Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 11 (1935)
- Issue
- 8 (22.2.1935)
- Date
- 1935-02-22
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 3 Ein jüdisches Ereignis für Leipzig! Makkabäer von Heute SS KcirCSki spricht einführende Worte Zu Beginn sportliche und gesangliche Darbietungen 24. FcbriläF 1935 pünktlich 20.15 Uhr im Krystallpalast - (Blauer Saal) SS^^SfSJi- Stehplätze -.40 Staatszionistische Organisation Leipzig. Statt Karten! KKUIXA WACDTKI, JACOB U 1 III. Verlobte Würzburg Oberhof Th. Leipzig Rosengasse 1 Februar 1935 Nordstr. 36 Am Dienstag, 26. Febr., nadim. 4 Uhr veranstaltet der „Frauenverein Ruth66 für seine Mitglieder und Freunde im Saale des Oesterreich- Vaterland-Heimes, Klosterg. 3, ein gemütl Beisammensein. Darbietungen: Dialog verfaßt von Lotte Schönheim, gesprochen v. Dorle OluBmann, Lleael Mohr, j Lotte Schönheim liest aus eig. Schriften. Dr. Dr. med. Margarete Meyer Dr. Dr. med. Walther Krönt Kiin*tler Verlobte Leipzig, Dufourstraße 38 - Nürnberg, Oostenhoferhauptstraße 31 Padova Roma Eintrittspreis: 1.50 RM. inkl. Garderobe mit Tee und Gebäck. Weitere Unkosten entstehen nicht. Nur für Erwachsene. Lotte Berger Fritz Alexandrowitr. Leipzig Verlobte Wien ■ Soiintue. H» 1 hr pünktl. Kundgebung Künstlerhaus ■ 5 Band lieutMeh-JUdiMrlier Jugend J Ihre Jamüien-finzeigen gehören ins Gemeindeblatt ferat ein Bild von der gesamten Situation der Juden im Reich. Er ging ausführlich auf die seelische (iesamthaltung sowie auf die staatsbürgerlichen, rechtlichen, wirtschaftlichen und geistigen Fragen ein. Es gelte jeden Arbeitsplatz innerhalb der Wirtschaft ZU sichern und auszubauen, insbesondere habe der jüdische Arbeitgeber die Pflicht, jüdische Arbeitnehmer einzustellen und sie in sozialer Weise zu behandeln. Justizrat Dr. Brodnitz wies schließlich auf die umfangreiche Arbeit für Hilfe und Aufhau hin, die seit der Umwälzung geleistet worden sei, durch die jüdischen Organisationen und durch die Reichsvertrctung. Es sei notwendig, für die Aufrechterhaltung dieser Arbeit in stärkster Weise Opfer zu bringen. Die gesamte Grundhaltung des C.-V. habe sich nicht verändert und werde sich nicht verändern. An die gehaltvollen Referate, die mit großem Beifall aufgenommen wurden, schloß sich eine Aussprache, in der die Vertreter aus dem Lande wertvolle Wünsche und Anregungen zum Ausdruck brachten. Als Vorsitzende des L.-V. wurden schließlich L.-O.-R. i. R. Dr. Kurt Cohn und Rud. Apt- Dresdcn auf ein Jahr wiedergewählt. In den Vorstand wurde Rechtsanwalt Dr. Erich S o n d e r-Dessau neu hinzugewählt. Von Wollen jüdischer Jugend. Au dem Elternabend des Habonim uoar chaluzi sprach Kurt Goldmann über das Ziel des Bundes: Die Verantwortung, die heute auf einer jüdischen Jugendbewegung lastet, fordert die Aufzeigung eines konstruktiven Weges. Dieser Weg kann nur sein die Einordnung in das arbeitende Palästina, denn nur so wird das jüdische Volk aus seiner verhängnisvollen unnormalen Schichtung befreit. Eine andere nicht chaluzische Einwanderung muß in Palästina eine neue Golah und nicht Erez Israel schaffen. Aus dieser Zielvorstellung zog Otto Reiß die Konsequenzen tür die erzieherische Arbeit des Bundes: Es gilt aus Qalutmenschen freie arbeitende Juden zu machen, die eine klare verstandesmäßige Erkenntnis ihres Zieles und Weges verbinden mit einer tiefen inneren Beziehung zu Vergangenheit und Gegenwart ihres jüdischen Volkes, zur Arbeit und zur Natur, zur Gemeinschaft der zusammen Schaffenden. Der Bund bejaht das gemeinschaftliche Leben im großen, offenen Kibbuz. — Eine hebräische Begrüßung, Chor, Sprechchor und ein Theater der Jüngeren umrahmte den Abend. Bevorstehende Veranstaltungen 24. Februar: Staatszionistische Organisation: Aufführung „Makkabäer von heute". 21. Februar: Bund deutsch-jüdischer Jugend: Arbeitstagung und Kundgebung im Kiinstlcrliaus. 25. I'ebr : Berufstätigcngriippc des Jüd. Frauenbundes: Ausspracheabend mit Frl. Burgheun. 26. Februar: Frauenverein „Ruth": Geselliges Beisammensein. 2. März: Beatrice Waghalter: Messe-Gastspiel I. Abend. 3. März: Schachwettkampf Bar Kochba, Leipzig Jüdischer Schacliklub, Chemnitz. 4. März: Reichsbund jüdischer Frontsoldaten: Messefest. 5. März: Beatrice Waghalter: 2. Abend. 6. März: Beatrice Waghalter: 3. Abend. 10. März: Konzert Genia Wilkomirska. 12. März: Jüdischer Frauenbund und Wizo: Frau Dr. Moses: Europäische und jüdische Musik. 14. März: Dr. Ernst Kaufmann. Aufklärungsabeiid: Gesunde Zähne — gesundet Körper. 21. März: jugendabend des 1. P, I). Makkabi Mazair Bar Kochba. 24. März: Konzert: collegium luusicuni jüdischer Musikliehliahcr und Psalterion-Chor in der Synagoge. Amtliche Bekanntmachungen. Betriebe unter Aufsicht des orthodoxen Gemeinderabbinats I. Ganzjährige Aufsicht a) Fleischereien: Moses Bild, Gerberstr. 41, M. Frischer, Packhofstraße 11/13, Osias Kohn, Lohmühlgasse 17, Sallv Löb. Ranstädter Steinweg 7, Jacob Schussheim, Plauensche Straße 3/5. b) Geflügelverkauf: die vorgenannten Fleischereien, Geflügelgroßhandlung Leo Hendler, Gerberstr. 48/50. Geflügelhandlung Regine Wassermann, Keilstr. 4.