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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1934-11-30 · 48 (30.11.1934) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
10 (1934)
Issue
48 (30.11.1934)
Date
1934-11-30
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 t Bevorstehende Veranstaltungen 2. Dezember: Trianon-Kflnstlerapiele: Heiterer Künstlerabend und Modenschau. 3. Dezember: Zionistische Vereinigung: Mitgliederversammlung. 4. Dezember: Gruppe der Berufstätigen im Jüdischen Frauenbund, Ortsgr. Leipzig. 6. Dezember: JPD-Bundesfeier: imkiba. 6. Dezember: Jüd. Frauenbund: Abendvortrag Prof. Cora Berliner. 8. Dezember: Chanukkafest des R. j. F. 9. De/ember: Jüdischer Frauenbund—Schwesternbund: Chanukka- Kinderfest. 10. Dezember: Verband jüd. Frauen für Palastinaarbeit: Dr. Margarethe Moses: Die jüd. Frau in der jüd. Gemeinschaft. 13. De/ember: (iemeindeabend: Prof. Elbogen. 13. Dezember: Bar Kochha-Fest. 18. De/ember: Zionistische Vereinigung: Dr. Schloßberg: Deutsches Judentum, entscheide dich! 31. De/ember: Verein polnischer Kaufleute und Gewerbetreibender: Winterfest. Gottesdienste Gemeindesynagoge. Sabbatgottesdienst: Freitag, 30. November, Abendgebet 10,15 Uhr. Sonnabend, 1. Dezember, Morgcnebet 9 Uhr, Nachmittagsgcbet 16,25, Chanukkah-Gottesdienst mit redigt 10,55 Uhr. Gottesdienst an Werktagen in der Ez-Chaim-Synagoge. Gemeindesynagoge. Sabbat - und Chanukkah-Gottesdienst: Freitag, 7. Dezember, Abendgebet 16,15 Uhr. Sonnabend, 8 Dezember, Morgengebet 9 Uhr, Nachmittagsgcbet 16,20 Uhr, anschließend Lehrvortrag; Abendgebet 16,53 Uhr. Gottesdienst an Werktagen in der Ez-Chaim-Synagoge. Ez-Chaim-Synagoge (Otto-Schill-Str). Freitag den 30. November: Abendgehet 16,15 Uhr mit Gastpredigt des Herrn Gcm.- rabbiners Dr. Ochs, Königsberg. Sabbat: Morgengebet 8,30 Uhr; 10,15 Uhr: üastpredigt des Herrn Gemeinderabbiner Dr. Ochs, Königsberg; Mincha 15,30 Uhr, anschließend Halachah-Vortrag des Herrn Ucmeinderabbincr Dr. Ochs, Königsberg; Ausgang 16,55 Uhr. Sonntag, den 2. Dezbr., Chanukkah-Festgottesdicnst 16 Uhr. Wochentag: Morgengebet 7,30 Uhr, Abendgebet 16,30 Uhr. Ez-Chaim-Synagoge (Otto-Schill-Str.). Freitag, den 7. Dezember: Abendgebet 16,15 Uhr; Sabbat: Morgengebet 8,30 Uhr; Mincha 16 Uhr; Ausgang 16,53 Uhr. Wochentag: Morgengebet 7,30 Uhr; Abendgebet 16,30 Uhr. Synagoge Beth Jehuda, Firberstr. 11. Sonntag, den 2. Dezbr., 4 Uhr, Cnanukkah-Feier unter Mitwirkung des Herrn Kantor Jacobowit/. mit Festansprache des Herrn Rabb. I. Melamcd. Talmud-Thora-Synagoge, Keilstr. 4. Freitag abend 16,15 Uhr. Sonnabend früh 8,30 Uhr; Mincha 16 Uhr; Ausgang 16,55 Uhr. Wochentags: Früh 7 Uhr, abends 16,15 Uhr. Aus dem Gemeindeamt. Der Sabbath der jüdischen Jugend. Im Anschluß an den Aufruf der Reichsvertretung zur Sabbathgestaltung der jüdischen Jugend hat diese ein Rundschreiben herausgegeben, das sich mit der Befreiung der jüdischen Kinder des 5. bis 8. Schuljahres vom Unterricht am Sonnabend und mit der Ausgestaltung des Sahbaths befaßt. Es wird auf die Erlasse des Herrn Kultusministers vom 16. Mar/ und 30. Juli 1934 Bezug genommen, wodurch den jüdischen Eltern freigestellt worden ist, ihre Kinder vom Unterricht am Sonnabend ZU befreien. Dadurch, daß die Neuregelung des Unterrichts am Sonnabend im Zusammenhang mit dem Staatsjugendtag für die Kinder des 5. bis 8. Schuljahres einen wissenschaftlichen Unterricht am Sonnabend nicht bringt, bestehen, so heißt es in dem Rundschreiben, keine Bedenken für die Eltern, die bisher noch nicht um die Befreiung ihrer Kinder vom Unterrieht am Sonnabend nachgesucht haben. Die Gemeinden müssen aber angemessene Einrichtungen schaffen, die für die Ausgestaltung des Sahbaths dienen. Das Rundschreiben schlagt vor, die zu treffenden Einrichtungen in Fühlungnahme mit Lehrern und Jugendfflhrcrn vorzubereiten. Der Freitag-Abend, so heißt es in dem Rahmenprogramm des Rundschreiben*, gehört <" althergebrachter Weise dem tiottesdienst und dem Elternhaut. In Qemeinden, in denen kein besonderer Jugendgottesdienst stattfindet, sollen die