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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1935-03-01 · 9 (1.3.1935) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
11 (1935)
Issue
9 (1.3.1935)
Date
1935-03-01
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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Seile 3 Heilte (Sonnabend) 20 Worten (Sonntag) 20,|4, 22 Dienstag; 20 Heute GautapleJ - Koglim ltt-ittrict> WA«HALTER „Runte Lieder aus aller Welt" —, Täglich wechselndes Programm Dienstag im Külistlerhaus sonst im Orotrian Steinweg-Saal Die Künstlerin konferiert jedes fremdsprachige Lied Vorverkauf (RM 1.— bis 2,50) bei Kaufhaus Brühl, M. W.. Kaufmann, Manelis, Bücherkreis Neumann, Wietepsky, Zellner u. a. d. Abendkasse Die am Mittwoch, den 6. März 1935 in Leipzig staltfindende Vermähluug ihrer Tochter Mizzi mit Herrn Dr. jur. I'lrieli A. Michel zeigen an Paul l*or»rs und Frau l*aula geb. Asch Leipzig S 3 London NW 3 Kaiser-Wilhelmstr. 43 25 Belsize Park Leipzig Annemarie IlirsHi •loMcf Ilurwitü Verlobte Wien Frau verw. Dipl. lüg. Willi Kaufmann und Tochter danken für die Ehrungen anläßlich ihres schweren Verlustes. ] | Alle Büther u. s.w. bei Buthh. Kaufmann, Brühl 8. | O Ihre Blumen von Lance & Tauchaer Str. 16 — Tel. 2 87 89 — Lieferung Ins Haus Eingliederung des Zentralausschusses in die Reichsvertretung. Am Sonntag, den 17. Februar, trat der Organisationsausschuß' der Reichsvertretung der deutschen Juden erneut /u Beratungen zusammen, Iis gelang, die Vorarbeiten für die Eingliederung des gesamten sozialen und wirtschaftlichen Hilfswerkes in die Reichs- Vertretung zu erfolgreichem Abschluß zu bringen. Mit dem l. April l'l'iä wird nunmehr das Milfs- und Aufbauwerk des Zentralausschutsei einen festen Bestandteil des Organismus der Reichsverrretung bilden. Im einzelnen wurde folgendes beschlossen: Mit Wirkung vom 1. April Wib ab werden die Tätigkeitsgebiete der Hauptstellc für jüdische Wanderfürsorge, der jüdischen Arbeitshilfe e. V. (Landwerk Neuendorf), der Vereinigten Zentrale für jüdische Arbeitsnachweise, der Zentralstelle für jüdische Wirtschaftshilfe, der Zcntralwohlfahrtsstelle der deutsehen Juden e. V. in die Rcichsvertretung eingegliedert. Es werden damit die grölten Arbeitsgebiete der Wohlfahrtspflege, der Wirtschaftshilfe, der Hcrufsumschichtuug .Li Kreditlinie, des Arbeitsnachweiswesens und der übrigen Wirtschaftshilfe sowie der Rückwanderung in die Reichsvertretung eingefügt werden. Die noch außenstehenden Gebiete des Hilfs- und Aufbauwerkes werden ebenfalls organisch mit der Arbeit der Reichs Vertretung verbunden werden. Die Geschäftsführer der eingegliederten Organisationen werden Sachbearbeiter bei der Reichsvertretung. Um die wertvolle Arbeit der ehrenamtlichen Mitarbeiter der eingegliederten Stellen auch der neuen Organisationsform zu erhalten und darüber hinaus eine Möglichkeit für Heranziehung wichtiger Einzelpersönlichkeiten zu schaffen, werden den Sachbearbeitern beigegebene Ausschüsse gebildet werden, denen je ein Mitglied des Präsidialausschusses als Vorsitzender angehört. Die letzte Entscheidung liegt, wie bei allen anderen Arbeitsgebieten der Reichsvertretung bei dem Präsidialausschuß. Die Fachausschüsse der neuen Arbeitsgebiete der Reichs Vertretung treten gemeinsam mit einem besonderen AufbringungsailSSChuB nach Bedarf als „Zentralausschuli