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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1934-09-21 · 38 (21.9.1934) · p. [Seite]

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Seile 4 21. September 193-! s u k k aus: 1. Tag: Sonntag, den 23. September: Abend« gebet IS,15 Uhr. Montag: Morgengebet 8,30 Uhr, Mlncha 18,20 i hr. 2.Tag: Montag, den 24. September, Abendgebet lS.io Dhr. Dienstag: Morgengebet S,30 Ulir, Mincha 16 Uhr, Ausgang IS.II Uhr. Chaul Hamaued: Morgengebet 7 Uhr, Abendgebet IS Uhr. Talmud-Thora-Synagoge, Kcilstr. I. Freitag abend IS,15 Uhr. Sonnabend früh 8,30 Uhr, Mincha 16 Uhr, Ausgang 18,50 Uhr. Sonntag: Erew Sukkos, abends IS,15 Uhr. Montag: I.Sukkos, früh s,i(i Uhr, Mincha und Mariw IS,15 Uhr. 2. Tag: Dienstag: früh S.50 Uhr, Mincha IS/30 Uhr, Ausgang IS.44 Uhr. — Wochentags: früh 7 Uhr, abend 1S.15 Uhr. Personenstandsnachrichten O e hurt e n : II, August 1934 Syel Moizesz Engel und Mariem Hinda geh. Führer, Nordstr. 3611, eine Tochter „Paula". I. September 1934 David Hoimann und Frau Malke geh. Rubin, Berliner Str. 191, eine Tochter „Edith". T o d e s f a 11: 14. September 1*J34 Chawa Ryfka Tempel, Nordstr. 26. Aus dem Gemeindeamt Religionslehrer-Kursus des Preußischen Landesverbandes. Der Preußische Landesverband jüdischer Qemeinden eröffnet zu Beginn des Winterhalbjahres l'DI 35 unter der Leitung des Studiendirektors i. R. Dr. Gutmann einen /weiten Kursus für Studienräte (•innen), Studienassessoren (-innen) und Studienreferendare (-innen) zur Erlangung der Befähigung, jüdischen Religionsunterricht /u erteilen. Der Kursus ist auf zwei Jahre berechnet. Nach erfolgreichem Besuch können sich die Teilnehmer einer Abschlußprüfung unterziehen, durch die ihnen die wissenschaftliche Befähigung zur Erteilung von Religionsunterricht an Volks- und Religionsschulen zuerkannt wird. Der Unterricht findet an zwei Nachmittagen der W oche mit je zwei Doppelstunden statt. Unterrichtsfächer sind: Religionslehre, Hebräisch, biblische und jüdische Geschichte. Herren und Damen, die an dem Kursus teilzunehmen wünschen, werden gebeten, ihre Anmeldung nebst Angaben Ober ihre etwaige religionswissenschaftlichen Vorkenntnisse im Büro des Preußischen Landesverbandes jüdischer Qemeinden, Charlottenburg 2, Kantstraße 15S, ein/ureichen. (Offiziell.) Neue Bücher Zur Ehrnag des 60 jährigen Prof. James Elbogen. Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland. Herausgegeben von Professor ür Ismar Elbogen, Berlin, Professor Dr. Aron Freimann, Frankfurt a. M. und Rabbiner Dr. Max Freudenthal, Nürnberg. Jahrg. 5, Nr. 4. Philo Verl. u. Buchhandl. G.m.b.H., Berlin W15. Das Schlußheft des 5. Jahrgangs der „Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland" ist ihrem leitenden Herausgeber, dem führenden jüdischen Historiker Deutschlands, Professor Dr. Ismar Elbogen, Berlin, zu seinem OG. Geburtstag gewidmet. Fachkoilegen, Schüler und Freunde haben sich zur Ehrung des Jubilars zusammengefunden. Der reiche Inhalt des Heftes zeigt erneut den Umfang der Aufgaben, die der Erforschung der Geschichte der deutschen Juden gestellt sind und deren Durchführung sich gerade in der Gegenwart als notwendig erweisen. In einem mit einem Olückwunsch verbundenen Geleilwort würdigen die beiden Mitherausgeber, Professor Dr. Aron Freimann, Frankfurt a. M. , und Rabbiner Dr. Max Freudenthal, Nürnberg, die Persönlichkeit und das wissenschaftliche Werk Ismar Elbogens und betonen dabei seine besonderen Verdienste um den Forschungskreis, dem diese Zeitschrift dient. Dr. Selma Stern-Täubler, London, untersucht in einer großzügig angelegten Arbeit über „Die Juden in der Handelspolitik Friedrich Wilhelms I. von Preußen" die Motive der zahlreichen Widersprüche, die sich in der Zulassung von Juden zur Betätigung im Handel und der beginnenden moderneu Industrie zeigen. Mit Recht setzt Rabbiner Dr. Max Frrudenthal, Nürnberg, seinem Beitrag den Satz voraus, daß sich die Geschichte der deutschen Juden nicht in der Erforschung ihres Aufenthaltes in Deutschland erschöpfe: in „Juden auf Marstrand'° (einer schwedischen Insel) wird die Entwicklung einer vorübergehenden jüdischen Siedlung geschildert, die in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts namentlich aus ausgewanderten norddeutschen Juden entstand und gleichsam den Vorläufer der späteren jüdischen Gemeinde Göteborg bildet. Gemeinderabbiner Dr. Adolf Kober, Köln, veröffentlicht eine interessante, für den Kölner Erzbischof Walram in lateinischer und hebräischer Sprache ausgestellte Quittungsurkunde aus dem Jahre 1337. Mit der Person des geheimnisvollen Orientalisten Mithridates (zweite Hälfte des 15. Jahrhunderts), der auch nach Deutschland kam, beschäftigt sich