Kinder, Soweit möglich, heim Gottesdienst mitwirken. Nach dem (iottesdienst soll eine Jugendstunde stattfinden, in der der Wochenahschnitt erklärt, Erzählungen vorgelesen und Lieder gesungen werden. Entscheidend ist, daß den Kindern nicht nur etwas I eierliches, sondern auch etwas I estliches geboten wird. Bei der Gesamtgestaltung des Sahbaths und des Sonntags hangt der Erfolg davon ah, daß Eltern, Synagoge und Bund ZU ihrem Recht kommen. So soll die bündische und nichtbfindische Jugend /u einem Oueg Schahbat zusammengefaßt werden. Der Reichsausschuß der jüdischen Jugendverbändc erläßt in Ergan/ung der Mitteilungen der Reichsvertretung einen Aufruf, in dem es heißt: „Der Aufruf der Reichsvertretung der Deutschen Juden, den vom Schulunterricht befreiten Sahhath der jüdischen Jugend in festlicher Ausgestaltung wieder zu einem Mittelpunkt jüdischen üe- Jüd. Sportverein Bar Kochba e.V. IMjl Großkampftag ▼ am 2. Dez. auf dem Bar Kochba Platz Leipzig-Eutritzsch — Straßenbahn 14 und 16 Bar Kochba, Leipzig —Schild, Leipzig 1Kno uhr: Spiel der Altherren-Mannschaften 100Unr: „ 1. Handball-Mannschaften 215 Uhr: 1. Fußball-Mannschaften mcinschaftslebens zu inachen, wird bei den jüdischen Jugendbünden den stärksten Widerhall finden. In dem Wunsche, dem Sabbath seine alte Bedeutung als Ruhetag jüdischer Selbstbesinnung und Erneuerung wiederzugeben, begegnen sich alle Richtungen der jüdischen Jugend. Wie die Reichsvertretung die Gemeinden zur Mitarbeit an der Ausgestaltung des Sahbaths der jüdischen Schuljugend sammelt, so ruft der Rcichsausschuß der jüdischen Jugemlverbände die jüdischen Jugendbünde auf, ihre Kräfte für diese grolle Aufgabe bereitzustellen. Ihre Lösung hängt von den Menschen ah, den Rabbinern, den Lehrern und den Jugendführern, die eingesetzt werden können. Eine schematische Regelung würde den örtlichen Arbeitsvoraussetzungen nicht gerecht werden. In jeder Gemeinde sollen deshalb nach der Anregung der Reichsvertretung Beratungen zur Planung der Sabbathgestaltung stattfinden. Wir fordern unsere Landesausschiissc und Ortsringe auf, sich den Gemeinden zur Beratung und Mitarbeit tatkräftigst zur Verfügung zu stellen. Ein Werk, das der jüdischen Jugend dienen soll, darf nicht ohne die tätige Mitwirkung der Jugend selbst aufgebaut werden. Reichsausschuß der jüdischen Jugendverbände, gez. Brodnitz. Personenstandsnachrichten Oeburten: 29. Oktober 1934 Chaim Lazar Kanarck und Ryfka Elka geb. Bonibach, Keilstraße 4, einen Sohn „Israel Herz". Barmizwa: Sonnabend, 8. Dezember, Ignaz Feuer, Sohn des Herrn Moses Feuer und Frau Bertha geb. Klinger, Gabelsbergcr Str. 26, in der Jassyer Synagoge, Gerberstr. 48,50. Sonnabend, 8. Dezember, Siegmund Knoblauch, Sohn des Herrn Leopold Knoblauch und Frau Rosa geb. Wachsbcrger, Biedermannstraße 5, in der Gemcindcsynagogc. Sonnabend, 22. Dezember Fritz Bornstein. Sohn des Herrn Bei - hard Bornstein und Frau Ghana geb. Kupfer, Konradstr. 63, in der Bikur-Chaulim-Synagogc, Eiscnbahnstr. 9. Trauungen: Am Dienstag, 4. Dezember, 51 « Uhr nachmittags, Fräulein II e Leiser, Gottschedstr. 17, mit Herrn Alfred Schild, Ehrenstei istraße 32, in der Leipzig-Loge, Arndtstraße 1. Todesfälle: 13. November 1934 Jonas Suchestow, Ludwigstr. 79. 18. November 1934 Bertha Askanas, Feldstraßc 2. 19. November 1934 Gittel Weißmann, Katharinenstraße 18. Veranstaltungen. Gottlieb-Streichquartett. Uns wird geschrieben: Nur allzu lefcM geraten wir in Versuchung, über der Vielzahl der abgebauten Künstler und ihren Veranstaltungen den Aufbau jungen Künstln rtums zu vernachlässigen. Gerade deshalb ist es besonders virdienstvoll, daß Musja (Kitt lieb sich bemüht, neben einer erlesen .-n Gruppe bewährter Musiker, junge, aufstrebende Talente an die Öffentlichkeit zu bringen. So machte ein erlauchtes, an Zahl erfreulich ansehnliches Publikum mit dem jungen Klarinettisten Hans- Peter B e r n f e I d Bekanntschaft, der seine (noch nicht allza Sonnabend, den 15. Dezember Das fest dcJ Bor TCOChjK» im großen Festsaal des C. T.

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