für Hilfe und Aufbau" zur Beratung gemeinschaftlicher Aufgaben zusammen. Auch darüber hinaus ist für die Beibehaltung und weitere Ausgestaltung des Zusammenhanges der Arbeitsgebiete des Hilfs- und Aufbauwerkes organisatorisch Sorge getragen. Die Finanzverwaltung wird in Zukunft einheitlich für das gesamte alte und neue Arbeitsgebiet der Reichsvertretung geführt werden. Den vom Organisationsausschuß gefaßten Beschlüssen kommt eine außerordentliche Tragweite zu. Entsprechend den in der jüdischen Öffentlichkeit oft geäußerten Wünschen der Notwendigkeit straffer Zusammenfassung ist nunmehr ein geschlossener Gesamt - aufbau geschaffen worden, der bei sparsamstem Kräfteaufwand die größtmöglichste Leistung im Dienste des deutschen Judentums verbürgt. Gemeinsame Veranstaltung Jüdischer Frauenbund Ortsgruppe Leipzig Verband jüd. Frauen für Paläsflnaarbelf Donnerstag, 14. März, 20™ Uhr im Künstlerhaus Frau Dr. Margarete Moses, Berlin, erläutert: „Europäische und jüdische Musik" Boris Schwarz Berlin, spielt Geige In Berlin hatte die gleiche Veranstaltung einen starken Erfolg. Wir hoffen auch für Leipzig auf starke Beteiligung Karten für RM 1,50 und RM 1— sind in der Buchhandlung M. W. Kaufmann, Brühl; Rose Neumann, Königspassage und an der Abendkasse erhältlich. Alle an der Eingliederung beteiligten Stellen haben gern Opfer an organisatorischer Selbständigkeit gebracht, um dei Forderung einheitlicher Gliederung zur Durchführung zu verhelfen. Vom 1. April ab ist nunmehr das große Hills- und Aufbauwerk der deutschen Juden fest in der Reichsvertretung verankert. Jüdische Zeitschau Anschluß der thüringischen Gemeinden an den Preußischen Landesverband jüdischer Gemeinden. Im Rahmen der Bemühungen des Preußischen Landesverbandes, denjenigen jüdischen Oemeinden anderer Gebietsteil,., die durch die wirtschaftliche Entwicklung notleidend geworden sind, den starken Rückhalt eines grollen Verbandes zu bieten, waren Verhandlungen auch mit den thüringischen Oemeinden eingeleitet worden, die am Sonntag, den 17. Februar, auf einer Qeaieindetagung des Thüringischen Landesverbandes in Eisenach ihren Abschluß fanden. Den Vorsitz führte Herr Fabrikbesitzer S. Vollmann-Meiningen. Den Preußischen Landesverband vertrat dessen Vizepräsident, Rechtsanwalt Dr. Alfred Klee-Berlin, der in längeren Ausführungen Wesen und Arbeit des Preußischen Landesverbandes auseinandersetzte und darauf hinwies, daß die in unseren lagen mehr denn je erforderliche brüderliche Solidarität zu Maßnahmen dränge, die der Stützung der Schwachen und der Erhaltung des religiösen Kulturguts unserer Gemeinschaft und Gemeinden dienen. Der Vorsitzende sprach dein Preußischen Landesverband und besonders Herrn Dr. Klee für seine großzügige Initiative, die herzlichen Kegrüßungsworte und aufschlußreichen Ausführungen den wärmsten Dank der thüringischen Oemeinden aus. Jüdische Schule. Am 1. März 1935 waren das Schulgeld und der auch von den Freischülern zu zahlende Heizungsbeitrag für den Monat März 1935 fällig. Wenn bis zum 8. März 1935 Schulgeld und Heizungsbeitrag nicht an die Schulkasse, Humboldtstraße 13, bezahlt sind, so werden die Rückstände zuzüglich 5",,, Ein. hebungsgebühr durch unsere Oelderheber eingezogen. Leipzig, 26. Februar 1935. Der Vorstand des israelitischen Schulvereins Leipzig E.V.

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