Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 11 (1935)
- Issue
- 4 (25.1.1935)
- Date
- 1935-01-25
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
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2). Januar 1935 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE ZU LEIPZIG Seite 5 ■BSSft-S ssBaaaäBag Emil Fisiher KOnZ6Tt KWUlief-SOnate (Klav. U. Viol.) v. Beethoven - Lieder u. Arien - Trio v. Arensky Theater^WeTmar - GOttHfib— TnO f Voranzeige. "^BläStt^itttZZ Wohltätigkeits- Künstlerfest v eranstaltet zum Besten sämtlicher erwerbsloser jüdischer Künstler Leipzigs. Es zeichnet Dan Kollektiv rior ,jü<»tHcli<>n Künstler l>ipy,ig». Karten zu Mk. 1.—, numeriert Mk 1 50. M Sportverein Bor Kochba e. V. Sonntag, den 3. Februar 1935, i/28 Uhr abends Z. Hollen - Boxkampf - Abend in der Halle der Höh. Israel. Schale, Gustav-Adolf-Straße 7 Schuhhaus Unser großer Inventur- Verkauf beginnt Montag, d. 28. Jan. 35 eines Dr. Jodeil „Das neue Palästina". Die Spekulation auf das lebhafte Interesse des jüdischen Publikums für Palästinafragen schlägt meistern nicht fehl. Zahlreiche Beschwerden über die Unzulänglichkeit derartiger „Filme" haben die Zionistische Vereinigung für Deutschland schon vor längerer Zeit zu der Erklärung veranlaßt, daS es sich in allen Fällen um unverantwortliche und unautorisierte Privatarbeiten handelt. Sie nimmt infolge der /ahlreieben Neuaufführungen des Jodellfilms erneut Anlali, auf diese I rklirung noch einmal nachdrücklichst hinzuweisen. Sie ist aber in der Lage, gleichzeitig mitzuteilen, daß die ersten ernsthaften Palästina-Tonfilme unmittelbar vor der Fertigstellung stehen. Die All), hofft somit, schon in nächster Zeit mit deren Vorführung die Gelegenheit zu wirklicher Information und zur Bekanntschaft mit palästinensischem Leben und jüdischer Aufbauarbeit geben zu können. Unsere Gemeinde. Fclix-Goldmann-Gedächtnisbund. Die Eintragung des Fclix-Goldn uin-(iedächtnisbuiules in das Vereinsregister ist nunmehr durch das Amtsgericht erfolgt. Auf Grund der von den Gründern festgelegten Satzungen wurde in einer jüngst abgehaltenen Sitzung des Kuratoriums der Bundesvorstand endgültig konstituiert. Er setzt sich danach aus folgenden Herren zusammen; Gcmeinderabhiner ü. Cohn, V ritzender; Israel Engländer, Martin Marcus, Walter Metzner, Willy Seemann. — Das Kuratorium, das sich aus den Gründen und Vertretern der Leipziger jüdischen Organisationen zusa runensetzt, wählte seinen geschäftsführenden Ausschuß: Rechtsai valt Dr. Löwcuheim, Vorsitzender; David Jackson und Jakob SchuSheim. — Der Bundesvorsitzende berichtete über den Fort- B ig der Werbearbeit, die mit Rücksicht auf die erst jetzt erfolgte I iragung des Vereins nun in intensiver Weise vor sich gehen soll. V besonderer Genugtuung sprach er von der großzügigen Spende vi Mitgliedern der Gemeinde Zittau, die sieh mit einem Betrage \' 128 Mk. an der Aufbringung von Mitteln beteiligten und damit re auswärtige, um ein Vielfaches größere Gemeinden bei weitem überflügelt haben. Er richtete an die Mitglieder des Kirrato ums einen warmen Appell, die Werbung aufs Intensivste durchzu- VARNHAGEN Leipzig, Reichsstr. 42-44 führen, damit das dem verewigten Dr. Goldmann zugedachte Denkmal seiner würdig dastehe und auch die satzungsgemäßen Aufgaben des Bundes in möglichst weitem Ausmalle verwirklicht werden könnten. Frauengruppe des Centraivereins. Im Rahmen eines Vortragsnachmittags der Frauengruppe des C. V. sprach am Dienstag, den 15. Januar, Syndikus Kurt S a b a t z k y über „P r o b I e m e der Z e 11". Der Referent gab zunächst seiner Freude über die Saarabstimmung Ausdruck und erklärte, dal! die deutsche Judenheit die Wiedereingliederung des Saarlandes in das Reich auf das stärkste begrüße. In Bezug auf unsere Glaubensgenossen im Saar lande sei die Situation so, daß die zurzeit bestehende Gesetzgebung auf ein Jahr festgelegt sei. Nach Verlautbarungen von führender saarländischer Seite werde den saarländischen Juden die Möglichkeit gegeben werden, ohne Einschränkung ihr staatsbürgerliches, berufliches und jüdisches Leben zu führen. Der Referent sprach sodann über die vom Präsidenten der Reichsschrifttumskammer angeschnittene Frage des Konkordates. Er ging danach auf den in Kürze sich abwickelnden Berner Prozell ein, schilderte das bisherige Verhandlungsbild und gab eine eingehende Erklärung über die Entstehungsgeschichte der sogenannten Protokolle der „Weisen von Zion". Gerade wenn man den Zionismus ablehne, müsse mau als ehrlicher Gegner betonen, dal! diesem die in den Protokollen behaupteten weltherrlichen Pläne gänzlich fern lägen, da das darin Behauptete gegen die jüdische Ethik schlechthin verstoße. — Sodann erläuterte der Redner das in letzter Zeit immer wieder auftauchende Ritualmordmärchen. Auch hier sei zu sagen, dal! ein Ritualinord gegen unsere Sittenlehre verstoße. Namhafte Autoritäten hätten das anerkannt. Der Referent sprach sich dann gegen die sogenannte braune Assimilation, d. Ii. die Nachahmung nationalsozialistischer Formen und Gedankeninhalte durch Juden, aus, die weder vom nationalsozialistischen wie vom jüdischen Standpunkt erwünscht sei. — Zur Frage des nationalpolitischen Unter- IvWukf^ * INVENTUR WRKRUF 28.Januar - 9. Februar |; GROSSEN "tagen mit den ÜLgINCN PREISEN PETE RS STRASSE 16