eingehend Professor Umberto Cassuto, Rom. Fritz Aronstein, Berlin, macht mit einer unter dem Einfluß der sabbatinischen Bewegung entstandenen jüdischen Novelle von Christolfel von Grimmelshausen bekannt. In einem Aufsatz über „Die Zulassung des ersten jüdischen Oemeindearztes in Breslau" beschäftigt sich Professor Dr. Guido Kisch, Halle a. S., mit der Frage der Oleichstellung der jüdischen Aka- An die JLeser des Gemeindcblattes. Wir bitten diejenigen Mitglieder unserer Gemeinde, die noch nicht das Bezugsgeld für das Gemeindeblatt für dk Zeit vom 1. April bis 31. Juli ds. Js. in Höhe von RM. —,4C an uns gezahlt haben, dies umgehend nachzuholen. Postscheckkonto der Gemeinde Nr. 50533. Leipzig, den 23. August 1934. Der Vorstand der israelit. Religionsgemeinde zu Leipzig. demiker mit den nichtjüdischen um die Wende des 18. Jahrhunderts Dr. Luitpold Wallach, Laupheim (Württ.), liefert eine Skizze über Leo pold Zunz als Historiker. Aus Gründen der Raumknappheit können weitere Arbeiten, die aus Anlaß des Jubiläums Professor Elbogens zut Verfügung gestellt worden waren, erst in einem späteren Heft veröffentlicht werden. Die Autoren sind Professor Jacob Mann, Cincinnati, Professor Dr. Isaak Markon, Hamburg, Rabbiner Dr. Fritz Pinnkuß, Heidelberg, Dr. Raphael Straus, Jerusalem, Gemeinderabbiner Dr. Hermann Vogelstein, Breslau, und Regierungsrat Dr. Bernhard Wachstein, Wien. Die „Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland", die einzige periodische Publikation dieser Art in Deutschland, zeigt, daß Geschichte nicht allein Verbundenheit mit der Vergangenheit, sondern auch mit dem Leben der Gegenwart bedeutet. Die Erhaltung einer solchen Zeitschrift ist in dieser Zeit von besonderer Bedeutung und nicht zuletzt Wunsch und Hoffnung ihres Schöpfers, dem das vorliegende Heft zugedacht ist. Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums. Heft 4. Der Juli-August-Nummer der Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums ist ein Bild Prof. Ismar Elbogens und eine Widmung des Vot Stands der Gesellschaft zur Förderung des Judentums anläßlich seines 60. Geburtstages beigegeben. Fast alle Aufsätze sind dem Jubilar gewidmet. Die Frage „Kön nen wir an einen persönlichen Oott glauben?" behandelt L. Lubasch. Besonders lehrreich ist sein Nachweis, daß bereits die Religionsphilosophen des Mittelalters einen Gottesbegriff ausgebildet haben, der sich von jedem Anthropomorphismus freihält und dabei den Ansprüchen der Religion genügt, der Lösungsversuch, zu dem die Lage der Gegenwart anregt, hegt in verwandter Richtung. Unter den Verfassern der fachwissenschaftlichen Aufsätze des gleichen Heftes finden sich Männer wie Baeck, Buber, Julius Guttmann; insbesondere wird Bubers Behandlung der zweiten Responsion der Keduscha (mit ihrem auf Zeitströmungen anspielendet. Schluß) auch weitere Kreise interessieren. Man abonniert die „Monats schrift', indem man Mitglied der Gesellschaft zur Förderung der Wis senschaft des Judentums in Berlin wird und den jährlichen Mindest bei trag von RM. 10.— an die Gesellschaft (Postscheckkonto: Berlin Nr. 7030) sendet. Jüdischer Sport J. S. V. Bar Krchba. Vor annähernd KHK) Zuschauern fand an vergangenen Sonntag auf dem sich in vorbildlicher Verfassung be lindenden Har-Kochha-I'lal/ der Stiidtewettkampf im Handball tun Fußball statt. Von den Spielen, die sämtlich packende mal span nende Kämpfe brachten, ist als wichtigstes Spiel das der Auswahl mannschaften von Brandenburg und Mitteldeutschland /u bemerken da die Erfahrungen daraus für die Aufstellung der Deutsehen Mak kabivertretung bei der Makkahiah Wib in Tel Aviv verwerte werden. Heide Mannschaften trennten sich nach einem sehr Hottet Kampfe, der reich au spannenden Situationen war mit ():(), ein Er gebnts, welches dem Spielverlauf und dem Kräfteverhältnis ge recht wird. Nachstehend die Lrgehnisse: A. H. Leipzig Berlin 2:1 1. Jugend Leipzig Berlin 0:2, I.Knaben Leip/ig Berlin 0:2, Main ball: Damen Leipzig Damen Berlin 4:10, I. Jugend Leip/ig Herlin 5:7. Sportverein „Schild". Am Sonntag, den 16. September, hau der Sportverein „Schild", Leip/ig, /um ersten Male einen auswar tigen Fußballgegner zu Gaste. Die Berliner Sportgemeinschaft 1933, die im jüdischen Sportleben Deutschlands einen besonders guten Namen hat, war mit einer starken, kombinierten Mannschaft Gegner unserer Krsten. Um es vorwegzunehmen, unsere erste Fußballmannschaft hat glänzend ihre Feuerprobe bestanden und damit bewiesen, dalt sie keinen jüdischen (iegner /u fürchten hat. In einem vorbildlieh fairen, technisch hochstehenden Kampfe bezwing Redaktionsschluß für die nächste Nummer Mittwoch 11 Uhr Anzeigenschluß Mittwoch Abend

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