Jahrhundert sie sehen aus, als hätten sie lebende Urbilder in unsem Tagen. Durch die unerleuchteten Straßen Nach längerem schweren Leiden verschied am 23. März früh meine inniggeliebte Frau, unsere herzensgute Mutter Erna Kölner geb. Poiiak Die Einäscherung hat im Sinne der Verstorbenen in aller Stille stattgefunden. — Beileidsbesuche nicht erwünscht. Leipzig, Oeibelstraße 42, den 26. März 1935. Aladar Kölner, Hans Kölner, Joachim Kölner, Peter Kölner, im Namen aller Hinterbliebenen. muß jeder sein eigenes Licht haben, um seinen Weg zu sehen; jeder vpn diesen Ackerbauern und Bürgern und Handwerkern. Nur der Arzt fühlt, „daß eine glühende Fanfare am Morgenhimincl unsrer Tage steht". Die Zeit der Aufklärung ist im Werden; aber nicht viel von ihrer Morgenluft dringt in das kleine Weserstädtchen, wo der prachtvoll kernige Kaufmann Itzig ben Elieser seine arbeitsreichen Tage verbringt, nach dein Willen der Väter und nach dem Wunsche seines eignen Herzens seine Verlobte, die liebliche Zartel, heimführt, ein Haus gründet und Kinder zeugt - und endlich einen vorzeitigen Tot durch seinen Kampf mit dem ungebändigten Element findet. Aber im benachbarten Dessau lebt schon der Fürst, der mit Mose* Mendelssohn Briefe wechselt und der Tochter seines llofjudeii Calman im Schlosse die Hochzeit ausrichtet... Neben dein Schicksal der Gemeinschaft vielmehr unlösbar verflochten mit diesem Schicksal das Los des Einzelnen, ühettoschicksal, das den Einzelnen fest ans Ganze bindet, mag auch ein liebendes Herz darüber zugruiidcgchen. Blätter fallen ab — aber der Stamm bleibt. Frankfurt taucht auf mit seiner Judenstadt und seinen ewigen Talmudschillern. Im zweiten Teile de« reichen Bücher, bild ute Gemeinde Prag den Schauplatz des Geschehens. Alles Durcheinander einer auf engem Räume zusammengedrängten Judengemeinschaft: alle kleine Eitelkeit der Würdenträger und Baalbatim, des Primators vor andern, wird ohne irgendwelche Beschönigung wiedergegeben. Aber auch die große gewaltige Welt, die immer dahintersteht: Welt der Chassidim, Welt des östlichen Judentums — ja selbst bis zu Sabbatai Zwis versunkener Traumeswelt führen Weiser aus dein Ghetto von Prag. Alles ordnet sich im Kreise um den Sohn des Itzig ben Elieser, den jungen schönen Perez, dessen wohlklingende Jüdischer Kulturbund Nur für Mitglieder Gastspie! des Kulturbundtheaters Berlin Dienstag, 9. April, 8 Uhr, p ü n k 11. im Weißen Saal des Zoolog. Gartens _ ______. Aprilbeiträge zahlen La serva padrona, Opus von Persolese . Ki_ichtbildlcarten Der Sdiauspleldirektor, Opua von Mozart nicht vergessen!

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